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Full text of "PC Player German Magazine (April 2000)"

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DAS PG*SPIELE-MAGAZIN 



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ERSTE INFOS! 

Commandos 2 



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S 80,- • SFR 9,90 • LFR 240,- 
HFL 12,50- LIT 14.000,-bfr 240,- 



DR 2.400,- 


•pta 1.100,- 


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KONIPLETTLOSUNG 



46 Seiten 
Tipps und 
Tricks 



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Pulp Fiction im 
Närrisches Acti 



Itall: 



SUPER-GEWINN: EIN TRIP FÜR ZWEI ZUR E3 
" ÜBER 40 SPIELETESTS ■ LAN -PLAN ER 
SPECIAL: DIE BESTEN 19-ZOLL-MONITORE 
ERSTE BILDER VON STAR WARS: OBI WAN 




«BN 



EDITORIAL 



April, April 



Da macht ja bekanntlich ein 
jeder, was er will - warum 
also nicht auch die PC Player. 
Dachten wir uns jedenfalls 
und spendieren Ihnen als überraschen- 
de April-Dreingabe gleich drei 
Begleit-CDs. Grund: Die 21 attrakti- 
ven Demos, die in diesem Monat 
unerwartet über uns hereinbrachen, 
konnten wir Ihnen einfach nicht vorent- 
halten - und auch nicht auf zwei Silber- 
lingen unterbringen. Und weil wir gera- 
de so schön in Schwung waren, haben 
wir dort gleich noch eine Vollversion 
mit draufgepackt. Uns bleibt da nur, 
Ihnen einen guten Geschäftsgang mit 
der spannenden Wirtschaftssimulation 
Capitalism Plus zu wünschen - die 
nebenbei bemerkt vom »Seven King- 
doms«-Entwickler Trevor Chan stammt. 

Überaus rege waren übrigens auch 
viele unserer Leser, denn die Teilnah- 
me an unseren letzten Preisausschrei- 
ben hat uns geradezu umgehauen. Das 
heißt insbesondere Steffi, denn die 
durfte die vielen tausend Zusendungen 
auszählen, bevor Sie sich für ein ver- 
längertes Wochenende auf eine Skihüt- 
te abseilte. Die Riesenliste der Gewin- 
ner finden Sie übrigens auf Seite 27. 



Wer nicht mit dabei war, darf sich 
damit trösten, daß wir auch in dieser 
Ausgabe wieder ein paar sehr attrakti- 
ve Preise verlosen. Denn kein April- 
scherz, sondern unser voller Ernst ist, 
dass wir zwei Leser/innen dazu ein- 
laden, das PC- Player-Team im Mai 
mit nach Kalifornien zu begleiten, 
um dort die weltgrößte Spielemesse E3 
unsicher zu machen. 

Tja, unverhofft kommt diesmal eben 
besonders oft, denn der in der letzten 
Vorschau angekündigte Bericht über 
die Spielemesse Millia (die ohnehin 
nicht so megaspannend war) haben 
wir zugunsten einiger außergewöhn- 
licher Vorabberichte einfach unter den 
Tisch fallen lassen. Oder möchten Sie 
etwa nicht in das Geheimprotokoll von 
Commandos 2 eingeweiht werden, 
etwas über das neue LucasArts-Spek- 
takel Star Wars: Obi Wan erfahren 
oder exklusive Infos über Dungeon 
Siege - das revolutionäre Rollenspiel 
des »Total Annihilation-Machers« Chris 
Taylor- bekommen? Eben, dachten wir 
uns auch. Na warum blättern Sie dann 
nicht einfach weiter ... 

Ihr PC Player Team 



Hinten (v.l.n.r.): Thomas Werner, 

Manfred Duy, Roland Austinat; 

Mitte (v.l.n.r.): Damian Knaus, 

Henrik Fisch, Udo Hoffmann; 

Vorn (v.l.n.r.): Jochen Rist, 

Martin Schnelle, Steffi Kußeier. 





Kann Psygnosis die Echtzeit-Strategie 
mit Metal Fatigue revolutionieren? 
Lesen Sie die Antwort auf Seite 136. 




Frisch aus USA! Chris Taylor will mit 
Dungeon Siege Rollenspielen wie Stra- 
tegie neues Leben einhauchen. Seite 70 



BKBblAk 



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SpecBE Budget äUompibtions """ '■■■■! 

Spiel Dich 
reich! 



Wer es leid ist, jedesmal einen Hunni 
für ein Spiel hinzublättern, dem bieten 
wir in diesem Schnäppchen-Special 
viele ALDI-Nativen. Seite 98 



Monitore 

Neue, günstige 19"- 
Bildschirme überflu- 
ten die Geschäfte. 
Wir sagen Ihnen, 
wie Sie den Über- 
blick behalten. 

Seite 178 




PC PLAYER APRIL 2000 3 



INHALT 



wmMM Inhalt 



Ausgabe 4 ■ April 2000 



TITELSTORY 




4 PC PLAYER APRIL 2000 



INHALT 



NEWS 



16 LETZTE MELDUNGEN 
30 HARDWARE-NEWS 
27 AUFLÖSUNG 

GEBURTSTAGSQUIZ 2/200 
27 GEWINNER WETTBEWERB 

1+2/2000 

20 ALONE IN THE DARK 4 

21 C&C 3: DER FEUERSTURM 
48 DAIKATANA + DIABLO 2 
24 GRAND PRIX 3 

26 HEROES OF MIGHT & MAGIC 3: 

SHADOW OF DEATH 
26 HOMEWORLD: CATACLYSM 
20 KINGDOM UNDER FIRE 
20 MARTIAN GOTHIC 
24 MIGHT & MAGIC 8 
24 STEPHEN KING'S Fl 3 
26 VERFOLGUNGSJAGD 
26 WARCRAFT 3 
20 WIZARDS & WARRIORS 



PREVIEWS 



92 ALLEGIANCE 
76 DARK REIGN 2 
94 DEUS EX 
52 ENEMY ENGAGED: 

COMANCHE/HOKUM 
96 F1 2000 
66 GUNSHIP! 

57 HEART OF STONE 
80 MDK2 

60 NEED FOR SPEED PORSCHE 
64 PRAETORIANS 

58 STAR WARS EPISODE 1: OBI WAN 
54 STAR WARS: FORCE COMMANDER 
84 VAMPIRE: THE MASQUERADE 



RUBRIKEN 



175 BIZARRE ANWENDUNG 

44 BUG REPORT 

8 CD-ROM-INHALT 

247 DILBERT COMIC 
3 EDITORIAL 

198 FAX-TIPSABRUF 

248 FINALE 

172 HALLOF FAME 
38 HITPARADEN 

246 HOTLINES 
21 IMPRESSUM 

157 INSERENTENVERZEICHNIS 

40 KREUZWORTRÄTSEL MIT 

AIRBRUSH-PC-GEWINN 

194 LESERBRIEFE 
34 LESERUMFRAGE 

45 NACHSPIEL: HOMEWORLD 
33 PC PLAYER GRUFT 

166 TOP ODER FLOP 

50 RELEASE-LISTE 
119 SO WERTEN WIR 

32 SURFBRETT 
118 PC PLAYER PERSÖNLICH 
174 SPARSCHWEIN 
166 SPIELE-KAUFEMPFEHLUNGEN 

36 UNTER UNS 

247 VORSCHAU 

31 WETTBEWERB: 

MÖCHTEN SIE ZUR E3? 
125 WETTBEWERB: 

AUF NACH NORWEGEN 




SPIELE- 



167 AGE OF WONDERS (DEUTSCH) 
151 ATARI COLLECTION ARCADE HITS 1 

168 AXIS & ALLIES: IRON BLITZ 
EDITION 

149 BATTLEZONE 2 (DEUTSCH) 

131 CHAMPIONSHIP MANAGER 99/00 
164 CROC 2 

150 DEMOLITION RACER 

128 DRACULA - RESURRECTION 

141 DUCK HUNTER PRO 
163 EISENBAHN.EXE 

130 EXTREME BOARDS & BLADES 
130 EXTREME TENNIS 

169 EXTREME WINTERSPORTS 

170 FLUGHAFEN MANAGER 

142 GRAND PRIX WORLD 

132 IBIZA COMIC POKER 
154 KÄFER TOTAL 

171 LIVEWIRE 

124 LONGEST JOURNEY, THE 
136 METAL FATIGUE 
169 METAL KNIGHT 
169 MICHELLE KWAN 
FIGURE SKATING 

151 MISSILE COMMAND 
167 NOX (DEUTSCH) 
132 PASSION PINBALL 

157 PUZZLE TROUBLE 
153 RENEGADE RACERS 
160 RISIKO 2 

152 RISING SUN 

123 RTL BOX MANAGER 
162 SATANICA 
132 SCHACH 2000 
152 SILKOLENE HONDA 

MOTOCROSS GP 
130 SKYDIVE 
150 SPACE CLASH 
144 SUPERBIKE WORLD 

CHAMPIONSHIP 2000 

158 THEOCRACY 

132 TIE BREAK TENNIS 2 



130 TOPSHOT 

135 U-BAHN RASER 

120 VERKEHRSGIGANT 

141 WARCRAFT 2 BATTLE. NET-EDITION 



SPECIALS 



70 DUNGEON SIEGE 
86 COMMANDOS 2 
98 KAUFBERATUNG: 

BUDGETS & SPIELESAMMLUNGEN 
112 FIRMENHISTORIE SHINY 



HARDWARE 



176 HARDWARE-ANLAUF 
178 19"-MONITORE IM 

VERGLEICHSTEST 
184 GAME PROGRAMING 

STARTER KIT 3.0 
186 LAN-TERMINE 
188 KEINE PANIK: 

WINDOWS 2000 
183 KURZTESTS 

191 KURZTESTS 

192 TECHNIK TREFF 



19"-MONITORE 
AUF DEM PRÜF 
STAND 



201 Player's Guide 

46 Seiten Tipps, Tricks und Komplettlösungen 



Planescape: Torment 204 ■ Ultima 9, Teil 2 216 ■ Final Fantasy 8 226 ■ Tipps & Tricks 203, 215 




CD-ROM 




CD-ROM-SCHNELLSTART 

Alle Demos starten Sie am ein- 
fachsten über unser Menüsystem. 
Wenn Sie die CD unter Windows 
95/98 in Ihr CD-ROM-Laufwerk 
einlegen, startet das Menü meist 
von selbst. Ansonsten führen Sie 
einfach das Programm GO.EXE im 
obersten Verzeichnis der CD aus. 
Im Menüsystem können Sie die 
Buttons auf der linken Seite an- 
klicken, um in den jeweiligen 
Bereich zu springen. Möchten Sie 
die Demos oder Patches nicht 
über das Menü installieren, so 
können Sie selbige auch einfach 
über den Windows-Explorer auf- 
rufen. Im jeweiligen Verzeichnis 
sehen Sie anschließend eine Auf- 
listung der Programmordner. 
Darin finden Sie die 
Installationsdateien. 
Ihre Fragen zum Inhalt oder bei 
eventuell auftauchenden Proble- 
men richten Sie bitte an folgende 
E-Mail-Adresse: 
cdrom@pcplayer.de 
Zu erreichen sind wir natürlich 
auch per Post unter folgender 
Adresse: 

Future Verlag GmbH 

Redaktion PC Player, 

Stichwort: CD-ROM 4/2000, 

Rosenheimer Str. 145h 

81671 München 



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MOORHUHN 

Deutsche Büroange- 
stellte legen die Arbeit 
nieder, denn alle spie- 
len es wieder und wie- 
der: Sie schießen jeden Vogel 
ab, der sich auf dem Bildschirm 
blicken lässt. 



Genre: 
Hersteller: 

Erfordert: 



Benötigter 
Festplatten- 
platz: 



Action 
Witan Enter- 
tainment 
Pentium/133, 
16 MByte RAM, 
Windows 95/98 
3 MByte auf 
CDA 



Inhalt 



3HP>«fflET ED23 

T^r^ £ ^^ \ \ 4/2000 

** /_■ voll«. 



INHALT CD 



Demos 

(Befinden sich im Verzeichnis \DEMOS\) 

■ Ford Racing 

■ Metal Fatigue 

■ Missile Command 

■ Satanica 

■ Shogun 

Patches 

(Befinden sich im Verzeichnis \PATCHES\) 

■ Age of Empires V1.0c (deutsch) 

■ Anno 1602 NINA Patch 

■ GTA2V1.03 

■ Unreal Tournament V405b 

■ Ultima 9 V1.18 

Videos 

(Befinden sich im Verzeichnis \VIDEOS\) 

■ Multimedia Leserbriefe 

■ Outtakes der Leserbriefe 

■ Test-Player: Nox 

■ Preview-Player: Deus Ex 

■ Preview-Player: Gunship! 

■ Preview-Player: MDK 2 

■ Preview-Player: Simon the 
Sorcerer 3D 

■ Preview-Player: Vampire - 
The Masquerade 

■ Preview-Player: Warcraft 3 

Tool 

(Befindet sich im Verzeichnis \DATA\SERVICE\) 

■ 3D Mark 2000 
(Benchmark) 

PC Player 
Datenbank 

(Befindet sich im Verzeichnis \DATA\DATAPLAY\) 

■ Alle Spieletests seit der Erstausgabe 



INHALT CD B 



Demos 

(Befinden sich im Verzeichnis \DEMOS\) 

■ Age of Wonders (neue Demo) 

■ Close Combat 4 

■ Command & Conquer 3: 
Tiberian Sun (deutsch) 

■ Disciples 

■ DSF Golf 99 

■ Flanker 2.0 




I KA-52 Team Alligator 

I Moorhuhnjagd 

I Tower of the Ancients 

ITzar 



Tools 

(Befinden sich im Verzeichnis \TOOLS\) 

■ 3D Mark 2000 

■ Hypersnap Pro V3.55.00 

■ Powerstrip V2.62 

■ Winamp V2.50e 

■ DirectX 7.0a (deutsch) 

■ Windows Media Player V6.4 
(deutsch) 



Digital 

(Befindet sich im Verzeich- 
nis \DATA\PDF\) 

■ Das komplette Heft 
3/2000 als 
PDF-Datei + Adobe 
Acrobat Reader 



INHALT CD C 



Vollversion 

Capitalism Plus 

(mit Handbuch im pdf-Format inklusive 
Adobe Acrobat Reader V4.5) 

Demos 

(Befinden sich im Verzeichnis \DEMOS\) 

■ Nox 

■ Pro Pinball - Fantastic Journey 

■ The Rift 

■ Rising Sun 

■ Thief 2 (deutsch) 

■ Wild Wild West 

Patches 

(Befinden sich im Verzeichnis \PATCHES\) 

■ Drakan V445 (englisch) 

■ Hype: The Time Quest (3Dfx-Patch) 

■ Jane's USAF V1.02 

■ Phoenix V1.1 

■ Planescape: Torment V1.1 (us) 

■ Sid Meier's Alien Crossfire V2.0 

■ Starsiege Tribes V1.0 auf V1.10 

■ Starsiege Tribes V1. 9 auf V1.10 

■ Starsiege Tribes V1. 91 aufV1.10 

■ Wheel ofTime V333b 

Treiber 

(Befinden sich im Verzeichnis \TREIBER\) 

■ Detonator 3.68 für Nvidia Chips 

■ 3Dfx Voodoo3 2000 / 3000 (AGP/PCI) 
1.03.04 

■ 3Dfx Voodoo Banshee 1.03.04 

■ Matrox Power Desk 5.30 

■ S3 Trio 3D/2X (362/368) 1.00.28 

■ S3 Savage 3D (390/391) 37231 

■ S3 Savage 4 40582 




8 PC PLAYER APRIL 2000 



VOLLVERSION UND SPIELEDEMOS 



CD-ROM 



BONUS: DIE VOLLVERSION VON PC PLAYER 



P- 



CAPITALISM 

PLUS 




Das Motto der 
Vollversion der 
dritten Bonus-CD 
lautet: mehr Sein 
als Schein. 



MafiufÄcturer's 
"uide 



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Denn hinter der biederen Auf- 
machung verbirgt sich eine 
spannende und realitätsnahe 
Wirtschaftssimulation. Die 
Installation (des sowohl unter Windows 
95/98 als auch unter MS DOS lauffähi- 
gen) »Capitalism Plus« erfolgt über die 
PC-Player-Menüoberfläche. 

Auf die direkt im Anschluss angebote- 
ne Installation von DirectX sollten Sie 
hingegen verzichten, denn es handelt 
sich um eine veraltete Version. DOS- 



Anwender starten dagegen die Datei »in- 
stall.exe« vom Hauptverzeichnis der drit- 
ten Begleit-CD (C). 

Als Wirtschaftskapitän basteln Sie in 
den 20 Szenarien oder einer bei jedem 
Spielstart neu generierten Karte an einem 
Firmen-Imperium, indem Sie ein komple- 
xes Gebäude-Netzwerk errichten: In Bau- 
ernhöfen produzieren Sie Nahrungsmit- 
tel, um diese in Ihren Kaufhäusern zu ver- 
ramschen. Minen, Forschungslabors und 
Fabriken benötigen Sie für komplexere 
Artikel wie etwa Autos. Danach drücken 
Sie Ihre Produkte in einem knallharten 
Verdrängungswettbewerb in den Markt 
und treiben Ihre Konkurrenten in den Ruin 
- sei es durch Dumpingpreise, Werbe- 
schlachten oder Aktiengeschäfte. 

Einsteiger sollten sich unbedingt das 
deutsche Online-Tutorial zu Gemüte füh- 
ren. Experimentieren Sie danach erst Mal 
im kleinen Rahmen, etwa mit nur einem 
Geschäft, in dem Sie Produkte von See- 
häfen verscherbeln. Wenn sich einzelne 
Waren gar nicht absetzen lassen, handelt 
es sich wahrscheinlich um ein unverkäuf- 
liches Rohprodukt. Milch zum Beispiel fin- 
det nur in Flaschen abgefüllt Abnehmer 
und hierfür wiederum benötigen Sie den 
Rohstoff Glas sowie eine Fabrik, (md) 




TOP-DEMO: 

METAL FATIGUE 



Genre: 

Echtzeit-Strategie 

Hersteller: 

Psygnosis 

Erfordert: 

Pentium/166, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

43 MByte, auf CD-A 




Die tun was. Wir bieten Ihnen ein 
schnelles Rennen auf der ersten Strecke 
des Spiels. 



Genre: 

Rennspiel 

Hersteller: 

Empire Interactive/ 

Elite 

Erfordert: 

Pentium/200, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

18 MByte, auf CD-A 



1 r 



MISSILE 
COMMAND 



Der neu aufgelegte Atari-Klassiker. Ver- 
teidigen Sie zwei Städte mit drei riesi- 
gen Kanonen. 



Genre: 

Actio n 

Hersteller: 

Atari/Hasbro 

Interactive 

Erfordert: 

Pentium/166, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

56 MByte, auf CD-A 



FORD RACING 




PC PLAYER APRIL2000 9 



CD-ROM SPIELEDEMOS AUF DER PC-PLAYER-CD 




SHOGUN 



Genre: 

Echtzeit-Strategie 

Hersteller: 

Electronic Arts 

Erfordert: 

Pentium/200, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

168 MByte, auf CD-A 




TOP-DEMO: 

TZAR 

Genre: 

Aufbau-Strategie 

Hersteller: 

Infinite Loop/Haemi- 

mont Multimedia 

Erfordert: 

Pentium/166, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

164 MByte, auf CD-B 




C&C3: 

TIBERIAN SUN DT. 



Genre: 

Echtzeit-Strategie 
Hersteller: 
Westwood/ 
Electronic Arts 
Erfordert: 
Pentium/166, 
32 MByte RAM, 
Windows 95/98 
Benötigter 
Festplattenplatz: 
70 MByte, auf CD-B 




Führen Sie die Fabelwesen in drei Kar 
ten des Runden-Strategiespiels zum 
Sieg. 



AGEOF 
WONDERES 

Genre: 

Runden-Strategie 

Hersteller: 

Triumph-Studios/ 

Epic-Megagames 
_ Erfordert: 
I Pentium/ 166, 

32 MByte RAM, 
S? Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

96 MByte RAM, auf 

CD-B 




CLOSE 
COMBAT 4 



Kommandieren Sie in der Tutorial-Kam- 
pagne und einem spielbaren Level Ihre 
Truppen herum. 



Genre: 

Strategie 

Hersteller: 

Atomic Games/SSI 

Erfordert: 

Pentium/200, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

99 MByte, auf CD-B 



1 




DSF GOLF 99 



Genre: 

Sport 

Hersteller: 

Sierra/Havas 

Interactive 

Erfordert: 

Pentium/200, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

53 MByte, auf CD-B 




DISCIPLES 



Genre: 

Strategie 

Hersteller: 

Strategie First 

Erfordert: 

Pentium/166, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

46 MByte, auf CD-B 



FLANKER 2.0 



Genre: 

Simulation 

Hersteller: 

SSI 

Erfordert: 

Pentium/200, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

83 MByte, auf CD-B 



10 PC PLAYER APRIL 2000 



CD-ROM 




Meistern Sie in Ihrem Hubschrauber 
schwer bewaffnet die erste Mission der 
Helikopter-Simulation. 



KA-52 TEAM 
ALLIGATOR 



Genre: 

Simulation 

Hersteller: 

GT Interactive 

Erfordert: 

Pentium/166, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

113 MByte, auf CD-B 




TOWER OF THE 
ANCIENTS 



Genre: 

Geschicklichkeit 
Hersteller: 
Fiendish Games 
Erfordert: 
Pentium/166, 
32 MByte RAM, 
Windows 95/98 
Benötigter 
Festplattenplatz: 
56 MByte, auf CD-B 





[pro pinball - 

^ FANTASTIC JOUNEY 


1 ^^^^ "', 




1 m ifWSSil "^^?o^ *Jk£ m 


Genre: 


WM 


Geschicklichkeit 


Hersteller: 
Empire Interactive 


mSfSi iam> 


Erfordert: 


&&J *&■■■•■ v/^^^HfS. 


Pentium/166, 
32 MByte RAM, 


1 Zeitlich beschränkte Demo eines neuen 


Windows 95/98 


1 Tisches der ultrarealistischen Flipper- 
1 serie mit edler Grafik. 


Benötigter 
Festplattenplatz: 
42 MByte, auf CD-C 


1 






NOX 



Gernre: 

Action-Rollenspiel 
Hersteller: 
Westwood/ 
Electronic Arts 
Erfordert: 
Pentium/200, 
32 MByte RAM, 
Windows 95/98 
Benötigter 
Festplattenplatz: 
48 MByte, auf CD-C 



Ä ^ _^ 


SS^H 


l L T^t^ 


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•^. ," " > ? 


Hl 


3D-Echzeit-Strategie im Weltraum. 
Ganze sechs Missionen wollen gelöst 
werden. 



1 



THE RIFT 



Genre: 

Echtzeit-Strategie 
Hersteller: 
Trush Wave 
Technology 
Erfordert: 
Pentium/166, 
64 MByte RAM, 
Windows 95/98 
Benötigter 
Festplattenplatz: 
48 MByte, auf CD-C 




f^RISING SUN 



Genre: 

Strategie 

Hersteller: 

Talonsoft 

Erfordert: 

Pentium/200, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

58 MByte, auf CD-C 




. 



THIEF 2 DT 



Genre: 

Action-Adventure 

Hersteller: 

Looking Glass/Eidos 

Erfordert: 

Pentium/233, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

174 MByte, auf CD-C 




1 



WILD WILD WEST 



Genre: 

Action-Adventure 

Hersteller: 

Southpeak 

Interactive 

Erfordert: 

Pentium/166, 

32 MByte RAM, 

Windows 95/98 

Benötigter 

Festplattenplatz: 

66 MByte, auf CD-C 



PC PLAYER APRIL 2000 11 



MULTIMEDIA LESERBRIEFE 

An einem Beispiel führen wir diesmal in den 
Multimedia-Leserbriefen vor, wie wichtig es 
ist, die Lizenzvereinbarungen eines Spiels 
durchzulesen. Das kann doch nicht so schwer 
sein - oder etwa doch? Diesmal kommen Stef- 
fi und Jochen in unserer beliebten Serie »Mit- 
ten ins Megahertz« in den Himmel. Doch das 
sehen die »Drei von der Prüfstelle« gar nicht 
gern und versuchen den Sünder rechtzeitig zu 
stellen ... 





12 PC PLAYER APRIL 2000 



Datenbank 



Alle Spieletests seit der Erst- 
ausgabe 1/93 finden Sie in 
der von unserem Program- 
mier- und Videokünstler Hen- 
rik Fisch überarbeiteten 




>ne»3*i^ernZ«:b*-*olgt*n.<*9e*- 

rfdfc des aKjjchtBTi Spiels erisprichl Wenn 5r 

aj "ductal" kkswri. zetf das Prcgani «l der Tatet" ru 
noch de £peie md Aeitr AifangsiftLhtuloije tri 

Dcsc Ehstdmu etat* »laroe afcü ___ 

Lampe ai da laste '"Suchen'' ■ as Sit- aur d» Tüte 'Laschen' 

Uc**'i D*m stet dm ^ihhP\*/*i w*dti ai* gupuhtrtcn 

SpMtdw 



Datenbank auf der B-CD. Mit 
Hilfe der Suchfunktion kön- 
nen Sie sich einen oder meh- 
rere Titel anzeigen lassen 
und den Text in einer Tabelle 
ansehen. 

Sollten Sie den 
Textinhalt für den 
Eigenbedarf benö- 
tigen, kopieren Sie 
ihn einfach heraus. 



Die PC-Player- 
Datenbank zeigt 
die wichtigsten 
Infos und ein Bild 
des Spieles. 




70 DDDDDDDDDD 
90 DDDDDDDDID 
80 DDDDDDDDDD 
70 DDDDDDDDDD 
70 DDDDDDDDDD 
70 DDDDDDDDDD 



Spielspaß: DDDDDDDDDDDDDDDDDDDD 




xs 




Mit der Suchfunktion finden Sie alle Resultate der getesteten 
Spiele in Tabellenform dargestellt. 



VIDEO-CLIPS 

Sämtliche Videos auf der CD-A liegen im MPEG-Format vor. 
Dies hat den Vorteil, dass die Clips auch noch im Vollbild- 
Modus gut aussehen. 

Die Filmchen starten Sie am komfortabelsten von unserer 
CD-Oberfläche aus. Klicken Sie dazu einfach auf den Button 
»Videos«, wählen Sie ein Video aus und schon geht's los. 

Sie finden die Clip-Dateien im Verzeichnis \VIDEOS\ auf der 
A-CD. MPEG-Videos brauchen zur Wiedergabe ein installier- 
tes »Active-Movie«. Dieses Programm ist unter Windows 95B 
und Windows 98 normalerweise installiert. 



AKTUELL 



Letzte Meldungen 




Neue Bilder von 
Battle Isle 4 

Direkt von Blue Byte erhielten wir neue Bilder 
von Battle Isle 4. Leider gibt es keine zusätz- 
lichen Informationen über das rundenbasierte 
Strategiespiel, das komplett in 3D gezeigt wird. 




Recht nett anzuschauen: Auch die 
Basis besteht komplett aus Polygonen 
und wird dreidimensional dargestellt. 



NEUE INTERNET- 
SPIELANBIETER 

Ab sofort können Sie auch über die Earth 2150- 

Seite http://www.earth2 15 0.com das 

aktuelle Echtzeit-Strategical von Topware im Internet 
spielen. Ein Soundtrack ist ebenfalls erhältlich. 

Bei http://www.prizecities.com vertreiben 
Sie sich dank Enlight 
Software die Zeit mit 
eher klassischen Spiel- 
chen. Völlig umsonst 
zocken Sie Bingo, 
Poker oder Roulette 
und können sogar klei- 
ne Preise wie Bücher, 
Soft- und Hardware 
oder Magazine gewin- 
nen. 





'-. ■'' - 

■ 




~ 


* * * 




"** "™ 


Jetzt im Internet umsonst 


spielen: Prize Cities. 



Lithtech mischt mit 

Die von Monolith Software entwickelte und in 
den Spielen »Shogo«, »Sanity« wie »No one 
lives forever« benutzte 3D-Engine LithTech 3D 
wird nun an zwei namhafte Design-Teams lizen- 
ziert. Entwickler Black Isle (»Baldur's Gate«, 
»Planescape: Torment«) will sie für zukünftige, 
bisher noch nicht angekündigte Projekte nutzen, 
ebenso New World Computing. Deren aktuell 
entwickelter Titel »Might & Magic 8« basiert 
zwar noch auf der alten Engine (siehe auch 
Spiele-News, Seite 24), doch für »Might & 
Magic 9« soll LithTech 3D eingesetzt werden. 
Gleiches gilt für den neuen, eher actionlastigen 
und Mehrspieler-fähigen Rollenspiel-Titel 
»Might & Magic Legends«. Falls Sie ebenfalls 
Interesse haben sollten: Die Lizenz-Kosten 
betragen lächerliche 250 000 US-Dollar. 




Monolith arbeitet übrigens an einer Verbesse- 
rung der Optik, die es zukünftig auch ermöglichen 
soll, den Code für Massively-Multiplayer-Games 
verwendbar zu machen, also für Online-Spiele, an 
denen tausende Nutzer teilnehmen können. 



... UND EWIG LOCKT DIE MACHT 



Activisions Runden-Strategietitel »Civilization: 
Call to Power« erhält einen Nachfolger. Da das 
Spiel aus rechtlichen 
Gründen nicht mehr das 
Wort »Civilization« im 
Namen führen darf, heißt 
das Sequel nun Call to 
Power 2. 

Wie gehabt führen Sie 
ein Völkchen durch mehre- 
re Jahrtausende zu Ruhm 
und Ehre. 6000 Jahre 
umfasst das Spiel bis hin 
zu Anno Domini 2300. 
Auch grafisch sind keine 



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Eil 


X- -M^- ^ 


^1 ^ 


Vom Altertum in die Neuzeit: 
Call to Power 2. 



Revolutionen zu erwarten, da die gleiche Engine 
benutzt wird. Spielerisch sollen jedoch eine 
Menge Detail-Verbesserun- 
gen das Handling erleich- 
tern. Dank neuer Staats-, 
sowie Diplomatie- und 
Handelsformen steigt der 
Tiefgang und die Komple- 
xität, gleichzeitig werden 
Minister und andere Bera- 
ter Empfehlungen ausspre- 
chen und Tipps geben. 
Ebenso wurden das Kriegs- 
und Diplomatie-Interface 
vereinfacht. 



Neue 
Völker in 
Anno 1503 

Eines der wesentlichen neuen 
Features in Anno 1503 wer- 
den die Eingeborenen-Stäm- 
me sein. Wir zeigen Ihnen 
drei von vier der neuen Völker 
des niedlichen Aufbau-Spiels. 

Das sind 
also die 
Azteken. 




Inklusive der klassischen 
Reiterei: Die Mongolen. 




Eher primitiv sind die Südsee- 
bewohner. 



16 PC PLAYER APRIL 2000 



AKTUELL 



Letzte Meldungen 

SPORTLICHE ZUKUNFT? 



KURZ 
NOTIERT 

Publisher CDV und 



i: on SU-39 begonner 
Neue Linux-Spiele 
Heretic 2, Railroad 
Tycoon 2 Deluxe un 
Heroes of Might & 
Magic 3 sind ab sofc 



Totally Games (»X- 



Michael Dorn 



Academy mi 



Die Menschen leben in nicht allzu ferner Zukunft nur noch unbe- 
weglich in speziellen Sinnes-Anzügen, aber dafür wohlbehütet von 
Robotern, die sich um wirklich alles kümmern. Beliebter virtueller 
Freizeitsport im Netzwerk ist es daher, über Plattformen zu hüpfen, 
nicht herunterzufallen und sich mit Kugeln zu bewerfen. Hört sich 
merkwürdig an? Ist es auch, denn das alles findet unter eigenen 
physikalischen 
Bedingungen statt. 
Gott sei Dank muss 
man da nicht selbst 
hinein, sondern ver- 
lässt sich auf die 
DroneZ, die per 
Gedankenkontrolle 
(oder vielleicht doch 
mit der Maus) ge- 
steuert werden. Ent- 
wickler Zetha ist üb- 
rigens auf der Suche 
nach einem Publi- 
sher für die PC- und 
Dreamcast-Version. 





Jetzt gibt es Probleme: 
Vor Ihrem Wagen krachen 
einige Fahrer in die Rinder- 
herde. 



Das Schadensmodell simuliert selbst abfal- 
lende Stoßstangen. 



VERRÜCKT, ODER WAS? 



In einem mehr oder weniger gelände- 
gängigen Wagen mit riesigen Reifen und 
Überrollbügeln durch unwegsames Ge- 
lände rasen - dazu muss man wohl ver- 
rückt sein. Doch genau das tun Sie bei 
der im wahrsten Wortsinne völlig abge- 



fahrenen Raserei Insane, die aus dem 
Rennstall von Codemasters entfleucht ist. 
Allzu viel ist noch nicht über das neueste 
Projekt der Engländer bekannt, doch die 
Fahrphysik soll sehr realistisch ausfallen, 
ebenso das Schadensmodell. 



Return to 

Castle 

Wolfenstein 

Anders als in PCP 3/2000 berichtet, 
wird nicht Xatrix Entertainment für das 
ehemals als »Wolfenstein 2000« beti- 
telte Produkt verantwortlich zeichnen; 
Xatrix gibt es nicht mehr. Der größte 
Teil der Crew formierte sich zu Gray 
Matter Interactive, die zu 40 Prozent 
Activision USA gehören. Dort wird 
auch Return to Castle Wolfenstein 
entwickelt, auf das id Software eben- 
falls ein Auge hat. Laut Activision 
Deutschland wird es jedoch keine Ver- 
sion geben, die hier zu Lande erschei- 
nen soll. 



Was ist The 
Nomads? 

Ein Teil der Entwickler von Terratools 
(»Urban Assault«) macht sich unter dem 
Namen Radon Labs selbstständig. Sie 
arbeiten gerade an The Nomads, dessen 
3D-Engine mit Namen »Nebula « Sie übri- 
gens von der Homepage herunterladen 
(knapp drei Megabyte) und kostenfrei 
lizenzieren können. 
http : / /www .radonlabs.de 





ABENTEUER AUS POLEN 



Entwickler Avalon (»Reah«) werkelt 
fröhlich an einem neuen Render- 
Adventure. In Schizm: Myste- 
rious Journey entdecken die Men- 
schen im Jahre 2083 einen Plane- 
ten mit verlassenen Städten. Wer 
sind die Bewohner, und vor allem, 
wo sind sie? Nach vier Monaten 
Arbeit ist das dort abgesetzte Wis- 
senschaftler-Team ebenfalls spur- 
los verschwunden, und Sie, Pilot 
eines Versorgungsraumers, müs- 



sen mit Ihrem Begleiter auf dem Pla- 
neten notlanden. 

Das Abenteuer soll nicht-linear 
sein, außerdem können Sie wahl- 
weise beide Charaktere übernehmen. 
Die Story entstand übrigens in 
Zusammenarbeit mit dem australi- 
schen SF-Autor Terry Dowling. Die 
Rätsel sollen aus einem Mix von 
mechanischen und logischen Puzzles 
sowie Inventar-basierten Problemen 
bestehen. 



18 PC PLAYER APRIL 2000 



AKTUELL 



KURZ 
NOTIERT 

— Brian Reynolds, das 

nirn hinter »Civ 2« und 



das hunden-btrategie- 
spiel Steel Panthers 4. 

— Das Rollenspiel Fall- 
out 3 soll eine 3D-En- 
gine bekommen. 
■ Entwickler Cavedog 



o-Guru Henrik 
nat jetzt kurze 



Spiele-News 

Horror auf dem Mars 



Noch vor »Alone in the Dark 4« 
kommt Martian Gothic he- 
raus, das deutliche Anleihen 
beim französischen Grusel- 
Klassiker macht. Geschickt ver- 
weben die Storyautoren Rea- 
lität mit Fiktion, weswegen im 
Jahre 2009 auf dem Mars die 
bemannte Forschungsstation 
Vita eingerichtet wird. 2018 
hört man den letzten Funk- 
spruch, dann gar nichts mehr. 
Ein Jahr später kommt ein 
Untersuchungskommando 
vorbei, welches feststellt, dass 
ein außerirdisches Bakterium 



die komplette Crew von Vita 
verändert hat. 

Fortan kämpfen Sie mit 
Ihren drei Spießgesellen 
ums Überleben. 120 Räume 
müssen überwunden wer- 
den und Sie gewinnen erst 
dann, wenn alle drei Helden 
vereint evakuiert werden 
können, (mash) 

Martian Gothic 

Hersteller: Take 2 Interactive 
Genre: Action-Adventure 
Termin: April 2000 
Internet: www.take2.de 




DAS ORIGINAL, VIERTER TEIL 




Aber auch am Original Alone in the Dark 

wird weitergearbeitet. Im vierten Teil sucht 
Edward Carnby wieder nach Ärger mit Horror- 
Wesen, diesmal auf einer verlassenen Insel vor 
Kalifornien. Anstelle der üblichen Technik, 3D- 
Charaktere in eine vorgemalte Umgebung zu 
setzen, soll AITD4 komplett dreidimensional 
sein. Viel mehr ist über den Titel aber noch 



nicht bekannt. Wir informieren Sie natürlich 
weiter, (mash) 

Alone in the Dark 4 

Hersteller: Darkworks/Infogrames 
Genre: Action-Adventure 
Termin: 3. Quartal 2000 
Internet: www.infogrames.com 



Warcraft-Konkur- 
renz aus Korea 



Die Programmierer versuchen 
in Kingdom under Fire die 

Welten von Echtzeit-Strategie 
und Rollenspiel zu vereinen. 
Neben normalen Truppenty- 
pen kommandieren Sie auch 
rund 70 Einzelcharaktere, die 
sich weiterentwickeln. Außer- 
dem liegen in den 20 Missio- 
nen (plus sieben weitere Auf- 




Hi-Color-Lichteffekte ver- 
schönern die Schlachten. 
(Kingdom under Fire) 



träge, die auf Helden zuge- 
schnitten sind) für jede der bei- 
den Seiten mehr als hundert 
Gegenstände verstreut. Trotz- 
dem verzichten Sie nicht auf 
Ressourcen-Management, 
denn Gold, Eisen und Mana 
warten darauf, gesammelt zu 
werden. Mit schicker Grafik ist 
zu rechnen, denn farbige Licht- 
effekte verschönern die Hi- 
Color-Karten, zudem werden 
Sie mit rund 20 Minuten Ren- 
der-Sequenzen unterhalten. 
(mash) 

Kingdom under Fire 

Hersteller: Phantagram/g.o.d. 
Genre: Echtzeit-Strategie- 
Rollenspiel 

Termin: Nicht bekannt 
Internet: www.kingdomunder 
fire.com 



KAMPFER UND ZAUBERER 



Der böse Lord Cet ist ... nun ja, 
böse. Deswegen muss er ver- 
nichtet werden! Dieser unter- 
haltsamen Freizeitbeschäfti- 
gung können Sie in Wizards & 
Warriors frönen, bei dem Sie 
mit einer bis zu sechs Mann 
starken Party im Königreich 
Gael Serran das Schwert Mavin 
suchen, vor dem Cet berechtig- 
terweise Todesangst hat. 

Das Kampfsystem ist unge- 
wöhnlich: Je nach Ihrer Einga- 
begeschwindigkeit passt es sich 
an. Das hat den Vorteil, dass 
langsamere Spieler nicht über- 
fordert und schnelle Dungeon- 
Erforscher nicht behindert wer- 
den. Wir sind gespannt, wie das 
in der Realität aussehen soll. Die 
Charaktergenerierung bietet 15 
(!) Rassen, die 11 verschiedenen 
Clans angehören. 100 NPCs und 
75 Sorten Monster sorgen 
außerhalb der drei großen Städ- 
te für Beschäftigung, drumhe- 



rum finden Sie drei große freie 
Areale und zehn aufwändigge- 
staltete Schlösser, Dungeons 
usw. Im Herbst soll das Spiel in 
den Geschäften stehen, (mash) 

Wizards & Warriors 

Hersteller: Heuristic Park/ 
Activision 
Genre: Rollenspiel 
Termin: 3. Quartal 2000 
Internet: www.activision.de 




20 PC PLAYER APRIL 2000 



Der Feuersturm 
kommt 



Neue Screenshots von Com- 
mand & Conquer 3: Der Feuer- 
sturm und ein kurzes Interview 
mit Rade Stojsavljevic, dem 
Produzenten von C&C, offerie- 
ren wir Ihnen in dieser Ausgabe. 

PC Player: Der Feuersturm 
wird die erste C&C-Missions- 
CD, die Zwischensequenzen 
hat. Was ist der Grund dafür? 
Rade Stojsavljevic: Der 
Hauptgrund ist, dass wir uns 
eine neue und interessante 
Story ausgedacht haben. 




Rade Stoj- 
savljevic. 



ist grund- 
sätzlich 
die beste 
Perspek- 
tive für 

ein Echtzeit-Strategiespiel die 
Ansicht direkt von oben. Die 
Möglichkeit die Kamera zu 
bewegen, ist bei großen 
Gefechten eher verwirrend. 
Die meisten Spieler möchten 
sich lieber auf Strategien kon- 
zentrieren, anstatt sich mit der 
Perspektive oder dem Interface 
herumzuschlagen. 



»Spieler möchten sich auf 
Strategien konzentrieren, 
anstatt sich mit der Perspek- 
tive herumzuschlagen.« 



Um die weiterzuspinnen benöti- 
gen wir Zwischensequenzen. 

PC Player: Viele Designer 
bevorzugen mittlerweile eine 
3D-Perspektive für Echtzeit- 
Strategiespiele. Wieso benutzt 
Ihr einen zweidimensionalen 
Blickwinkel? 

Rade: Eine 3D-Polygon-Engine 
ist nicht unbedingt die beste 
Wahl für ein RTS-Spiel. Erst mal 




Zweitens waren SD-Beschleuni- 
ger bis vor kurzem nicht schnell 
genug, um detailliertes Terrain, 
Gebäude und viele Einheiten 
gleichzeitig darzustellen. Aber 
zukünftige C&C-Spiele könnten 
eine Polygon-Engine benutzen. 

PC Player: Laut einer Umfrage 
der PCP (Nachspiel 3/2000) hat- 
ten 40 Prozent der Käufer gute 
Gründe, sich über Tiberian Sun 
zu beschweren. Welche techni- 
schen Verbesserungen gibt es 
n Der Feuersturm? 
Rade: Man kann nun im Skir- 
mish-Modus speichern, außer- 
dem haben wir das Internet- 
Spiel, das Terrain und den Kar- 
ten-Zufallsgenerator verbessert. 

PC Player: Wird es wieder ver- 
steckte Missionen geben? 
Rade: Nein, wir haben die Zeit 
benötigt, um die neuen 
Features einzubauen. 
(Anm. der Redaktion: 
Schau'n mer mal!) 
(mash) 

C&C 3: Der Feuer- 
sturm - Fakten 

Hersteller: Westwood/ 

Electronic Arts 

Genre: Echtzeit-Strategie 

Termin: März 2000 

Internet: 

www.westwood.com 



IMPRESSUM 



AKTUELL 



PCIÜIMM 



DAS PC-SPIELE-MAGAZIN 



CHEFREDAKTEUR 



REDAKTION 



FREIE MITARBEITER 



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verantwortlich im Sinne des Presserechts 

Roland Austinat (ra), Udo Hoffmann (uh), 
Damian Knaus (dk), Jochen Rist (jr), 
Martin Schnelle (mash, Ltd. Redakteur), 
Stefan Seidel (st), Thomas Werner (tw) 

Alex Brante, Steve Brown, Oskar Dzierzynski, Henrik Fisch, 
Ulrike Hartdegen, Markus Krichel, Monika Lechl, Thomas 
Köglmayr (Golden Master), Samira Nasah, Stephen Poole, 
Manfred Schmidt, Volker Schütz 

Susan Sablowski 

Stefanie Kußeier 

Alexandra Bauer 

Artwork: Shiny Entertainment/Interplay 
Gestaltung: Richard Hood 

Josef Bleier 

Stefan Moosleitner 



CHEFIN VOM DIENST 
REDAKTIONSASSISTENZ 
ART DESIGN 
TITEL 

FOTOGRAFIE 

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Anzeigenverkauf: llka Krebs, Tel. (0 89) 450 684-45, 
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(Symbol: FNET). 




PC PLAYER APRIL 2000 21 



AKTUELL 



Spiele-News 

DAS GRAUEN AUF IHREM RECHNER 



Auf der Hybrid-CD Stephen 
Kings F13 (PC und Macintosh) 
befinden sich drei kleine Spiel- 
chen auf Shockwave-Niveau, 
bei denen Sie etwa Kakerlaken 
erschlagen oder Skeletten mit 



einer Schaufel eins über den 
knöchernen Schädel ziehen. 
Das macht, Sie haben es schon 
geahnt, nur begrenzt Spaß. 
Daneben finden Sie einige Bild- 
schirmschoner, Desktop-Hinter- 



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gründe (»Deathtop«) und 
Systemgeräusche. Das 
Interessanteste dürfte 
jedoch die Kurzgeschichte 
»Alles ist riesig« sein, die 
exklusiv hier erscheint 
und mehr schlecht als 
recht übersetzt wurde. 
Das literarische Kleinod 
lesen Sie als einfache 
Textdatei. Ein paar Illus- 
trationen lockern die 
Choce auf, Animationen oder 
sonstige Gimmicks suchen sie 
vergebens. Stellt sich also die 
Frage, ob das alles knapp 50 
Mark wert ist - wir sagen Nein. 
Übrigens bezieht sich der 
Titel auf die Funktionstasten 
Ihres Rechners - hat der denn 
so einen Knopf? Eben ... 
(mash) 






AIJKS15T Kl HS IG 








* 


— ■ 

























Der Hauptteil der CD: die 
Kurzgeschichte »Alles ist rie- 
sig«. (Stephen King's F13) 



Stephen King's F13 - 
Fakten 

Hersteller: Presto Studios/ 
Blue Byte 

Genre: Multimedia- 
Sammelsurium 
Preis: ca. 50 Mark 
Internet: 

www.bluebyte.de 
www.frightware.de 



GRAND PRIX 3 ERST IM JUNI 



Das für März avisierte Rennspiel 
Grand Prix 3 wird nun vor- 
aussichtlich erst im Juni heraus- 
kommen. Das Team um Legende 




Hartes Bremsen und 
Beschleunigen wird mit 
qualmenden Reifen quit- 
tiert. (Grand Prix 3) 



Geoff Crammond (siehe auch PC 
Player 3/2000) nimmt sich die Zeit, 
um ihrem Ziel der perfekten Simu- 
lation möglichst nahe zu kommen. 
Optisch werden wir wohl auf 
animierte Boxencrews, die etwa 
EA Sports »F1 2000« bieten soll, 
verzichten müssen. Dafür gibt es 
nun Bilder vom Monaco-Stadtkurs 
mit 3D-Beschleunigung. 
(mash) 

Grand Prix 3 - Fakten 

Hersteller: Microprose 

Genre: Rennspiel 

Termin: Juni 2000 

Internet: www.microprose.com 

www.grandprix3.com 




MACHT UND MAGIE WIE NIE 



Erathia ist wieder in Gefahr: 
In Might & Magic 8: Day of 




the Destroyer hat sich näm- 
licher Zerstörer wieder das 
Ziel gesetzt, für Unfrieden 
zu sorgen. Unschöner- 
weise haben sich in den 
vier Ecken des Landes die 
Welttore zu Erde, Luft, 
Feuer und Wasser geöff- 
net, und jetzt fallen deren 
Bewohner über Erathia, 
Jadame und Enroth her. 
Sie müssen verhindern, 
dass sich diese Völker- 
wanderungen vereinigen, 
falls Sie ein Interesse am 
Erhalt Ihrer Heimat ha- 



ben. Dabei können Sie dies- 
mal in Ihre Party auch »böse« 
Rassen wie Dunkel-Elfen, 
Minotauren oder Trolle auf- 
nehmen. 

Rund zwölf neue Zauber- 
sprüche und Fähigkeiten 
haben die Designer eingebaut, 
die Grafik-Engine ist aber noch 
die gleiche, weshalb Sie keine 
optischen Wunder erwarten 
sollten. Doch für den nächsten 
Teil ist bereits der Einsatz der 
gekauften Lithtech-Engine (sie- 
he Letzte Meldungen, Seite 16) 
geplant, (mash) 




Might & Magic 8 - Fakten 

Hersteller: 3DO/lnfogrames 
Genre: Rollenspiel 
Termin: 2. Quartal 2000 
Internet: www.3do.com 



24 PC PLAYER APRIL 2000 



AKTUELL 



Spiele-News 

Umwälzende 
Neuigkeiten 




Fans des Echtzeit-Strategiespiels »Home- 
world« von Sierra brauchen nicht mehr 
lange zu darben. Schon im Sommer kön- 
nen Sie Homeworld: Cataclysm erwer- 
ben, eine Missions-CD, die jedoch allein 
lauffähig sein soll. 15 Jahre nach den 
Geschehnissen im Original taucht »Die 
Bestie« auf, eine Entität, die aus organi- 
schen wie technischen Komponenten 
besteht und natürlich das gesamte Uni- 
versum bedroht. Die Entwickler von Bar- 
king Dog Studios haben 17 Einzelspieler- 
Aufträge in petto, eine komplett neue 
Klasse von Raumschiffen und zusätzliche 
Waffen. Als da beispielsweise wären Fre- 
gatten, die mit Mehrfach-Ionenkanonen 
bestückt sind und Einheiten, die sich tar- 
nen können, (mash) 




Homeworld: Cataclysm 

Hersteller: Barking Dog/Havas Interactive 
Genre: Echtzeit-Strategie 
Termin: 2. Quartal 2000 
Internet: www.barking-dog.com 
www.sierrastudios.com/games/hwcataclysm 




WIE STEUERT MAN 
WARCRAFT 3? 



Auf der Blizzard-Homepage ist 
ein neues Bild zu Warcraft 3 auf- 
getaucht. Erstmals kann man dar- 
auf die Befehlsleiste bewundern. 
Rechts unten befindet sich die 
Karte, unten links steht, welche 
Zaubersprüche Sie einsetzen 
können. Als Veröffentlichungster- 



Jetzt auch mit Icon-Leiste: 
Warcraft 3. 



min wird immer noch das Ende 
des Jahres anvisiert - wir warten 
ab, ob Blizzard diesen Termin 
auch halten kann, (mash) 

Warcraft 3 

Hersteller: Blizzard/Havas 
Interactive 

Genre: Echtzeit-Strategie- 
Rollenspiel 

Termin: 4. Quartal 2000 
Internet: www.blizzard.com 



BULLIT 

LÄSST 

GRÜSSEN 



Auf den Spuren von Steve 
McQueen: Ende der Sechziger 
rasen Sie in Verfolgungsjagd 

durch eine virtuelle Stadt. Die 
sieben Bezirke umfassen über 




7«^ 



100 Kilometer frei befahrbare 
Stadtautobahn, 38 frei zugäng- 
liche Missionen warten auf ihre 
Erledigung. Genau wie bei 
»Driver« sollen Sie hier Aufträ- 
ge für die örtlichen Unterwelt- 
bosse erledigen - oder deren 
Erfüllung verhindern. Die Wahl 
liegt bei Ihnen. 

In der City gibt es normalen 
Verkehr und Fußgänger, zu 
Stoßzeiten finden Sie auch 
regelrechte Staus; eher negativ 
für Sie, da die Zeit eine wichti- 
ge Rolle spielt. 

Eine realistische 
Fahrphysik und Au- 
tos, die beschädigt 
werden können, sol- 
len Ihren Bleifuß da- 
bei im Zaum halten. 
(mash) 



i 



Oh weh, eine Massenkarambolage 
auf der Brücke! (Verfolgungsjagd) 



Verfolgungsjagd 

Hersteller: THQ 
Genre: Rennspiel 
Termin: Juli 2000 
Internet: www.thq.de 



Noch mehr Missionen 
für Helden! 



Auch Publisher 3DO veröffent- 
licht Zusätze als eigenständiges 
Produkt. Um Heroes of Might 
& Magic 3: Shadow of 
Death spielen zu können, wer- 
den Sie kein Original-HOMM3 
benötigen. Stattdessen erwar- 
tet Sie eine neue, aus sieben 
Teilen bestehende Kampagne, 
38 Szenarien und ein Editor für 
die bereits erschienene Add- 
on-CD »Armageddon's Blade«. 
Ein Necromancer hat eine 
Schar Untoter um sich versam- 
melt und ist nun auf der Suche 
nach Artefakten, die seine 
Macht bestärken würden. Als 
strahlender Held wollen Sie das 
natürlich verhindern, als Böse- 
wicht hätten Sie allzu gerne 
besagte Artefakte - Sie dürfen 
die Seite wählen, auf der Sie 
spielen möchten. Im Gegensatz 



zu Armageddon's Blade soll sich 
Shadow of Death vom Schwie- 
rigkeitsgrad her auch an Gele- 
genheitsspieler richten, (mash) 

Heroes of Might & Magic 3: 
Shadow of Death 

Hersteller: New World Compu- 
ting/Infogrames 
Genre: Strategie 
Termin: April 2000 
Internet: www.3do.com 




Kampf den Untoten! 
(Heroes of M&M 3) 



26 PC PLAYER APRIL 2000 



Jubiläumsverlosung (2/2000) 



AKTUELL 



Coca Cola 

Je ein Sportscar-Auto 

• Michael Baskai, Mainz «Lutz Bittner, Saarbrücken «Ulf 
Brauers, Kaarst «Jens Braun, Hetzler «Malte Esslinger, 
Freudenstadt «Otto Fiete, Berlin »Helge Fink, Duisburg 

• Knut Fromme, Porta Westfalica «Daniel Fust, Kaarst 
•Andreas Gapel, München «Karl Gebert, Regenstauf 
•Klaus Göller, Berlin «Hagen Hofmann, Heilbronn «Fre- 
derik Intelmann, Stuttgart «Kai Jakobi, Worms «Karsten 
Krasselt, Dresden «Martin Kronner, Holnstein «Chris- 
toph Lehmann, Rostock «Frank Müller, Quickborn 

• Marco Nahrgang, Vogtsburg «Dennis Nienburg, Seelze 
•Sven Pfeifer, Leipzig «Harry Pjede, Vechta «Peter Rie- 
ble, Bruchköbel 



•Matthias Rothfuß, Ditzingen 
Je ein Spezial-Paket 

•Robert Schuck, Marxheim-Graisbach 
•Markus Sommer, A-Graz 

• Sönke Steenhussn, Moormerland 

Je ein Gutschein von PC Fun 

•Christoph Ende, Hamm 
•Wolfgang Hiendl, Bergen 
•Tobias Kraze, Ried 

• Ralf Rakete, Delitzsch 
•Dirk Strohfeldt, Dorsten 

Je ein Take-2-Paket 

•Arne Hartherz, Ried 
•Steffen Pleßmann, Erfurt 
•Arvid Poloczek, Frankfurt 

• Frank Schünhof, Bremen 
•Gerhard Storbeck, Berlin 

Je ein Acclaim-Paket 

•Daniel Hawig, Kisselbach 
•Stefan Schäffer, Lindau 

• David Schwartz, Scheidegg 
•Christoph Söchting, Haverlah 
•Wolfgang Willing, Bebra 

Diamond 

• Holger Knieling, Seilbitz (MP3-Player Rio 500) 
•Stefan Miller, Riedstadt (Modem Homefree) 
•Jan Teuner, Sehnde (Grafikkarte Viper II) 

Je ein Electronic Arts-Paket 

•Benedikt Mayenberger, Bergatreute 
•Frank Polster, Pegnitz 

• Moritz Reichert, Gelsenkirchen 
•Michael Stahl, Neusitz 

Je ein Reach for the Stars von TLC 

•Martin Bange, Haunsheim «Max Baumann, Landshut 
•Raphael Liß, Troisdorf »Sebastian Parolat, Ahlen 
•Jochen Römer, Gudensberg 

Je ein Software-2000-Paket 

•Daniel Birgel, Schweiden «Sascha Ceylan, 
Hildesheim «Andreas Duffner, Ehingen «Wolfgang Frei- 
ler, A-Hornsheim «Daniel Heuser, Clausthal «Michael 
Hürth, Bochum «Stefan Möhring, Groningen «Christian 
Neumann, Peiting «Veit Seidemann, Dresden «Marco 
Zeidler, St. Augustin 

Je ein Labtec Subwoofer- 
System LCS 2414 

•Axel Fenn, Herford •Thomas Frohwein, Landstuhl 
•Leonhard Zeindl, A-Telfs 

Je eine Saitek-Shooter- 
Steuerung GM2 

•Robert Görhe, Karlsruhe «Ronny Herr, Landstuhl 

• Michael König, Eppelborn «Andreas Mathey, Ratingen 
•Laurent Melmer, L-Bereldonge 

Dino Verlag 

Je ein MAD-Paket 

•Tim Beckers, Schwelm 
•Christine Volanakis, Ludwigshafen 
Je ein Shadowman-Paket 

•Andreas Götze, Erfurt •Timo Grasmück, Mettmann 
•Michael Manger, Langenhagen 
•Frank Mautz, Langenhagen 

• Marc Wollny, Castrop-Rauxel 





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Die Lösungen aus 
PC Player 2/2000 

Die richtigen Antworten waren: 

1c, 2a, 3d, 4b, 5b, 6d, 7c, 8b, 9d, 10d 




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Alle Gewinner der Ausgabe 1/2000 möchten 
wir noch um ein wenig Geduld bitten, wir 
beginnen jetzt damit, alle Preise zu verschi- 
cken. 

Alle Teilnehmer, deren Lösungskarten völlig 
fehlerfrei waren, nahmen außerdem an der 
Verlosung der Hauptpreise statt. 


^f\ 



Je eine Grüne-Laterne-Box 

• Kim Oliver Klevenhagen, Berlin «Maik Richter, 
Hettstedt •Thorsten Wiesemeyer, Marklohe 

Je ein Perry-Rhodan-Paket 

•Karsten Breinig, Seukendorf «Sven Riesenbeck, 
Lengerich «Maria Weber, Borgentreich 

Je ein Rock Raiders von Lego 

•Gisela Rusch, Wackerow •Jörg Heinrichs, Guarrenburg 
•Olaf Isendahl, Hüllhorst «Heiko Rapp, Nussdorf 

• Mathias Schwarzhoff, Marl 

Je ein Siedler-von-Catan-Paket 
von Ravensburger 

• Oliver Eitner, Castrop-Rauxel 

• Holger Kokisch, Bergheim 
•Christian Meltert, Eltville 
•Andreas Melzer, Poserna 
•Volker Settgast, Braunschweig 

Je ein Codemasters-Paket 

•Michael Bittner, Löhne # Jörg Brehe, Apelern 
•Steffen Knapp, Künzelsau •Roberto Rossi, Calw 

1 Lula-Paket von CDV 

• Markus Bute, Niederhatzhofen 

Adidas 

T-Shirt 

•Karsten Angrick, Schwarzheide •Tom Bahre, Schiida 

• Benjamin Wüthrich, CH-Winterthur 
Turnschuhe 

•Claus Schneider, llmmünster 

Je eine SIGG Millennium- 
Radler-Flasche 

• Manuel See, Düsseldorf 

• Roland Brüggemann, Essen 
•Stefan Bürbaum, A-Paasdorf 
•Jörg Falkenberg, Berlin 

• Patrick Finsterseifer, Braunfels 
•Maria Germann, Enkenbach 
•Julius Hartmann, Minden 
•Arne Hellmann, Gummersbach 
•Florian Koch, Naumburg 

•T. Ahmad Matuska, A-Wien 

• Brunhilde Müller, Duisburg 
•Stefan Scheller, Worms 



IQ-Company 



• Kristian Beilke, Templin 
•Davorin Cosic, Berlin 

• Malte Döring, Berlin 
•Samba Gendo, A-Wien 
•Dirk Getzlaff, Templin 

• Marko Hesse, Frankfurt (0) 
•Christian Meyer, Hille 
•Sebastian Schmid, Luckenwalde 
•Alexander Vogel, Meuchen 

• Noriyasu Vontin, Krefeld 
Das IQ-Outfit 

• Sven Stienemann, Rheine 



Verlosung der 

HclUpt pl^lSe (Ausgabe 1+2/2000) 

Labtec 

Subwoof er-System ATX 5820 

•Knut Fromme, Porta Westfalica 

liyama 

Vision Master Pro 450 

•Theobald Volker, Rodalben 

Havas Interactive 

Je ein Spiel-Paket 

•Thomas Annen, Beckingen «Christoph Einecke, 
Aschersleben •Holger Knieling, Seilbitz •Benedikt May- 
enberger, Bergatreute •Jörg Oechs, A-Graz •Matthias 
Rothfuß, Ditzingen «Alesander Schmeding, Porta West- 
falica «Gerhard Storbeck, Berlin «Dirk Strohfeldt, Dor- 
sten •Jan-Frederik Uth, Lüdinghausen 

Creative Labs 

HomeTheatre-Paket 

• Max Baumann, Landshut 
Audio-Paket: 

•Gero Scheins, Karlsruhe 
Spieler-Paket 

• Marco Zeidler, St. Augustin 

THQ 

Star-Wars-Episode-1 -Paket 

• Leonhard Zeindl, A-Telfs 

Je ein Sinistar-Unleashed-Paket 

•Michael Bittner, Löhne •Oliver Eitner, Castrop-Rauxel 
•Robert Görhe, Karlsruhe «Laurent Melmer, L-Bereldonge 
•Andreas Melzer, Poserna 
Je ein Indiana-Jones-Paket 

• Kim Ez, Stuttgart «Michael Keller, Asperg 
•Tobias Walter, Eichenbühl 

Je ein X-Beyond-the-Frontier-Paket 

• Ronny Herr, Landstuhl «Sebastian Eigl, Magdeburg 
•Sebastian Koch, Belau «Armin Moghaddam, Hannover 
•Volker Settgast, Braunschweig 

Ubi Soft 

Je ein Shadow-Company-Fanpaket 

•Karsten Angrick, Schwarzheide 

•Tom Bahre, Schiida •Stefan Bürmann, A-Paasdorf 

•T Ahmad Matuska, A-Wien «Manuel See, Düsseldorf 

Je ein Rally-Championship-Paket 

•Tim Beckers, Schwelm 

•Timo Grasmück, Mettmann 

• Maik Richter, Hettstedt 
•Gisela Rusch, Wackerow 

• Mathias Schwarzhoff, Marl 

Je ein Hype-The-Time-Quest-Fanpaket 
•Kristian Beilke, Templin 

• Marko Hesse, Frankfurt (0) 
•Noriyasu Vontin, Krefeld 

Je ein Tonic-Trouble-Fanpaket 
•Thomas Frohwein, Landstuhl 
•Paul Heise, Hamburg 



PC PLAYER APRIL 2000 27 



AKTUELL 



Hardware-News 



Ein Grafikchip, der alle anderen in den Schatten 
stellt - Sprachübertragung mit DirectX - AMDs 
1100 MHz-Prozessor und mehr ... 



REKORDBRECHER-CHIP 

Seit einiger Zeit werkeln die Bitboys aus Finnland 
am Glaze3D-Chip, der angeblich alle Konkurrenz- 
Chips aus den Latschen kippen soll. Eigentlich war 
eine Einführung schon im ersten Quartal geplant. 
Jetzt wurde bekannt, dass sich die Veröffentlichung 
auf das zweite Quartal verschiebt. Das Wunder der 
Technik erscheint in zwei Versionen: Glaze3D 1200 
und Glaze3D 2400. Der 1200er überträgt 1200 Millio- 
nen Texel pro Sekunde, während der 2400 mit seiner 
achtfach Pixel-Pipeline doppelt so viele meistert. Zum 
Vergleich: Der GeForce 256 arbeitet mit einer zweifa- 
chen Pixel-Pipeline und liefert »nur« 480 Millionen 
Texel pro Sekunde. Übrigens wechselte 3Dfx-Vizeprä- 
sident Shane Long erst kürzlich zu den Bitboys. 



Brandmeister 





Glaze3D-project 

Lehrt im zweiten Quartal 
anderen Chips das fürchten: 
Der Bitboys Glaze3D 



Sechs Minu- 
ten pro 
gebrannter 
CD: Der 
neue Plex- 
writer. 



Plextor schloss erfolgreich die Ent- 
wicklung seines neuen SCSI-Brenners 
»Plex Writer 12/4/32 ab. Er schreibt mit 
einer Geschwindigkeit von 12x, und 
brennt Rewritable-CDs mit 4x. Anson- 
sten liest er CDs 32-fach und besitzt 
eine mittlere Zugriffszeit von 160 Milli- 
sekunden. Die Erstellung einer 650 
MByte umfassenden CD dauert damit 
gerade einmal sechs Minuten. 



AMD GIBT ALLES 

■ Zwei Dinge graben laut AMD im 
nächsten Jahr weiterhin Boden unter 
Intels Füßen ab: die verwendete Kupfer- 
technologie und ein auf dem Chip inte- 
grierter Level-2-Cache, der mit voller 
Prozessor-Leistung arbeitet. Jene Eigen- 
schaften stellte man mit einem 1.1 GHz 
Athlon im Dresdner Werk »Fab 30« vor. 
Jetzige Athlon-Prozessoren mit 750 
MHz und 800 MHz drehen noch mit 
2/5 Level-2-Geschwindikeit 
das Däumchen. Mit 
dieser Techno- 
logie dürfte 
AMD seinem 
Konkurrenten 
weiterhin das Leben 
schwer 
Neue Ath- machen. 
Ion-Prozessoren 
hecheln bald mit vol- 
lem Level 2-Cache. 



Neuer EIDE-Standard 

Intel und sechs weitere Partner (zum 
Beispiel IBM und Quantum) ersetzen Ihre 
derzeitigen EIDE-Festplatten bald durch 
schnellere Scheiben. Der neue Serial-ATA- 
Standard scheucht die Daten mit 1,6 GByte 
pro Sekunde durch die Leitungen, wäh- 
rend UDMA/66-Festplatten heutzutage 
0,5 GByte übertragen. Auch das Kabel 
(dünner) und der Anschluss ändern sich: 
Anstatt 24 Pins sind nun nur noch vier Pins 
am Stecker und angebracht. 




#' 



Die achte Version 
von DirectX enthält 
eine Sprachübertra- 
gungs-Funktion. 



DIRECTX LERNT SPRECHEN 

■ Für die kommende DirectX-Version 8.0 plant Microsoft eine 
festintegrierte Sprachübertragungs-Technik ein. Sie soll es - 
wie beim bekannten Roger-Wilco-Programm - möglich 
machen, sich mit Freunden per Mikrofon über das Internet zu 
unterhalten. Entwickelt wurde »Direct Play Voice« von Sha- 
dowFactor Software, die schon den Battlefield Communicator 
entwarfen. Bereits im Sommer soll DirectX 8.0 erscheinen. 



INTEL PRÄSENTIERT 
1.5 GHZ-PROZESSOR 

Auf dem hauseigenen Developer Forum präsen- 
tierte Intel den Pentium-Ill-Nachfolger (Codename: 
Williamette), der mit stolzen 1.5 GHz sein Bestes 
gab. Der Prozessor wird aber einen neuen Chipsatz 
benötigen, der mit dem Namen »Tehama« getauft 
wurde. Dieser läuft mit einem System-Bus von 400 
MHz und Dual-Channel RDRAM-Speicherbaustei- 
nen. Die neuen SIMD2-Befehle erlauben es, die 
anfallenden Daten parallel zu bearbeiten. 




Noch in die- 
sem Jahr 
erscheint 
von Intel 
der Pentium 
IN -Nachfol- 
ger Willia- 
mette und 
der Itanium- 
Prozessor 
mit 64 Bit. 



POWER VR3 LEBT! 




Neuer 

Chip- 

neues 

Glück: Der 

PowerVR3 

von Video- 

logic. 



■ Zwar feierte Videolo- 
gic mit dem PowerVR2 
auf der Dreamcast-Kon- 
sole einen Erfolg, doch 
der blieb bei den PC- 
Spielern leider aus. Nun 
pfriemelt man gerade 
am Nachfolger Power 
VR3 herum. NEC und 
SGS-Thompson entwi- 
ckeln den brandneuen 
Grafik-Chip. 



IN LETZTER SEKUNDE 

■ Matrox' nächster Grafikchip wird vor- 
aussichtlich TL800 heißen ■ ATI kaufte 
den Nintendo-Grafikchip-Produzenten 
ArtX auf ■ Madonion.com veröffentlich- 
te einen neuen Benchmark zur Leis- 
tungsüberprüfung von DVD und Video- 
fähigkeiten von Grafikkarten ■ Win- 
dows ME erscheint am 26. Mai ■ USB 
2.0 ist 40 mal schneller als USB 1.1 

■ Die Microsoft X-Box setzt sich aus 
einer 1 GHz-CPU, 64 MByte RAM und 
einer 4 GByte großen Festplatte. 



30 PC PLAYER APRIL 2000 



WETTBEWERB 




<j9VVJj)J)3j) S\ 




d • 



in .Ii9 U3A1 



Wer sich auch nur entfernt für Computerspiele 
interessiert, will vom 11. bis zum 13. Mai dieses 

Jahres an einem bestimmten Ort sein, nämlich 
auf der E3, der weltgrößten Messe für PC-Spiele. 




^ 9e " *, 




1 




ir verlosen eine Reise für zwei 

Personen in die USA zur nächsten 

ilectronic Entertainment Exposition 

(E3). Wenn Sie Mitte Mai noch nichts besseres vorhaben 
- beantworten Sie doch einfach unsere Preisfrage. Der 
glückliche Gewinner darf mit einer Person seiner Wahl 
mit unserem E3-Kommando nach Kalifornien fliegen. Für 
Reise und Unterkunft im Doppelzimmer kommen wir auf. 
Ein kleines Hindernis steht dem noch im Weg - wir wol- 
len von Ihnen folgendes wissen: 

In welcher Stadt findet - wie bereits im letzten 
Jahr - die E3 statt? 

Die Antwort senden Sie uns bitte bis zum 22.03.2000 an 
die nachfolgende Adresse (Nur Postkarten nehmen an 
der Verlosung teil.): 

Future Verlag GmbH 
Redaktion PC Player 
Stichwort: E3-Preisausschreiben 
Rosenheimer Strasse 145h 
81671 München 



RUBRIKEN 




Hausarrest, Edgar-Gratispostkarten, fromme 
Internet-Auktionen - und der übliche Adven- 
ture-Link darf natürlich auch nicht fehlen. 



Schreib' mal wieder! 

Wenn Sie ab und zu in eine 
Kneipe oder ein Cafe gehen 
(das sind diese Orte, an denen 
sich Menschen treffen, um 
etwas zu essen und zu trinken), 
haben Sie die bestimmt schon 
mal erspäht: Ständer mit Heer- 
scharen bunter Postkarten. Und, 
oh Freude, die Dinger kosten 
samt und sonders keinen einzi- 
gen Pfennig. Verschämt ver- 
steckte Hamsteraktionen sorgen 
dafür, dass immer wieder Nach- 
schub in den Haltern steckt 
- der Kreislauf beginnt von 
neuem. Inzwischen haben sich 
die ersten Sammler-Vereinigun- 
gen gebildet und Edgar, Mutter- 
firma aller Gratispostkarten, 
besitzt unter www . edgar . de 
einen eigenen Internet-Stütz- 
punkt. Von dort aus verschicke 
Sie elektronische Grüße und 
dürfen sich - sehr, sehr cool - 
einen Edgar-Kartenständer mit 
wechselnden Motiven auf die 
eigene Homepage stellen. Nix 
wie hin! 




Verkauf gegen Gebot 

Im Internet gibt es wahrhaftig 
nichts, was es nicht gibt. Wie wäre es bei- 
spielsweise mit www. diezehngebo- 
te.de, einem christlichen (!) Auktions- 
haus? Wer meint, dass dort allenfalls 
Bibeln oder Gesangsbücher verhökert 
würden, täuscht sich: Einen nicht gerade 
^^ kleinen Teil des Angebots 

Af9L nehmen (Computer-) Spiele, 

mg Bücher, englischeVideos/ 

DVDs und CDs ein. Obendrein ist 
\ der Spaß völlig kostenlos: Anders 
als bei www.ebay.de müs- 



Todschick auf 
jeder Homepage: 
Der virtuelle Ed- 
gar-Kartenhalter. 



iia 



die neue Online-Auktion 



Videos, Bücher, CDs - Steigern Sie 
doch einfach mit! 



sen Sie keinen Gewinn-Anteil 
an die Betreiber abdrücken - 
die Seiten finanzieren sich 
komplett durch Werbung. Über 
die Vertrauenswürdigkeit eines 
Anbieters gibt, ähnlich wie bei 
eBay & Co., eine Sternchen- 
wertung Aufschluss, die ein 
Käufer nach Auktionsabschluss 
einem Anbieter verpasst - und 
die Tatsache, dass es nicht 
gerade biblisch wäre, jeman- 
den über den Tisch zu ziehen. 

Ab und zu starten Auktionen 
zu einem guten Zweck: So war- 
tete zum Start beispielsweise 
eine handsignierte CD von Six- 
pence none the Richer auf 
einen glücklichen Besitzer. 
Also, wenn Sie nicht wissen, 
wohin mit der alten Carrera- 
Bahn auf dem Dachboden: Billi- 
ger und spannender als eine 
»normale« Kleinanzeige ist 
eine Auktion allemal. 



Ein Internet-Leben 

Der »DotComGuy« www . dot 
comguy.com) ist ein Typ 
aus den USA, der sich für ein 
Jahr lang in sein Haus ein- 
schließt. Klingt fast wie eine 
Hausarrest-Aktion eines totalitären Staa- 
tes, doch der Bursche hat einen Internet- 
Anschluss und will alle 
Dinge des täglichen 
Lebens darüber erledigen. 
Gesponsert wird die 
Aktion von illustren Fir- 
men wie UPS oder der US- 
Buchkette Borders, die auf 
der Homepage des Jungen 
dafür kräftig werben. Und 
Geld verdient der von 20 
Web-Kameras überwachte 
Freak obendrein: Im Janu- 
ar waren es 24 Dollar und 
der Betrag verdoppelt sich 
Monat für Monat. Alles 
nur, weil DotComGuy 
beweisen will, dass man 




inzwischen leben kann, ohne sein Haus zu 
verlassen. Aber ist das wirklich noch ein 
lebenswertes Leben? Urteilen Sie selbst. 

Adventures, 
überall Adventures 

Der Name ist Programm: www . just ad 
venture . com. Auf dieser zentralen 
Anlaufstelle für Adventure-Fans finden Sie 
neben den üblichen Vorschau- und Testbe- 
richten hochspannende News: Hier lesen 
Sie etwas über Titel, die sich oft erst in frü- 
hen Planungsstadien befinden. 

Bei Tests von Klassikern wie »Day of 
the Tentacle« laufen einem obendrein 
wohlige Schauer der Erinnerung den 
Rücken herunter. Das Zuckerstückchen 
sind Artikel, in denen Experten über 
schlechtes Puzzle-Design diskutieren oder 
sich darüber ereifern, dass »The longest 
Journey« (Test auf Seite 124) bislang 
noch keinen Vertrieb in den USA gefun- 
den hat. Angeblich, weil April Ryan bei 
einer lesbischen Pensionsinhaberin 
wohnt. Doppelmoral ahoi: Gab es da 
nicht eine amerikanische TV-Serie 
namens Melrose Place mit einem homo- 
sexuellen Charakter namens Matt? (ra) 




Jusu ftni JCTLJlJ 







T*t*iT.*rr< 




IChlHW^Uunlfa 




Hr.CTdLibi-oV 


[.v.i]^;.v_. 





(Mi U*i (i rtnrfuVmwi-atflnUA^IVJrtr JWßfcw niwUhjffm 



MIIHIIIIU'lkHkllJKuKll 



I '. '--.-:. P.:-i-.: /; ly Hay Ityp 



I Tlio LoaoiiJ of I:tuj ^piiiia ~c".Hf • 



■ ThH lieh AniHrir» hw Udo* Jünr«-Ai 
In« ■■■■-..--.. :■:.:■ ■■■■ - r - bJAdkeetAsktmirn 



Die Justadventure-Homepage ist der ideale Start- 
punkt für alte und neue Abenteuer-Fans. 



32 PC PLAYER APRIL 2000 



S3PLAYER 



GRUFT 

P^W Es stand in PC Player 
y t * 4/95 - die Spielewelt 
*V vor 5 Jahren. 




■ Balla-balla 

Muss gerade eine Spieleflaute gewesen 
sein. Wie sonst hätte sich ein Flipper (!) 
I namens »Psycho Pinball« auf das Titel- 
bild der PC Player schmuggeln können? Immerhin lächelt Reg- 
gie Williams aus dem »NBA Live '95«-Preview gewinnbringend 
in die Runde. Auch sonst ging es eklektisch zu, etwa mit einem 
PC-Sex-Schwerpunkt oder einem Rennspiel von Bullfrog 
namens »Tube«, exklusiv auf der Player-CD. Unser reisender 
Reporter Anatol Locker besucht derzeit die Bildschirmschoner 
von »After Dark« und ringt dem Klangkünstler Thomas Dolby 
eine prophetische Aussage ab: »Ich glaube nicht, dass MIDI 
die geeignete Internet-Datenform ist. Klar dauern Audio- 
Downloads, aber die Übertragungsrate wird deutlich schnel- 
ler werden.« MP3, ick hör dir trapsen? 



Die Top-5-Tests 

Defender of the Empire 85 

Transport Tycoon 8; 

World Editor 

Psycho Pinball 81 

i Renegade 75 

Das Amt 72 



Defender of the Empire 

Virtuelle Welt 

Schräger Hardware-Nachschlag von der CES in Las 
Vegas: Neben allerlei 3D-Helmen und -Brillen feiert eine 
I »Virtual Guitar« Premiere. Ähn- 

lich daneben ging der »Virtual 
Boy« - keine Kleinkind-Simula- 
tion ä la Tamagotchi, sondern 
der geplante 3D-Nachfolger 
des GameBoy. Schummerige, 
unscharf-rote 3D-Marios 

waren eben kein »Tetris«. 
GumpeiYokoi, der beide Gera- j 

Heute ein Samm- te erfand - erholte sich nie 
lerstück: Ninten- mehr richtig von dieser 
dos Virtual Boy. Schlappe. j 



Anzeigenschluss 

Nette Sache: Stellenanzeigen von Spielefirmen. 
Denn vor fünf Jahren herrschte Aufbruchstim- 
mung im CD-ROM-Zeitalter: Sowohl Attic (»Das 
schwarze Auge«) als auch Wings Simulations 
(»Panzer Elite«) suchten in halbseitigen Schwarz- 
weiß-Inseraten nach frischem Blut. Bunt und 
dreist die Werbung für den hyperkomplexen , 
»Elite«-Ableger »Frontier First Encounter«. Der 
Nachfolger von »Frontier«, dem »zur Zeit 
erfolgreichsten Spiel«, sollte uns nicht »die 
ganze Nacht wach halten«, (ra) 



AKTUELL 



PC PLAYER APRIL 2000 33 



3x19" 







Leserumfrage 

Nicht immer, ™ 

aber immer öfter ... 



... treffen wir Ihren Geschmack. Stimmt 
doch gar nicht? Was wünschen Sie sich 
fürs Jahr 2000 von der PC-Player-Mann- 
schaft? Mehr Previews, umfangreichere 
Specials, größere Tests? 



Bitte nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit, um die nach- 
folgenden Fragen durchzulesen und Ihre Antworten auf der 
Postkarte (auf Seite 133) anzukreuzen. 

Sie helfen uns damit, die PC Player noch besser nach Ihrem 
Geschmack und Ihren Wünschen zu gestalten. 
Natürlich soll Ihre Mühe nicht umsonst sein. Wir verlosen unter 

allen Einsendungen drei Syncmaster 950p von Sam- 
sung- Der Rechtsweg, eine Teilnahme von Mitarbeitern des 
Future Verlags sowie der Firma Samsung sind wie immer aus- 
geschlossen, (su) 



4. 



Fragen zum Heftinhalt 

^ Wie gefallen Ihnen die Titelmotive? 

'"Gut □ 

Mäßig □ 

Schlecht □ 



2. 



Wie empfinden Sie die Länge der 
jeweiligen Artikel? 

Gerade richtig LI 

Bei großen Themen 

könnte es mehr sein LI 

Lieber knapper, dafür mehr Themen LI 

Alles zu kurz LI 



f% Seit wann lesen Sie PC Player? 

' Zum ersten Mal 



3 Monate 
6 Monate 

1 Jahr 

2 Jahre und länger 



□ 
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ü 
ü 

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c 



Einsendeschluss ist der 31.3.2000 



o 



Wie gefallen Ihnen unsere Mehr 
nachfolgenden Rubriken? davon 

Letzte Meldungen U 

Spiele-News U 

Hardware-News LI 

Nachspiel LI 

Bugreport LI 

Previews LI 

Specials (Firmen, Genres, ...) LI 

US-Specials _ 

(z.B. Dungeon Siege) U 

Messeberichte U 

Spieletests LI 

Spiele-Kaufempfehlungen LJ 

Sparschwein LI 

Hardware: Große Artikel LI 

Hardware: Kurztests LI 

Keine Panik LI 

Technik Treff □ 

Leserbriefe U 

Player's Guide Lösungen LI 

Player's Guide Tipps & Cheats LI 



Gerade Eher Gar 

richtig weniger nicht 



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34 PC PLAYER APRIL 2000 



' Welchen Heftteil lesen Sie in der PC 
'■ Player zuerst? (Abstuf ugen bitte von 
1= lese ich als erstes, bis 18= lese ich nie) 

Letzte Meldungen 

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Sparschwein 

Bizarre Anwendungen 

Hardware: Große Artikel 

Hardware: Kurztests 

Keine Panik 

Tee h n i k Treff 



9. 



6 Wie fanden Sie den Bericht über Lan- 
■ Player in der Ausgabe 3/2000? 

Gut □ 

Mittelmäßig □ 

Habe ich nicht gelesen LI 

^ Bitte benoten Sie die Wichigkeit der 
' ■ Genres von 1 (mega-interessant) bis 5 
(interssiert mich nicht die Bohne). 



8 



3D-Action 






ü 


Action-Adventures 






u 


Compilations, Budgetspiele 




ü 


Echtzeit-Strategie 






u 


Flugsimulationen 






u 


Geschicklichkeitssp 


ele 




u 


Prügelspiele 






u 


Rennspiele 






u 


Rollenspiele 






u 


Runden-Strategie 






u 


Simulationen (Panzer & Co.) 




u 


Sportspiele 






u 


Welche Spiele-M 


agazine 


lesen 


Sie 


■ außer PC Player? 


Regel- 


Geleg- 


Nie 




mäßig 


entlich 




PC Games 


□ 


□ 


□ 


Gamestar 


ü 


ü 


ü 


PC Action 


ü 


ü 


ü 


PC Joker 


ü 


ü 


ü 


Power Play 


ü 


ü 


ü 


Bravo Screenfun 


□ 


ü 


ü 


Computerspiele Bild LI 


□ 


□ 



Wie viele Leute lesen 


im Durchschnitt 


Ihre PC Player? 




1 


□ 


2 


ü 


3 


ü 


4 


ü 


5 und mehr 


□ 



1 1\ ^' e v ' e ' Geld geben Sie im Monat für den 
I "»Kauf von PC-Zeitschriften aus? 

Bis 10 Mark □ 

Bis 20 Mark □ 

Bis 30 Mark □ 

Mehr □ 

IM Wie wichtig sind Ihnen regelmäßige 
I ■ Zugaben für den Kauf einer Zeitschrift? 







Sehr 


Wäre 


Völlig 




wichtig 


nett 


belanglos 


Booklet (zu 










best.Thema) 




□ 


□ 


□ 


CD-Collector 




□ 


ü 


ü 


Dritte CD 




□ 


ü 


ü 


DVD statt CD 




□ 


ü 


ü 


Keyboard-Tabellen 


□ 


ü 


ü 


Vollversion 




□ 


□ 


□ 



^ *% Haben Sie Werbung von der 
PC Player gesehen? 



13 



JaQ NeinQ 

Wenn ja, wo? Wenn nein, bitte weiter 
B mit den persönlichen Angaben. 

Internet U 

Kino □ 

TV □ 

Radio □ 

Anzeigen in Printmedien U 

Persönliche Angaben 

Männlich LI Weiblich 

Alter 

Welchen Schulabschluss besitzen Sie? 

Hauptschulabschluss 

Realschulabschluss 

Abitur 

Studium 

noch in Ausbildung 

Bin zur Zeit ... 

Schüler/Student 

Angestellter/Arbeiter 

Leitender Angestellter 

Selbstständig 

Beamter 

Sonstiges 



□ 



□ 
□ 
□ 
□ 
□ 

□ 
□ 
□ 
□ 
□ 
□ 



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Alles für 
Plattenspieler 



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PC PLAYER APRIL 2000 35 



AKTUELL 




Warren Spector 

In seinem Lebenslauf leuchten Klassiker wie 

die beiden »Ultima Underworld«-Titel, »System Shock« 

und bald auch Ion Storms »Deus Ex«. 




Warren, alter Teufelskerl! 

Bitte, nenn' mich doch 
Satan. Teufel klingt so for- 
mell. 

O.K. - Was war denn 
Satans erstes jemals 
gespieltes, umm, Spiel? 

Avalon Hills »Starship 
Troopers«, ein Brettspiel. 
Gruselig, wäre fast mein 
letztes geblieben. Zum Glück kam danach 
Steve Jacksons »Ogre«. Die besten 2,95 
Dollar, die ich jemals ausgegeben habe. 
Doch mein Schlüsselerlebnis war »Star 
Raiders« auf dem Atari 800. 

Wie bist Du dann in die 
Spielebranche gerutscht? 

Ich bastelte an meinem Doktor an der Uni- 
versity of Texas, als mir plötzlich meine 
Klassen »weggenommen« wurden - mit 
dem Unterricht hatte ich mir meinen 
Lebensunterhalt finanziert. Nur Minuten 
später rief mich ein Typ an, mit dem ich 
schon bei der Studentenzeitung zusam- 
men gearbeitet hatte, und fragte, ob ich 
einen Job bei Steve Jackson Games haben 
wollte. Steve war mein Held - das war's. 

Welches Spiel war Dein 
schlimmstes Machwerk? 

Dave »Zeb« Cook und ich hatten uns 
unvorsichtigerweise bereit erklärt, ein 
Spiel zum »Rocky & Bullwinkle«-Cartoon 
zu entwickeln. Nachdem wir 16 Stunden 
lang diverse Episoden angeschaut hat- 
ten, war uns eins klar: Wir sind verloren. 
Niemand auf diesem Planeten kann aus 
dieser Serie ein Spiel machen. Wie alle 
echten Spiele-Designer gingen wir daher 
in eine Bar. Erste Runde Gin Tonic: 
»Hmm, wir könnten die Würfel vergessen 
und dafür drehende Dinger einbauen.« 
Zweite Runde: »Jau, und statt irgendwel- 
cher Punkte gibt's eine Super-Geschich- 
te.« Dritte Runde: »He, pass auf: Wir 
geben dem Spieler Masken.« - »Masken? 
Nein, Handpuppen.« Ihr könnt Euch vor- 



stellen, wie toll unser »Fünf Gin 
Tonic«-Design am Ende war. 

Der größte Moment in der 
Spielegeschichte? 

Mein persönlicher: 1992, als 
»Ultima Underworld« ausgelie- 
fert wurde. Dann natürlich »Cast- 
le Wolfenstein 3D«. Der Aufstieg 



Worüber beschwerst Du Dich in 
einem Hotel am meisten? 

Lärm. Eigentlich ziemlich ironisch, wenn 
man die Lautstärke meines Schnarchens 
bedenkt. Frag jeden, der sich mit mir 
einen Raum teilen muss(te): Ich spiele 
jede Nacht die Landung in der Norman- 
die in voller Lautstärke nach - mit mei- 
ner Nase. 



»Erwachsene denken, die Jugend wird 
von dem verdorben, was sie selbst nicht 
verstehen - und irren sich immer.« 



von id Software, Spiele in Ego-Perspek- 
tive, Echtzeit, komplett texturiert ... Auf 
einer größeren Skala: Das Atari VCS 
2600 und der Apple II. Diese Maschinen 
haben die Welt verändert. 

Was spielst Du im Moment? 

Viel zu viel mit meiner Dreamcast. Ich 
kann einfach nicht mit »Soul Calibur« 
aufhören, ebenso wenig mit »Tokyo 
Extreme Racer«. 

Ehrliche Antwort: Wie bist Du, 
wenn Du zu viel getrunken hast? 

Lauter. Ausfallender. Natürlich musste ich 
einmal auf die Schultern eines Kumpa- 
nen steigen und ein paar Cops anbrüllen, 
die gerade unsere Party beenden wollten. 
Das wurde ziemlich aufregend. Glaube 
ich. Ich erinnere mich nicht mehr an alles. 

Gewalt in Spielen: berechtigte 
Sorge oder ... 

... Medienhysterie. Die Leute meckern 
immer über neue Medien. Vor 70 Jahren 
waren Filme für alle Gesellschaftsübel ver- 
antwortlich, dann Comic-Hefte, Flipper- 
Hallen, das Fernsehen und schließlich 
Rock'n'Roll. Und jetzt eben Spiele. Erwach- 
sene denken immer, die Jugend wird von 
dem verdorben, was sie selbst nicht ver- 
stehen. Erwachsene irren sich immer. 



Was hast Du im Moment in Deinen 
Taschen? 

Schlüssel ohne Ende, Wechselgeld, ein 
Taschenmesser, zwei Gitarren-Plektrons, 
Magentabletten und einen Notfall-Zettel 
mit den Kleidergrößen meiner Frau. 

Welche Musik wünscht Du 
für Deine Beerdigung? 

Zum Start Bix Beiderbeckes Arrange- 
ment von »l'm Coming Virginia«. Dann 
etwas lautes, bluesiges: John Mayall 
dürfte seine Gitarristen zu einer Band 
zusammen bringen, um mich ins Jen- 
seits zu spielen. Zum Schluss Bix' Kla- 
vier-Meisterwerk »In a Mist«. 

Online-Spiele: überbewertet oder die 
unausweichliche Zukunft? 

Ein wenig von beidem. Sie sind zumin- 
dest ein Teil der Zukunft. Mich ärgert 
nur, wenn Leute denken, es sei die 
Zukunft schlechthin. Titel für Solo-Spie- 
ler, mit viel Story und tollen Charakte- 
ren, sind noch lange nicht am Ende. 

Wohin geht's jetzt? 

In ein Meeting mit Harvey Smith, dem 
Chef-Designer von »Deus Ex«, und 
Monte Martinez, der unserer letzten Mis- 
sion den endgültigen Schliff gibt. Klare 
Sache: Das Finale muss krachen! 



36 PC PLAYER APRIL 2000 



AKTUELL 



Spiele-Charts 

Die internationalen Hitparaden verdeutlichen: Andere Länder, andere Sitten. 



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il 



pijj Indiziertes Spiel 



id Software/Activision 



(1) Age of Empires 2 

Microsoft 



(2) 



Half-Life (deutsch) 

Sierra/Havas Interactive 



(5) Unreal Tormnament 

Epic Megagames/GT Interactive 



(13) 



System Shock 2 

Looking Glass/Electronic Arts 



(4) Baldur's Gate 

Interplay/Virgin Interactive 



(9) Indiana Jones und der Turm von Babel 

LucasArts/THQ 



8 ES3 



Pharao 

Impressions/Havas Interactive 



9 



pijj Half-Life: Opposing Force 

■^ Sierra/Havas Interactive 



10 



(11) 



Grand Theft Auto 2 

Rockstar/Take 2 



1^ (16) Jagged Alliance 2 
M Top wäre 



iOcsa SWAT3 

■ ^■■"^ Sierra/Havas Interactive 



13 



(3) Command & Conquer 3 

Westwood/Electronic Arts 



^ yj (21) Starcraft 

I "W Blizzard/Havas Interactive 



^f- (12) Earth 2150 

m^9 Top wäre 



16 



(-) Railroad Tycoon 2 

Poptop/Take 2 



17 



(8) 



Diablo 

Sierra/Havas Interactive 



4 QrTTTTl Rainbow Six: Rogue Spear 



Red Storm/Take 2 



19 



(20) Need for Speed 4 

Electronic Arts 



20 



(10) 



Homeworld 

Relic/Havas Interactive 



■ Quelle: Leserzuschriften an die Redaktion PC Player. 
Erhebungszeitraum Januar 2000 



IRKAUFS-CHARTS 



(1) Age of Empires 2 

Microsoft 



(16) 



SWAT 3 

Sierra/Havas Interactive 



(3) Tomb Raider 4 

Core Design/Eidos Interactive 



|-T M T1 RTL Skispringen 2000 

•^^■VCC Entertainment/GT Interactive 



(5) Pharao 

Impressions/Havas Interactive 



pii fl Planescape: Torment 

1^3-* Black Isle/Interplay 



(7) 



Anno 1602 

Sunflowers 



Königsedition 



8 



(6) Indiana Jones und der Turm von Babel 

LucasArts/THQ 



9 



(8) Autobahn Raser 2 

Davilex/Koch Media 



10 



(12) 



Unreal Tournament 

Epic Megagames/GT Interactive 



11 



(4) 



FIFA 2000 

EA Sports 



12 



(-) Half-Life: Game of the Year Edition 

Sierra/Havas Interactive 



13" 



4) 



Formel 1 

Take 2 



99 



iAr r Q3 Tnandor 

■ ^W** ' Planet4/lnnonics 



15 



(10) Catan: Die erste Insel 

Funatics/Ravensburger 



16 



(13) Grand Theft Auto 2 

Rockstar/Take 2 



17 



(19) Rainbow Six: Rogue Spear 

Red Storm/Take 2 



18 



(9) Theme Park World 

Bullfrog/Electronic Arts 



19 



(17) 



Rollercoaster Tycoon 

Microprose/Hasbro Interactive 



20 



(20) Delta Force 2 

Novalogic 



■ Quelle: Media Control. 
Erhebungszeitraum: 16.-31. Januar 2000. 



MITMACHEN 

UND 

GEWINNEN 

Neben den aktuellen Ver- 
kaufs-Charts aus Deutsch- 
land, England und den USA 
finden Sie auf dieser Seite 
die Leser-Hitparade von PC 
Player. Hier stehen die Titel 
weit oben, die gerade mit 
Begeisterung gespielt wer- 
den. Wählen Sie mit, um ein 
möglichst repräsentatives 
Ergebnis zu garantieren. Als 
zusätzliche Motivation verlo- 
sen wir jeden Monat unter 
allen Einsendern Topspiele 
aus den Charts oder einige 
Hardware-Leckerbissen. 
Um mitzumachen, schnap- 
pen Sie sich einfach die 
»Leservotum«-Postkarte, 
die Teil des Karton-Beihef- 
ters in jeder Ausgabe ist. Auf 
der Vorderseite können Sie 
unter »Wertungen für die 
Charts« Ihre drei aktuellen 
Lieblingsspiele angeben. 
Wenn Sie gerade den Kugel- 
schreiber in der Hand haben, 
könnten Sie außerdem 
gleich die Rückseite bearbei- 
ten und uns wissen lassen, 
was Ihnen in dieser Ausgabe 
von PC Player am besten 
gefallen hat. Denken Sie 
bitte an Ihre Absenderan- 
gabe, gönnen Sie dem 
Kärtchen eine Briefmarke. 
Der Rechtsweg ist ausge- 
schlossen. 



GEWINNER 




Der Preis 
diesmal von 
Ascaron: 

Anstoss 3 



Gewinner: 

Daniel Hohmann, Neuhof 
Kevin Hundelmann, 

Salzgitter 
Partick Urlaub, WT-Tiengen 
Marc-Oliver Teschke, Celle 
Mischa Wlochowitz, Weyer 

Sollte Ihnen Fortuna dieses Mal 
nicht hold gewesen sein: 
Neues Spiel, neues Glück. 



USA-CHARTS 



(1) 



Who Wants to be a Millionaire 

Disney Interactive 



2GE3 



Centipede 

Hasbro Interactive 



3EE3 



Parker Brothers Classic Card Games 

Hasbro Interactive 



4 csu 



Milton Bradley Classic Games 

Hasbro Interacrive 



(2) 



Rollercoaster Tycoon 

Hasbro Interactive 



6 



(3) 



Age of Empires 2: Age of Kings 

Microsoft 



(6) 



Indiziertes Spiel 

id Software 



8 csn 



Rollercoaster Tycoon: Corkscrew Foiiies 
Hasbro Interactive 



(5) 



Deer Hunter 3 

GT Interactive 



10CS3 



Hoyle Board Games 

Havas Interactive 



ENGLAND-CHARTS 



( 1 ) Championship Manager: Season 99/00 

Eidos Interactive 



(4) Age of Empires 2 

Microsoft 



(2) Indiziertes Spiel 

id Software/Activision 



Jl p H -i r| Planescape: Torment 



Black Isle/Interplay 



(3) Tomb Raider 4 

Core Design/Eidos Interactive 



6 



(10) 



Unreal Tornament 

Epic Megagames/GT Interactive 



(5) Theme Park World 

Bullfrog/Electronic Arts 



8 



(6) FIFA 2000 

EA Sports 



9 



(7) Half-Life: Opposing Force 

Sierra/Havas Interactive 



10 



(-) 



Driver 

GT Interactive 



38 PC PLAYER APRIL 2000 



■ Quelle: PC Data, Erhebungszeitraum: Januar 2000. 



■ Quelle: CTW, Erhebungszeitraum: Januar 2000. 



GEWINNSPIEL 







Rätseln und 
gewinnen! 



Gewinnen Sie 
diesen schicken, 
geairbrushten 
PC* im Wert 
von rund 5000 Mark! 
Ermitteln Sie nur das 
gesuchte Wort aus 
dem nebenstehen- 
den Kreuzworträtsel. 




40 PC PLAYER APRIL 2000 









Auch in dieser Ausgabe verlosen 
wir wieder einen High-End- 
Spiele-PC (Pentium IM, 500 MHz, 
128 MByte RAM, Belinea 17"- 
Monitor, Guillemot 3D Prophet (GeForce 
256), 20,4 GByte Festplatte, DVD-Laufwerk, 
Soundblaster Live Player 1024, uvm.), indi- 
viduell zusammengestellt von der Firma 
Alternate. Wir haben dabei nicht nur an die 
inneren, sondern auch an die äußeren 




Werte gedacht und das Einzelstück mit 
edlen Airbrush-Motiven geschmückt. Kna- 
cken Sie das Kreuzworträtsel, tragen Sie 
das Lösungswort in die Mitmachkarte von 
Seite 133 ein und schicken diese dann an 
uns ein. E-Mails nehmen nicht an der Ver- 
losung teil!. 



Einsendeschluß ist der 31.03.2000, von 
der Verlosung ausgeschlossen bleiben 
der Rechtsweg sowie die Mitarbeiter des 
Future Verlages, der Firma Alternate und 
von Eidos Interactive. 



1. Preis: 1 Spiele-PC im Air-Brush-Look 

2. - 11. Preis: Je ein »Commandos Director's Cut« 






Missions- 
CD für 
Com- 
mandos 


Zauber- 
Talisman 
in Reve- 
nant 


Athlon- 
Hersteller 


talanischer 
Name des 
Outcast- 
Helden 


Nachfolger 
zu U.S. 
Navy Fight- 
ers (Abk.) 


~^ 


deutsches 
Rennspiel 
(2. Wort) 


^~ 


bekannter 
Battle- 
mech 
(Mad...) 


Prozessor 
f. Modems, 
Sound- 
karten u.a. 


Freundin 
v. Gabriel 
Knight 
(Vorname) 


~^ 


^~ 


Strategie- 
spiel um 
Plastikfigu- 
ren (2.W.) 


*~ 


Strategie- 
spiel 
(Master 
of...) 


Heimatland 
vom Com- 
mandos- 
Entwickler 




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▼ 


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▼ 






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Sound- 
karten- 
Modus 
(...duplex) 




Datenträ- 
ger für 
Konsolen- 
spiele 








ab Win- 
dows 95 
Release 2 
mit 32 Bit 


► 






Spiel- 
konsole 
von Sega 




^.-Kenn- 
zeichen f. 
Ansbach 


► 




lesen 
(engl.) 




Zeichen 
für Hektar 


► 




L 


Q 








Sitz v. id 
Software 
(US-Bun- 
desstaat) 




Action- 
Strategie 
v. Take 2 
(... Ops) 


T 
► 


O 






Hersteller 
der Flug- 
simulation 
MiG Alley 


► 










r 




Myst- 
Fort- 
setzung 




Vorsatz- 
zeichen 
(tausend 
Giqa) 


T 
► 








Strategie- 
spiel (... 
Kingdoms) 


► 










Kampf- 
modus in 
Virtua 
Fiqhter 






Abk. für 
TelNet 


Star-Wars- 
Rennspiel 


► 










Dungeon 
Keeper: 
Hornys 
Waffe 




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außer- 
irdischer 
Held in 
Oddworld 


► 






Sound- 

datei- 

Endung 


Volk in 
Siedler 3 


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Lionheads 
erstes 
Spiel (letz- 
tes Wort) 




Flugsim. 
von SSI 
(..,27 
Flanker) 


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DOS von 

Digital 

Research 




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Silizium- 
scheibe f. 
die Chip- 
Produktion 


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verbes- 
serte 
SDRAM- 
Version 


Daten- 
träqer 


► 


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Strategie- 
spiel von 
SAD, 
ähnl. Risiko 




1 


Offline 
qehen 


Anzahl d. 
Charaktere 
in Com- 
mandos 1 


► 










program- 
mierte u.a. 
Alpha Cen- 
tauri (Sid ...) 






H^m 


Spielheldin 
(Vorname, 
Video mit 
d. Ärzten) 


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T 


Hersteller 
v. Bundes- 
liga 2000 
(1. Wort) 






Spielkon- 
sole von 
Nintendo 
(1991) 




Midtown- 
Madness- 
Hersteller 
(Abk.) 


► 




Flipper 
von Virgin 


^^B ^ La'il 


Held in 
Heart of 
Darkness 






...Live '99, 
... Jam 
Extreme 




L 




Rennspiel 
in der Sim- 
City-Stadt 
(1. Wort) 


► 










T 




StarCraft- 
Partei 




Beruf der 
Akteure 
in X-COM 


► 






O 




wichtigste 
Ressource 
i. Leviathan 


► 








Formel- 
zeichen f. 
Machzahl 




Dungeon- 
Keeper- 
Zauber- 
spruch 


o 














ehem. 
Symbol f. 
Wismut 


► 




Endung 
von aus- 
führbaren 
Dateien 


► 






Ware in 
Anno 1602 


T 

► 








Internet- 
domain f. 
Frankreich 


► 




Endgegner 
in Virtua 
Fighter 2 


► 










Sierras 
Rennspiel- 
Serie 
(... Racina) 


► 












Ausgang 
der Voo- 
doo-3- 
Karte 


► 




akt. Maß- 
einheit 
für Fest- 
platten 


► 










hexadez. 
Ziffer 
(entspr. 
dez. 10) 


► 



1 


2 


3 


4 


5 


6 


7 



Lösungs- 
wort: 



Gewinner aus 2/2000 

Air-Brush-PC mit Motiv: Ultima 9 

Frank Becher, Neunburg vom Wald 

Je ein Spiel: Ultima 9 Ascension 

Harry Domke, Bohmte 
Marco Kloeter, Essen 
Tobias Rother, Lüdenscheid 
Martin Schröder, Harburg 







Lösung des Kreuz- 
worträtsels aus der 
PC Player 3/2000. 





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Perspekti- 
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PC PLAYER APRIL 2000 41 



AKTUELL 




Kampf dem Ungeziefer: Wir haben auch in diesem Monat zahlreiche 
aktuelle Spiele nach Fehlern durchforstet und die interessantesten Bugs 
herausgepickt. 



GABRIEL KNIGHT 3 

Im jüngsten Teil der Adventure-Serie um 
den deutschstämmigen »Schattenjäger« 
wagte Sierra den zeitgemäßen Schritt in 
die dritte Dimension. Doch nicht auf 
jedem Rechner spaziert Gabriel unbe- 
schwert durch die neuen Echtzeit-Land- 
schaften. Bei Besitzern einer Voodoo 
Banshee Grafikkarte kommt es sogar 
schon mal vor, dass einige Personen bei 
Unterhaltungen ihr Gesicht verlieren. 
Nein, das hat überhaupt nichts mit 
Schüchternheit zu tun, sondern ist 
schlichtweg ein Grafik-Bug. Wenn Sie 
unbedingt die Grinsrüben der Akteure 
sehen wollen, dürfen Sie nicht die höch- 
ste Stufe der Texturqualität einstellen. 
Schalten Sie stattdessen auf die mittlere 
Stufe. 

Ein anderes Problem mit der dreidi- 
mensionalen Spielwelt haben die stolzen 
Eigentümer eines Athlon-Systems in 
Kombination mit einer TNT-2-Grafikkarte 
von Riva. Möchten Sie hier eine 
Zwischensequenz bestaunen, wundern 
Sie sich nicht, wenn Ihr Rechner plötzlich 
abschmiert. Die einzige Lösung des Pro- 
blems ist es zur Zeit, die SD-Beschleuni- 
gung vor solch einer Stelle abzuschalten. 
Dummerweise ist es nicht ersichtlich, 
wann eine kommt. Hoffen wir, dass Sierra 
in Form eines Patches bald Abhilfe schafft. 
www. Sierra . de 




Gelbe Karte für die Designer: Anstoss 3 
beherbergt noch viele Bugs. 



FLUGHAFEN MANAGER 

Berauschende Höhen in unserer Wertung 
erreichte die Wirtschaftssimulation um 
Airports und Airlines leider nicht. Schon 
während des Testes trudelten von Lesern 
zahlreiche E-Mails ein, die sich auch über 
die zahlreichen Fehler beklagten. Sie 
basteln eifrig an Ihrem Flughafen herum, 
schließen Verträge ab, warten - doch wo 
bleiben die Flugzeuge? Haben Sie was 
falsch gemacht? Nein, der Fehler liegt auf 
der Symbol-Leiste. Dort wurde der Button 
Startbahn sperren/Startbahn freigeben 
einfach in der Funktion vertauscht. Wer 
das nicht weiß, kann lange nach Kunden 
Ausschau halten. 

Auch von technischer Seite her müsste 
der Titel noch mal in die Wartehalle: So 
lässt sich der Manager auf einigen Com- 
putern nicht zum Abheben bewegen, 
denn mit manchen Grafikkarten bezie- 
hungsweise deren Treibern rollt kein Flie- 
ger von der Piste. Zur Fehlerbebung müs- 
sen Sie laut der Hotline eventuell Dateien 
im Spiel umbenennen. Ein Patch ist aber 
in Vorbereitung. 
www. take2 . de 

ANSTOSS 3 

Für viele Spieler ist Fußball ein Bestand- 
teil des Lebens. Deswegen ist es so ärger- 
lich wie eine Fehlentscheidung des 
Schiedsrichters, dass Ascarons hochdeko- 

rierter Kicker-Manager den einen oder 

anderen Makel aufweist. So gewinnen 
oft sehr schwache Mannschaften 
gegen starke oder eigene Spieler 
schießen plötzlich für die Gegner. 
Manchen mag das gefallen, so ist 
doch hin und wieder ein Spiel leichter 
zu gewinnen. Jedoch geht der Schuss 
auch mal nach hinten los. Hinzu kom- 
men Fehler in der Darstellung der SD- 
Grafik. Vor allem die Voodoo Banshee 
bereitet Probleme. 

Der erste Patch, der auf die Version 
1.02 updatet, ist bereits draußen, 
jedoch sind noch viele Bugs, welche 
die Spiellogik betreffen nicht besei- 
tigt. Beispielsweise zu kurze Wartezei- 
ten nach Verletzungen oder zu niedri- 
ge Transferzahlungen an die Spieler. 
Auch bei der Installation des Updates 




Ist Indy in der Kiste? Nein, Indy ist die 
Kiste. 

INDIANA JONES UND 
DER TURM VON BABEL 

Einen kuriosen Fehler entdeckte 
unser Leser Claus-Peter Schnell beim 
Herumspielen mit der Cheat-Funktion. 
Als er im Level »Babylon« Indy in den 
Monkey-Island-Piraten Guybrush ver- 
wandeln wollte, sah er anstelle des 
Karibik-Helden eine Kiste, die er auch 
noch wie die Spielfigur steuern konn- 
te. Was mögen sich wohl Indys Fein- 
de dabei denken, wenn ihnen ein 
peitschenschwingender Kasten plötz- 
lich den Garaus macht? 
www . lucasarts . de 



gab es auf manchen Systemen Schwierig- 
keiten. Das Entwicklerteam werkelt zur 
Zeit an einem neuen Patch. 

www . ascaron . de 

ULTIMA 9: ASCENSION 

Zum Schluss noch ein Nachtrag zur wohl 
bekanntesten Fehlerquelle der letzten 
Monate: Als der Patch 1.07c neue Fehler 
verursachte - eine gegnerische Kreatur 
wurde unbesiegbar - brachte Origin kürz- 
lich die Version 1.18 heraus. Damit sollen 
alle Bugs endgültig behoben sein. Elec- 
tronic Arts hält »Ultima 9« nun für weit- 
gehend fehlerfrei. 

Die deutsche Ausgabe der traditionel- 
len Rollenspielsaga um den Avatar 
erscheint gleich in dieser Version. Wir 
halten trotzdem weiterhin die Augen 
offen, ob es in Britannia nicht doch noch 
die eine oder andere technische Schwie- 
rigkeit gibt, (dk) 
www.Ultima9.com und auf CD-A 



44 PC PLAYER APRIL 2000 



AKTUELL 



EEH2 SPIEL 



MQMB^ÜQKD 



Top oder Flop: 
Erst im Nachhin- 
ein lässt sich 

absehen, ob ein großer Titel den vielen Vorschusslorbeeren auch 
gerecht wurde. Daher übergeben wir an dieser Stelle das Wort an 
die PC-Player-Leserschaft, den Handel und den jeweiligen Spiele- 
hersteller. 



Kurzbeschreibung 



Beim prächtig anzuschauenden 
Echtzeit-Strategiespiel »Home- 
world« übernehmen Sie die Ver- 
antwortung für ein ganzes Volk, 
das sich mit einem riesigen 
Raumschiff auf die Reise zu sei- 
nem alten Heimatplaneten auf- 
macht. Zum Schutz vor Aggres- 
soren (Friedlicher Weltraum? 
Eine Illusion!) baut Ihr Mutter- 



schiff Fregatten, kleine Jäger 
oder Scouts. Zusätzlich ernten 
Bergbau- oder Forschungsschif- 
fe Energie und sorgen für ver- 
besserte Technik. Bemerkens- 
wert ist das für die Echtzeitstra- 
tegie neue Konzept: Die 
Schlachten finden im dreidi- 
mensionalen Raum statt, der 
den Spielern einiges abverlangt. 



Tester-Meinung 

Thomas war sich sicher: 
Homeworld ist nichts für jeden 
Spieler. In der ungewohnten 
Perspektive und den komple- 
xen Befehlsmöglichkeiten sah 
er zahlreiche Fallstricke für so 
manchen Strategiefreund. Wer 
sich aber die Mühe mache, den 
erwarte zur Belohnung ein ech- 
ter Hochkaräter mit spritzigen 
Einfällen. Für Udo waren ledig- 
lich die praktisch identischen 
Kampagnen (16 Missionen) 



die 

4 



i£3k 



und 



0^m^k 



unüber- 
sichtliche Auf- ^"^^ 
machung ein Nachteil. Die 
Erhabenheit des Weltraums 
faszinierte aber auch ihn. In 
diesem Zusammenhang auch 
noch ganz interessant: Die 
amerikanische PC Gamer, das 
meist verkaufte PC-Spielema- 
gazin der Welt, wählte Home- 
world zum Spiel des Jahres. 



Händler 



Tom Meier vom Spielefachge- 
schäft »PC Fun« betrachtet 
Homeworld mit Wohlgefallen, 
verkauft sich dieser Titel doch 
immer noch akzeptabel, inzwi- 
schen sogar besser als bei- 
spielsweise »Command & 
Conquer 3«. Gründe dafür 
sieht er in der interessanten 
Spielidee und 
der guten Gra- 
fik. Home- 
world ist 
für ihn 





Ein 

wirklich 
schneller 
Jäger. 



Farbfrohe Explosionen in 
der Schwärze des Alls. 

außerdem etwas besonderes: 
Das Spiel besitzt eine Auszah- 
lung, die er nur schwer definie- 
ren kann; hat es den Spieler 
aber einmal gepackt, lässt es 
ihn nur schwer wieder los. Alle 
Kunden waren zufrieden, an 
nennenswerte Beschwerden 
oder an Bugs kann er sich nicht 
erinnern. 



Leser 



Homeworld mag kein Riesen- 
erfolg sein, viele Käufer aber 
sind schier aus dem Häuschen. 
Als hervorstechenste Leserkri- 
tik fiel immer wieder ein Wort: 
innovativ. Markus Schänzler 
(Köln) war begeistert: »Home- 
world ist eines der besten 
Spiele, die ich je gespielt habe. 
Die Steuerung war schwierig 
zu beherrschen, wenn man die 
Hotkeys kannte, fluppte es 
aber nur so.« Auch gelobt wird 
der »geniale Surroundsound« 
(so Manfred Bauer, München), 
und Stephan Moebius (Leich- 
lingen) meinte: »Ich hatte das 
Gefühl, ein Kunstwerk gespielt 
zu haben, bei dem das Team 
mit Leib und Seele dabei war.« 
Volker Rahn (London) resü- 
mierte: »Endlich mal ein Spiel, 
das nicht nur alte Ideen neu 
verpackt.« 

Aber Patrick Haas (Siegen) 
konterte: »Erfrischend anders, 
aber das Drumherum wurde 
vernachlässigt. Eine Kampag- 
ne mehr oder richtige Render- 
Sequenzen haben gefehlt.« 
Allein Uwe Semlow (E-Mail) 
sah die Sache völlig anders: 
»Eines der schlechtesten Spie- 
le, die ich je gespielt habe. 
Missglückte 3D-Weltraumsicht, 
feindliche Einheiten zeigen 
nicht an, wie schwer sie 
beschädigt sind, eigene Einhei- 
ten verteidigen nicht automa- 
tisch - ich hätte maximal 50 
Prozent gegeben.« 

Leser Charts: 

Unsere Befürchtungen bewahr- 
heiten sich: Echtes Massenpo- 
tenzial hat Homeworld anschei- 
nend nicht. 

November 1999 Platz 15 
Dezem ber 1 999 Platz 1 
Januar 2000 Platz 20 



Hersteller 



o 



PR Manager 
Leo Jack- 
staedt von 

Havas Inter- 
active hatte 
nach den all- 
überall hervorragenden Wertun- 
gen eigentlich mit einem noch 
besseren Absatz gerechnet. Mit 
immerhin 60 000 verkauften 
Spielen ist er aber letztendlich 
zufrieden, wenn er bedenkt, 
dass Homeworld nur wenige 
Wochen vor der Veröffentli- 
chung von Age of Empires 2 
(AoE 2) erschien. Mit Home- 
world wurde ganz bewusst ein 
neues Spielkonzept entwickelt, 
mit populären Fortsetzungen 
wie AoE kann man dann erfah- 
rungsgemäß nicht mehr mithal- 
ten. Derartige Risiken müsse 
man aber eingehen: Einige 
Konkurrenztitel hätten gezeigt, 
dass es nicht endlos funk- 
tioniert, nur an alten Zöpfen 
festzuhalten. Ein Nachfolger mit 
dem Arbeitstitel »Homeworld: 
Cataclysm« ist übrigens schon 
in Arbeit, (uh) 

Chart-Erfolge: 

Für einen neuen Titel ein Einstand 
nach Maß. Danach aber kam leider 
ein gnadenloser Absturz. 

Oktober 1999 Platz 3 
November 1999 Platz 25 
Dezem ber 1999 Platz 31 
Januar 2000 Platz 32 



GEPMYER 

WERTUNG 



Hersteller: Relic/Havas 
Genre: Strategiespiel 
Test in Ausgabe: 1 1/99 



SPIELSPASS 



PC PLAYER APRIL 2000 45 



AKTUELL 



Spielwarenmesse Nürnberg 2000 



Ernsthafte v*£ 




Spaßmacher 




Wer noch nie in Nürnberg zu 
Gast war, ist überrascht. 
Nur Fachaussteller und 
Journalisten werden einge- 
lassen, von daher erwartet man vielleicht 
einen bescheidenen Rahmen. Aber weit 
gefehlt: Kilometerlange Schlangen par- 
kender Autos mit perfekt eingespielten 
Ordnerscharen und die gut gefüllten (aber 
nicht überfüllten) Messehallen lehren 
Unwissende bald eines Besseren. 

Die Bedeutung der Messe für etablierte 
Hersteller wie Ravensburger oder Hasbro 
ist denn auch kaum zu überschätzen: Von 
der ersten Kontaktaufnahme zu neuen 
Partnern im In- und Ausland bis hin zu 




millionenschweren Verträgen findet in 
Nürnberg alles statt, was zum Geschäft 
mit dem Spiel gehört. 

Halle 8 ist unser 

Von den vierzehn Messehallen (1 bis 15, 
Halle 13 gibt es nicht, wer hätte gedacht, 
dass man in Nürnberg abergläubisch ist) 
war immerhin eine, die Nummer 8, für 
Computerspiele reserviert. Dort be- 
herrschte aber nicht das von anderen Mes- 
sen gewohnte Präsentationsgedröhn mit 
wetteifernden Lautsprechersystemen und 
Wettbewerben die Atmosphäre. Stattdes- 
sen hatte fast jeder Stand ein paar kleine 
Hinterzimmer fürs Geschäftliche. 




Die Branchenriesen selber ließen ein 
höchst unterschiedlich ausgeprägtes 
Engagement erkennen. Virgin zum Bei- 
spiel bat (wohl auch zur Feier seines neuen 
Geschäftsführers Knut J. Bergel) jeden 
Abend zur Happy-Hour. Neben Freisekt für 
alle war eine spielbare Version von »Sacri- 
fice« (siehe PC Player 3/2000) und ein Trai- 
ler von »Baldur's Gate 2« zu besichtigen. 
Offensichtlich wird bei diesem Titel weiter 
auf die bewährte Engine des ersten Teils 
gesetzt, auffällige Grafikunterschiede 
waren nicht auszumachen. 

Ubi Soft schickte nur seinen Presse- 
sprecher, der etwas verloren (und nei- 
disch?) die großen Stände der anderen 
Unternehmen beäugte, und dabei traurig 
an seiner Zigarette sog. Vor allem der 
gigantische Microprose-Stand, der ganz 
auf die Präsentation von »Grand Prix 3« 




46 PC PLAYER APRILZ 2000 



Spielwarenmesse Nürnberg 2000 



AKTUELL 




Kein »Siedler 4«, sondern »Cultu- 
res - Die Entdeckung Vinlands«, 
ein netter Klon der Firma THQ. 



ausgerichtet war, dürfte ihm auf den 
Magen geschlagen haben. Dort wurde 
erstmals der Monaco-Kurs vorgeführt - in 
einer 3D-beschleunigten Variante, die 
einen hervorragenden Eindruck machte 
(siehe Extra-Kasten). Ein mehr als starker 
Gegner für Ubis »Racing Simulation 2« 
und deren in diesem Jahr nicht mehr 
erscheinenden Fortsetzung. 

Aufgefallen ist uns THQ mit seinen Prä- 
sentations-Dungeon. Neben dem »Force 
Commander« (siehe Preview auf Seite 54) 
noch im Angebot: »Der Clou 2« von Neo, 
bei dem Sie einen Dieb durch eine SD- 
Stadt führen. Niemand kennt den ersten 
Teil, dennoch besteht man auf einer »2« im 
Namen. Mit »Cultures« wandelt man 
außerdem auf den Spuren der Siedler. Bis 
zu 30 Berufe und ausgeprägte Charaktere 
sollen vom großen Vorbild abgrenzen. 

Bei CDV enthüllte man inzwischen die 
Herkunft des Programmierteams von 
»Sudden Strike« (Echtzeit-Strategie im 
Zweiten Weltkrieg): Russland. Aus Angst 
vor Abwerbungsversuchen schweigt man 
sich aber immer noch über den Firmenna- 
men und den genauen Wohnsitz aus. 

Andere Unternehmen wie Take 2 oder 
Eidos beschränkten sich auf eine Ausstel- 
lung alter Titel. Und Electronic Arts war 
gleich gar nicht erst erschienen. 



PlayStation2 und 
tierischer Messestress 

Apropos Sony - wie bald jeder wusste, 
wurde dort jeweils zur vollen Stunde die 
PlayStation2 vorgeführt. Ob aber jetzt die 
blau-schwarze Plastikhülle bestaunt 
wurde oder ein japanisches Vorstands- 
mitglied nur ein Lied sang, wissen wir 
nicht. An der gewissen Pforte mochten 
sich die Auserwählten bereits drängeln, 
uns gegenüber aber wurde steif und fest 




behauptet: »Hier nix PlayStation2-Vorfüh- 
rung.« Nächstes Mal soll man uns doch 
bitte gleich sagen: »Presse-Fuzzis ohne 
Termin wünschen wir hier nicht zu sehen, 
die Sahneschnittchen und der Cham- 
pagner im Innenraum sind geladenen 
Gästen vorbehalten.« Damit kämen wir 
wesentlich besser klar als mit diesen 
dreisten Lügen. 

Ansonsten war es aber ein geruhsamer 
Tag. Nach etwas Smalltalk mit der Indus- 
trie »Du wirst auch immer dicker.« - »Grüß 
mir den Rest Eurer miesen Redaktion.« - 
»Wo läuft heute Abend 'ne gute Party?« 
und dem Austausch von Jugenderinne- 
rungen war die Messe für uns schon vor- 
bei. Und Sie erhalten zur Abwechslung 
mal einen Bericht mit nur zwei Spiele- 
Screenshots, (uh/dk) 



Interview mit 

Simon 

Woodruffe 




Macht Computerspielen dick? 

Auch Simon Woodruffe, der geistige Vater 
der »Simon the Sorcerer«-Adventure-Serie, 
tummelte sich auf dem Microprose-Stand. 



PC Player: Simon the Sorcerer 3D enthält 
einige Geschicklichkeitseinlagen. Wird der 
Adventure-Teil dadurch auch nicht vernach- 
lässigt? 

Simon Woodruffe: Nein, die Actionszenen 
machen nur einen sehr geringen Teil des 
Spiels aus. Scheitert der Spieler an einer 
Sequenz, so kann er sie noch mal machen. 
Die gewohnte Adventure-Kost dominiert 
nach wie vor. 

PC Player: Wie steht es mit inhaltlichen Ver- 
bindungen zu den Vorgängern? 
Simon: Viele altbekannten Charaktere sind 
erneut vertreten. So hat Calypso dafür 
gesorgt, dass Simon mit seinem Körper, der 
ihm in Teil 2 von seiner Seele getrennt 
wurde, wieder vereint wird. Auch der 
Sumpfling spielt eine wichtige Rolle. Ich 
möchte aber noch nicht zu viel verraten. 



Interview mit 
Nick Court und 
John Cook 




Links John, rechts Nick. 

Die kleine Testfahrt mit »Grand Prix 3« 
übertraf unsere Erwartungen. Udo war 
richtig aufgeregt, was ihm bei Formel-1- 
Simulationen nicht mehr oft passiert. 
Offenbar wird die Fahrphysik ähnlich gut 
wie bei »Grand Prix Legends«, mit dem 
Unterschied, dass acht bewährte, 
zuschaltbare Fahrhilfen auch Einsteigern 
echtes Formel-1-Gefühl vermitteln. Nick 
Court, der Produzent, und John Cook, 
die rechte Hand von Geoff Crammond, 
ließen sich in einem Interview weitere 
Neuheiten entlocken. 

PC Player: Geoff Crammond erzählte uns 
in der letzten Ausgabe, dass er Grand Prix 
3 nicht mit anderen Rennspielen ver- 
gleicht, und dass er überhaupt nicht auf 
Konkurrenzprodukte achtet. Ist so eine Ein- 
stellung nicht arrogant? Man könnte bei 
anderen doch auch gute Ideen abschauen? 
Nick Court: Normalerweise würde ich Dir 
zustimmen. Wir arbeiten aber so dicht mit 
der echten Formel 1 zusammen und 
bekommen dort so viele Anregungen, 
dass wir von anderen Spielen keine mehr 
brauchen. 

PC Player: Verratet uns doch noch etwas 
über bevorstehende Neuheiten. 
Nick: Ich bin vor allen auf die Regenren- 
nen sehr stolz. Ich habe noch niemals ein 
so nasses Spiel gesehen. 

PC Player: Wie würdet Ihr das Konzept von 
GP3 beschreiben? 

John Cook: Uns kommt es vor allem auf 
zwei Dinge an. Der Realismus soll so hoch 
wie möglich sein, aber die Spielbarkeit 
darf nicht darunter leiden (Anmerkung der 
Redaktion: War leider bei Grand Prix 
Legends ein wenig der Fall). Das eine ist 
nichts ohne das andere. 

PC Player: Ihr wollt jedes Jahr ein neues 
Grand Prix mit aktualisierten Saisondaten 
herausbringen. Wird das auf Dauer nicht 
furchtbar langweilig? 
Nick: Frag uns das doch in fünf Jahren 
noch mal. 



PC PLAYER APRIL 2000 47 



AKTUELL 



Skandal: 

Diablo 2 und Daikatana 
sind längst erschienen! 



Seit Jahren wartet die 
Spielewelt auf »Diablo 
2« und »Daikatana«, 
doch beide Titel wer- 
den schon seit Mona- 
ten heimlich verkauft. 

Skandal um Blizzard: Wie erst jetzt 
bekannt wurde, ist Diablo 2, das 
seit langem überfällige Action- 
Rollenspiel, schon seit Monaten 
erhältlich. Auf einer Pressekonferenz in Irvi- 
ne entschuldigte sich ein nicht besonders 
zerknirscht wirkender Bill Roper im Namen 
des kalifornischen Entwickler-Teams. 

Tatsächlich sei Diablo 2 schon im letzten 
Sommer fertig gestellt worden - nur einige 
Querelen um die Packungsgestaltung hät- 
ten die Veröffentlichung verzögert. Um 
Weihnachten 1999 sei dem Entwickler- 
Team die Hutschnur geplatzt und es lieferte 
eigenmächtig etwa 150 Exemplare, ver- 
packt in neutrale, handbeschriftete Papp- 
kartons an ausgewählte Gemischtwarenlä- 
den in Boise (Idaho), Omaha (Nebraska) 
und Great Forks (Tennessee) aus. »Wir hat- 
ten einfach keine Lust mehr auf die ständi- 
gen Terminverschiebungen, nur weil den 
Marketingtypen Größe oder Farbe eines 
Schriftzugs auf der Packung nicht gefiel.«, 
erklärte Roper und ergänzte: »Zudem hatte 



Diablo 2 wird schon 
seit Weihnachten in 
Nebraska und Tennes- 
see verkauft. 





ich den Jungs versprochen, nach der Fer- 
tigstellung gemeinsam nach Miami Beach 
zu fliegen. Hätten wir länger gewartet, dann 
wären unsere Hotelgutscheine verfallen.« 

Auf die Nachfrage, ob es ^ ■ ■ ■ ■ 

denn klug gewesen sei, nur ^U35 IST UOCll 
solch eine geringe Menge QginfgKcV(( 
an Spielen auszuliefern, ""^ 
entgegnete er: »Wir produzieren Qualitäts- 
spiele für Qualitätsspieler. Ob ein Produkt 
nun von 100 oder einer Millionen Leuten 
gekauft wird, das ist uns schnurzpiepegal«. 
Zum Abschluss empörte er sich über die Lei- 
den im Spielebusiness: »Einige Blondinen 

haben schon bei mir vor der 

Haustür gelegen und sich 

den BH vom Leib gerissen, 

nur um mit mir eine Partie 

Diablo 2 spielen zu können. 

Das ist doch pervers!« Roper 



freut sich derzeit noch diebisch über seinen 
vermeintlich einmaligen Streich. 

Das Lachen dürfte ihm jedoch bald verge- 
hen. Inzwischen wurde uns nämlich zugetra- 
gen, dass Daikatana, der 
seit drei Jahren angekündig- 
te Ego-Shooter von Ion 
Storm, sogar schon seit 
August von einem Schreibwarenladen in 
Wanne-Eickel angeboten wird. lon-Storm- 
Gründer John Romero, der unter dem 
Namen Johannes Römer in der Ruhrge- 
bietsmetropole geboren wurde, wollte damit 
wohl Schulfreunden einen Gefallen tun. Wie 
Romeros Eltern in einem Telefoninterview 
mitteilten, wäre das Ego ihres Sohnes 
sowieso schon so groß, das es keiner Bestä- 
tigung mehr bedürfe. Wir konnten zudem 
einen der Käufer, Mario E. (11 Jahre) ausfin- 
dig machen, der schwärmte: »Sonst wird 
uns Kindern doch von der Bundesprüfstelle 
jeder blutige Spaß verboten, doch da bei 
den Schnarchnasen bislang keine Sau von 
Daikatana weiß, können wir sogar am Schul- 
rechner fröhlich weiter zocken.« (tw) 



48 PC PLAYER APRIL 2000 



AKTUELL 



Release-Liste 




Cultures 




?£ -t -r ' j 


IML-^^^ 


"4te^r 


^TtiiitTSB 


Diablo 2 





Auf diese Spiele 
freuen sich die Leser 
am meisten* 

1. Diablo 2 

2. Duke Nukem Forever 

3. Black and White 

4. Halo 

5. Warcraft 3 



Aktuelle Erscheinungstermine 



TITEL 



HERSTELLER 



GENRE 



TERMIN 



*Auswertung der Leser-Mitmachkarte 



Alone in the Dark 4 

Anachronox 

Arcatera 

Baidur s Gate 2 

Battle Isle 4 

Black & White 

C&C 3: Firestorm 

Championship Motocross 

Clou 2, Der 

Colin McRae Rally 2 

Command & Conquer: Renegade 

Commandos 2 

Cultures 

Dark Reign 2 

Daikatana 

Deep Fighter 

Demonworld 2 

Descent 4 

Deus Ex 

Diablo 2 

Duke Nukem Forever 

Evolva 

Frontierland 

Galleon 

Gothic 

Grand Prix 3 

Ground Control 

Gunship! 

Half-Life: Team Fortress 2 

Halo 

Heavy Metal F.A.K.K. 2 

Hidden and Dangerous 2 

Icewind Dale 

KISS Psycho Circus 

Loose Cannon 

Max Payne 

MDK2 

Need for Speed Porsche 

Planescape: Torment 2 

Pool of Radiance 2 

Rally Racing Simulation 

Real Neverending Story, The 

Rune 

Sacrifice 

Siedler 4, Die 

Simon the Sorcerer 3D 

Starfleet Command 2 

Star Trek: Armada 

Star Trek: New Worlds 

Star Trek: Voyager Elite Force 

Starlancer 

Star Wars Episode 1: Obi Wan 

Star Wars: Force Commander 

Stonekeep 2: Godmaker 

Sudden Strike 

Team Fortress 2 

Thief 2: The Metal Age 

Turrican 3D 

Vampire: The Masquerade 

Warcraft 3 

You don't know Jack 3 

■ Die neu aufgenommenen Titel 



Darkworks/Infogrames 
Ion Storm/Eidos 
Westka/Ubi Soft 
Bioware/Interplay 
Blue Byte 

Lionhead/Electronic Arts 
Westwood/Electronic Arts 
THQ 

Neo/THQ 
Codemasters 
Westwood/Electronic Arts 
Eidos 
THQ 

Activision 
Ion Storm/Eidos 
Criterion/Ubi Soft 
Ikarion 
Interplay 
Ion Storm/Eidos 
Blizzard/Havas Interactive 
3D-Realms 
Virgin Interactive 
JoWood/Boris Games 
Confounding Factor/Interplay 
Piranha Bytes 
Microprose 

Massive/Havas Interactie 
Microprose/Hasbro 
Sierra 

Bungie/Take 2 

Gathering of Developers/Take 2 
Take 2 
Interplay 

Gathering of Developers/Take 2 
Digital Anvil/Microsoft 
3D Realms 
Bioware/Interplay 
Electronic Arts 
Interplay 

Stormfront Studios/SSI 
Ubi Soft 

discreet monsters 
Gathering of Developers/Take 2 
Shiny/Interplay 
Blue Byte 

Headfirst Productions 
Interplay 
Activision 
Interplay 
Raven/Activision 
Digital Anvil/Microsoft 
LucasArts/THQ 
LucasArts/THQ 
Interplay 
CDV 

Valve/Havas Interactive 
Looking Glass/Eidos 
Rainbow Arts/THQ 
Activision 

Blizzard/Havas Interactive 
Take 2 Interactive 
sind komplett in roter Schrift, 



Action-Adventure 
Action-Rollenspiel 
Rollenspiel 
Rollenspiel 
Strategie 
Strategie 
Strategie 
Rennspiel 
Adventure 
Rennspiel 
Action 

Echtzeit-Strategie 
Strategie 
Echtzeit-Strategie 
3D-Action 
Action 
Strategie 
3D- Action 
Action-Rollenspiel 
Action-Rollenspiel 
3D- Action 
Action 
Strategie 
Action-Adventure 
Action-Rollenspiel 
Rennspiel 
Echtzeit-Strategie 
Simulation 
Action-Adventure 
Action 
Action 

Action-Strategie 
Rollenspiel 
Action 
Action 
Action 
Action 
Rennspiel 
Rollenspiel 
Rollenspiel 
Rennspiel 
Action-Adventure 
Action 

Echtzeitstrategie 
Strategie 
Adventure 
Action-Strategie 
Action-Strategie 
Echtzeit-Strategie 
Action 

SF-Simulation 
Action 

Echtzeit-Strategie 
Rollenspiel 
Echtzeit-Strategie 
3D-Action 
3D-Action 
Action 
Rollenspiel 
Rollen-Strategie 
Quiz-Show 
Terminänderungen 



3. Quartal 2000 

2. Quartal 2000 
April 2000 
September 2000 

3. Quartal 2000 

2. Quartal 2000 

1. Quartal 2000 

3. Quartal 2000 
Juli 2000 

April 2000 
Mai 2000 

4. Quartal 2000 
August 2000 
Juni 2000 

Juni 2000 

2. Quartal 2000 
September 2000 
4. Quartal 2000 
April 2000 
August 2000 
Juli 2000 

April 2000 

3. Quartal 2000 
Oktober 2000 
Mai 2000 

Juni 2000 

1. Quartal 2000 

2. Quartal 2000 
Juli 2000 
September 2000 
Mai 2000 

4. Quartal 2000 
Mai 2000 

Juni 2000 

3. Quartal 2000 
Oktober 2000 
Mai 2000 
April 2000 
November 2000 

4. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 
April 2000 

2. Quartal 2000 
September 2000 
4. Quartal 2000 
April 2000 
November 2000 
2. Quartal 2000 
April 2000 
2. Quartal 2000 
April 2000 
2. Quartal 2000 
März 2000 
Dezember 2000 
2. Quartal 2000 
Sommer 2000 
2. Quartal 2000 
April 2000 
1. Quartal 2000 
4. Quartal 2000 



April 2000 
rot markiert. 



50 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 



Enemy Engaged: 

Comanche Hokum 



Was passiert, wenn die beiden 
modernsten Kampfhubschrauber 
der Welt aufeinander treffen? 
Dieser interessanten Frage geht 
Razorworks neue Simulation nach. 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Razorworks/Empire Interactive 
I Genre: Flugsimulation 
I Termin: März 2000 
I Besonderheiten: Dynamische Kampagnen 
Drei Missionsgebiete ■ Mit Apache/Havoc kombinierbar 







Feuer frei! In voller 
Montur ist der Coman- 
che eine formidable 
Waffe; leider dürfte er 
jetzt auch gut auf dem 
Radar zu sehen sein. 




it dem Erstlingswerk 
»Enemy Engaged: Apa- 
che/Havoc« verdiente sich 
Razorworks erste Simula- 
tions-Sporen. Nun kommt die Fortset- 
zung mit vielen Verbesserungen. 

Apache/Havoc konnte zwar nicht den 
Genre-Primus »Longbow 2« vom Thron 
stoßen, überzeugte aber dennoch mit 
dynamischen Kampagnen und einem 
ungewöhnlich ausgefeilten Flugmodell. 
Auch »Comanche/Hokum« soll diese guten 
Eigenschaften aufweisen. 

Zwei Kontrahenten 

In drei Missionsgebieten im Mittleren und 
Fernen Osten fliegen Sie das modernste, 
was die östliche und westliche Rüstungsin- 
dustrie zu bieten hat: den RAH-66 Coman- 
che, einen Stealth-Helikopter, der nur den 
sechshundertsten Teil des Radarquer- 



schnitts einer Hellfire-Rakete aufweist und 
den russischen Ka-52 Hokum-B, einen 
zweisitzigen Sturm-Hubschrauber. Zwei 
Dinge sind an diesem Fluggerät unge- 
wöhnlich. Da wäre einmal die Anordnung 
der beiden Piloten, die neben-, anstatt 
hintereinander sitzen und der Doppelrotor, 
der anstelle eines Heckrotors verhindert, 
dass sich der Hubschrauber um die eigene 
Achse dreht. Das Ergebnis ist eine unge- 
wöhnlich hohe Manövrierfähigkeit. 

Hohe Detailtreue 

Fans werden sich gleich heimisch fühlen, 
denn die Arbeitsplätze der Piloten beider 
Kampfmaschinen wurden detailliert nach- 
gebildet. Dank virtuellem Cockpit können 
Sie sich umsehen und trotzdem noch alle 
Instrumente ablesen. Zudem nehmen Sie 
am Einsatz wahlweise als Pilot oder Bord- 
schütze teil. Die Besatzung wurde übrigens 



animiert und so schauen sich die Jungs je 
nach Lage entsprechend um. Witziger- 
weise lassen sich eigene Texturen für die 
Gesichter importieren. 

Die Missionsgebiete sind nicht gerade 
klein. Sie können zwar flächenmäßig nicht 
mit denen aus »Falcon 4.0« oder »Flanker 
2.0« mithalten, sollen aber detaillierter aus- 
fallen. Dafür benutzen die Programmierer 




52 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




Mit dem Ka-52 im Tiefflug: Viele militärische Installationen bevölkern 
das Missionsgebiet wie diese Radarstation samt Riesenkuppel. Auflösung 
hier: 1600 mal 1200 Pixel. 



authentische, digitale Karten. Und ein 
Areal von 400 mal 200 Kilometern ist ja 
auch nicht gerade winzig. 

Die drei Feldzüge sind dynamisch, was 
bedeutet, dass Ihr Erfolg in einer Mission 
sich deutlich auf den Ausgang des Konflik- 
tes auswirkt. Anders als in Apache/Havoc, 
wo Ihr Abschneiden wenig Einfluss auf das 
Gesamtbild des Krieges hatte, werden Sie 
hier stärker miteinbezogen. Wo Sie auch 
hinfliegen, um Sie herum passiert ständig 
irgendetwas, was nichts mit Ihrem Auftrag 
zu tun hat. Je nach strategischer Lage wer- 
den Ihnen eine Reihe von Aufträgen vorge- 
schlagen, von denen Sie entweder nach 
Vorliebe den schönsten oder nach Verant- 
wortungsbewusstsein den sinnvollsten 
aussuchen. Diese Aufgabe können Sie 
auch dem Computer überlassen. Je nach- 
dem, was Sie erwartet, rüsten Sie Ihren 
Helikopter mit passenden Waffen - wie 
etwa starren oder gelenkten Raketen - aus. 




Bleihaltiger Himmel 

Im Einsatz sollten Sie immer darauf achten, 
wie die Situation gerade ist und was Ihr 
Hubschrauber für besondere Fähigkeiten 
hat. Die besondere Spezialität des Coman- 
ches beispielsweise ist es, sich unbemerkt 
anzuschleichen und dann zuzuschlagen. 
Das wird Ihnen indes nicht besonders gut 
gelingen, wenn Sie vergessen, das Fahr- 
werk einzufahren. Dies macht sich zwar 
während des Fluges nicht sonderlich stö- 
rend bemerkbar, erhöht Ihren Radarquer- 
schnitt jedoch beträchtlich. Gleiches gilt für 
die Waffenschächte und die ausfaltbare 
20mm-Kanone. Verstauen Sie diese gut, 
werden Sie nicht so schnell entdeckt, ver- 
lieren allerdings wertvolle Sekunden, da 
sie nicht sofort einsatzbereit sind. Der 
Comanche lässt sich auch mit Stummelflü- 
geln für weitere Raketen ausrüsten, ist 
dann aber alles andere als unsichtbar für 
das Radar. All dies müssen Sie mit ins Kal- 
kül ziehen. 

Verbesserte Optik 

Die Grafik macht im Vergleich zum auch 
bald herauskommenden »Gunship!« (siehe 
Seite 66) von Microprose keine überragende 
Figur. Trotzdem denken die Grafiker an den 
optischen Genuss, indem Sie Unterstützung 
für Transform&Lighting-Effekte (T&L) ein- 
bauen. Außerdem können Sie je nach Karte 
und Monitor die Auflösung auf bis zu 1600 
mal 1200 Bildschirmpunkte erhöhen, und 
das in 32-Bit Farbtiefe. Insgesamt finden Sie 
über 60 verschiedene Fahrzeuge und Flie- 
ger, darunter einige neue wie den AH-64A- 
Helikopter oder den C-17-Transporter. 




Der kleine Hunger 
zwischendurch 

Normalerweise finden sich in Simulationen 
immer neben den Kampagnen auch Einzel- 
missionen, falls Sie »eben mal schnell« 
einen Einsatz fliegen wollen, vielleicht in 
der Werbepause. Na schön, etwas mehr 
Zeit brauchen Sie wohl schon. 

Comanche/Hokum verzichtet indes auf 
Einzelmissionen und bietet stattdessen die 
»Skirmish«-Option. Das sind kurze, 
zusammenhängende Missionsfolgen. Der 
Vorteil: Es bleibt nicht das schale Gefühl, 
nur einen einzelnen Auftrag zu gewinnen, 
dafür haben Sie die Befriedigung, einen 
ganzen Konflikt erledigt zu haben, ohne 20 
oder 30 Flüge absolvieren zu müssen. 
Schon in der nächsten Ausgabe testen wir 
das Helikopter-Duo. (mash) 




PC PLAYER APRIL 2000 53 



PREVIEW 



Star Wars : 

Force Commander 

I 



Der Krieg der Sterne 
findet nun am Boden 
statt - beim Einstand 
von LucasArts ins 
Genre der Echtzeit- 
Strategie. 




Oh Gott, Lord Vader persönlich! In 
einigen Missionen spielen Einzel- 
personen eine große Rolle. 



Lange hörte man nichts vom 
eigentlich für den Herbst 
1998 angekündigten Titel 
»Star Wars: Force Comman- 
der«. Erst im letzten Jahr kam heraus, 
dass die Designer das Spiel komplett 
umgemodelt haben. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen 
und greift viele moderne Elemente der 
Konkurrenz auf. Das wohl offensichtlich- 
ste: die 3D-Grafik. 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: LucasArts/THQ 
Genre: Echtzeit-Strategie 
Termin: März 2000 



■ Besonderheiten: Erstes Echtzeit- 
Strategiespiel von LucasArts ■ 3D-Per- 
sepektive ■ Kein Ressourcen-Manage 
ment ■ Einzelne Personen wichtig 

■ Einheiten aus Episode 4 bis 6 




■■ ■-■• 



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Y-Wings greifen einen imperialen Kampfläufer des Typs AT-AT an. Diese 
gigantischen Einheiten sind nur schwer zu besiegen. 



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Ein paar ruchlose Sturmtruppen metzeln fried- 
fertige Ewoks nieder. Schön zu sehen: der Rah- 
men, der selektierte Einheiten markiert. 



Wann kommt's denn nun? 

Wenn Sie unsere Vorschau-Rubrik immer 
genau im Auge behalten, dürfte Ihnen 
Force Commander schon 
lange aufgefallen sein. Selten 
gab es ein Spiel, das so häu- 
fig angekündigt und dann 
doch im letzten Moment wie- 
der verschoben wurde. Wir 
trauen uns kaum es auszu- 
sprechen, doch - voraus- 
sichtlich(!) - in der nächsten 
Ausgabe finden Sie einen 
Test des nächsten Streichs 
von LucasArts. 



Um was geht es 
überhaupt? 

Natürlich simuliert auch 
dieses Star-Wars-Spiel 
den Kampf Gut gegen 
Böse; nur was ist was 



und wer ist wer? Hauptdarsteller des Pro- 
gramms sind die Brüder Brenn und Dallis 
Tantor, ihres Zeichens Elitesoldaten im 
imperialen Korps der Sturmtruppen, Rebel- 
lenjäger und was sie sonst noch so 
unschönes sind. Die zwei (und damit Sie) 
bekommen den Krieg gegen die Allianz 
von dem Moment an mit, als Herren in 
schönen weißen Rüstungen die geflohe- 
nen Droiden R2D2 und C3PO auf dem Wüs- 
tenplaneten Tatooine suchen. Bis zur Ver- 
nichtung des zweiten Todessterns über 
dem Mond Endor haben die beiden viel 
Zeit zum Überlegen, ob das, was das Impe- 
rium und Lord Vader so alles anstellen, 
denn auch seine Richtigkeit hat. Sie mer- 
ken es schon: Irgendwann packt beide das 
schlechte Gewissen und sie schlagen sich 



»Ressourcen-Manage- 
ment fehlt fast völlig.« 



54 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




auf die Seite der Rebellen. Das alles pas- 
siert parallel zur Handlung der drei Filme. 
Kein Wunder: Wo haben Sie schon in Epi- 
sode 4 bis 6 großangelegte Bodenschlach- 
ten erlebt? Richtig, es gibt eine Ausnahme: 
Der Kampf um den Eisplaneten Hoth. Star- 
Wars-Historiker brauchen 
keine Befürchtungen zu 
hegen: Alles läuft so, dass 
es nicht mit der Filmhand- 
lung konkurriert. 



»Die Filmhand- 
lung wird 
nicht berührt.« 



Wie geht denn das? 

In Force Commander kommandieren Sie 
imperiale Kräfte und welche der Allianz. 24 
Einzelspieler-Missionen führen Sie nach 
Tatooine, Kessel, auf die tropische Regen- 
wald-Welt Yahin und nach Abridon, wo 
Grassteppen vorherrschen. Insgesamt gibt 
es mehr als 50 verschiedene Einheiten und 
Gebäude, darunter bekannte wie die Spee- 
derbikes, Snowspeeder, AT-ST- und gewal- 
tige AT-AT- Kampfläufer oder Raumschiffe 




wie TIE-Bomber oder Y-Wings. Aber auch 
neue Fahrzeuge wie Rebellenpanzer und 
Ein-Mann-Walker finden sich im Spiel. 

Für Mehrspieler-Freunde stehen neben 
den Solo-Leveln zusätzliche 27 Karten zur 
Verfügung, und maximal vier Leute kön- 
nen über ein Netzwerk 
oder das Internet an einer 
Runde teilnehmen. Wie 
immer bei LucasArts bie- 
tet sich als Treffpunkt die 
Microsoft Internet Gaming 
Zone (www.zone.com) an. Übrigens kön- 
nen Sie auf einer beliebigen Karte auch 
gegen bis zu drei Computer-Gegner spie- 
len - eine Mehrspieler-Simulation ohne 
Menschen. 

Auf Ressourcen-Management verzich- 
ten die Programmierer fast völlig: Es ist 
nicht nötig Sammler loszuschicken, die mit 
irgendetwas beladen zurückkommen, was 
dann womöglich auch noch raffiniert wer- 
den muss. Stattdessen bestellen Sie ein- 
fach Nachschub beim im Orbit krei- 
senden Transporter. Damit Sie nicht 
simplerweise jede Menge Material 
ordern, auf das Versorgungsschiff 
warten und dann marodierend über 
die Karte marschieren und alles 
plattmachen, gibt es selbstver- 
ständlich Zügel. Diese bestehen in 
den sogenannten Kommando- 
Punkten, die praktisch die Währung 
darstellen und bestimmen, wie 
viele Einheiten Sie anfordern. 



Auch Nachtkämpfe stehen auf dem Eispla- 
neten Hoth an. Hier räuchern Sie gerade 
ein Rebellennest aus. 



Was muss ich 
eigentlich machen? 

Diese Punkte erhalten Sie, wenn Sie 
beispielsweise ein Missionsziel 
erfüllen, Basen bauen, Gegner ver- 




nichten und möglichst wenig Fahrzeuge 
gleichzeitig auf der Karte haben. Das Ver- 
schwenden von Kommando-Punkten 
kommt Sie also gleich doppelt teuer zu 
stehen, denn Sie haben sie nicht nur für 
überflüssiges Zeug ausgegeben, sondern 



Kleine Bauten- und 
Einheitenkunde 



Kein Echtzeit-Strategical, das etwas 
auf sich hält, ohne Gebäude: Hier 
zeigen wir Ihnen einige Bauwerke 
und Einheiten. 




Von hier aus befeh 
ligen die imperia- 
len Schergen ihre 
Truppen. 



Auch die Rebellen 
haben eine zentra- 
le Kommandoba- 
sis, die allerdings 
nicht ganz so 
schick aussieht. 




Gegen fliegende 
Ärgernisse hat das 
Imperium diese 
wunderschöne 
Kanone, die Fans 
schon aus dem 
Todesstern kennen 



Die Rebellen verfü- 
gen über diese 
Doppellafette, das 
den Geschütztür- 
men von Hoth 
ähnelt. 




Mit dieser schicken 
Transportfähre 
transportieren die 
Rebellen ihre Ver- 
wundeten ab. 



Nicht nur aus 
Sternenschiffen, 
sondern auch vom 
Boden heben 
imperiale Jäger ab 
- etwa von diesem 
Flughafen. 



PC PLAYER APRIL 2000 55 



PREVIEW 



Aus Alt mach Neu 



Irgendwann im letzten Jahr entschieden 
sich die Designer bei LucasArts, nicht mit 
der angestaubten Original-Optik fortzu- 
fahren und überlegten sich, mit derartiger 
Nostalgie kann nur noch Westwood 
Spiele verkaufen. Doch die Neuerungen 
sind umfassender: 

3D-Optik 

LucasArts dachte zwar schon früher 
daran, die Grafik mit 3D-Beschleunigern 
aufzuwerten, dennoch sah das alles 
doch sehr nach bekannter Kost aus 
»C&C« und »Starcraft« aus. Daher sind 
nun alle Objekte komplett dreidimensio- 
nal dargestellt, die Kamera ist außer- 
dem frei positionierbar. 

Einheiten 

Waren im Original noch über 100 Ein- 
heiten geplant, werden es nun nur noch 
rund 40 sein - aber keine Panik, alles 
aus den Filmen bekannte Kriegsmaterial 
wurde eingebaut: Vom Y-Wing über 
Speederbikes bis hin zu AT-AT-Kampf- 
läufern ist alles vorhanden. 

Ressourcen 

Zunächst sollten Sie, je nach Planet, auf 
dem Sie gerade hausen, auch mit 
Gütern haushalten. Auf Tatooine wäre 
dies etwa Wasser gewesen, während 
es auf dem Planeten Kessel gegolten 
hätte, Gewürze abzubauen. Dieser 
Punkt fällt nun völlig flach, stattdessen 
bauten die Designer ein Kommando- 
Punkte-System ein. Je nach Ihrem 
Abschneiden erhalten Sie Punkte, für 
die Sie schöne Sachen kaufen können - 
ähnlich wie bei »Panzer General«. 



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Die alte Optik zeigte das Geschehen aus 
einer isometrischen Perspektive mit vor- 
berechneten Einheiten. 




Mittlerweile sind alle Objekte komplett 
dreidimensional, ebenso das Terrain. Das 
ermöglicht eine bessere Übersicht. 








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Auf Tatooine machen Ihnen - neben den Rebellen - herumwirbelnde Sand- 
schwaden das Leben schwer. 



bekommen für den nächsten Level dann 
auch noch weniger Punkte. 

Ziel der Missionen ist natürlich eben- 
falls, alle Gegner zu zerbröseln, aber oft ist 
Köpfchen gefragt: Wie bringe ich meine 
Schutzbefohlenen unauffällig an den 
feindlichen Linien vor- 
bei? Wie nehme ich 
eine bestimmte Person 
fest? So tauchen Cha- 
raktere wie Luke Sky- 
walker und Darth Vader 
im Spiel auf, die bestimmte zusätzliche 
Fähigkeiten besitzen, aber dafür auch 
unbedingt beschützt werden müssen - ein 
derartiges Prinzip ist ja schon aus »Com- 
mand & Conquer« bekannt. 

Zuweilen erhalten Sie Unterstützung 
von dritten Parteien wie den Ewoks oder 
Sandleuten, die Sie irgendwie für sich 
gewinnen müssen. 



Und wie sieht 
das jetzt aus? 

Die komplette Darstellung 
ist dreidimensional gehal- 
ten, eine halbwegs poten- 
te Beschleunigerkarte 
sollten Sie dafür schon 
haben. Die Ansicht wäh- 
len Sie nach Wunsch aus: 
Für »normale« taktische 
Überlegungen schauen 
Sie sich das Geschehen 
einfach aus größerer 
Höhe und leicht schräg 
an. Sie können die Kame- 
ra aber auch an einer 
bestimmten Einheit be- 
festigen, wodurch die 
Perspektive immer auf 



»Die komplette 
Darstellung ist 
dreidimensional« 



diesem AT-ST oder was auch immer zen- 
triert wird; das übliche Vorgehen bei Echt- 
zeit-Strategiespielen. Um jedoch eine 
Schlacht wirklich zu erleben und mitten- 
drin zu sein, wechseln Sie auf die Oberflä- 
che und sehen so den Kampf aus der 
Ansicht der Teilnehmer. 
Schicke Farbeffekte, 
Explosionen und detail- 
lierte Texturen machen 
das alles zu einer opti- 
schen Pracht. Die Story 
wird neben den Ereignissen in den eigent- 
lichen Missionen mit einer guten Viertel- 
stunde an vorgerenderten Zwischense- 
quenzen fortgeführt. 

Also, wir hoffen mal auf die Macht und 
das Wohlwollen der Jedi-Ritter, dann fin- 
den Sie in der nächsten Ausgabe den 
schon lange versprochenen Test zu Force 
Commander, (mash) 




Hier muss das Imperium eine üble Schlappe einste- 
cken: Bodentruppen der Rebellen haben einen der 
fast unbesiegbaren AT-AT zerstört. 



56 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 



Heart of 
Stone 




N 



Ein Strategiespiel ohne 
Einheiten, ein Adven- 
ture ohne Inventar und 
ein Rollenspiel ohne 
Erfahrungsstufen, das 
klingt doch originell ... 



ach dem Stra- 

tegie-Hit 

»Commandos« 

haben die Pyro 

Studios noch andere 

heiße Eisen im Feuer. 

Beim Strategie-Adven- 

ture-Mix »Heart of Stone« 

macht sich ein Student im 

16. Jahrhundert auf die 

Suche nach den Mördern 

i seines Onkels. 

Dabei reist er unter 
anderem nach Frank- 
reich, Spanien, Rhodos, 
Nordafrika oder Rom 
und absolviert ungezählte Kämpfe gegen 
seine zahlreichen Feinde. Im Lauf des 
Spiels soll er bis zu sechs weitere Kame- 
raden zur Mitreise einladen können 
- und das ist auch sehr wichtig. Schließ- 
lich gibt es kein Inventar für Gegenstän- 
de. Vielmehr müssen die verschiedenen 
Fähigkeiten der Team-Mitglieder zur 
Lösung der Rätsel genutzt werden. Dabei 



SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Pyro Studios/Eidos 

■ Genre: Strategie-Abenteuer 

■ Termin: 1. Quartal 2001 

■ Besonderheiten: Mix aus Stra- 
tegie-, Action- und Rollenspiel ■ 3D- 
Grafik ■ Angesiedelt im 16. Jahrhun- 
dert ■ Schauplätze in Europa, Nord- 
afrika und dem Nahen Osten ■ Kein 
Inventar ■ Keine Erfahrungsstufen 



handeln die Mitstreiter stets ihrer Per- 
sönlichkeit entsprechend. Es gibt keine 
Magie, nur Logik. Gespräche mit ande- 
ren Personen sollen zudem wichtige Hin- 
weise liefern. Pyro bezeichnet Heart of 
Stone als Strategiespiel mit Adventure- 
Elementen. Wir konnten uns mit einem 
der beiden Projektleiter nicht nur über 
dieses Thema unterhalten, (tw) 




Auch in Innenräumen gibt es Aus- 
einandersetzungen. 



Interview mit Ignacio Perez Dolset 



Ignacio Perez Dolset, 
Pyro-Mitbeg runder. 



PC Player: Vieles 
bei Heart of Stone 
erinnert an ein Rol 
lenspiel - warum 
sträubt Ihr Euch 
denn gegen diese 
Bezeichnung? 
Ignacio Perez 
Dolset: Ganz ein- 
fach, weil es kei- 
nes ist. Es gibt 
keine Erfahrungs- 
punkte oder Charakterent- 
wicklung und kein Inventar. 
Die Charaktere selbst sind der 
Schlüssel zur Problemlösung. 

PC Player: Was war zuerst 
da: die Idee zu diesem unge- 
wöhnlichen Spielprinzip oder 
der Plan für das Szenario im 
16. Jahrhundert? 
Dolset: Eindeutig die Idee für 




das Spielprinzip - 
ähnlich wie bei 
Commandos. Wir 
wollten ein Spiel 
schaffen, bei dem 
die einzelnen Cha- 
raktere selbst für 
den Spielverlauf 
entscheidend sind. 



konstruieren. Zudem kann 
sich der Spieler mit einem 
realen Hintergrund besser 
identifizieren. 



Dolset: Jede Technologie hat 
ihren optimalen Einsatzbe- 
reich, manche Dinge kann 
man besser mit 3D machen, 
bei anderen sollte man lieber 
konventionelle Darstellungs- 
methoden wählen. 



PC Player: Warum 
haben sämtliche 
Pyro-Titel bislang einen histo- 
rischen Bezug und sind nicht 
im Science-Fiction- oder Fan- 
tasy-Bereich angesiedelt? 
Dolset: Ganz einfach: Wir 
entwickeln die Spiele, die wir 
selbst gern spielen möchten. 
Die Menschheitsgeschichte 
ist voll mit interessanten The- 
men - warum soll man da 
etwas Fremdartiges künstlich 



PC Player: Habt Ihr jemals 
darüber nachgedacht, die 
Commandos-Engine für ein 
Szenario außerhalb des Zwei- 
ten Weltkriegs zu verwenden? 
Dolset: 
Zunächst: es 
wird kein 

commandos mandos 3 geben.« 



PC Player: Ist es eigentlich 
schwer, hier in Spanien genü- 
gend fähige Designer und 
Programmierer aufzutreiben? 



»Es wird kein Com- 



3 geben. 

Möglicherweise werden wir 

jedoch die Engine und Regeln 

für ein völlig anderes Spiel 

weiterverwenden. 

PC Player: Gehört 3D, wie 
bei Heart of Stone, wirklich 
die Zukunft? 



Dolset: Es ist schwer, Leute 
aus anderen Ländern nach 
Madrid zu locken, obwohl die 
Lebensqualität hier hoch ist. 
Aber da wir hier der einzige 
wichtige Spiele-Entwickler 
sind, klopfen spanische Talente 
zunächst bei uns an. 



PC PLAYER APRIL 2000 57 



PREVIEW 



Star Wars: Episode 1 

Obi-Wan 



SPIELFAKTEN 



Das wohl beste Spiel zum letzten Star-Wars- 
Film wird ein 3D-Shooter - und wir haben 
erste Bilder! 



■ Hersteller: LucasArts/THQ 

■ Genre: 3D-Actionspiel 

■ Termin: 3. Quartal 2000 

■ Besonderheiten: Verstärkter 
Einsatz von Lichtschwert und der 
Macht ■ Erster 3D-Shooter im Episo- 
de-1 -Universum ■ Motion-Capturing 
mit Original-Darstellern 




Seit der letzten E3 im Sommer 
1999 warten Fans auf der gan- 
zen Welt gespannt auf »Obi- 
Wan«, dem Nachfolger zu »Jedi 
Knight«. Und allem Anschein nach hat das 
Spiel das Zeug dazu, dieses Erbe auch 
würdig anzutreten. 



Der Letzte wird 
der Erste sein 

Wir erinnern uns: 
Pünktlich zum Film- 
start im Mai 1999 von 
»Star Wars: Episode 
1« standen gleich zwei Umsetzungen in 
den Geschäften. »Racer« war ein Gleiter- 
Rennspiel, in dem Sie einen der Pod 
Racer steuerten - die vom Wagenrennen 
aus »Ben Hur« inspirierte Szene war 
ohne Frage einer der Höhepunkte des 



»Alle bekannten 

Übelgegner 
sind vertreten.« 



Streifens, wenn nicht der span- 
nendste Abschnitt. Trotzdem 
ging es hier nur um einen ein- 
zelnen Teil von Episode 1. 

Das Action-Adventure »Die 
dunkle Bedrohung« umfasste 
im Gegensatz dazu fast die 
gesamte Handlung des Films. 
Leider wirkte 
es hastig hin- 
geschludert, weder 
Abenteuer- noch Ac- 
tion-Elemente konnten 
überzeugen. So hungert 
eigentlich die gesamte Spielerfraktion 
rund um dem Globus nach einer ver- 
nünftigen, spannenden Versoftung der 
Erlebnisse von Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn 
und natürlich seines gelehrigen Schülers 
Obi-Wan Kenobi. 



In üblen Spelunken hilft oft nur noch der 
beherzte Einsatz des Lichtschwerts. 



Benutze die Macht, Obi-Wan! 

Wie in Die dunkle Bedrohung sucht Obi- 
Wan Orte aus der Filmhandlung auf. Darun- 
ter sind etwa der Wüstenplanet Tatooine, 
wo er erstmals Anakin Skywalker trifft oder 
Coruscant. Auf dem späteren Machtsitz des 
bösen Imperiums sind ebenfalls einige 
Abenteuer zu bestehen, genauso wie in 
Theed, Hauptstadt des Planeten Naboo und 
Heimat von Prinzessin Amidala. 



58 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




Durch Schutzschirme gesicherte 
Droidekas bedrohen ebenfalls die 
Mission des jungen Fast-Jedi. 



Trotz der hier gezeigten Screenshots soll 
das Programm ein First-Person-Shooter 
werden, der also aus der Ich-Perspektive 
gezeigt wird. Inwieweit die Außenkamera 
eine Rolle spielt, war noch nicht zu erfah- 
ren. Es stellt sich auch die Frage, wie Sie 
Jedi-Sprünge visuell erleben werden - prin- 
zipiell würde dem Spieler bald schlecht 
werden, wenn sich die Ansicht ständig um 
mehrere Achsen dreht. Unsere Vermutung 
zielt daher darauf ab, dass die Optik sich bei 
Sprüngen genreüblich nur 
in der Höhe ändert. 

Auch wenn viele Ele- 
mente an Jedi Knight 
erinnern werden, sollen 
bei Obi-Wan spezielle Fertigkeiten noch 
stärker zum Zuge kommen als etwa noch 
bei »Mysteries of the Sith« (der Zusatz-CD 
für Jedi Knight). Die Fähigkeiten, die dem 
Protagonisten durch die Macht verliehen 
werden, umfassen etwa den »Force 
Jump«, mit dem Sie höher und weiter 
springen oder den »Force Pull«, der dazu 
dient, Gegner festzuhalten. Wir glauben 
außerdem, dass Sie nach entsprechendem 
Training telekinetische Kräfte dazu benut- 
zen können, Ihre Gegner wegzustoßen, 
wie von Obi-Wan im Film auf dem Raum- 
schiff der Handelsföderation vorgeführt. 




»Sehr gutes 
Spiel-Design.« 



So kennen wir Obi-Wan: Im Kampf zusammen mit Qui-Gon Jinn gegen 
Darth Maul in Episode 1: Die dunkle Bedrohung. 



Mehr Wert legen die Designer auch auf 
das Lichtschwert. Was Sie damit allerdings 
genau anstellen (außer feindliche Blaster- 
schüsse abwehren), verrät LucasArts noch 
nicht. Klar ist aber, dass alle bekannten 
Übelgegner ihren Auftritt 
bekommen, darunter die 
entenschnäbligen Kampf- 
droiden, die Droidekas (rol- 
lende, schwer bewaffnete 
Roboter unter Schutzschirmen) und 
Schwebepanzer der Handelsföderation. 




Grafik über alles? 

In der Vergangenheit hat LucasArts bewie- 
sen, dass die Stärke der Spieleschmiede 
weniger im letzten Ausreizen jeglicher ver- 
fügbarer Hardware und einer Unterstüt- 
zung auch des ominösesten Grafikchips 
liegt - dieses Feld hat id Software klar im 
Griff. Vielmehr wollen die Verantwort- 
lichen traditionsgemäß für sehr gutes 
Spiel-Design sorgen. Auch Mysteries of 
the Sith war nicht gerade ein Meilenstein 




Theeds Architektur wird recht exakt reproduziert. 



Obi-Wan schlägt sich nach Theed, 
der Hauptstadt des Planeten 
Naboo, durch. 



Kampfbereit: Das Lichtschwert 
wird eine deutlich größere Rolle 
spielen als noch in Jedi Knight. 



in punkto 3D-Optik. Dafür gab es sehr 
große Räume und offene Örtlichkeiten, die 
damals erst durch Epic Megagames' 
»Unreal« übertroffen wurden. 

In Obi-Wan können Sie daher ebenfalls 
mit weitläufigen Spiel-Arenen rechnen: 
Theed etwa mit seiner einzigartigen Archi- 
tektur oder Coruscant, dessen Straßen- 
schluchten hunderte Meter tief sind. 
Sicher ist zudem, dass mit den Original- 
Darstellern Motion-Capturing-Auf nahmen 
durchgeführt wurden. Die Spielfigur wird 
also den Bewegungen Ewan McGregors 
entsprechen. 

Der Veröffent- 

lichungstermin soll- 
ten Sie übrigens eher 
als Hausnummer ver- 
stehen. Die Vergan- 



genheit hat gezeigt, 
dass LucasArts mo- 
natelang nichts über 
Produkte verrät, die 
dann urplötzlich 

komplett fertig und in 
der Schachtel ver- 
packt auftauchen 
- lassen Sie sich 
überraschen, (mash) 



PC PLAYER APRIL 2000 59 



PREVIEW 



Need for Speed 

Porsche 



Gut, besser, Porsche? Eine spiel- 
bare Früh-Version ermöglichte es 
uns, diese Aussage ersten empi- 
rischen Tests zu unterziehen. 




Über den Wolken, muss 
der Porsche wohl gren- 
zenlos sein ... Der 
Alpenkurs führt diese 
91 1er-Modelle aus den 
70er Jahren auf jeden 
Fall hoch hinaus. 



SPIELEFAKTEN 




■ Besonderheiten: Verbesserte 
Fahrphysik ■ Porsche im Wandel der 
Zeit ■ Keine Rundkurse mehr, sondern 
Etappen wie im 1 . Teil ■ Karriere als 
Testfahrer möglich 


■ Hersteller: Electronic Arts 

■ Genre: Rennspiel 

■ Termin: April 2000 



Der alte Ferdinand Porsche hat 
sich sein Leben lang geweigert, 
andere Autos zu bauen. Der 
bekannte Komiker Seinfeld 
fährt überhaupt keinen anderen Wagen 
und versucht, alle Modelle in seiner sehr, 
sehr großen Garage zu sammeln. 

Auch Electronic Arts hat die Zugkraft 
dieses Gefährts erkannt und bringt des- 
halb ein gleichnamiges Spiel heraus. Der 
Autor dieser Zeilen hat leider keine eige- 
nen Erfahrungen mit den echten Flitzern, 
outet sich hiermit jedoch als bekennender 
Porsche-Fan. Bezüglich des Spiels gelten 
aber natürlich sachlichere Maßstäbe. Da 



wollen zunächst einmal die Unterschiede 
zu den Vorgängern und sonstige Charakte- 
ristika herausgefunden werden. 

Die Porsche-Menüs sind schon mal in 
gewohnter »Need for Speed«-Qualität. Auf 
einer Drehscheibe räkeln sich bislang etwa 
15 Zuffenhausener Sportwagen. In der 
endgültigen Version 
sollen es über 80 wer- 
den! Ein besonderer 
Gimmick ist diesmal, 
dass Sie - wie bei einem Modellauto - 
Türen, Motorhaube und Kofferraum auf- 
klappen können. In der endgültigen Ver- 
sion können Sie Ihren Wagen auch mit 



»80 mal Porsche 
- wie geht das?« 



Straßenstaub (links im Bild) kann 
sich als ernsthaftes Sichthindernis 
entpuppen. 



allem möglichen Quark verbessern und 
professionellen Autotunern Konkurrenz 
machen. 

Motor an 

Porsche-Verächter werden ausrufen: »80 
verschiedene Modelle, wie das! Porsche 
hat doch außer dem 911 kaum andere 
Autos gebaut.« Dazu drei Anmerkungen. 
Zum einen stimmt das nicht. In 50 Jahren 
Automobilgeschichte fertigte der Porsche- 
Clan eine ganze Reihe von Modellen an, die 
sich ihren Platz im Auto-Olymp redlich ver- 
dient haben. Wie der kleine 356 (mit ihm 
ging es richtig los), der mit Müh und Not 
130 km/h erreichte. Zum 
Porsche der kleinen 
Leute mit artverwand- 
tem Geldbeutel avan- 
cierte der 924. Was man vom 959 nicht 
gerade behaupten kann: Lediglich 200 
Stück wurden hergestellt und der Renner ist 
heutzutage nicht mehr für unter zwei Millio- 



60 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




B— i 



7 



nen Mark zu haben. Mit all diesen Varian- 
ten dürfen Sie rechnen. 

Zum zweiten hat sich Porsche schon 
immer im Rennsport engagiert. Legen- 
där wurde zum Beispiel der 917k, der in 
der Can-Am-Rennserie von 1969 bis 
1971 von Sieg zu Sieg eilte. Er galt als 
unbesiegbar, bis die Konkurrenz in einer 
Verzweiflungstat extra seinetwegen das 
Reglement ändern ließ - wodurch er 
ausgeschlossen wurde. Laut Pressespre- 
cher von Electronic Arts 

wird uns dieser Schrecken »ScHiGT II II" 
der Rennstrecke ebenfalls 
zur Verfügung stehen. 

Zum dritten hat Porsche 
über die Jahre hinweg eine kontinuierli- 
che Modellpflege betrieben. Allein in 
unserer Schmalspur-Version gab es 
schon acht verschiedene Ausgaben des 
911ers. Zählt man alle denkbaren Varian- 



Hier ein Beispiel für eine Weg- 
gabelung, die sich nun auf fast 
allen Strecken befinden. 



ten zusammen, könnten leicht noch mehr 
Fahrzeuge dargestellt werden. 



besiegbar.« 




Und Vollgas 

Die offizielle Zusammenarbeit mit Zuf- 
fenhausen hat sich beim Fahrverhalten 
deutlich ausgewirkt. Schon die Unter- 
schiede zwischen dem 911 S des Jahres 
1972 (2.4 Liter) und der Version von 1995 
(Turbomotor, 3.6 Liter) sind 
gigantisch. Das merkt man 
schnell, wenn man mit bei- 
den Wagen eine Testfahrt 
auf ein und derselben Stre- 
cke unternimmt. Beim 72 Modell wird 
klar, warum der alte 911er den Beina- 
men »Heckschleuder« erhalten hat. In 
jeder zu schnell gefahrenen Kurve bricht 
der Hintern fast ohne Vorwarnung aus 
und nur Profis werden den Wagen ohne 
Unfall auf der Strecke halten. Ganz 
anders die neuere Variante, die bei 
gleicher Geschwindigkeit problemlos 
auch durch das kurvenreichste Ge- 
schlängel der Pyrenäen getrieben wer- 
den kann. Moderneres Fahrwerk, besse- 
rer Schwerpunkt und all diese Kleinig- 
keiten, die Ihnen ein richtiger Ingenieur 
noch besser erklären kann, machen 
eben durchaus Sinn. 

Des Weiteren hat der alte 911 sicher 
schon eine gute Beschleunigung. Im Ver- 
gleich zur geballten Wucht des 95er- -> 




Die abwechslungsreichste Strecke führt 
durch den Schwarzwald. Sie bietet jede 
Menge fürs Auge - sofern man nicht gar 
zu schnell fährt. 



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Diese Brücke wird nach circa 25 Sekunden 
erreicht. Unser Fahrzeug ist übrigens der 
klassische 91 1 er (Jahrgang 1 995) mit 3,6 
Liter Turbo-Power. 




Der Lemke-Holzplatz. Neben den abgestell- 
ten Lkws sollten Sie hier auch auf die rut- 
schigere Straße (Holzsplitter!) achten. 



jPWfe 



Ein malerisches Schwarzwald-Dörfchen 
inklusive der typischen Fachwerkhäuser. 
Noch über 200 Kilometer bis nach München 
(stand jedenfalls auf 'nem Schild). 



PC PLAYER APRIL 2000 61 



PREVIEW 



Need for Speed Porsche 



Karriere als Testfahrer 



■ 



enTernam«; | Steffi 



|SELECT YOUR PHIVEH: 






S 



U 





Eine echte Neuheit ist die Möglichkeit, als 
offizieller Testfahrer für Porsche zu arbeiten. 
Hierzu müssen Sie sich zuallererst ein Por- 
trait aussuchen. 







'£) 













Zu Beginn noch einfache Aufgaben dienen 
vor allem dazu, sich an das zuweilen diffizile 
Fahrverhalten eines Porsches zu gewöhnen. 




Hey there kid. welcome to the team. Im Rolf and 
J am the Test Driving Supervisor for tfie Porsche 
Test team. Youre going to meet someof theotfter 
test drivers here. Thev mi Qht bea littletougti 
on you because you are new dont worry, tiiey II 
warm np to you eventually, Show them what you are 
made of and have tun out there. 

Rolf leitet das Team, dass außer einigen 
Fahrern auch aus Mechanikern und ande- 
rem Personal besteht. Für jede Mission hat 
er ein paar Tipps parat. 




Nach jedem Test wird Ihre Fahrt in einem 
Video noch mal abgespult. Hilfreich, wenn 
Sie Ihren Stil und eventuelle Fahrfehler ana- 
lysieren wollen. 




Der 914 (der VW-Por- 
sche) wurde vor allem 
durch sein gutmütiges 
Flugverhalten bekannt. 




-> Modells ver 
kommt seine Kraft 
aber zu einem Nichts 
Insbesondere in der 
Cockpit-Perspektive (sehr schön wirkt 
dort auch das aggressiv-sonore Schnur- 
ren des Motors) tritt der 3.6-Liter-Turbo- 
Onkel dermaßen aufs Gas, dass einem 
schier Hören und Sehen vergehen will. 
Auf den Flügeln des Sturmwinds reitet es 
sich nicht spektakulärer. 
Schon klasse, wie Electro- 
nic Arts diese Unterschiede 
herausgearbeitet hat. 



»Sturmwind- 
Symphonie.« 



Im Blutrausch der 
fehlenden Sitzpolster 

Eine ständige Klage der letzten Jahre 
- warum immer nur blöde Rundkurse? - 
gehört der Vergangenheit an. Man fährt 
jetzt auf zehn völlig unterschiedlichen 
Etappen, die manchmal zwei oder sogar 
drei Abzweigungen anbeiten. Im Grund- 
satz sieht das etwa so aus, dass Sie zur 
linken Hand der breiten Landstraße folgen 
können, die einen Umweg nimmt, und zur 
rechten den Pfad durchs alte Tunnelwerk 
wählen. Der ist schmaler, dunkler und kur- 
venreicher, aber auch viel kürzer. 

Bei einigen Modellen ist uns die kurio- 
se Cockpit-Perspektive aufgefallen. 
Selbstverständlich soll sie noch geändert 
werden, aber in ihrer jetzigen Art 
macht sie überhaupt keinen Sinn 
und wir fragen uns, 
wie sie so über- 
haupt entste- 
hen konnte. Im 



Boxter zum Bei- 
spiel hocken Sie dermaßen 
knapp über dem Boden, als wäre der Sitz 
ausgebaut. Nur mit Mühe kann man das 
Lenkrad ergreifen, von 
der Straße sieht man 
nichts mehr. Vielleicht 
ein Hinweis auf einen 
höhenverstellbaren Sitz, der sich in der 
Preview-Version einen neckischen Scherz 
mit uns erlaubt hat? 

Motor aus, Schlüssel zurück 

»Need for Speed 5« (auch wenn dieser 
Titel offiziell nicht benutzt werden darf) 
machte selbst in seiner jetzigen Verpa- 
ckung schon erheblich Lust auf mehr. Der 
Grund ist nicht allein in der luxuriösen 
Ausstattung zu suchen, sondern in vielen 
Details. Bessere Motorgeräusche und ein 
erheblich anspruchsvolleres Fahrverhal- 
ten erheben das Spiel zwar nicht in den 
Rang einer Hardcore-Simulation, sind 
aber ein deutlicher Schritt in diese Rich- 
tung. Der Autor ist auf jeden Fall schon 
sehr gespannt, (uh) 



62 PC PLAYER APRIL 2000 




PREVIEW 



Praetorians 



Die »Commandos«- 
Entwickler haben ein 
Faible für historische 
Szenarien: Neben dem 
Zweiten Weltkrieg 
widmen sie sich jetzt 
auch der Antike. 

Schon mit ihrem Erstlingswerk 
»Commandos: Hinter feind- 
lichen Linien« setzten die Pyro 
Studios Maßstäbe. Wer dach- 
te, nach der Erfindung der Echtzeit-Spie- 
le gäbe es keine echten Innovationen 
mehr, wurde von den spanischen 
Neulingen eines Besseren belehrt. 

Nun wollen die Jungs 
das Strategiespiel-Genre 
erneut aufmischen. Über 
70 Programmierer werkeln 
mittlerweile an drei Projek- 
ten und eines davon ist 
»Praetorians«. Wie der Name schon 
andeutet spielt der Titel im römi- 
schen Weltreich. Dort waren die 
Prätorianer einst die Elite-Einheit 
des Kaisers. Doch keine Angst: Sie 
müssen nicht Wachpläne für die 
kaiserlichen Lustgärten ausarbei- 
ten, sondern finden sich in der ' 
Rolle eines Feldherrn wieder, der 
seine Legionen in den unter- 
schiedlichsten Gegenden des 
Imperiums in die Schlacht führt. 

Im Auftrag Roms 

Der Aufbau von Gebäu- 
den und die Produktion 
neuer Einheiten ent- 
fällt, da sich das Spiel in 
dieser Hinsicht an der 



SPIELFAKTEN 




■ Besonderheiten: Echtzeit-Strate- 
gie mit 3D-Grafik ■ Keine Truppenpro- 
duktion ■ Kein Gebäudebau ■ Histori- 
scher Hintergrund ■ Kämpfe im gan- 
zen römischen Weltreich 


■ Hersteller: Pyro Studios/Eidos 

■ Genre: Strategiespiel 

■ Termin: 1. Quartal 2001 






Die Belagerung 

einer Stadt erfordert 

viel Ausdauer und 

Geschick. 



' /* Ein namens- 
gebender 
Prätorianer. 




Realität orientieren sol 
Schließlich hat bisher kein 
Feldherr selbst Fabrika- 
tionsanlagen gebaut oder 
frische Rekruten in speziel- 
len Anlagen zusammenschrau- 
ben können. Vielmehr kommt es 
darauf an, die zur Verfügung ste- 
henden Einheiten geschickt 
einzusetzen. Sie kommandie- 
ren nicht einzelne Soldaten, 
'-¥ sondern immer feste 
Trupps, die zudem in unter- 
schiedlichen Formationen 
durch das Gelände marschieren dürfen. 
Eine Schildkröten-Formation bietet bei- 
spielsweise Schutz gegen Angriffe, verrin- 
gert jedoch die eigene Beweglichkeit. 

In den Häfen legen Transportschiffe mit 
weiteren Truppen an - auf Seeschlachten 
wird jedoch bewusst verzichtet, da dieses 
Element im Prinzip ein völlig eigenständi- 
ges Spiel wäre, wie Projektleiter Javier 
Perez Dolset betont. Zu den Aufgaben wird 
auch das Erstürmen gegnerischer Städte 
gehören - und die können sich sowohl auf 
dem italienischen Stiefel, als auch in 
Ägypten oder Gallien befinden. 





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Auch nach Ägypten führen Sie 


Ihre Legionen. 





Bei Pyro ist man überzeugt, dass die 
Spieler auch die 3D-Grafik akzeptieren 
werden, zumal niemand gezwungen wird, 
die Perspektive selbst zu ändern. Bei der 
ersten Vorführung wirkten die Landschaf- 
ten und Siedlungen in der Tat sehr anspre- 
chend. Durch eine einfache, intuitive 
Bedienung soll der Einstieg sehr leicht 
gemacht werden. Haupttrumpf ist jedoch 
das interessante historische Szenario - wie 
der Erfolg von »Age of Empires« bewies, 
scheinen vergangene Epochen die Men- 
schen mehr zu faszinieren als sterile SF- 
Roboterwelten. (tw) 



64 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 



Gunship! 



Eine der erfolgreich- 
sten Hubschrauber- 
Simulationen be- 
kommt Nachwuchs: 
Steigen Sie in den 
AH-64 und drei weite- 
re Helikopter ein! 




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ines der bekanntesten Spiele von 
Microprose dürfte »Gunship« 
sein: Mitte der Achtziger erst für 
den C-64, dann für Atari ST, 
Commodore Amiga und schlussendlich für 
den PC erschienen, war es hauptverant- 
wortlich für den guten Ruf der Firma. 

Nach »Gunship 2000«, dem ersten Spiel, 
in dem Sie eine Staffel von Helikoptern 
befehligten, kommt nun der dritte Teil der 
Serie. Erst als »Gunship 3« betitelt, hört er 
nun auf den Namen »Gunship!«. 

Noch ist Polen nicht verloren 

In nur wenigen Jahren bewirbt sich Polen 
um die Mitgliedschaft in der NATO, die 
auch prompt gewährt wird. Stante pede 
regen sich verbohrte Nationalisten in der 
ehemaligen Sowjetunion, gewinnen an 
Einfluss, und es passiert, was passieren 
muss: Die Russen marschieren in Polen 
ein. Das können sich natürlich die westlich 
angrenzenden Ländern nicht gefallen las- 
sen, und schwups, haben wir den dritten 
Weltkrieg. Auf russischer, amerikanischer 
oder deutscher Seite greifen Sie nun ein. 
Zwei Modelle des AH-64D-Kampfhub- 
schraubers stehen im Hangar, die amerika- 
nische und die britische Version. Außer- 
dem können Sie den deutschen Tiger und 
den russischen Mil Mi-28 Havoc fliegen. 
Wie bei allen modernen Helikopter-Simu- 
lationen kommandieren Sie eine Staffel, 



SPIELFAKTEN 




■ Termin: März 2000 

■ Besonderheiten: Vier steuerbare 
Hubschrauber ■ Action- oder simula- 
tionslastig ■ Koppelbar mit »M1 Tank 
Platoon« ■ »gläsernes« Cockpit 


■ Hersteller: Microprose/ 

Hasbro Interactive 

■ Genre: Flugsimulation 






für deren Management Sie ebenfalls ver- 
antwortlich sind. 

Flugschein für alle! 

Gemäß der neuen Marketing-Strategie 
von Hasbro soll sich das Programm nicht 
nur an die Hardcore-Fraktion richten, son- 
dern an alle. Daher gibt es neben dem 
Simulations-Modus auch eine Action- 
Variante, in der weit- 
aus mehr Ziele mit nie- 
drigerem Intelligenz- 
quotienten das virtuel- 
le Schlachtfeld bevöl- 
kern. Doch auch ge- 
neigte Apache-Freun- 
de brauchen nichts 
zu befürchten: Auf 
Wunsch funktionieren 
die Waffen-Modi wie- 
der realitätsnah und 
auch der Hubschrau- 
ber lässt sich wie ge- 
wohnt steuern. 



Das Spiel kann übrigens mit dem spä- 
ter erscheinenden, vom gleichen Team 
programmierten »M1 Tank Platoon!« 
gekoppelt werden. Grafische Ähnlichkei- 
ten sind also kein Zufall. Ein netter Einfall 
ist das durchsichtige Cockpit, welches 
Ihnen einen optimalen Ausblick ermög- 
licht, aber trotzdem noch alle Instrumente 
anzeigt, (mash) 




Für die deutschen Fans: Der Eurocopter Tiger ist 
ebenfalls dabei. 



66 PC PLAYER APRIL 2000 



us den spannet 
i der Echtzc 



elnden 



j!yJj3üijiJUij Su 





ris Taylor erfindet 
nicht die besten 
Genres - er verbes- 
sert sie nur. Und 
genau das haben er und sein 
Team von Gas Powered 
Games in Kirkland, Washing- 
ton mit ihrem Debut-Titel 
»Dungeon Siege« vor. 

Bereits bestehenden Genres 
frisches Leben einzuhauchen ist 
nichts Neues für Chris Taylor. 
Seit 15 Jahren ist er die treiben- 
de Kraft hinter einer ganzen 
Reihe von PC-Klassikern. 

Im zarten Alter von 21 Jah- 
ren gründete er Distinctive 
Software (jetzt Electronic Arts 
Kanada) und beteiligte sich an 
zwei der ersten erfolgreichen 



Accolade-Titeln, »Hardball 2« 
und »Test Drive 2«. »4D 
Boxing«, das nächste Spiel der 
Firma, war eines der ersten 
Programme, das Motion-Cap- 
ture-Technologie benutzte 
(Taylor sagt, er sei zu 90 Pro- 
zent sicher, dass es das erste 
war, und erzählt schmunzelnd: 
»Wir arbeiteten damals mit 
Tesafilm und Paketschnur.«). 
Nachdem er an einer Reihe 
anderer Baseball-Titel gearbei- 
tet hatte, wandte er sich einem 
völlig neuen Genre zu: der 
Echtzeit-Strategie (RTS). 

Wie Millionen anderer Spie- 
ler verschlang Taylor »Com- 
mand & Conquer« - nur um 
festzustellen, dass es voller 



Probleme steckte, die ihn end- 
los nervten. »Ich war mir 
sicher, dass Westwood alles 
hinkriegen würde, worüber ich 
mir Gedanken machte - Einhei- 
ten, die beim Rückzug feuern 
oder Terrain, das auf Beschuss 
reagiert - aber sie haben nichts 
davon eingebaut.« 

Also packte Taylor seinen 
Traum eines Echtzeit-Strategie- 
Spiels an und ging damit zu 
Ron Gilbert bei Humongous 
Entertainment (bisher bekannt 
für Kinderspiele wie »Putt-Putt 
goes to the Moon«). Das Tref- 
fen führte zur Gründung von 
Cavedog Entertainment und 
schließlich zur Veröffentli- 
chung von »Total Annihilation« 



(TA). 3D-Terrain brachte eine 
zusätzliche taktische Kompo- 
nente in die Schlachten, weil 
etwa Einheiten von Höhenzü- 
gen aus weiter schießen konn- 
ten; Bäume ließen sich als 
Deckung benutzen, aber gerie- 
ten auch in Brand und zerstör- 
ten so Fahrzeuge; herumflie- 
gende Trümmer von Explosio- 
nen verursachten Schäden an 
Panzern; Einheiten, die einen 
Kampf überlebten, gewannen 
an Erfahrung - diese und ande- 
re Features hievten TA in den 
Olymp der RTS-Spiele. 

Schmierter und Magie 

Taylor verließ die Firma nach 
diesem Erfolg, um Gas Pow- 



70 PC PLAYER APRIL 2000 




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SPECIAL 




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Eine Schlacht entbrennt am Eingang der Zwergen-Goldmine. Achten Sie auf die unglaub- 
lich akkuraten Schattenwürfe und die beeindruckenden Licht- und Partikeleffekte. 



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Ihre Party erreicht die 
Stadt in der Hoffnung 
herauszufinden, warum 
die Krugs die Goldminen 
eingenommen haben. 
Nachdem Sie ein paar 
Informationen aus der 
Bevölkerung erhalten 
haben, wäre es nützlich, 
einen »Helfer« einzustel- 
len, der Ihnen beim Tra- 
gen der Beute hilft. 



ered Games (GPG) zu grün- 
den. Mit ihm gingen Jacob 
McMahon und Bart Kijanka, 
die eine große Rolle beim 
Design von Total Annihilation 
spielten. Erster Punkt auf 
ihrer Tagesordnung: Ein Rol- 
lenspiel, das genauso span- 
nend wie TA werden würde, 
sich aber einiger der lästigen 
RPG-Konventionen entledigt. 

»Wir finden alle Action-RPGs 
weitaus aufregender als ein 
traditionelles Rollenspiel, weil 
man dort langsamer und 
methodischer vorgehen 

muss.«, bemerkt Taylor. »Also 
dachten wir uns, dass es eine 
tolle Idee wäre, die Intensität 
und Spannung von Total Anni- 




Eines der beeindruckendsten Features der Siege-Engine ist ihre Fähigkeit, massive, verti- 
kale Kliffe darzustellen - perfekt, um einen Blick auf die Landschaft zu werfen oder mit 
Fernwaffen anzugreifen. Scheint so, als ob unsere Party bald Gesellschaft bekäme ... 



hilation mit einem action-orien- 
tierten RPG zu verquicken 
- Deine Truppe platzt in einen 
Raum hinein, und Wham!, Kör- 
per fliegen herum, Dinge fan- 
gen an zu brennen, Gegner 
schreien. Und hey, wir wissen, 
wie wir das hinkriegen kön- 
nen! Also, lasst uns die Genres 
neu mischen.« 



Diese Mischung aus Echt- 
zeit-Strategie und Rollenspiel 
wird natürlich Dungeon Siege 
werden. Als Gas Powered 
Games anfing, an dem Projekt 
zu arbeiten, wurden drei 
Hauptziele festgelegt. Der Titel 
muss den Spieler schon beim 
Intro komplett eintauchen las- 
sen und so lange fesseln, bis 



es vorbei ist. Zweiter 
die Party mehrere Charakter^ 
umfassen, die alle unter der 
Kontrolle des Spielers stehen, 
um echte Rollenspiel-Atmo- 
sphäre aufkommen zu lassen 
- hier spielen dann auch die 
Echtzeit-Strategie-Elemente 
eine große Rolle. Und zuletzt 
wollten die Designer ein 



PC PLAYER APRIL 2000 71 



Wir dachten uns, dass es eine tolle Idee 
wäre, die Intensität und Spannung von Total 
Annihilation mit einem action-orientierten 
RPG zu verquicken. Und hey, wir wissen, wie 
wir das hinkriegen können! 
(Chris Taylor, Chefentwickler) 










Eine Schlacht wie diese hier mag bald in ein Durcheinander ausufern, aber wenn's zu 
hektisch wird, können Sie die Spielgeschwindigkeit reduzieren und es ganz anhalten, 
um Befehle zu geben oder die Waffen zu wechseln. 



offenes Charakter-System 
schaffen, welches traditionelle 
Bahnen der Weiterentwicklung 
verlässt. 

Taylor und Konsorten neh- 
men ihre Vorgaben sehr ernst, 
wichtig ist ihnen vor allem der 
Punkt, den Spieler wirklich 
vom allerersten Moment an in 
den Bann zu ziehen. Dies ist 
auch der Grund, warum man 
am Anfang so gut wie nichts 
über die Story erfährt. Fragen 
Sie Taylor nach der Geschich- 



te, und Sie erhalten ein 
Lachen, gefolgt von der Ant- 
wort: »Du bist in der Rolle 
eines Helden, der die Welt ret- 
ten muss. Bei Spielbeginn 
wirst Du auf Deiner Farm ange- 
griffen und hast keine Ahnung, 
warum - alles was Du weißt 
ist, dass ein Haufen Ork-ähn- 
licher Viecher drauf und dran 
ist, Dich zu töten.« Das macht 
Sinn: Warum sollte man den 
Bösewicht schon am Anfang 
zeigen, wie er seine Schergen 



herumkommanc 
Technik, die bei den 
»üblichen« RPGs sehr verbrei- 
tet ist), wenn man den Spieler 
doch im Ungewissen halten 
kann? 

Aber das größte Hindernis, 
das einen davon abhält, 
atemlos und mit offenem 
Mund vor dem Computer zu 
sitzen, sind - so Taylor - 
Lade-Bildschirme. »Wenn ich 
da so rumsitze und einen Bal- 
ken ansehe, der von links 




spiel.«, sagt er. »Ich mochte 
aber in eine Welt eintauchen 
und dort auch bleiben. Also 
war es eins der Design-Ziele, 
einen riesigen Fantasy-Kos- 
mos zu erschaffen, durch den 
man sich hindurchspielen 
kann, ohne jemals darauf zu 
warten, dass ein neuer Level 
geladen wird. Wir sorgen für 
nahtlose Übergänge zwi- 
schen Innenräumen und der 
Außenwelt - die Dächer ver- 
schwinden einfach, wenn Du 
in ein Haus gehst, oder wenn 



Die Mächte der Finsten 



Dungeon Siege wird 
nichts weniger werden 
als ein Rollenspiel mit 
epischen Maßstäben, 
und das umfasst ein 
Bestiarium von Mon- 
stern, die Ihnen auf 
dem Weg durch die 
gigantische Spielwelt 
begegnen werden. 
Selbst im frühen Ent- 
wicklungsstadium sind 
diese Feinde derart 
Furcht einflößend, dass 
wir schon nach unseren 
Waffen greifen. 



Igitttigitt, 
ne! Dies 



Kleiner Kopf, 

aber große Klauen: 

der Littlehead. 



PC PLAYER APRIL 2000 



SPECIAL 





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Das Animationssystem von 
Dungeon Siege benötigt keine 
astronomisch hohen Polygon- 
zahlen, um weiche Bewegun- 
gen der Charaktere zu ermög- 
lichen - eine feine Sache, 
wenn man sich mal die Zahl 
der gleichzeitig dargestellten 
Charaktere ansieht! 




Diese Idee ist eng mit der 
gigantischen Größe der Dun- 
geon-Siege-Spielwelt verban- 
delt. »Wir wollen von dem fla- 
chen Terrain weg, das man in 
3D-Spielen sieht.«, stellt Taylor 
klar. »Viele Spiele benutzen 
heute einen Teppich aus Poly- 
gonen, die gezogen werden, 
um Hügel darzustellen - aber 
Du wirst nie einen steilen 
Abhang finden, weil es viele 
technische Gründe gibt, die so 
etwas ziemlich schwierig 
machen. Unser Design-Ziel ist 



ihängende, 
Welt zu 
erzeugen, in der man sich auch 
vertikal bewegen kann - Du 
gehst in eine Höhle, läufst run- 
ter in die Tiefe, und gerade 
wenn Du glaubst, dass Du 
schon weit vorgedrungen bist, 
wird Dir klar, dass Du gerade 
mal zehn Prozent des Weges 
zurückgelegt hast!« 

Taylor verspricht echtes 
Abenteuer-Feeling: »In der 
Regel pendelt man nur zwi- 
schen der Stadt und dem ört- 
lichen Dungeon hin und her 
- das übrigens zufälligerweise 



Auch in den Konzeptzeichnungen achteten die 
Designer schon auf die Möglichkeit, sehr steile Wände 
in ihr Spiel einzubauen. 



mittein, das dich denken lasst: 
Mein Gott, ich bin wirklich weit 
weg von zuhause!« 

Sie sitzen am Hebel 

Die Steuerung einer Party mit 
fünf, sechs, sieben oder zehn 
Leuten wirft ein paar Proble- 
me auf - und da kommen die 
Echtzeit-Strategie-Elemente 
ins Spiel. Nach der Abwehr 
des ersten Angriffs bekom- 
men Sie die Gelegenheit, 




Rüstungen können Sie 
auch nach dem Kauf 
wieder zurückgeben. 



Sie ihnen aus brenzligen Situ- 
ationen heraushelfen oder 
ihnen (später) einfach Geld 
zahlen. Sobald dies geschieht, 
öffnet sich wegen der Optio- 
nen, welche die RTS-Steue- 
rung aufwirft, eine ganze 
Reihe neuer Möglichkeiten. 

Der erste Vorteil ist die einfa- 
chere Handhabung: All die 
üblichen RTS-Musterbeispiele 
- Rahmen ziehen um Figuren zu 
selektieren, Wegpunkte setzen, 
Point-and-Click-Navigation - 
sind Hunderttausenden von 
Spieler schon längst in Fleisch 
und Blut übergegangen. 

Aber der wohl größte Vorteil 
dieser Steuerung dürfte die 
Möglichkeit sein, Ihre Party 
aufzuteilen. Neben den offen- 
sichtlichen taktischen Vorteilen 
(nämlich die Gruppe im Kampf 
aufzusplitten), können Sie 
etwa einen Teil Ihrer Jungs voll 
mit Beute beladen zur letzten 

idt zurückschicken. 



,>k 






PC PLAYER APRIL 2000 73 



Ein anderes Beispiel: Sie 
sind sich nicht sicher, was hin- 
ter der nächsten Anhöhe liegt? 
Kein Problem - schnappen Sie 
sich die Party-Mitglieder, die 
am entbehrlichsten sind (Tay- 
lor nennt sie übrigens gern 
»Rothemden«, nach den 
Sicherheitsleuten aus den 
»Raumschiff Enterprise«-Clas- 
sics, die dort immer ins Gras 
bissen) und lassen sie die das 
Terrain sondieren. Falls irgend- 
was sein sollte, übernehmen 
Sie sie einfach selbst. 

Keine Grenzen 

Wenn das GPG-Team ein Man- 
tra hätte, würde es lauten: 
Keine Grenzen. »Wir legen 
besonderen Wert darauf, den 
Spielern keine Begrenzungen 
und Regeln aufzuzwingen - wir 
wollen, dass er alles tun kann, 
was er will.«, sagt Taylor. »Das 
ist wichtig, denn wenn man 
allzu viele Grenzen einbaut, 
spielt jeder schlussendlich das 
Spiel völlig gleich.« 

Das ist auch der Grund, 
warum Sie keine typische RPG- 
Charakter-Generierung finden 
werden - keine Fragen, keine 
Auswahl der Skills Ihres Cha- 
rakters, keine Erfahrungspunk- 
te müssen vergeben werden, 
nichts. »Du fängst mit einem 
einzelnen Charakter an, männ- 
lich oder weiblich, und dann 
stellen wir Dich vor ein paar 
Entscheidungen«, erklärt Tay- 
lor. »Du findest eine magische 
Schriftrolle, eine grobe Waffe, 
Pfeil und Bogen - und so 
formst Du Deinen Charakter. 
Und ich glaube absolut daran, 



Wir legen besonderen Wert darauf, dem 
Spieler keine Begrenzungen und Regeln 
aufzuzwingen - wir wollen, dass er alles tun 
kann, was er will. Das ist wichtig, denn 
wenn man viele Grenzen einbaut, spielt 
jeder schlussendlich das Spiel 
völlig gleich. (Chris Taylor, Chefentwickler) 




_^0 - 



Realistische Lichteffekte und eine komplett dreidimensionale Spielumgebung tragen 
ihren Teil zum Spiel bei. Achten Sie auf die Säule in der Raummitte. 



dass wir so ein Abbild des 
Spielers erzeugen. Er soll keine 
bewusste Entscheidung treffen 
- sondern die für ihn interes- 
santesten Gegenstände aussu- 
chen.« Ein solches System 
erreicht zwei Ziele: es erfordert 
nicht das Durchklicken zahllo- 



ser Menüs, Ihr Charakter ent- 
wickelt sich »organisch« und 
entspricht dank der Art der 
Strukturierung der Spielattri- 
bute Ihren Neigungen. 

Alle Charaktere zeichnen 
sich durch fünf Eigenschaften 
aus: Stärke, Intelligenz, 



Geschickli 
Mana. Die er 
eine direkte Verbindung zu 
Ihren Skills: Die Stärke hat 
einen wesentlichen Einfluss 
auf Ihr Abschneiden bei 
Schlachten, Intelligenz ist von 
Interesse für Magier, und die 



Alle Macht dem Volke! 



Außer der Action und dem gut ausbalan- 
cierten Spielgefühl sorgte eine Sache für 
lang anhaltenden Spielspaß bei Total Anni- 
hilation: Spieler konnten ihre eigenen Level 
erstellen. »Bei Total Annihilation öffneten 
wir der Internet-Spielergemeinde die Tür, 
eigene Inhalte zu schaffen, und wir 
machen das Gleiche mit Dungeon Siege - 
aber in weitaus größerem Maße.«, sagt 
Chris Taylor. »Du kannst unseren Siege-Edi- 
tor nicht nur dazu benutzen, eigene Karten 
zu generieren, sondern auch, um Dir eige- 
ne magische Sprüche und Waffentypen 
auszudenken. Unser System sorgt dafür, 
dass der Transfer dieser Daten zu anderen 
Spielern einfach und schnell ist.« 
Gas Powered Games ging anders an ihren 
Benutzer-Editor heran, der an Legosteine 



erinnert. Die Siege-Engine besteht aus 
einer Anzahl von Komponenten, die sich 
Stück für Stück zusammenstecken lassen, 
um eine ganze Welt von Anfang an aufzu- 
bauen. »Du kannst die Teile sehr schnell 
erstellen - Ich will ein Kliff, ich will ein Tal, 
ich will einen großen Platz für eine Stadt, 
ich will ein Schloss, in dem es einen Dun- 
geon gibt - und in erstaunlich kurzer Zeit 
kannst Du eine sehr große Karte 
zusammenbauen«, sagt Taylor. 
Als das GPG-Team uns Dungeon Siege vor- 
führte, zeigte es eine große Karte, die einer 
der Künstler in der vorhergehenden Nacht 
innerhalb von zwei Stunden gemacht hatte. 
Und weil der Siege-Editor in der Lage ist, 
Objekte auf einer vertikalen Ebene realis- 
tisch handzuhaben, ist Taylor davon über- 



zeugt, dass man damit »das Empire State 
Building bauen kann - mit richtig funktio- 
nierenden Fahrstühlen!« 
Vielleicht noch aufregender als das wunder- 
voll einfache Level-Design-Tool sind die 
Spruch- und Waffen-Möglichkeiten, die im 
Siege-Editor eingebaut sind. Indem man in 
die textbasierten Dateien springt, die Aus- 
sehen und Effekte der Sprüche und Waffen 
definieren, können die Spieler nach Lust 
und Laune einen neuen grafischen Effekt 
für einen existierenden Spruch erzeugen - 
so kann man beispielsweise einen transpa- 
renten, kreisenden Ball um den bereits 
bestehenden Feuer ball hinzufügen und ihn 
Feuerblitze auf ein ausgesuchtes Ziel 
schleudern lassen - oder einen komplett 
neuen Spruch erzeugen. 



74 PC PLAYER APRIL 2000 



Eine Krug-Patrouille greift 
die Party an. Daneben geht 
es übrigens ziemlich tief 
runter ... 




um ein neues Schwert oder sen zu müssen, weil Sie nicht 

Rüstung zu kaufen. Also zahlen mehr genug Platz im Inventar 

Ein Kämpfer, der ab und zu Sie mit schwerverdientem hatten, werden Sie Dungeon 

Magie benutzt, wird ein Geld, der Gegenstand taucht in Siege lieben: hier gibt es näm- 

Kampf-Magier und umgekehrt. Ihrem Inventar auf- und Ihnen lieh Packesel. 
Das mag sich unbedeutend wird klar, dass Sie eigentlich 

anhören, aber: Wenn Sie Ihren etwas anderes kaufen wollten. Wir treffen 

Magier nie kämpfen und so Tja, das ist ziemliches Pech, Ulis im Dwifjeon 

seine Stärkepunkte steigern denn die Rüstung, die Sie Eine derart präzise Kontrolle 

lassen, können Sie in Schwie- genau zehn Sekunden lang über Computer-Charaktere ist 

rigkeiten geraten, wenn plötz- besitzen, ist jetzt nur noch die eine feine Sache, doch jeder 



rigkeiten geraten, wenn plötz- besitzen, ist jetzt nur noch c 
lieh eine Horde Skelett-Krieger Hälfte wert! Dieses Design f 



RPG-Fan wird Ihnen sagen, 
dass keine noch so tolle Neue- 
rung ein Spiel mit oder gegen 



Kein Geschäft ist endgültig, bis andere Leute im Internet 
Sie den Laden verlassen schlägt. Dungeon Siege 



auftaucht und Sie nur Heilsprü- den Sie in fast jedem RPG, dass keine noch so tolle Neue- 
che auf Lager haben! aber nicht in Dungeon Siege: rung ein Spiel mit oder gegen 

Noch interessanter ist Kein Geschäft ist endgültig, bis andere Leute im Internet 
jedoch der richtige Mana- Sie den Laden verlassen schlägt. Dungeon Siege 
Haushalt. Jeder Charakter hat haben, und selbst dann gibt es erlaubt Spiel-Modi, in denen 
eine »Mana-Aufnahme-Rate«, eine Garantiezeit, in der Sie Sie mit- oder gegeneinander 
die bestimmt, wie schnell sie den vollen Kaufpreis zurücker- antreten. Sie können das Sin- 
Mana aus ihrer Umgebung stattet bekommen. Und wenn gle-Player-Spiel mit mehreren 
aufsaugen können. Und darauf Sie es schon immer gehasst Teilnehmern absolvieren oder 
sollten Sie immer achten, haben, irgendwas liegen las- auf kleineren Karten bestimm- 
wenn ein neues Mitglied Ihrer 
Party beitritt. So könnte sich 
beispielsweise jemand, den 
Sie nur mitnehmen, um all Ihr 
Zeug herumzuschleppen, bei 
einer entsprechend hohen 
Rate zu einem Magier mau- 
sern, der unglaublich stark ist. 
Was eigentlich noch cooler ist: 
Sie können das Mana benut- 
zen, um einem Haufen alter 
Knochen neues Leben einzu- 
hauchen, der sich daraufhin als 
echter Goliath entpuppt - oder 
als sehr, sehr böser (und übel 
gelaunter) Behemoth. 

Das sind aber nicht die einzi- 
gen Dinge, in denen GPG mit 
alten Rollenspiel-Traditionen 
bricht. Ein weiteres Beispiel: ,m K * m P f m «* den Krugs, einer ziemlich aggressiven 

o- , , . Spezies von Kriegern. 

Sie kommen in einen Laden K * 




Im Kampf mit den Krugs, einer ziemlich aggressiven 
Spezies von Kriegern. 



te Ziele erfüllen - wer diese 
zuerst schafft, gewinnt. Da ist 
zum Beispiel ein Schloss in der 
Mitte der Karte, und zwei Par- 
tys kämpfen darum, einen spe- 
ziellen Punkt im Schloss zuerst 
zu erreichen oder ein bestimm- 
tes Objekt zu kontrollieren. 
Andere Siegbedingungen 

könnten etwa die meisten Kills 
oder die höchste Zahl einge- 
sammelter Artefakte sein. 

Genau wie bei Total Annihi- 
lation wird es wahrscheinlich 
eine große Schar von Fans 
geben, die eigene Szenarien 
entwerfen (s.a. Kasten »Alle 
Macht dem Volke!«). Aber 
auch hier hat GPG den Prozess 
vereinfacht, herauszufinden, 
auf was man sich bei einem 
selbstgebastelten Level ein- 
lässt. »Wenn jemand einem 
Spiel beitreten möchte, wird er 
darüber informiert, dass das 
Spiel modifiziert wurde«, sagt 
Taylor. »Dann kannst Du das 
Spiel beenden und die textba- 
sierte GAS-Datei lesen, in der 
genau drinsteht, was alles ver- 
ändert wurde. Und ich würde 
mich nicht darüber wundern, 
wenn einige Spieler Front-End- 
Menüs basteln würden, in 
denen grafisch gezeigt wird, 
was sie gemacht haben.« 

Das Sahnehäubchen wird 
die State-of-the-art-Grafik der 
komplett dreidimensionalen 
Spielwelt sein: Echte Schatten, 
farbige Licht- und brilliante 
Partikeleffekte, sowie ein 
unglaublich hoher Detailgrad - 
individuelle 3D-Modelle der 
Waffen, die auf dem Boden lie- 
gen, Pfeile, die in ihren Zielen 
stecken bleiben, Regentropfen, 
die vom Boden abprallen, 
Wind, der Regen und Schnee 
in die richtige Richtung weht, 
und vieles mehr. Einen Pen- 
+:,, m-ll mit 300 Megahertz wer- 
n Sie aber wohl wenigstens 
suchen. Doch obwohl die 
'G-Gründer Taylor, McMa- 
n und Bijanka berechtigter- 
ise auf ihre Spiel-Technolo- 
! stolz sind, kommt es doch 
uptsächlich auf eine Sache 
: Spielspaß. »Ich mag nichts 
nzufügen es sei denn, es 
höht den Spielspaß«, sagt 
ylor. »Wir machen Spiele, 
„_ine Filme, Romane oder 
Shakespeare-Stücke. Gib mir 
Spielspaß, oder gib mir den 
Tod!« (Stephen Poole/mash) 



PC PLAYER APRIL 2000 75 



PREVIEW 



Dark Reign 2 




Mit »Dark Reign 2« soll den SD-Echtzeit-Strate- 
giespielen der endgültige Durchbruch gelin- 
gen. Wir konnten vor Ort Probe spielen. 



Die 3D-Welle bei Echtzeit-Strate- 
giespielen ist wohl nicht mehr 
zu stoppen. Obwohl sich bis- 
lang noch praktisch jeder Titel 
eine blutige Nase geholt hat, setzen die 
Entwickler weiterhin auf frei dreh- und 
zoombare Schlachtfelder. 

Und jeder verkündet, den Durchbruch 
endlich schaffen zu wollen. Auch beim 
kalifornischen Entwickler Pandemic Stu- 
dios verfolgt man mit »Dark Reign 2« das 
gleiche Ziel. 

Immerhin haben die Jungs mit den bei- 
den »Battlezone«-Teilen bereits hinrei- 
chend 3D-Erfahrungen sammeln können 
und die Fachwelt nebenbei mit ihren tech- 
nischen Fähigkeiten verblüfft. Darüber 



hinaus wurde das erste, optisch konven- 
tionelle Dark Reign dank seiner Spieltiefe 
und ausgezeichneten künstlichen Intelli- 
genz von den Kritikern mit Lorbeer über- 
häuft. Kein Wunder, dass Dark Reign 2 von 
vielen mit Spannung erwartet wird. 

Einen ersten tieferen Eindruck konnten 
wir bei einem Besuch in Santa Monica 
gewinnen. Das Domizil der Pandemic Stu- 
dios wirkt von außen eher wie eine getarnte 



Drogenküche, in die man nur durch eine 
unscheinbare Seitentür Einlass findet. Drin- 
nen wird jedoch unermüdlich an ganz ande- 
ren Suchtmitteln gearbeitet. 

Der Kampf um die Käufer 

Bei der Vorführung von Dark Reign 2 begei- 
sterte die absolut spektakuläre Optik, die von 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: Pandemic/Activision 
Genre: Strategie 



■ Termin: 2. Quartal 2000 

■ Besonderheiten: 3D-Umgebung 

■ frei wählbare Perspektive ■ Traditio- 
neller Spielverlauf mit Basenbau 



76 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 



Dark Reign 2 

TT 




der Qualität her eher an ein hochklassiges 
Action- als an ein Strategiespiel erinnert. 
Hübsche Landschaften, sehenswerte Einhei- 



ten, Tag-Nachtwechsel und erstaunliche Spe- 
zialeffekte umschmeicheln das Auge. Dahin- 
ter verbirgt sich jedoch ein im besten Sinne 
traditionelles Echtzeit-Strategiespiel, und das 
betonen die Entwickler auch stolz. Pandemic 
will zwar das Ganze vorantreiben, aber die 
Fehler der Konkurenten nicht wiederholen: 
Wie gewohnt sichert man Rohstofflager (die 
Ressource heißt Taelon), errichtet Fabriken 
und Kraftwerke, kurbelt die Einheitenproduk- 
tion an, forscht und attackiert den Gegner. Mit 
Boden-, Luft- und Wasserfahrzeugen bewegen 
Sie sich durch das Gelände, ohne ständig den 
Blickwinkel verstellen zu müssen. Nur wer 
mag, zoomt näher an das Geschehen heran 
oder verändert die Perspektive. Stolz wurde 
die eingängige Bedienung der zahlreichen 




Funktionen demonstriert - der Spieler soll 
nicht unnötig verwirrt und überlastet werden, 
sondern nur die sinnvollen Befehle angezeigt 
bekommen. Chefentwickler Greg Borrud prä- 
sentierte sein Baby nicht nur höchstpersön- 
lich, sondern stellte sich anschließend auch 
noch unseren Fragen, (tw) 



Interview mit Greg Borrud 



PC Player: Strategiespiele gibt es wie 
Sand am Meer- warum soll ich ausge- 
rechnet Dark Reign 2 kaufen? 
Greg Borrud: Nun, wir wollen den Main- 
stream-Spieler ansprechen, der bislang 
schon zu Titeln wie Starcraft gegriffen 
hat, aber auch diejenigen, die flotte Stra- 
tegie mögen und dabei auf eine gute 
Optik Wert legen. Wir bieten dem Spieler 
die neueste Evolutionsstufe der Strategie- 
spiele und haben uns daher deutlich vom 
ersten Dark Reign entfernt. 

PC Player: Was ist denn so revolutionär 
an Dark Reign 2? 

Borrud: Dark Reign 2 soll nicht ganz so 
»hardcore« sein wie der Vorgänger. Daher 
haben wir eine Menge verändert. 
Zunächst wurde das Interface komplett 
überarbeitet. Wir wollten dem Spieler das 
Gefühl vermitteln, jede Einheit zu jeder 
Zeit unter Kontrolle zu haben, ohne dass 
er Sie ständig auf dem Bildschirm verfol- 
gen muss. Zudem sieht man auf einem 
Blick, welche Befehle eine angewählte 
Einheit derzeit überhaupt sinnvoll ausfüh- 
ren kann. Insofern soll sich Dark Reign 2 
auch von »Earth 2150« unterscheiden, bei 
dem die Bedienung viel zu kompliziert ist. 
Die Stärkeverhältnisse des unterschied- 
lichen Kriegsmaterials wurden gründlich 
austariert. Schließlich soll jeder Einheiten- 
Typ durch eine passende Abwehr in die 
Knie gehen - also das »Stein-Schere- 
Papier«-Prinzip. Dark Reign besitzt eine 
ausgeprägte Hintergrundgeschichte, um 
den Spieler ins Spiel hineinzuziehen. 
Folglich gibt es jede Menge geskriptete 
Ereignisse, also Dinge, die an einer 
bestimmten Stelle im Missionsverlauf 
passieren. Durch den einfach zu bedie- 
nenden Editor soll Dark Reign außerdem 
ein Eigenleben in der Spieleszene entwi- 
ckeln. Ach, und eine aufwändige SD-Gra- 
fik gibt es übrigens auch noch. 




Wir bieten die 
neuste Evolu- 
tionsstufe der 
Strategiespiele 

PC Player: Aber wenn ich mir Dark 
Reign 2 so anschaue, wirkt es, bis auf die 
dreidimensionale Grafik, sehr konservativ 
- quasi wie klassische Echtzeit-Strategie 
in 3D, und nur mäßig innovativ ... 
Borrud: Nun, wir packen in Dark Reign 2 
alles hinein was Sinn macht, und zwar 
nur wenn es Sinn macht und die Spieler 
dies erwarten. Und der typische Echtzeit- 




Spieler erwartet eben Rohstoff-Manage- 
ment, Gebäudebau, Einheitenproduktion 
und all diese Elemente. Genau das findet 
man auch bei Dark Reign 2. Hardcore- 
Spieler werden allerdings nach wie vor 
viele tiefer gehende Möglichkeiten 
haben, aber keiner wird gezwungen, die 
auch zu nutzen. 

PC Player: Gerade Eure aufwändige SD- 
Grafik könnte jedoch viele Spieler 
abschrecken - die meisten derartigen Pro- 
gramme haben bislang Schiffbruch erlit- 
ten. Habt Ihr davor keine Angst? 
Borrud: Die Leute werden ein Spiel kau- 
fen, wenn es gut ist. Wenn sie merken, 
dass es trotz 3D-Perspektive prima spiel- 
bar ist, werden sie zugreifen. Da mache 
ich mir keine Sorgen. 

PC Player: Ist denn Eure 3D-Engine 
nicht zu hardwarehungrig? 
Borrud: Genau solche Befürchtungen 
hatten wir auch, deshalb passt sich die 
Darstellung an die Leistungsfähigkeit des 
Rechners an. Zudem können Sie selbst 
den Detailgrad runterschalten. 

PC Player: Eure Projekte, egal ob Dark 
Reign oder die beiden Battlezone-Teile, 
sind bislang in der Zukunft angesiedelt. 
Könnt Ihr Euch vorstellen, mal etwas 
anderes als einen SF-Hintergrund zu 
wählen? 

Borrud: Ein Science-Fiction-Szenario hat 
schon durchaus seine Vorteile, denn man 
hat einfach mehr Freiheiten, sich etwas 
auszudenken, und muss sich nicht streng 
an historische Vorgaben halten. Natürlich 
sind auch andere Szenarien denkbar - 
historische oder im Fantasy-Bereich -, 
aber ich darf derzeit noch nicht darüber 
reden. Schließlich kann ein Strategiespiel 
ja in jeder Epoche angesiedelt sein, in 
der es Kriege gab. 



78 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 



Wer hätte das 
gedacht? Der Nac 
ger von Shinys schrä 
gern Action- 
»MDK« komm 
rechnet von Biow 
den Schöpfern des 
Ausnahme-Rollen- 
spiels > > " 







PREVIEW 




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Abwärts mit Gebrüll: Kurt Hectic stürzt sich mit seinem Coil Suit in die 
Tiefe, (alle Bilder 1024x768, TNT2) 




B 



aldur's Gate war nicht das erste 
Spiel der kanadischen Bioware- 
Entwickler. Schon 1997 produ- 
zierten sie für Interplay die 
Mech-Ballerei »Shattered Steel«, die sich 
unverdienterweise nicht zum riesigen 
Kassenschlager entwickelte. 

Etwa zur gleichen Zeit veröffentlichte die 
Interplay-Tochter Shiny Entertainment das 
Action-Spektakel MDK. Darin machte ein 
gewisser Kurt Hectic im Auftrag des wirren 
Dr. Fluke Jagd auf außerirdische Invaso- 
ren, die dem guten Kurt schon mal den 
nackten Hintern entgegenstreckten. Kurt 
wehrte sich mit einer damals innovativen 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: Bioware/Interplay 
Genre: Action-Adventure 
Termin: Mai 2000 



■ Besonderheiten: Fulminante, 
sehr schnelle Grafik ■ Drei Helden, die 
sich sehr unterschiedlich spielen ■ 
Witzige Ideen wie ein echter Sternen- 
himmel ■ Neun umfangreiche Level 



Waffe: dem Scharfschützengewehr, 
das inzwischen in jedem anständi- 
gen 3D-Shooter zu finden ist. Und 
das erfolgreich genug, um die 
Geschichte in einem zweiten Teil 
fortzusetzen. Nur: Die Designer 
haben inzwischen Shiny verlassen 
und ihre eigene Firma, die Planet 
Moon Studios gegründet. Dort 
arbeiten sie heute am Action-Stra- 
tegie-Mix »Giants«. So kam man 
auf Bioware, die sich mit Freuden 
der »MDK 2«-Herausforderung 
annahmen. 

Die Welt ist nicht genug 

Die Geschichte von MDK 2 liegt 
noch weitgehend im Dunkeln. Fest 
steht, dass sich die Außerirdischen für die 
im ersten Teil erlittene Niederlage rächen 
wollen - und dass in neun sehr großen 
Leveln nicht nur Kurt Hectic, sondern auch 
sein Boss Dr. Fluke Hawkins und dessen 
robotischer Hund Max auf Alien-Hatz 
gehen. 




»Sorgte in der Redaktion für staunend 
geweitete Münder und Augen« 



Kurt benutzt dazu wieder seinen 
berühmten »Coil Suit«, einen Anzug mit 
eingebautem Fallschirm, eine Knarre mit 
unendlicher Munition sowie eine prakti- 
sche Zielvorrichtung für sein Scharfschüt- 
zengewehr. Unterwegs rüstet er sein Waf- 
fenarsenal mit weiteren Schießeisen und 
Sprengkörpern auf. Bonus-Gegenstände - 
wie Tarnvorrichtungen oder die Schwar- 
zes-Loch-Granate, die alles in ihrer Umge- 
bung in einen Riss im Raum-Zeit-Konti- -> 



PC PLAYER APRIL 2000 81 



PREVIEW 




Bahn frei: Mit vier Knarren ballert sich Roboterhund Max selbst durch die 
dicksten Wände. Mit Jetpacks schwingt er sich sogar in die Lüfte. 



-> nuum zieht - helfen ebenfalls gegen die 
feindliche Übermacht. 

Roboterhund Max besitzt zwei Beine 
und vier Hände - reichlich Platz für bis zu 
vier Ballermänner, mit denen er unter den 
Aliens aufräumt und sogar Türen wie 
Mauern niederreißt. Als mechanischer 
Waldi besitzt er auch doppelt so viel 
Lebensenergie wie Kurt, die er mit Batte- 



rien wieder auffrischen kann. Mit Hilfe 
eines Jetpacks schwingt er sich sogar in 
die Lüfte, um von dort seine Widersacher 
unter Beschuss zu nehmen. 

Dr. Fluke Hawkins ist der ungewöhnlich- 
ste Charakter. Nicht nur, weil er sehr emp- 
findlich auf feindliche Treffer reagiert, son- 
dern weil er selbst keine richtige Waffe 
besitzt. Stattdessen setzt er seinen Grips 




dazu ein, die seltsamsten Gegenstände 
aberwitzig miteinander zu kombinieren. So 
ergibt ein altes Handtuch und eine Pulle 
Fusel einen Molotowcocktail, mit einem 
Toaster und einem Laib Brot verteilt der Doc 
heiße Toast-Scheiben in die Menge. 

Das Omen 

MDK 2 ist um einiges bunter und fixer als 
der Vorgänger. Daran ist Biowares brand- 
neue Omen-Engine »schuld«, die unter 
anderem mit bunter, dynamischer 
Beleuchtung und in Echtzeit veränderbarer 
Level-Geometrie protzt. Mit der Eigenent- 
wicklung sehen selbst bekannte Goodies 
wie der Kurt-Täuschkörper, der die Schüs- 

»Bunter und fixer 
als sein Vorgänger« 



Interview mit Greg Zeschuk 



PC Player: Greg, Du hast als alter Biowa- 
re-Hase schon am Action-Titel »Shattered 
Steel« gearbeitet - was hast Du und Dein 
Team dabei gelernt? 

Greg: Wie viel harte Arbeit ein Spiel wirk- 
lich verschlingt. Bis zum Ende der Ent- 
wicklung hätten wir uns nicht träumen 
lassen, dass wir Woche um Woche nach 
Bugs suchen und am Feintuning schrau- 
ben müssten. Darauf sind wir jetzt vorbe- 
reitet. Gegen Ende des Projekts gab es so 
viel zu tun, dass ein Team-Mitglied zu 
schreien begann und einfach nicht aufhö- 
ren wollte - da war uns klar, dass wir es 
vielleicht etwas übertrieben hatten ... 

PC Player: Magst Du keine Rollenspiele? 
Greg: Ich liebe sie - das ist in Wahrheit 
mein Lieblingsgenre. Ich mag sowohl 
Konsolen- als auch PC-Rollenspiele und 
nehme sie mir in meiner Freizeit zur 
Brust, einige wenige Stunden nach lan- 
gen MDK 2-Arbeitstagen. Mein absolutes 
Traumspiel war Baldur's Gate. Noch wäh- 
rend der Arbeit an Shattered Steel kam 



meinem Freund Ray 
Muzyka und mir die 
Idee dazu, Ray über- 
nahm dann das Pro- 
jekt. Und wir staunen 
noch heute, wie sehr 
Baldur's Gate nach drei 
Jahren Entwicklung 
unserer Ursprungsidee 
ähnelte. 

PC Player: Warum 

jetzt MDK 2? Warum 

Bioware? 

Greg: MDK war einer 

unserer absoluten 

Lieblinge - ich hatte es 

längst durchgespielt, 

als uns der zweite Teil 

angeboten wurde. Wir 

wollten das dann unbedingt, denn wir 

mögen die Herausforderung, ein Spiel zu 

machen, das keiner von uns erwartet. Bai 

dur's Gate und MDK 2 sind zwei völlig 

verschiedene Titel, aber am Ende des 




Greg Zeschuk, 
Produzent von MDK 2. 



Tages sollen beide das 
Gleiche zeigen: wie 
sehr uns Qualität und 
Gameplay am Herzen 
liegen. 

PC Player: Was gefiel 
Dir an MDK am 
besten? Was am 
wenigsten? 
Greg: Ich mochte die 
Charaktere, die Umge- 
bungen, die Musik und 
den Humor. Es gibt 
nichts Schöneres als 
Gegner, die sich über 
den Spieler lustig 
machen. Wir versu- 
chen, ähnliche Albern- 
heiten auch in den 
zweiten Teil zu packen. Nur die Story kam 
bei MDK etwas zu kurz. Mit einer span- 
nenden Geschichte wäre es ein riesiger 
Hit geworden und das wollen wir bei 
MDK 2 besser machen. 



82 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




se der Fieslinge auf sich vereint, noch ein- 
mal so gut aus. Und drehen Sie die Boxen 
auf, verursachen heftig krachende Sound- 
effekte und die treibenden Beats der 
Hintergrundmusik kräftige Adrenalin-Aus- 
schüttungen. Unsere Preview-Version 
sorgte in der Redaktion mehr als einmal 
für staunend geweitete Münder und 
Augen - wir sind schon jetzt auf die ersten 
Rollenspiele in Edel-Optik gespannt. »So 
müsste ein heutiges LucasArts-Adventure 
aussehen.«, war der Kommentar eines 
Zuschauers. 

Wenn in der Endversion das Level- 
Design und die schon jetzt gerühmte 
künstliche Intelligenz der Gegner stimmt, 
steht allen Action-Freunden im Mai ein 
echter Knaller ins Haus, der sich einen grö- 
ßeren Erfolg als sein Vorgänger redlich 
verdient hat. (ra) 




PC Player: Wer kam auf die Idee, alle 
drei Figuren ins Spiel zu bringen? 
Greg: Das komplette Entwicklungsteam. 
Die meisten Design-Vorschläge stammen 
aus Diskussionsrunden - es ist sehr 
schwer, eine einzelne Idee einer bestimm- 
ten Person zuzuordnen oder zu sagen, 
dass einer komplett für das ganze Spiel 
verantwortlich ist. Ich erinnere mich noch, 
wie Jim Boone, unser damaliger Inter- 
play-Kontaktmann, auf unserer hässlichen 
gelben Couch saß und wir gemeinsam 
überlegten, was an MDK 2 einzigartig sein 
sollte. Irgendjemand meinte dann: »Wie 
wäre es, wenn man Kurt, Max und den 
Doktor spielen würde?« Der Rest ist 
Geschichte. 

PC Player: Und welcher Held ist Dein 
persönlicher Favorit? 
Greg: Ich mag den Doktor, und das 
nicht nur, weil ich selbst einer bin. 
Hauptsächlich, weil er eine sehr merk- 
würdige Figur ist und die neuesten wie 
ungewöhnlichsten Design-Ideen seit 
langem repräsentiert. Ein weiterer 
Punkt: Er ist komplett verrückt - das 
Gefühl kommt mir bekannt vor. 



PC Player: Grünes Blut, tote Aliens, die 
einfach weggebeamt werden, macht Ihr 
das extra für uns Deutsche? 
Greg: Nein, das ist in allen Versionen so. 
Sie sind Außerirdische, oder? Die sollten 
doch grünes Blut haben! Was das Bea- 
men angeht - wir dachten, das wäre eine 
nette Art, die Gegner verschwinden zu 
lassen. 



»Es gibt nichts Schöneres 
als Gegner, die sich über 
den Spieler lustig machen. 



PC Player: Die Kritiker liebten MDK, die 
Käufer reagierten eher verhalten - zumin- 
dest in Deutschland. Habt Ihr keine Angst 
vor dem »Fluch von Shiny«: dass Shiny- 
Spiele immer ziemlich cool, aber keine 
riesigen Verkaufsschlager sind? 
Greg: Darüber machen wir uns keine gro- 
ßen Sorgen. Unsere Philosophie ist ein- 
fach: Wenn wir nur qualitativ hochwertige 
Spiele produzieren, 
die wirklich Spaß 
machen, und sie durch 
Interviews wie dieses 
unterstützen, haben 
die Spiele keine 
schlechten Chancen. 



« 



PC Player: Haben schon ein paar 
Gewalt-Gegner mit Transparenten vor 
Euren Büros demonstriert? 
Greg: Nein, wir wollen in unseren Titeln 
ja auch nicht bis zum Äußersten und dar- 
über hinaus gehen. Uns liegt mehr daran, 
eine einzigartige und neue Erfahrung zu 
erschaffen - nicht bloß eine brutale. In 
manchen Spielen ist Gewalt angebracht, 
doch sollten diese nur diejenigen Spieler 
in die Finger bekommen, die auch damit 
umgehen können. 



Wir können natür- 
lich keinen Men- 
schen zwingen, 
sie zu kaufen, 
aber wir machen 
alles, damit die 
Kritiker auch den 
zweiten Teil lieben 
- und damit auch 
der kommerzielle 
Erfolg nicht aus- 
bleibt. 




PC PLAYER APRIL 2000 83 



PREVIEW 



Vampire: 

The Masquerade 



Rollenspiele erleben 
gerade einen neuen 
Boom, Vampire sind 
mega-in, was läge 
näher, als beides mit- 
einander zu verbinden? 

Ganz sicher ist »Vampire: The 
Masquerade« schon thema- 
tisch ein sehr ungewöhnliches 
Spiel. Als Vampir wider Willen 
agieren Sie sowohl im frühen Mittelalter 
als auch in der Gegenwart. 

Sie bereisen Prag, Wien, London und 
New York (siehe auch PC Player 2/2000). 
Wir konnten den Obervampir des Entwik- 
klers Nihilistic, Ray Gresko, in einem abge- 
dunkelten Raum zu einem Gespräch stellen: 
PC Player: Warum habt Ihr eigentlich vor 
zwei Jahren Nihilistic 
gegründet - Ihr wart doch 
allesamt bei renommier- 
ten Spielefirmen? 

Ray Gresko: Du hast 
recht, wir waren in Lohn 
und Brot. Ich selbst war 
bei LucasArts Chefpro- 
grammierer für Projekte 
wie »Dark Forces« und 
»Jedi Knight«. Mehrere 
Kollegen waren ebenfalls 
bei LucasArts, andere 
waren mitverantwortlich 
für »Starcraft« oder 
haben bei id Software Level entworfen. 
Wir hatten einfach die Arbeit in übergro- 
ßen Teams satt und wollten sehen, was 
sich mit einem kleinen Trupp hochtalen- 
tierter Leute auf die Beine stellen lässt. 

PC Player: Warum habt Ihr für Euer 
erstes Projekt Vampire als Thema gewählt? 

Ray Gresko: Wir wollten von Anfang 
an ein düsteres Rollenspiel mit einem 
Erzähler-Modus entwickeln, also mit der 
Möglichkeit, dass ein Spieler selbst eine 
Geschichte für andere Spieler entwerfen 
und leiten kann. Wir suchten nach einem 
Publisher und trafen auf Activision, die 
gerade die Vampire-Lizenz erwerben woll- 
ten. Das passte wie die Faust aufs Auge. 



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A/k 






Ray Gresko, 


Chef 


von Nihilistic 


Software. 





SPIELFAKTEN 



Hersteller: Nihilistic/Activision 
Genre: Rollenspiel 
Termin: 2. Quartal 2000 



■ Besonderheiten: Aufwändige 
3D-Grafik ■ Echtzeitkämpfe ■ Zwei 
Zeitepochen ■ Vier Städte als Schau- 
plätze ■ Erzähler-Modus ■ Umfangrei 
eher Mehrspieler-Modus 




Durch die 3D-Grafik 
soll der Spieler ins 
Geschehen hinein- 
gesogen werden. 




PC Player: Und warum wolltet Ihr 
unbedingt ein Rollenspiel entwickeln, die 
galten doch vor zwei Jahren als tot? 

Ray Gresko: Also, von einem Rollen- 
spiel haben etliche Kollegen und ich schon 
bei LucasArts geträumt. Doch LucasArts 
wollte nicht. Dabei hatte »Diablo« demon- 
striert, wie man durch hervorragende 
Zugänglichkeit auch in diesem Genre gro- 
ßen Erfolg haben kann. Wir wollten nun 
einen anderen Ansatz wählen und die bei 
LucasArts bewährten Zutaten des Ge- 
schichtenerzählens, sowie ein gewisse 
Tiefe in ein Rollenspiel einbauen. 

PC Player: Aber warum in 3D? 

Ray Gresko: Der Spieler soll sich mit- 
ten im Geschehen wiederfinden, und das 
funktioniert nun einmal am besten in 3D. 
Wir erzählen ständig eine dramatische 
Geschichte, und um die glaubhaft und 
intensiv zu transportieren, muss man oft 
nahe an die Handlung herangehen. 




Die Kleidung der Vampire passt 
sich der Mode an. 



PC Player: Die Kämpfe verlaufen 
zudem sehr rasant in Echtzeit, durch 
Anklicken der Gegner - auch das ist nicht 
der traditionelle Weg ... 

Ray Gresko: Das stimmt, aber Vampire 
sind nun einmal sehr schnelle, dynami- 
sche Kreaturen, da wäre ein rundenbasier- 
tes Kampfsystem völlig falsch gewesen. 
Zugegeben, wir haben uns in dieser Hin- 
sicht von den flotten Kämpfen bei Diablo 
inspirieren lassen, (tw) 



84 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




86 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




Hr SCHNELL, SCHNELL 
ISABELL, 



^ 







1 




4 


Itw L* 



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SO SCHATZ, 
JETZT FREU ICH ' 
MICH ABER AUF 
EINEN RUHIGEN, 
HARMONISCHEN 
ABEND. 



geheimer Bunker, mitten im besetzten Spanien. Ein hochdekorierter PC-Player- 
Offizier knöpft sich gerade ein Mitglied des Commando-Teams vor. Der wird von einem 
harten Lichtstrahl ange-leuchtet und kauert gefesselt auf einem klapprigen Holzstuhl. 
Seine Kameraden wurden ringsum an die Wand gekettet, in den Händen halten die 
bedauernswerten Gesellen die neueste Ausgabe der PC Player. 



»Also, Gentlemen, was wollen Sie mir jetzt erzählen? Sir '- *» *** a , .f n.n Mann 

der auf dem Stuhl sitzt) sind also der BurschE namens, ,.v — ■ 

doch bereits vor Jahresfrist begegnet, wir erwarten, dass Sie eme-t Pinp 
Schlüsselrolle in den zum Jahresr- 1 - ™'«^- pAmmQnHn - 
übernehmen werden. Na, dann mocnte icn micn mai vuu. vuiöic.c... mc... .,«.,.„ , 
Duy von der PC Player und ich sag das nur einmal: Die PC Player hasst hohles 
Geschwätz Und vertrauen Sie mir, wir haben unsere ganz speziellen Methoden, 
Sie zum Sprechen zu bringen. Schwester Stefanie, ich glaube es ist mal wieder 
an der Zeit für eine ordentliche Dosis Ihrer Spezialmedizin ...« 



~/j 




idos Hauptquartier: Offizielle Vernehmung von Corporal Max »Chicken* 
Bücket, dem einzigen überlebenden Commando-2-Mitglied. Verant- 
wortlicher Offizier des Verhörs: Colonel I. Dosse. 



STRENG 
GEHEIM 



Dosse: Corporal, zunächst einmal müssen wir 
wissen, wie viele Informationen Sie dem 
Abschaum von der PC Player weitergegeben 
haben. Das Commando-2-Projekt ist jetzt seit 
sieben Monaten in Arbeit und ich würde mir 
eher meinen imposanten Schnurrbart 
abrasieren und dem Regimentstrottel Bertie 
ankleben, als das ganze Unternehmen 
abzublasen. Mir wurde aufgetragen, die ganze 
Chose im Herbst anlaufen zu lassen. Ich weiß, 
es ist eine verdammt unangenehme Sache für 
einen echten Mann, über so etwas zu 
sprechen, aber ... hat jemand geplaudert? 

Bücket: Pyro, Sir, er ... er konnte einfach nicht 
anders. Er hat ihnen fast alles erzählt. 



Dosse: Verdammt nochmal, und was ist mit 
unserem Commando-Spezialtraining, bei dem 
Sie gelernt haben, unter Druck keine 
Geheimnisse auszuplaudern und selbst 
unerträgliche Folterqualen auszuhalten ... 

Bücket: Sir, es war nicht sein Fehler. Die ... die 
PC-Player-Bande hat ihn mit knallharten, lupen- 
reinen Fragen in die Enge getrieben. Es war 
ihm nicht möglich, diesem enormen Druck 
lange standzuhalten. Es war fast so, als ob er 
das gesamte Commando-2-Projekt an sie preis- 
gegeben hat. Zu guter Letzt hat er sich dabei 
fast zu Tode geplaudert. 

Dosse: Knallharte Fragen - der arme Junge. 
Kein Wunder, dass er die Sache vermasselt hat. 



Bücket: Sir, er hat sogar das Versteck unserer 
Aufklärungsfotos verraten. Es war für die PC 
Player zwar schwierig, den Platz auszubaldo- 
wern, aber jetzt hat die Bagage die Bilder 
eingesackt und will sie für ihre Anhänger in 
aller Öffentlichkeit zur Schau stellen. 

Dosse: Also ist unser gesamter Bluff geplatzt, 
oder wie? 

Bücket: Sir, was bitte meinen Sie mit »Bluff«? 

Dosse: Das ist streng geheim Corporal. Letz- 
tes Jahr haben wir absichtlich so getan, als ob 
es einen Maulwurf bei uns gäbe, der heimlich 
einen Filmmitschnitt von Commando 2 zur E 3 
geschmuggelt hat. Der Film sah so phan- b+- 



PC PLAYER APRIL 2000 87 



PREVIEW 






TOP SECBET 

• tastisch aus, dass der Feind einfach annehmen 
musste, das komplette Material wäre irgendwie 
getürkt gewesen. Denn das tatsächliche Pro- 
gramm konnte doch unmöglich so imposante 
Animationen und revolutionäre Interaktions- 
möglichkeiten bieten. Jetzt aber weiß die PC 
Player, dass dies alles zutrifft - ich spucke auf 
deren miese Methoden. Es ist sicherlich hart 
mein Sohn, aber Sie müssen sich an alles erin- 
nern, was Pyro dem Gegner verraten haben kön- 
nte. Der erste Schritt, einer Gefahr zu entkom- 
men ist immer noch, sie überhaupt zu erkennen 
- und mir scheint, dass die PC Player hier einige 
Gefahrenherde für uns entzündet hat. 

Bücket: Das fürchte ich auch, Sir. Zunächst mal 
wissen sie über die Zusammensetzung des 
Teams Bescheid. Und damit meine ich nicht nur 
die bekannten Figuren wie etwa den Green Beret 
Jack »Butcher« O'Hara, den Marine James »Fins« 
Blackwood, den Fahrer Samuel Brooklyn, den 
Pionier Thomas »Firemen« Hancock, den Scharf- 
schützen Sir Francis »Duke« Woolridge und den 
Spion Rene »Frenchy« Duchamp. Sie wissen auch 
alles über unsere Neuankömmlinge. Pyro hat lei- 
der ausgeplaudert, dass sich ein Dieb dem Team 
anschließen wird, der die Fähigkeit besitzt durch 
Fenster in fremde Gebäude zu spähen, und nüt- 
zliches Equipment klaut. Die wissen außerdem, 
dass Natasha - die bereits in früheren Einsätzen 
(Anm.: Codename »Im Auftrag der Ehre«) dabei 
war - wieder mitmischt. Die PC Player weiß sogar 
von unseren Plänen, einen abgerichteten Hund 
einzusetzen, der unseren Kommandotrupp 
begleiten soll, um zwischen den Mitgliedern 
Gegenstände auszutauschen oder wie ein Bern- 
hardiner Erste Hilfe zu leisten. 

Dosse: Naja, es hätte auch schlimmer kommen 
können. Etwa wenn Pyro nicht dichtgehalten 
hätte in punkto ... 

Bücket: ... weitaus variablerer Ein- 
satzfähigkeit der einzelnen Mitglieder? 
Ich fürchte, dass sie das leider auch 
schon wissen. Pyro hat deutlich erklärt, 
dass die Mitglieder des Kommando- 
trupps neuerdings gemeinsame 
Fähigkeiten haben, dabei aber trotzdem 
unterschiedliche Spezialfähigkeiten 
besitzen. Sie wissen, dass beispiels- 
weise nur unser Marine tauchen, aber 
jeder bis zu einem gewissen Grad 
schwimmen kann. Die haben auch 
geschnallt, dass nun jeder einen 
Führerschein besitzt, aber bestimmte 
Fahrzeuge nach wie vor nur von einem 
Spezialisten bedient werden können 
oder Panzer sogar zwei Fahrer benöti- 
gen. Pyro hat sogar verraten, dass sich 
die Truppe vor dem Einsatz mit vari- 
ablen Zusatzfähigkeiten ausrüsten 
lässt. Er ist dabei bis ins Fahrzeug- 
Detail gegangen, hat von Jeeps und 
Kettenfahrzeugen gesungen. Auch über 
die verbesserte Grafik-Engine und 
Bedienbarkeit, die unter anderem einen 
weitaus leichteren Umgang mit der 
Truppe erlaubt - wissen die alles. 
Jeeps, welche in die Luft hüpfen, wenn 
sie über einen steinigen Weg fahren, 
verräterische Spuren, die zu sehen 
sind, wenn man den Panzer frei durchs 
Gelände bewegt und das Zittern, das 
durch so ein Stahlmonster läuft, wenn 
man einen Schuss abfeuert - ist denen 
alles bekannt. Die haben sogar von 




GEHEIM 



ERINNERN SIE SICH AN DEN KRIEG? 



unserem Plan Wind bekommen, laut- 
lose Fortbewegungsmittel wie etwa 
Fallschirme einzusetzen. 

Dosse: Überblickt der Feind auch den 
ganzen Umfang der neuen Fähigkeiten 
unseres Spezialtrupps? 

Bücket: Auch hier befürchte ich leider 
das Schlimmste, Sir. Pyro hat denen 
von unseren Trainingscamps erzählt, 
die vor dem Einsatz besucht werden 
müssen, damit unsere Jungs ihre 
Fähigkeiten verbessern und den 
Umgang mit Objekten üben können, die 
sich in Innenräumen befinden. Denn 
wir wissen ja - und der Gegner nun 
auch - dass Gebäude neuerdings 
betretbar sind, und wir an einem 360- 
Grad-Rundumblick basteln. Dies erlaubt 
der Truppe bekanntermaßen, auch 
innerhalb der Gebäude zu agieren und 
sich die detaillierte Inneneinrichtung 
nutzbar zu machen, etwa nach Räum- 
lichkeiten mit hohen Fenstern Ausschau 
zu halten, um dort einen Scharf- 
schützen zu postieren. Pyro demonstri- 
erte ihnen sogar, wie der Blickwinkel 
vom Innenraum zur Außenlandschaft 
umschaltet, wenn sich der Scharf- 
schütze heimlich aus dem Fenster lehnt 
und einen Feind ins Visier nimmt. 



Pyro wollte beim Mis- 
sions-Design sowohl ein 



wiederbeleben als auch 
einige historische Mis- 
sionen nachstellen. Un- 
ter den offensichtlich ge- 
borgten Szenarien be- 
finden sich: The Big 
Escape, bei dem es um 
den Bau eines Fluchttun- 
nels geht. Die Brücke 
am River Kwai ist eine 
ziemlich genaue Nach- 
stellung der Dschungel- 
Landschaft des gleich- 
namigen Films (wenn- 
gleich die Brücke aus 
Eisen und nicht aus 
Bambus war). Bei Der 
Soldat James Ryan 
retten Sie alliierte Trup- 
pen und organisieren 
die Verteidigung eines 
Dorfes vor anrückenden 



Feinden. Von Hannibal 
Brooks entstammen 
>aar Ideen, 
etwa wenn es auf den 
taktischen Einsatz von 
Elefanten ankommt. Die 
Colditz Geschichte ist 
eine historische Fes- 
tung, die bis ins Detail 
nachgebaut wurde. Die 
Fülle an Einrichtungsge- 
genständen innerhalb 
des Gebäudes trieb die 
Entwickler übrigens fast 
in den Wahnsinn. Die 
Kanonen von Nava- 
rone sind hier zwar im 
pazifischen Raum statt 
im Mittelmeer ange- 
siedelt, aber die Aufstel- 
lung der zu sabotieren- 
den gigantischen Kano- 
nen auf überhängenden 
Klippen entspricht dem 
cineastischen Vorbild. 



' 



88 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




FREUND ODER FEIND? 



WAS MEINST DU 

..EIGENTLICH MIT »ICH 

LHATTE EINEN SCHLAG BEL 

MANNERN«? 



Eine neue Mehr- 
spieler-Option 
ermöglicht es, dass 
zwei von Mitspielern 
betreute Teams 
gegeneinander 
antreten, etwa wenn 
die eine Seite einen 
Hügel verteidigen 



muss. Dies ist nur ein 
kleines Beispiel der 
sehr unterschied- 
lichen Mehrspieler- 
Szenarien, bei denen 
auf Wunsch auch 
zwei verbündete 
Teams gegen die 
Streitkräfte des Rech- 




DIE COMMANDO-USTE 




Die detaillierten Anima- 
tionen und die schiere 
Vielzahl möglicher In- 
teraktionen gehen bei 
Commandos 2 eine ide- 
ale Symbiose ein. Ziel 
war es, dem Spieler zu 
erlauben, überall dahin 
gehen zu dürfen, wo er 
auch hinwill. So ist es 
beispielsweise mög- 
lich, Telegrafenmasten 
zu erklimmen und sich 
wie ein Affe an dessen 
Leitungen entlang zu 
hangeln. Wenn Sie 
schnell aus einem Ge- 
bäude flüchten müs- 
"ie durchs 
geschlossene Fenster 
springen und dabei das 
Glas zerschmettern. 
Praktisch jeder Gegen- 
stand besitzt einen 
ungewöhnlich hohen 



und die ande 
diesen angre 


Nfl |i||j|jji||j|i|| 








1 



Grad an Detailge- 
nauigkeit. Das Reper- 
toire reicht von klap- 
pernden Panzerluken 
bis hin zu den Pausen 
zwischen Nachladen, 
Zielen und Feuern. 
Das Resultat ist eine 
ungewöhnlich detail- 
verliebte Präsentation, 
die sogar noch mehr 
Authentizität atmet und 
Atmosphäre versprüht 
als sein populärer 
Vorgänger. 



Dosse: Bitte sagen Sie mir jetzt, dass die 
glauben nur unser Scharfschütze wäre 
dazu fähig, so eine Aktion durchzuführen. 

Bücket: Sorry, Sir, aber die haben auch alles 
über den Austausch von Gegenständen 
herausbekommen. Ihnen wurde gezeigt, wie 
zwei Spezialisten zusammenkommen, um 
Gegenstände und Waffen auszutauschen - 
vorausgesetzt sie haben noch etwas Stauraum 
in ihren Tornistern. Pyro ist sogar noch einen 
Schritt weitergegangen und hat verraten, dass 
unser Team in verschiedenen Missionen unter- 
schiedlich ausgerüstet werden darf. Entweder 
indem die Ausrüstung vor dem Einsatz 
manuell verteilt wird, oder indem die Truppe 
mit vorgegebenem Standard-Equipment 
seinen Einsatz angeht. Auch die andere 
Möglichkeit, nämlich sich während des Ein- 
satzes mit Ausrüstungsgegenständen zu 
armieren blieb denen nicht verborgen. 



STRENi 
GEHEIM 



Dosse: Und 

glauben die immer 

noch, dass unsere Jungs nach dem Training 

kampfbereit sind? 

Bücket: Sir, Pyro hat sie darüber informiert, 
dass die ersten drei Missionen nach dem 
Training über eine Lernkurve verfügen und 
dass wir erst dann von der Truppe Höchst- 
leistungen erwarten - denn die danach fol- 
genden Aufgaben können nur von ganzen 
Männern bewältigt werden. Natürlich führt 
die pure Vielzahl der einsetzbaren Gegen- 
stände und Waffen, an denen wir momen- 
tan arbeiten dazu, dass mehrere unter- 
schiedlich schwierige, taktische und strate 
gische Vorgehensweisen möglich sind. 






Dosse: Na, dann schätze ich Mal, dass der 
Feind ziemlich gut über die Details 
unserer Pläne im Bilde ist. 



PC PLAYER APRIL 2000 89 



PREVIEW 







► Bücket: So ist es Sir. Die rechnen mit 
Commando-Einsätzen und das nicht nur in 
Nordeuropa, sondern auch in Afrika, im 
pazifischen Raum und sogar in China. An 
China, mit all seiner Geschichte und dem 
dort einsetzbaren Spezial-Equipment 
zeigten sie übrigens besonderes Interesse. 
Die sind nun auch über all unsere strategi- 
schen Ziele informiert, wie etwa den im Eis 
steckenden Zerstörer, den funktionsfähigen 
Flugzeugträger, die U-Boot-Basis, das 
japanische Gefangenenlager, die Eisen- 
bahnbrücke über den River Kwai und das 
Schloss Colditz. Pyro war auch ganz wild 
darauf, ihnen alles über die nun in vier 
wählbaren Perspektiven anzeigbaren 
isometrischen Außenwelten zu erzählen. Er 
verriet, dass dadurch das Terrain jede 
Menge landschaftliche Besonderheiten 
aufweist, die sich strategisch ausnutzen 
lassen - und es dadurch auch nicht mehr 
vorkommt, dass sich die eigenen Leute hin- 
ter Mauern, Bäumen und Häusern verse- 
hentlich unsichtbar machen. 

Dosse: Und was ist mit unseren geheim- 
dienstlichen Berichten? Was die Gegner-Intel- 
ligenz anbelangt, wissen die, was wir wissen? 

Bücket: Sir, die wissen, was wir wissen. 
Und dank Pyro bis in die kleinste 
Kleinigkeit. Etwa dass die Außengelände 
überaus detailreich und mit nützlichen 
Deckungsmöglichkeiten übersät sind, dass 
unsere Leute sogar obere Stockwerke von 
Gebäuden in Beschlag nehmen, sich aus 
Fenstern lehnen oder springen können und 
die Intelligenz der Gegner erheblich 



zugenommen hat. Denn durch ein neues 
3D-Logik-System, bemerkt der Feind nun 
auch Dinge und Aktionen, die vorher außer- 
halb seiner Reichweite und Wahrneh- 
mungsfähigkeit lagen. Der Gegner merkt 
sich landschaftliche Besonderheiten wie 
etwa ein herumstehendes Benzinfass und 
wird misstrauisch, falls dieses plötzlich 
fehlen sollte. 

Pyro erzählte denen, dass der Feind in so 
einem Fall zu dem Punkt sprinten wird, an 
dem er unseren Einsatztrupp zum letzten Mal 
gesehen hat. Pyro erläuterte, dass der Geg- 
ner nun eine kleine Pause zwischen Zielen 
und Feuern einlegen muss, und auch Zeit 
zum Nachladen braucht. Aktionen die uns 
wertvolle Zeitvorteile für die Flucht einbrin- 
gen könnten. 

Dosse: Und unser neues taktisches Training: 
Hat Pyro das mit denen komplett durch- 
exerziert? 

Bücket: Zur Hölle ja, Sir. Der Feind weiß 
genau Bescheid über die aufgesplitteten Mis- 
sionen. Sie wissen, dass es bei vielen Aufträ- 
gen einen neuen taktischen Blickwinkel gibt. 
Gemäß unserer aktuellen Direktive erfordert 
die erste Hälfte der Einsätze eine komplett 
andere strategische Vorgehensweisen als die 
zweite. Pyro hat dies sogar anhand einiger 
Beispiele veranschaulicht. Er beschrieb, wie 
das Commando-Team etwa mit einer 
verdeckten Gefangenenbefreiung beginnt 
und dann mit einer Defensiv-Aktion fortfährt. 
Die haben Pyro so unter Druck gesetzt, der 
hat auch all die neuen Befehle verraten, die 
wir unserem Team spendiert haben. Egal, ob 



STRENG GEHEIM 



es um Erste-Hilfe-Leistung geht, Konter- 
attacken, alliierten Kräften rudimentäre 
Befehle wie etwa bewachen, beschützen 
oder verstecken zu geben - die wissen jetzt 
wirklich alles. 

Dosse: Dies dürfte wohl das Ende unseres 
so sorgfältig geplanten Überraschungsan- 
griffs sein. 

Bücket: Nun, zumindest der Anfang des 
Endes, Sir. Pyro ist nämlich auch noch auf 
Details der geplanten Überfälle eingegangen. 
Der protzte geradezu damit, dass Natasha 
etwa einen feindlichen Patrouillenführer 
ausschalten könnte, dann -während der 
Feind sie ins Visier nimmt - kurz pausiert, 
um schließlich im richtigen Moment zu 
flüchten. Er beschrieb, wie die anderen Com- 
mando-Mitglieder zur gleichen Zeit einen alli- 
ierten Stoßtrupp ausfindig machen und 
diesen dazu bringen, sich in einem leer ste- 
henden Gebäude zu verbergen. Und dass die 
dort den überraschten Gegner unter 
Beschuss zu nehmen, während dieser nicht- 
sahnend unserem vorbeieilenden Lockvogel 
Natasha hinterher jagt. 

Dosse: Verflixt und zugenäht. Gibt es 
eigentlich irgendetwas, was Pyro der PC 
Player nicht gesteckt hat. 

Bücket: Ja, immerhin hat er denen nichts 
von dem geplanten Einsatz von Elefanten 
erzählt. 



90 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




4. 



ALT RAUS, NEU REIN 



I Die voraussichtliche 
Spielzeit beträgt ins- 
P^*^ gesamt rund 60 Std. 
■&$% ■ Keine nervigen 

Ladezeiten mehr beim 
vorzeitigen Scheitern 



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ALT RAUS,: 

Der überraschende 
Zusammenstoß mit 
feindlichen Kräften ist 
nun nicht mehr zwangs- 
weise tödlich: Durch 
schnelle Flucht etwa oder 
die widerstandslose 
Gefangennahme lässt 
sich das vorzeitige Mis- 
sions-Ende oftmals ver- 
meiden. Weitere funda- 
mentale Änderungen im 
Vergleich mit dem 
Vorgänger: 

"~l Sie können fast jedes 
Gebäude und praktisch 
sämtliche größeren 
Fahrzeuge, Schiffe und 
Flugzeuge betreten. 

>aren 

Blickwinkel in der Außen- 
welt und die Möglichkeit, 



2M 




sich 

innerhalb 

der 

Gebäude um 360-Grad zu 

drehen verbessern den 

Überblick enorm. 

■ Die Commando- 
Mitglieder dürfen 
Gegenstände untereinander 
austauschen. 

■ Mehrere Commando- 
Mitglieder haben einige 
identische Eigenschaften, 
wie etwa Schwimmen oder 
das Bedienen von Spezial- 
Fahrzeugen. 

M Neue Schauplätze wie 
insbesondere China und 
der pazifische Raum sorgen 
für Abwechslung. 

■ Dem Team wird 
wahrscheinlich ein 
nützlicher Wachhund 
beigesellt. 

■ Die gegnerische 
Intelligenz wurde erheblich 
verbessert. 

— Realistische Bedienung 
. on Fahrzeugen. 




möglichkeiten, 
Missionen mit Unter- 
und Verteidigungs- 
aufträgen. 



h Lieuevune 

Detailarbeit an 
praktisch jeder Figur 
und jedem wichtigen 
Gegenstand. 

Interaktion mit fast 
jedem Gegenstand 
möglich. 

T Unterschiedliche 
leaktionen des 
Gegners führen zu 
multiplen Lösungen. 



WAHRLICH ELEFANTO 



Es dürfte einige 
unsere Leserinnen 
sicherlich nicht 
entzücken, aber die 
Künstliche Intelligen; 
der Elefanten wurde 
1:1 vom einzigen 
weiblichen 
Teammitglied 
^ Natasha 

k übernommen. 
So weigern 



sich die Dickhäuter 
etwa eine Brücke zu 
überqueren und 
müssen erst mit den 
geeigneten Mitteln 
(etwa einem lauten 
Pistolenschuss) dazu 
ermutigt werden. 
Elefanten können 
zudem auch als Ersatz- 
Vehikel hergenommen 
werdi 



WARUM MUSS ICH MIFT 
EIGENTLICH DIESE VIE- 
LEN ALBERNEN ANANAS 
UM DEN HALS HANGEN? 



4 



STRENG GEHEIM 



Dosse: Wie? Was soll das nun wieder sein? 

Bücket: Nun, das ist ein fettes, graues Riesen- 
vieh mit schlaffen Hängeohren, einer garten- 
schlauchartigen Nase und einer Heidenangst 
vor Mäusen - aber das tut wohl momentan 
nichts zur Sache. In den Pazifik-Missionen 
treten einige dieser Riesenrüssler auf und 
unser Team muss sich deren Fähigkeiten tak- 
tisch nutzbar machen. Pyro gab mir den 
kleinen Tipp, dass unsere Leute sogar in der 
Lage sein werden, Elefanten zu reiten und 
diese in den Kampf zu führen. 

Dosse: Naja, das alles hab ich mir schon 
gedacht. Gibt es sonst noch etwas, das Pyro 
vergessen hat zu erwähnen? 

Bücket: Er hätte vielleicht noch etwas auf das 
Timing, das bei etlichen Aufträgen erforderlich 
ist eingehen können. Ich glaube mich zu erin- 
nern, dass auch die jeweilige Tageszeit, an 
denen bestimmte Aktionen durchgeführt wer- 
den manchmal wichtig ist. Die anbrechende 
Dunkelheit etwa kann so manchen Auftrag 
platzen lassen - oder aber erst ermöglichen. 

Dosse: In Ordnung, Corporal, aber eine Sache 
noch - wie sind Sie eigentlich davongekom- 
men? 

Bücket: Nun Sir, ich habe die Gelegenheit 
wahrgenommen, als Herr Duy damit anfing, 
umliegende Höhlen nach dem Elefanten 
abzusuchen, den wir zu Anschauungszwecken ... 

Dosse: Danke, das genügt, Bücket. Wegtreten! 



PC PLAYER APRIL 2000 91 



PREVIEW 



Allegiance 



Mit diesem ambitio- 
nierten Titel schickt 
sich Microsoft an, 
nach der Erde auch 
den Weltraum zu 
erobern. Mit halben 
Sachen gab sich diese 
Firma halt noch nie 
zufrieden. 



Zunächst die schlechte Nach- 
richt: Im Jahre 2140 wird auf der 
Erde ein Asteroid einschlagen, 
riesige Flutwellen werden den 
Großteil unserer Nachkommen vernich- 
ten, selbst der für seine 185 Jahre noch 
erstaunlich jugendlich wirkende Bill Gates 
kommt ums Leben. 

Der Rest der Menschheit wird Raum- 
schiffe bauen, mit ihnen das Weltall erfor- 
schen und sich untereinander bekämpfen. 
Und nun die gute Nachricht: Diesen span- 
nenden Konflikt können Sie schon bald per 
PC vorwegnehmen. Auf einer schnuckeli- 
gen Präsentation in München zeigten uns 
die Verantwortlichen voller Stolz, was in 
ihrer reinen Online-Weltraumsimulation 
alles möglich sein wird. 

Wing Commander? 

Auf den ersten Blick sieht »Allegiance« 
etablierten Weltraum-Shootern wie »Wing 
Commander 5« oder »Freespace 2« zum 
Verwechseln ähnlich. Sie sitzen im Cock- 
pit eines Raumschiffs, fliegen Feinde an 




SPIELFAKTEN 



Hersteller: Microsoft 

Genre: Online-SF-Simulation 
Termin: April 2000 



■ Besonderheiten: Spieler-Koopera- 
tion wichtig ■ Unterschiedliche Aufga- 
ben ■ Ausgefeilter Strategiepart ■ Tolle 
Atmosphäre ■ Infos: www.allegian 
ce.com und www.spacezone.de 




(keine Computergegner, sondern echte, 
intelligente Menschen) und senden Ihnen 
als braver Weltraumkapitän sogleich ein 
paar höfliche Raketen- oder Laserstrahlen- 
grüße. Der einfachste der drei Spiel-Modi, 
das »Combat-Game«, besteht aus nicht 
mehr als simplem Kampf Raumschiff 
gegen Raumschiff. Wenn man sich an die 
Steuerung gewöhnt hat und die beiden 
komplexeren Spielstufen auswählt, wer- 
den die typischen Charakteristika, die nur 
ein Online-Spiel besitzt, aber deutlicher. 

Im »Command-Game« spielen Sie in einer 
Mannschaft, die aus drei bis 15 Personen 
besteht, gegen bis zu 
fünf vergleichbare 
Gruppen. Und im 
»Conquest-Game«, 
das nur in der offi- 
ziellen Microsoft-Zone stattfindet, dürfen 
sich bis zu 200 Spieler in noch größeren Alli- 
anzen tummeln. Jedes Mitglied verbessert 
dann mit bestandenen Missionen seinen 
militärischen Rang, gewinnt Orden und kann 
an speziellen Turnieren teilnehmen, von 
denen Microsoft alle paar Wochen neue 




»Bis zu 200 Spieler 
pro Schlacht.« 



anbieten will. Bei bei- 
den Spiel-Modi kom- 
men außerdem ein 
relativ komplexes Res- 
sourcenmanagement und fünf Technologie- 
zweige hinzu. Je nachdem, ob der Bereich 
Waffen, Expansion (Verteidigung eroberter 
Gebiete), Kampfschiffe, Schlachtschiffe oder 
Heimatbasis (Infrastruktur) als Erstes ausge- 
baut wird, ändert sich auch die Strategie der 
entsprechenden Mannschaft. 



92 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 




Mit Hilfe dieser dreidimensionalen Karte gibt der Kommandant seine 
Anweisungen, entsendet Kundschafter und beobachtet so den Feind. 



Jedem Tierchen 
sein Pläsierchen 

Die Aufgaben, die Sie in den beiden größe- 
ren Varianten erwarten, sind denkbar unter- 
schiedlich. Jedes Team besitzt einen Kom- 
mandanten, der nicht aktiv an Schlachten 
teilnimmt, sondern die ganze Zeit über einer 
dreidimensionalen Karte brütet und seinen 
Leuten Anweisungen gibt. Er entscheidet, 
welches Sternensystem angeflogen und 
erobert, oder welche Technologie als Näch- 
stes erforscht wird. Eine schwierige Aufga- 
be, die Einsteiger hoffnungslos überfordert 
und die nur von erfahrenen Weltraum- 
Bären übernommen werden sollte. 

Eine Sprosse tiefer auf der Karriereleiter 
steht der Befehlshaber eines Kreuzers oder 
eines anderen Schlachtschiffs (es wird 16 
verschiedene dieser Weltraum-Giganten 
geben). Dieser Unterkommandant steuert 
ein Raumschiff, an den Kanonentürmen 
hocken je nach Modell bis zu vier andere 
Spieler und sorgen dafür, dass die Umge- 
bung auch immer ausreichend durch 





Laserfeuer erhellt wird. Stehen nicht 
genug Kollegen zur Verfügung, kann man 
die Gegend auch ohne Kanoniere unsicher 
machen. Ängstliche Feinde merken viel- 
leicht nicht, dass man ein Riese ohne 
Zähne ist und ergreifen die Flucht. 

Bevor man sich als Pilot eines einfachen 
Kampfschiffes (18 verschiedene Modelle) 
mit einem Schlachtschiff einlässt, vertraut 
man lieber auf eine große Übermacht. Wird 
man abgeschossen, ist das Spiel zwar nicht 
vorbei, man findet sich aber 
in einer Rettungskapsel 
wieder, die Kurs auf die 
nächste eigene Basis 
nimmt. Und ist diese weit 
entfernt, kann die Heimreise lange dauern. 
Das Unterhaltungsprogramm an Bord der 
Kapseln soll übrigens nicht das Beste sein ... 

Aufregend 

Man kann die Allegiance-Missionen gera- 
de im komplexesten Spiel-Modus mit 
einem sportlichen Wettbewerb verglei- 



Die vier Allegiance- 
Gruppen 



Jedes Team kann sich für eine Aus- 
richtung entscheiden, die das Spiel- 
vorgehen entscheidend bestimmt. 




Die Gigacorp glaubt an Vorsprung durch 
Wirtschaft: Mit ihr fällt es leicht, einen 
ökonomischen Vorsprung zu erringen. 




Die straff organisierten Militaristen der 
Iron Coalition besitzen die besten Waffen. 




Die Bios entsprangen einem geneti- 
schen Experiment und haben besonde- 
re Tarnmechanismen. 




Nur auf offiziellen Microsoft-Servern 
gibt es eine vierte Gruppe, die Belters. 
Diese Weltraum-Piraten sind darauf 
spezialisiert, feindliche Raumschiffe 
oder Stationen zu kapern. 



»Sportlicher 
Wettbewerb.« 



chen. Wie in einer Meisterschaft zieht man 
von Mission zu Mission, verbessert seine 
Fähigkeiten und lernt seine Teamkamera- 
den besser kennen. Die Verantwortung für 
die eigene Gruppe treibt den Adrenalin- 
spiegel in Höhen, die in normalen Single- 
Playerspielen unerreichbar sind. Wer als 
Kommandant versagt, und nicht nur für 
seine eigene Niederlage, 
sondern auch für die sei- 
ner Leute verantwortlich 
ist, fühlt sich danach in 
der Regel miserabel. Um 
so größer ist im Gegenzug die Freude über 
ein gelungenes Manöver. Zahlreiche, stan- 
dardisierte Funksprüche, die auf Tasten- 
druck abrufbar und alle mit Sprachausga- 
be unterlegt sind, machen die Sache 
außerdem erstaunlich lebendig. Kompli- 
ziertere Botschaften können Sie per Tasta- 
tur eintippen, (uh) 



PC PLAYER APRIL 2000 93 



PREVIEW 



Deus 



Warren Spector 
schlägt wieder zu: Der 
Vater von Legenden 
wie »Ultima Under- 
world« und »System 
Shock« hatte bei einer 
Stippvisite in Hamburg 
sein neuestes Werk 
im Handgepäck. 





Glauben Sie mir, nichts 
geschieht zufällig: Wenn ein 
Flugzeug abstürzt, so sollen 
damit bestimmte Personen 
ausgeschaltet werden. Ereignet sich ein 
Stromausfall, dann soll Ihnen der Erhalt 
einer die Weltverschwörung erklärenden 
E-Mail unmöglich gemacht werden. 

Und wenn ein bekannter 
Spieledesigner ein Pro- 
gramm über eben solch 
eine Weltverschwörung 
entwickelt so geschieht 
dies nur, um die Wahrheit 
zu verschleiern und die Menschheit durch 
solch ablenkende Unterhaltung in falscher 
Sicherheit zu wiegen. 

Sie meinen, solche Gedankengänge zeu- 
gen von Paranoia? Richtig, denn wie sol- 
len Regierungen die noch nicht einmal 
Parteispenden fachmännisch in schwarzen 
Kassen verschwinden lassen können, der- 
artige Kunststücke koordinieren. Wenn Sie 
dennoch gerne einmal eine globale Intrige 
aufdecken möchten, sollten Sie sich »Deus 
Ex« vormerken. Warren Spector, seines 
Zeichens Projektleiter dieses Titels kommt 
schließlich aus Amerika - dem Land, in 
dem ein bedeutender Teil der Bevölkerung 
noch immer mit einer Invasion durch 
U NO-Streitkräfte rechnet, um eine allge- 



SPIELFAKTEN 




■ Besonderheiten: Interessanter 
Genre-Mix ■ Unreal-Tournament- 
Grafik-Engine ■ 13 Missionen ■ Weit- 
gehende Handlungsfreiheit ■ Über 100 
simulierte Personen 


■ Hersteller: Ion Storm/Eidos 

■ Genre: Action-Rollenspiel 

■ Termin: April 2000 






Ihre Kameraden 

unterstützen Sie 

automatisch. 




Ȇber 1 00 
Personen mit 
Eigenleben.« 



meine Krankenversicherung und ähnliches 
Teufelszeug einzuführen. Er sollte also wis- 
sen, mit welchem Thema er uns da 
beglückt. Darüber hinaus hat Warren 
Spector allerdings noch 
ein paar andere Qualifika- 
tionen zu bieten, die jeden 
Spieler aufhorchen lassen 
sollten: Als Schöpfer von 
»Ultima Underworld« und 
»System Shock« bewies er früh, welches 
Potenzial in 3D-Spielen steckt. Zuletzt war 
er lange Zeit in die Entwicklung von »Dark 
Project: Der Meisterdieb« involviert. 




Warren Spector gibt Fersengeld. 



Alle Tauben fliegen hoch 

Auch diesmal ist der Anspruch groß, den 
er an sein eigenes Projekt stellt: Es möch- 
te die Spielwelt möglichst realistisch simu- 
lieren und dem Spieler einen großen 
Handlungsspielraum lassen. Jeder Gegen- 
stand soll manipuliert und auch für kreati- 
ve Lösungen benutzt werden können. Das 
letzte Programm mit diesem Ansatz war 
das Jurassic-Park-Drama »Trespasser« 
und scheiterte kläglich. Spector ist den- 
noch optimistisch, zumal er viele seiner 
ursprünglich besonders ambitionierten 
Ideen auf ein praktikables Maß zurechtge- 
stutzt hat. Zwar bereist man im Verlauf der 
13 Missionen und dem Tutorial Städte auf 
mehreren Kontinenten, doch wurde von 
Ihm geschickt jeweils nur ein kleines Areal 
gewählt und simuliert, in dem Sie sich 
bewegen dürfen. 

Beim ersten Einsatz findet man sich auf 
»Liberty Island« wieder, jener winzigen 
New Yorker Insel, auf der die Freiheitssta- 
tue in den Himmel ragt. Sie stecken in der 
Haut von J.C. Denton, einem talentierten 
Spezialagenten im Auftrag der Regierung, 
der eine seltsame Geiselnahme beenden 



94 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 





soll. Kurz nach der Ankunft tritt Dentons 
Bruder auf Sie zu und weist Sie in die Situ- 
ation ein. Zudem möchte er wissen, ob Sie 
die Verbrecher lieber durch einen Blitzan- 
griff überrumpeln wollen, oder sich deut- 
lich gewaltloser in das Entführerlager ein- 
schleichen möchten. 

Gespräche sind bei Deus Ex ausgespro- 
chen wichtig, und so wurde großer Wert 
auf lippensynchrone Sprachausgabe 
gelegt. Über 100 Personen können Sie im 
Verlauf der Handlung begegnen, die 
zudem ein Eigenleben besitzen. Hinzu 
kommen zahllose Tauben, die öfters in 
Ihrer Nähe unvermutet hochflattern - sehr 
unangenehm, wenn man eigentlich nicht 
gesehen werden möchte. 

Jedem das Seine 

Tarnen und täuschen ist ein Hauptelement, 
zumal Sie zu Beginn den Umgang mit der 
Schusswaffe nicht besonders gut beherr- 
schen. Unfreiwillig und höchst anschau- 
lich demonstrierte dies der Meister Warren 
Spector bei der Vorführung von Deus Ex: 
Mehrfach ergriff er vor anrückenden Geg- 



nern panisch die Flucht, da er seinen 
Fähigkeiten nicht traute und schon wenige 
Treffer das Leben seines digitalen Alter 
Egos auslöschen können. Spector erklärte 
rasch, dass bei Deus Ex jeder seinen eige- 
nen Stil entwickeln darf - wer gerne in der 
Gegend herumballert und Probleme direkt 
löst, kann dies genauso ausleben wie eine 
vorsichtige Natur, die den meisten Schuss- 
wechseln aus dem Weg geht. 
Daher ist es 




Das Mündungsfeuer der Waffen 
sollten Sie nicht zu lange bewun- 
dern. 




Das Brecheisen können Sie bei 
Kameraden ruhig wegstecken. 



enorm wichtig, wel- 
che der elf Fähigkei- 
ten Sie im Spielver- 
lauf gezielt steigern. 



erzählen, eine Geschichte für Erwachsene. 
Daher wählte er auch reale Schauplätze in 
der nahen Zukunft als Szenario aus. Die 
Spieler sollen sich rasch zurechtfinden und 
mit der Geschichte identifizieren. Der Iden- 

»Warren Spector ü a i' c ° h n Perspektive, 

mit der die SD-Umge- 
bung und das Ge- 



ergriff die Flucht.« 



Das Spektrum reicht 



dabei vom Knacken versperrter Schlösser 
über Computerkenntnisse bis hin zum 
Umgang mit den etwa 20 Waffenarten. Ihr 
Können lässt sich um drei Stufen steigern, 
doch selbst Laien dürfen sich trotz man- 
gelnder Fachkenntnisse in allen Bereichen 
versuchen, wenngleich die Erfolgschancen 
geringer sind. Trotz dieses rollenspielarti- 
gen Einschlags beharrt Spector darauf, 
kein Rollenspiel geschaffen zu haben. Viel- 
mehr wollte er eine bestimmte Geschichte 




schehen viel 
men werden. 



unmittelbarer wahrgenom- 



Das Ende der Tief kühlpizza 

Die Geschichte des mit Cyber-Implantaten 
ausgestatteten Helden soll den Spieler laut 
Warren Spector für durchschnittlich 35 
Stunden in Beschlag nehmen. Bewusst 
will man auch wenig erfahrene Spieler 
ansprechen, die sich von der Hintergrund- 
geschichte rund um ein finsteres Geheim- 
nis hinter den Kulissen der fiktiven Realität 
angezogen fühlen. Tatsächlich erinnert die 
Rahmenhandlung rund um eine verhee- 
rende Seuche und das teure Heilmittel 
Ambrosia eher an eine Mischung aus 
James-Bond-Filmen und »Blade Runner«. 
Seien Sie übrigens beruhigt - eine Welt- 
verschwörung gibt es nicht, und dass 
Ihnen jedesmal einer das letzte Exemplar 
Ihrer Lieblings-Tlefkühlpizza vor der Nase 
wegschnappt ist wirklich Zufall - niemand 
will Sie fertig machen, Ehrenwort! Ist 
Ihnen übrigens schon aufgefallen, dass 
man aus den in diesem Artikel verwende- 
ten Buchstaben den Satz »Wir haben die 
Macht« bilden kann? (tw) 



PC PLAYER APRIL 2000 95 



PREVIEW 



F1 2000 

Konkurrenz für Geoff Crammond - EA Sports 
kommt noch im März mit einer Formel-1- 
Simulation, die ebenfalls Anspruch auf 
Authentizität erhebt. 



SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Image Space Inc./ 

Electronic Arts 

■ Genre: Rennsimulation 

■ Termin: März 2000 

■ Besonderheiten: Lizenz für das 
Jahr 2000 ■ Animierte Gesichtsaus- 
drücke der Fahrer ■ Realistisch dar- 
gestellte Fahrzeuge ■ Die wahr- 
scheinlich einzige Konkurrenz für 
Geoff Crammonds Grand Prix 3 







Klotzen, nicht kleckern heißt 
die Devise bei EA Sports: 
Für die erste richtige For- 
mel-1 -Simulation aus dem 
Hause sicherten sich die Marketing- 
Experten gleich die Lizenzrechte für 
die diesjährige Saison. 

So werden als Teams auch 
BMW und Jaguar antreten, die 



»Hoher De- 



leiter ist übrigens James Hawkins, 
der vorher bei Microprose Produzent 
für die Titel »X-COM Apocalypse« 
und »GP Manager 2« war - und 
Beta-Tester für »F1 Grand Prix«. All 
diese Erfahrung soll in F1 2000 einfließen; 
der Detailgrad zeigt sich nicht nur im Ori- 
ginalaussehen der Fahrzeuge. 
Das aerodynamische Modell 



Strecke Indianapolis finden Sie -fr«ij|fj KOr| tt der Autos wird für jeden Team- 

ebenfalls, ^f " Typ einzeln berechnet und 

unterscheidet sich somit von der bisher 



Wer ist Image Space Inc.? 

Entwickler Image Space machte sich einen 
Namen mit »Sports Car GT«, dessen Gra- 
fik-Engine für »F1 2000« in einer verbes- 
serten Version benutzt wird. Entwicklungs- 



existierenden Konkurrenz. Sogar die 
Helme der Piloten (deren Rechte bei jedem 
Fahrer einzeln liegen!) entsprechen dem 
realen Vorbild, genauso wie charakteristi- 
sche Fahrweisen. Wir hoffen aber, dass 



Schumi sich keine Extremitäten mehr 
bricht und auch nicht seinen Konkurrenten 
in die Seite rauscht. Stattdessen lassen 
sich die momentanen Gemütsverfassun- 
gen an deren Gesichtsausdruck ablesen - 
inwieweit Sie aber dafür bei heißen Zwei- 
kämpfen Zeit haben, sei mal dahingestellt. 

Formel 1 für alle! 

Trotz des hohen Realitätsanspruchs soll 
F1 2000 sich nicht nur an die Hardcore- 
Fraktion unter den PC-Rennfreunden rich- 



96 PC PLAYER APRIL 2000 



PREVIEW 





ten. Ein stark variabler Schwierigkeits- 
grad wird es selbst Anfängern, die eigent- 
lich schon mit dem Einparken beim ört- 
lichen Supermarkt Probleme haben, 
ermöglichen, die sensiblen Boliden über 
die Pisten zu steuern. 

Natürlich gibt es Fahrhilfen, die Ein- 
fluss auf Gas oder Bremse nehmen und 
somit schon mal verhindern, dass Ihnen 
beim Start gleich die Räder durchdrehen 
oder Sie mit 300 Sachen in eine Haarna- 
delkurve hineinbrettern. Aber auf Wunsch 
dürfen Sie selbstverständlich genauso 
viel Kontrolle ausüben wie ein echter For- 
mel-1-Pilot - machen Sie sich dann aber 
auf lustige Dreher und Kontakt mit Kies- 
betten oder Leitplanken gefasst. 

Damit Sie nicht gleich den Mut im Ver- 
gleich zu den computergesteuerten Fah- 
rern verlieren, dürfen Sie über ein LAN 
(und wahrscheinlich auch mit Hilfe des 
Internets) 21 weitere Kontrahenten einla- 



den, die alle den Vorteil haben, mensch- 
lich zu sein. 

Mehr Übersicht 

Die Grafik-Engine stellt das Geschehen aus 
allen möglichen Blickwinkeln dar, unter 
anderem denen von Mini-Kameras, wie 
wir sie vom Fernsehen kennen. Diese wer- 
den zum Teil sogar auf Videoschirmen am 
Streckenrand präsentiert. Darüber hinaus 
soll es eine um das Auto frei positionier- 
bare Perspektive geben - nicht uninteres- 
sant, da Sie so die optimale Kombination 
aus direkt am Armaturenbrett oder hinter 
dem Auto gezeigter Ansicht finden kön- 
nen. Eine feine Sache ist zudem das vir- 
tuelle Cockpit, mit dem Sie, wie in einer 
Flugsimulation, den Blickwinkel aus der 
Ich-Perspektive schwenken können, als ob 
Sie den Kopf drehen würden. Alle Armatu- 



'fSrcfl! 



A ^ 



Alle Daten und Werbelogos stim- 
men für das Jahr 2000. Auf den 
hier abgebildeten Screenshots 
arbeiten die Designer allerdings 
noch mit den Parametern von 1999. 



ren, das Lenkrad, Pedale und so weiter 
werden dreidimensional modelliert, so 
dass auch hier die Optik immer stimmt. 

Über Funk stehen Sie mit der Boxen- 
crew in Verbindung, die Ihnen strategische 
Tipps und Hilfen gibt, während Sie Ihre 
Gegner aufs Korn nehmen. Fahren Sie 
zum Tanken und Reifenwechseln, werden 
Ihre Helfershelfer übrigens bei dieser 
Aktion komplett animiert. 

Wer hat die Pole Position? 

Gegen Geoff Crammonds »Grand Prix 3« 
steht ein interessantes Duell an: EA Sports 
veröffentlicht seinen Beitrag zum Formel- 
1-Zirkus voraussichtlich Ende März - drei 
Monate vor dem Konkurrenten - und hat 
dazu im Gegensatz zu Microprose die Sai- 
sondaten von diesem Jahr, während GP 3 
diejenigen von 1998 benutzt. Mit beiden 
(oder drei) gedrückten Daumen und ganz, 
ganz viel Glück werden wir in der nächsten 
Ausgabe den EA-Aspiranten auf die haus- 
eigene Teststrecke schicken können und 
Ihnen klar sagen, wie F1 2000 denn genau 
abschneidet, (mash) 




Eine Reihe verschiedener Kamera- 
Ansichten sowie eine frei positio- 
nierbare Perspektive sorgt für 
optimalen Überblick. 



PC PLAYER APRIL 2000 97 



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Mv ***** 



Special: Budget & Compilations 



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§ 




reich! 



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Spielen und dabei sparen - 
dank zahlreicher Budget- 
Labels und Compilations 
ist dieses Kunststück 
möglich. Doch ist nicht 
alles Gold, was billig ist! 

er Qualität will, muss auch zahlen - so 
' sagt man. Normalerweise müssen für 
ein gepflegtes Spielvergnügen 80 bis 
100 Deutsche Märker über die Theke 
geschoben werden. Der pfiffige Computerspieler 
jedoch weiß: Das geht auch anders! 

Was im Filmgeschäft gang und gäbe ist - eine Ver- 
wertungskette vom Kino über Video bis hin zur Fern- 
sehausstrahlung - ist längst auch bei Computerspielen 
üblich. Klar, Spiele werden im Normalfall nicht über 
das Fernsehen ausgestrahlt, aber die Firmen haben 
andere Wege gefunden, um möglichst viel Umsatz aus 
ihren Titeln herauszuschlagen: Budget-Labels und 
Compilations. Und das freut nicht nur das Manage- 
ment und beschert Geld für neue Projekte, das lässt 
auch Käuferherzen lachen. Denn auch Spitzentitel sind 
normalerweise nach ein, maximal zwei Jahren zum 
Schottenpreis zu haben. Irgendwann tauchen sie dann 
meist sogar im trauten Reigen mit anderen hochklassi- 
gen Produkten auf einer Spielesammlung, einer so 
genannten Compilation, auf. 

Der kleine Unterschied 

Bei den Billigheimern gibt es jedoch einige wichtige 
Unterschiede: Zunächst wären da die hauseigenen 
Budget-Labels der Hersteller wie »Softprice« (Info- 
grames) oder »Premier Collection« (Eidos). 

Aber auch andere Hersteller kaufen ältere Titel auf 
und veröffentlichen diese unter eigenem Markenna- 



^ 



'* 



dies Novitas 
mit der 

»Green Pep- 
per «-Reihe 
praktiziert, 
in der teils <_' ^ 
schon sehr I 
betagte Program- 
me ihren zweiten Frühling erleben. 

Andere, wie die deutsche Firma »ak tronics«, kau- 
fen ebenfalls namhafte Produkte auf, aber treten nicht 
mit eigenem Namen in Erscheinung. Sie erstellen 
schlichtere Verpackungen und bestücken die Kauf- 
haus-Ketten stapelweise mit den entsprechenden CD- 
ROMs, auf denen der Kunde nur den Schriftzug des 
ursprünglichen Herstellers prangen sieht. 

Spielesammlungen (Compilations) vereinen zwei 
oder mehr, oft sogar ein Dutzend ältere Programme 
zum Preis eines normalen Einzelspiels. Es gibt sie in 
unterschiedlichsten Variationen - sortiert nach Gen- 
res, nach Entwicklern oder nach Qualität. 

Eine ganz andere Strategie wird bei Spielen ver- 
folgt, die von vornherein schon zu einem günstigen 
Preis veröffentlicht werden. Sehr bekannt ist die 
»Goldene Serie« von Data Becker, aber auch mit »Big 
Fun« (Sierra/Havas) oder »GT Select« (GT Interactive) 
sollen Käufer gelockt werden. Oft verbergen sich 
dahinter jedoch nur mittelprächtige Ergüsse zweit- 
rangiger Entwickler, die zum Vollpreis sonst keine 
Chance hätten. Oft bekommt man für genauso wenig 
oder weniger Geld schon reduzierte Top-Programme, 
die besser unterhalten. 

Für schlechte Spiele hingegen ist jede Mark und 
auch jede Minute Ihrer kostbaren Lebenszeit zu scha- 
de. Schließlich gibt es ja selbst für fleischgewordene 
Sparschweinchen genügend hochwertiges Futter - 
wir haben für Sie die derzeit besten Schnäppchen, 
sortiert nach Genres, zusammengestellt, (tw) 



Spielesammlungen 

Spielesammlungen, auch Compilations genannt, gibt es wie Sand halten jedoch einfach hochwertige Programme querbeet. Bei »Gold 
am Meer. Manchmal werden einfach mehrere Teile der gleichen Games« zum Beispiel findet sich vom Rollenspiel zum Flugsimula- 
Spielereihe zusammengepackt (siehe »Might & Magic 1-6«), tor die ganze Bandbreite von Unterhaltungssoftware. Wir haben zu 
manchmal thematisch verwandte Titel oder schlicht Spiele vom den wichtigsten Titeln der Sammlungen die Ausgabe mit dem PC- 
gleichen Hersteller vereint. Die erfolgreichsten Sammlungen ent- Player-Test, sowie die ursprüngliche Wertung angegeben, (tw) 



Adventure Hall of Farne 

Hersteller: Interplay 
Preis: 50 Mark 
Enthaltene Titel: 5 

Baphomets Fluch (10/96; 80) 
Baphomets Fluch 2 (10/97; 85) 
Die by the Sword (5/98; 78) 
Fallout 1 (1/98; 83) 
Stonekeep (1/96; 75) 



«mt ^* ^ >/* 




Game Gallery Vol. 1 

Hersteller:Swing Entertainment 
Preis: 70 Mark 
Enthaltene Titel: 15 

Anstoss2 (10/97) 

Castrol Honda Superbikes (8/98; 69) 1 FS RS P !j| tj] 

Constructor (10/97; 82) 

Forsaken (5/98; 85) 

Heroes of Might an Magic 2 (1/97; 80) 

Jack Nicklaus 5 (3/98;82), Rent-A-Hero (12/98; 72) 

Turok (11/97; 78), Uprising (1/98; 79) -, und weitere 

Gold Games 3 

Hersteller: Topware 
Preis: 30 Mark 
Enthaltene Titel: 20 

Bundesliga Manager 97 (4/97; 75) 

Imperialismus (10/97; 62) 

Links LS 98 (10/97; 88) 

N.I.C.E. (3/97; 79) 

Panzer General 3D (12/97; 82) 

Pafizik Admiral (10/97; 78), Sub Culture (12/97; 81), 

Tomb Raider (1/97;81), War Wind 2 (2/98; 70) - und weitere 

Gold Games 4 

Hersteller: Topware 
Preis: 70 Mark 
Enthaltene Titel: 21 

Conflict Freespace (8/98; 84) 

Diablo (2/97; 88) 

Die by the Sword (5/98; 78) 

Fallout 1 (1/98; 85) 

Fallout 2 (1/99; 85) 

Knights & Merchants (10/98; 77), Leisure Suit Larry 7 (1/97; 73) 

Might & Magic 6 (6/98; 68), Pro Pilot 98 (8/98; 67) - und weitere 



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GAMES' 






^:?Tft -üjuüssa los» "ü 

B ' TBpUlW 



GT Collect 

Hersteller: GT Interactive 
Preis: 70 Mark 
Enthaltene Titel: 6 

Carmageddon - deutsch (9/97; 71) 
Destruction Derby 2 (1/97; 69) 
Formula 1 97 (4/98; 72) 
Grand Theft Auto (12/97; 79) 
Rollcage (3/99; 76) 
Wipeout 2097 (8/97; 58) 



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Might & Magic Gold 

Hersteller: Ubi-Soft 
Preis: 50 Mark 
Enthaltene Titel: 6 

Might & Magic 1 

Might & Magic 2 

Might & Magic 3 

Might & Magic 4 (1/93; 79) 

Might & Magic 5 

Might & Magic 6 (6/98; 68) 



Play the Games Vol. 1 

Hersteller: Infogrames/Electronic Arts 
Preis: 65 Mark B 3 

Enthaltene Titel: 15 

Bleifuss Fun (11/97; 75) 
Command & Conquer (8/95; 91) 
Der Industriegigant (9/97; 65) 
Dungeon Keeper (7/97; 85) 
FIFA 98 (1/98; 89) 
KKND2 (7/98; 76) 







Lands of Lore 2 (11/97; 71) 

Need for Speed 2 (6/97; 79), 

Seven Kingdoms (12/97; 77) - und weitere 



Play the Games Vol. 2 

Hersteller: Infogrames/Electronic Arts 
Preis: 70 Mark 
Enthaltene Titel: 15 

Airline Tycoon (10/98; 60) 

Command & Conquer 2 (12/96; 90) 

Dark Omen (4/98; 76) 

Flight Unlimited 2 (2/98; 74) 

Gangsters (1/99; 77) 

Heart of Darkness (8/98; 70) 

Sid Meier's Gettysburg! (12/97; 70) 

Superbike World Championship (4/99; 87) 

Tomb Raider 2 (12/97; 81) - und weitere 



Tycoon Collection 

Hersteller: Microprose/ 

Hasbro 
Preis: 80 Mark 
Enthaltene Titel: 3 

Railroad Tycoon 2 (12/98; 81) 
Rollercoaster Tycoon 2 (4/99; 83) 
Transport Tycoon Deluxe (12/95; 88) 



War Collection 

Hersteller: Microprose/ 

Hasbro 
Preis: 70 Mark 
Enthaltene Titel: 3 

Apache Havoc 

Falcon 4.0 (2/99; 90) 

M1 TankPlatoon 2 (5/98; 83) 



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PC PLAYER APRIL 2000 99 



ACTION & 
SPORT 



Erstaunlich hochkarätige Titel gibt es in 
diesen Genres zum Sparpreis. Egal ob es in 
den Weltraum gehen soll (»Star Wars: X- 
Wing Alliance«; »Conflict Freespace«) oder 
man gegen Fantasy-Gegner antreten möch- 
te (»Heretic 2«, »Hexen 2«), die Auswahl ist 
in jedem Fall sehr gut. Bemerkenswert ist, 
dass sogar mehrere hervorragende Spiele 
darunter sind, die noch nicht einmal ein 
Jahr auf dem Buckel haben. Auch Sportfans 
werden ihre wahre Freude an den Schnäpp- 
chen haben, (tw) 



Battlezone 

Hersteller: Activision 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: Pepper Pack 3 
Siehe: PC Player 4/98 
Damalige Wertung: 90 

Heutige Wertung: 86 

Der revolutionäre Action-Stra- 
tegie-Mix von Battlezone avan- 
cierte bei seinem Erscheinen 
zum Kritikerliebling. Sie rasen 
über Planetenoberflächen und 
müssen gleichzeitig kämpfen 
und das weitere Vorgehen 
koordinieren. 



Conflict Freespace 

Hersteller: Interplay 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: Gold Games 4 
Siehe: PC Player 8/98 
Damalige Wertung: 84 
Heutige Wertung: 84 
Obwohl die Grafik des inzwi- 
schen erschienenen Nachfol- 
gers noch einen Tick schöner 
ausschaut, ist auch das erste 
»Conflict Freespace« dank 
gelungener Missionen und 
Story noch immer erste Wahl 
für Raumpiloten. 




Delta Force 

Hersteller: Novalogic 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 80 

Heutige Wertung: 78 

Als Mitglied der Spezialeinheit 
»Delta Force« stoßen Sie bis in 
die Weiten Russlands vor. Zum 
Einsatz kommt die Novalogic- 
typische Voxelspace-Technolo- 
gie, dank der man meilenweit 
in die Landschaft blicken kann. 



Descent 3 

Hersteller: Interplay 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 8/99 
Damalige Wertung: 89 

Heutige Wertung: 89 

Sie folgen Ihrer Robotersonde 
mit einem Spezialgefährt durch 
enge Gänge verwinkelter 
Basen und sammeln dabei 
allerlei Gegenstände ein. Klas- 
se Grafik, anspruchsvolle Mis- 
sionen - guter Orientierungs- 
sinn ist ein Muss. 



FIFA 98 

Hersteller: EA-Sports 
Preis: ca. 20 Mark 
Compilation: Play the Games Vol. 1 
Siehe: PC Player 1/98 
Damalige Wertung: 89 

Heutige Wertung: 86 

Zwar hat FIFA 98 schon zwei 
Jahre auf dem Buckel, doch 
wirkt es auch im Vergleich mit 
den beiden inzwischen erschie- 
nenen Nachfolgern kaum ver- 
altet. Ein Superangebot für alle 
Fussball-Fans die nicht jede 
kleine Verbesserung brauchen. 



Forsaken 

Hersteller: Acclaim 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: Game Gallery Vol. 1 
Siehe: PC Player 5/98 
Damalige Wertung: 85 

Heutige Wertung: 83 

Auf futuristischen Schwebe- 
Motorrädern sausen Sie durch 
zahlreiche Tunnel und ballern, 
was das Zeug hält. Die zahlrei- 
chen Gegner vermiesen Ihnen 
dabei gerne die Tour. Lange 
Zeit die Action-Referenz und 
noch immer sehr spaßig. 




Game, Net & Match 

Hersteller: Blue Byte 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 7/98 
Damalige Wertung: 71 

Heutige Wertung: 65 

Trotz Qualitätsmängel bei Prä- 
sentation und Gegnerintelli- 
genz noch immer das beste 
derzeit erhältliche Tennis-Spiel 
am PC. Besonders bei Partien 
gegen einen menschlichen 
Gegner (am gleichen Rechner) 
kann es punkten. 



Gex 3D 

Hersteller: Gex 3D 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 7/98 
Damalige Wertung: 82 
Heutige Wertung: 78 
Gex, grüner Reptil-Agent, 
begleitet Sie durch dieses SD- 
Hüpfspiel. Dabei wird nebenbei 
die TV- und Kinowelt auf die 
Schippe genommen. Das faire 
Level-Design lässt auch die 
unglücklichen Kamera- 
schwenks verschmerzen. 



Grand Theft Auto 

Hersteller: Take 2 
Preis: ca. 50 Mark 
Siehe: PC Player 12/97 
Compilation: GT Collect 
Damalige Wertung: 76 
Heutige Wertung: 71 
Lustig ist das Verbrecherleben 
- besonders wenn man sich 
wilde Verfolgungsjagden mit 
der Polizei liefert, während 
man die Aufträge erfüllt. 
Extrem witzig, leider gilt das 
nicht für die misslungene Spei- 
cherfunktion. 



Heretic 2 

Hersteller: Activision 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/99 
Damalige Wertung: 82 

Heutige Wertung: 82 

Lassen Sie sich von der 
Außenansicht auf den Helden 
nicht täuschen: Dieses Spiel 
basiert auf der Quake 2-Engine 
und nutzt diese für ansehnliche 
Spezialeffekte. Ein Klassespiel 
voller Magie und Untoter das 
in jede Sammlung gehört. 



100 PC PLAYER APRIL 200C 



SPECIAL 





Hexen 2 

Hersteller: Activision 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/97 
Damalige Wertung: 80 
Heutige Wertung: 75 



Em 3D-Shooter im Fantasy- 
Bereich, gewürzt mit zahlrei- 
chen kleinen Rätseln - das 
klingt nicht nur interessant, das 
spielt sich auch atmospärisch. 
Wegen hohem Schwierigkeits- 



nichts für Einsteigen 



Jedi Knight 

Hersteller: LucasArts 
Preis: ca. 45 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 4/98 
Damalige Wertung: 84 
Heutige Wertung: 83 



Obwohl »Jedi Knight« nicht 
mit den prachtvollen Spezialef- 
fekten neuerer Shooter mithal- 
ten kann, stimmt hier das 
Spieldesign. Zum angegebe- 
nen Preis gibt es Jedi Knight 
und die hervorragende Zusatz- 
CD »Mysteries of the Sith«. 



Klingon Honor Guard 

Hersteller: Microprose 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 10/98 
Damalige Wertung: 70 
Heutige Wertung: 70 



Em faszinierender 3D-Shooter 
im Star-Trek-Universum. Zwar 
hält sich die Gegnervielfalt hier 
in engen Grenzen, dennoch ist 
dieser Titel ein Muss für alle 
Trekker, die einmal ins Herz 
des Klingonischen Reiches vor- 
dringen wollen. 



Links LS 1998 

Hersteller: Eidos 
Preis: ca. 35 Mark 
Compilation: Gold Games 3 
Siehe: PC Player 10/97 
Damalige Wertung: 88 
Heutige Wertung: 80 



Die jahrlich neu aufgelegte 
Golf-Referenz konnte auch in 
der 1998er-Ausgabe überzeu- 
gen. Keine andere Golfspielrei- 
he ist so realistisch und gleich- 
zeitig so schön anzusehen. 
Auf jeden Fall preiswerter als 
reales Golfen. 




A>"Mfc 



NBA Live '99 

Hersteller: EA-Sports 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/99 
Damalige Wertung: 90 

Heutige Wertung: 88 

Keine Frage, wer sich für Bas- 
ketball interessiert, der hat zu 
dieser EA-Sports-Reihe keine 
Alternative. Wie gut, dass es 
einen fast aktuellen Titel aus 
der Reihe auch zum Sparpreis 
gibt - der Nachfolger bietet nur 
wenig mehr. 



NHL Hockey '99 

Hersteller: EA-Sports 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 11/98 
Damalige Wertung: 91 

Heutige Wertung: 89 

Der Star auf dem Eis hat kaum 
gelitten, zumal der nächste 
NHL-Teil nur unwesentlich 
mehr als sein Vorgänger bietet. 
Wer sich gerne mit Männern 
auf Kufen beschäftigt, für den 
wird preisgünstig ein Traum 



Rouge Squadron 

Hersteller: LucasArts 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 2/99 
Damalige Wertung: 72 
Heutige Wertung: 72 
Eigentlich besteht Rouge Squa- 
dron aus mehreren verschiede- 
nen Spielen, die geschickt 
aneinander gefügt wurden. Vor 
sehenswerter Kulisse müssen 
Sie Ihre Geschicklichkeit als 
Pilot beweisen. Keine Simula- 



Unreal 

Hersteller: GT Interactive 
Preis: 20 bis 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 8/98 
Damalige Wertung: 87 

Heutige Wertung: 85 

Ein Ego-Shooter, der Maßstäbe 
setzte. Sie stranden auf einem 
fernen Planeten voller finsterer 
Gefahren und verteidigen sich 
in gelungenen Leveln gegen 
gerissene Gegner. Wer Unreal 
noch nicht besitzt, sollte 
zuschlagen. 




Wing Commander Prophecy 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 2/98 
Damalige Wertung: 84 
Heutige Wertung: 85 



Die einstige Referenz unter den 
Weltraum-Ballerspielen weiß 
durch zahlreiche optische Le- 
ckereien zu begeistern. Taktik 
ist selten notwendig, es zählen 
rasche Reaktionen -Zwischen- 
sequenzen sorgen für Ver- 
schnaufpausen. 



Worms 2 

Hersteller: Hasbro 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/97 
Damalige Wertung: 78 
Heutige Wertung: 75 



Kleine Würmer versuchen, die 
gegnerischen Kriecher mit 
allerlei unterschiedlichen Waf- 
fen in Bedrängnis zu bringen. 
Das macht mehr Spaß als man 
nun denken mag - besonders 
bei Partien gegen menschliche 
Mitspieler. 



X - Beyond the Frontier 

Hersteller: THQ 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 8/99 
Damalige Wertung: 78 
Heutige Wertung: 78 



Handeln und kämpfen im Welt- 
all: Als Pilot pendeln Sie zwi- 
schen den Gestirnen hin- und 
her und verticken Waren. Lei- 
der ist die Anfangsphase etwas 
zäh geraten und auch die Welt- 
raumkämpfe haben kleine 
Macken. 



X-Wing: Alliance 

Hersteller: LucasArts 
Preis: 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 5/99 
Damalige Wertung: 85 
Heutige Wertung: 85 



Keine Frage, andere Weltraum- 
spiele haben eine beeindru- 
ckendere Grafik, doch dafür 
besitzt »X-Wing: Alliance« den 
Star-Wars-Bonus. Ein bemer- 
ckenswertes Missions-Design 
lässt das Pilotenherz vorr Freu- 
de abheben. 



PC PLAYER APRIL 2000 101 



ACTION - 
ADVENTURES 



Action-Adventure, das heißt in erster Linie 
»Lara Croft«. Der agilen Archäologin kann in 
diesem Genre niemand entkommen, und so 
finden sich gleich drei »Tomb Raider«-Titel in 
unserer Sparliste wieder. Allerdings gibt es 
auch hochwertige Alternativen: Als Drachen- 
reiterin machen Sie im leider etwas unterge- 
gangenem »Drakan« Lüfte und Oberfläche 
einer Fantasy-Welt unsicher. Wer es 
anspruchsvoll mag, erhält mit »Dark Project« 
eines der innovativsten Spiele der letzten 
Jahre, (tw) 





Dark Project - Meisterdieb 

Hersteller: Eidos 
Preis: ca. 45 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 2/99 
Damalige Wertung: 91 
Heutige Wertung: 91 
Keine Frage, das innovative 
»Dark Project« gehört zu den 
Höhepunkten des letzten Jahres. 
Als hoffnungsvoller Jungeinbre- 
cher durchstöbern Sie eine 
mittelalterliche Welt. Tarnen und 
Täuschen ist dabei Trumpf um 
nicht entdeckt zu werden. 



Die by the Sword 

Hersteller: Interplay 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: Gold Games 4; 
Siehe: PC Player 5/98 
Damalige Wertung: 78 

Heutige Wertung: 76 

Vor Beginn dieses Fantasy- 
Abenteuers führt ein gelunge- 
nes Tutorial in die Feinheiten 
des Schwertkampfes ein. 
Experten erfreuen sich an den 
zahlreichen Hieb- und Stichva- 
rianten, aber die muss man 




Drakan 

Hersteller: Psygnosis 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 10/99 
Damalige Wertung: 81 
Heutige Wertung: 81 
Als schmucke Drachenreiterin 
versuchen Sie, das Böse 
zurückzudrängen. Dabei stehen 
neben Luftschlachten gegen 
andere Drachen auch ausführli- 
che Erkundungen von monster- 
durchseuchten Höhlensyste- 
men auf der Tagesordnung. 



King's Quest 8 

Hersteller: Sierra 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/99 
Damalige Wertung: 84 

Heutige Wertung: 80 

Der vorerst letzte Teil der legen- 
dären Adventure-Reihe erschien 
nicht nur in 3D, sondern wech- 
selte auch das Genre. Sie hüp- 
fen und kämpfen als einzige 
Hoffnung der Menschheit in 
einer durch böse zauberische 
Kräfte erstarrten Welt. 



Oddworld: Abe's Exoddus 

Hersteller: GT Interactive 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/99 
Damalige Wertung: 85 
Heutige Wertung: 85 
Obwohl Oddworld ganz auf 
2D-Grafik setzt, sehen einige 
3D-Konkurrenten im Vergleich 
ganz schön blass aus. Sie las- 
sen ihren putzigen Helden her- 
ausfordernd schwere Rätsel 
lösen und Artgenossen Anwei- 
sungen geben. 



Oddworld: Abe's Oddysee 

Hersteller: GT Interactive 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/98 
Damalige Wertung: 85 

Heutige Wertung: 80 

Die erste Episode des auf fünf 
Teile angelegten Oddworld- 
Zyklus macht sie erstmals mit 
dem sympathisch-tapsigen 
Helden und seiner originellen 
Sprache vertraut. Retten Sie Ihr 
Volk vor dem schaurig drohen- 
den Fleischwolf! 



:t;;w 




Silver 

Hersteller: Infogrames 
Preis: ca. 35 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 5/99 
Damalige Wertung: 72 
Heutige Wertung: 72 
Diese Mischung aus Action- 
Adventure und japanischem 
Rollenspiel weiß besonders 
durch die hübsch gezeichneten 
Schauplätze zu verzaubern. Die 
Echtzeit-Kämpfe mit mehreren 
Kameraden hingegen sind 
etwas schwer zu kontrollieren. 



Tomb Raider 

Hersteller: Eidos 
Preis: ca. 20 bis 40 Mark 
Compilation: Gold Games 3 
Siehe: PC Player 1/97 
Damalige Wertung: 81 

Heutige Wertung: 75 

Schon der erste Teil des Spiels 
rund um die attraktive Archäo- 
login schlug bei den Käufern 
ein wie eine Bombe - und das 
lag nicht nur an den Kurven 
der Hauptfigur, sondern am 
damals sehr innovativen Spiel- 
prinzip. 



Tomb Raider 2 

Hersteller: Eidos 
Preis: ca. 20 Mark 
Siehe: PC Player 12/97 
Compilation: Play the Games Vol. 2 
Damalige Wertung: 81 
Heutige Wertung: 75 
Viele Fans schätzen den zweiten 
Teil wegen seiner hervorragen- 
den Spielbarkeit und betrachten 
ihn als einen Höhepunkt der 
Serie. Es geht unter anderem 
nach Tibet und Venedig, wo die 
gewohnten Rätsel gelöst wer- 
den. 



Tomb Raider 3 

Hersteller: Eidos 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/99 
Damalige Wertung: 81 
Heutige Wertung: 74 
Ganz ohne große Veränderun- 
gen kommt Lara Crofts dritter 
Auftritt aus. Obwohl die typi- 
sche »Tomb Raider«-Kost 
geboten wurde, schreckte es 
etliche Spieler durch den frus- 
trierend-hohen Schwierigkeits- 
grad ab. 



102 PC PLAYER APRIL 200C 



SPECIAL 



ADVENTURES & 
ROLLENSPIELE 



Im Budget-Bereich ist das Verhältnis zwi- 
schen Adventures und Rollenspielen genau 
umgekehrt wie bei den brandneuen Titeln: 
Während derzeit kaum noch Abenteuerspiele 
erscheinen, erleben Rollenspiele derzeit 
einen zweiten Frühling. Dafür hat die Fange- 
meinde ihre liebe Not, preiswert an hochwer- 
tige Rollenspiele zu kommen. Immerhin 
wurde der Verkaufspreis des hervorragenden 
»Baldur's Gate« mittlerweile reduziert, »Fal- 
lout 1 und 2« sowie »Diablo« und die »Might & 
Magic «Reihe versprechen Kurzweil, (tw) 





Bad Mojo 

Hersteller: Impulse 
Preis: ca. 35 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 5/96 
Damalige Wertung: 78 
Heutige Wertung: 70 
Durch die ungewöhnliche Hand- 
lung - Sie spielen aus der Sicht 
einer Küchenschabe - reizt die- 
ses Adventure noch heute. Die 
Entwickler haben geschickt Rät- 
sel entworfen, die sich selbst 
von einem winzigen Insekt 
bewältigen lassen. 



Baldur's Gate 

Hersteller: Interplay 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 2/99 
Damalige Wertung: 85 

Heutige Wertung: 83 

Interplay setzte auf ein schein- 
bar totes Genre - und gewann. 
»Baldur's Gate« erweckte die 
Rollenspiele wieder zum 
Leben, denn die Spieler waren 
angesichts der Hintergrundge- 
schichte und des guten 
Designs begeistert. 




Baphomets Fluch 

Hersteller: Virgin 
Preis: ca. 15 bis 25 Mark 
Compilation: Adventure Hall of Farne 
Siehe: PC Player 10/96 
Damalige Wertung: 83 
Heutige Wertung: 76 
Im modernen Paris wandeln Sie 
auf den Spuren des mysteriösen 
Templerordens und decken eine 
weltumspannende Verschwö- 
rung auf. Sie reisen dabei sogar 
nach Spanien, Schottland und 
Syrien wo überraschende 
Erkenntnisse zu gewinnen sind. 



Baphomets Fluch 2 

Hersteller: Virgin 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: Adventure Hall of Farne 
Siehe: PC Player 10/97 
Damalige Wertung: 85 
Heutige Wertung: 79 
Die Fortsetzung des packenden - 
wenngleich etwas laberlastigen 
-Adventures entführt Sie unter 
anderem nach Südamerika, in 
die Karibik, nach London und 
auch wieder nach Paris. Diesmal 
dreht sich die Story um einen 
alten, gefährlichen Maya-Kult. 



Diablo 

Hersteller: Blizzard 
Preis: ca. 20 bis 40 Mark 
Compilation: Gold Games 4 
Siehe: PC Player 2/97 
Damalige Wertung: 89 
Heutige Wertung: 80 
Der Action-Rollenspiel-Renner 
»Diablo« ist wahlweise zum 
Super-Sparpreis in einer 
schlichten CD-Hülle oder zusam- 
men mit der Zusatz-CD »Hellfi- 
re« erhältlich. Zumindest ein 
Diablo sollte in jedem gutsor- 
tierten Spieler-Haushalt stehen. 



Fallout 

Hersteller: Interplay 
Compilation: Adv. Hall of 
Farne, Gold Games 4 
Siehe: PC Player 1/98 
Damalige Wertung: 85 

Heutige Wertung: 80 

Allenfalls als Restposten findet 
man noch Einzelexemplare die- 
ses Endzeit-Rollenspiels. Dafür 
ist »Fallout« gleich auf zwei 
aktuellen Spielesammlungen 
präsent. Trotz kleiner technischer 
Schwächen noch immer sehr 
spaßig. 




Fallout 2 

Hersteller: Interplay 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: Gold Games 4 
Siehe: PC Player 1/99 
Damalige Wertung: 85 

Heutige Wertung: 82 

Das schwarzhumorige Endzeit- 
Szenario in einer wüsten 
Zukunftswelt, das gute Kampf- 
system und die lobenswerte 
Charaktererschaffung ergeben 
zusammengenommen ein 
noch immer herausragendes 
Rollenspiel mit Stil. 



Floyd 

Hersteller: Adventuresoft 
Preis: ca. 20 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/97 
Damalige Wertung: 78 

Heutige Wertung: 65 

Ein grüngesichtiger Außerirdi- 
scher als Held eines Abenteu- 
erspiels - ja sicher! Nicht alle 
Gags treffen bei diesem von 
englischem Humor geprägten 
Werk ins Schwarze, doch ins- 
gesamt wird der Käufer leidlich 
unterhalten. 



Grim Fandango 

Hersteller: LucasArts 
Preis: ca. 50 Mark 
Siehe: PC Player 1/99 
Compilation: - 
Damalige Wertung: 89 
Heutige Wertung: 89 
Abenteuer im Totenreich: Wäh- 
rend die frisch verstorbenen auf 
ihr Ticket für die Weiterreise 
warten, geschehen merkwürdi- 
ge Dinge. Maßarbeit aus 
schwarzem Humor, gelungenen 
Rätsel und wunderbarer 
Geschichte. 



Lands of Lore 3 

Hersteller: Westwood 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 6/99 
Damalige Wertung: 70 
Heutige Wertung: 70 
Der jüngste Teil ist zwar nicht 
mehr ganz so enttäuschend 
wie der zweite Teil der Rollen- 
spiel-Saga, doch Grafik und 
Spielverlauf sind wenig beein- 
druckend. Zum Budget-Preis 
allerdings durchaus eine Über- 
legung wert. 



PC PLAYER APRIL 2000 103 



SPECIAL 







Leisure Suit Larry 7 

Hersteller: Sierra/Havas 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: Gold Games 4 
Siehe: PC Player 1/97 
Damalige Wertung: 75 

Heutige Wertung: 68 

Der Frauenheld Larry ist nicht 
mehr solo zu haben: Entweder 
man greift zur »Leisure Suit 
Larry Collection« mit den Teilen 
1 bis 7 und seinem Casino, oder 
wirft einen Blick auf den 
Gemischwarenladen »Gold 
Games 4«. 



Little Big Adventure 2 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 9/97 
Damalige Wertung: 83 

Heutige Wertung: 75 

Der niedliche Twinsen kehrt 
zurück, um abermals die Welt 
zu retten. In ungewohnter Per- 
spektive knacken Sie nicht nur 
diverse Problemchen, sondern 
haben zudem Kämpfe und eini- 
ge Hüpfeinlagen zu überste- 
hen. 



Might & Magic 6 

Hersteller: Ubi-Soft 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: Might & Magic Gold 
Siehe: PC Player 6/98 
Damalige Wertung: 68 
Heutige Wertung: 65 
Nicht mehr alleine, sondern nur 
im Verbund mit seinen fünf 
Geschwistern ist das actionorien- 
tierte »Might & Magic 6« zu 
haben. Für rund 50 Mark erkau- 
fen Sie sich damit zwar eine 
lange Spieldauer, jedoch auch 
eine antiquierte Präsentation. 



Monkey Island 3 

Hersteller: LucasArts 
Preis: ca. 45 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/98 
Damalige Wertung: 88 

Heutige Wertung: 83 

Eine der erfolgreichsten 
Adventure-Serien der Spiele- 
geschichte fand mit diesem 
Teil ihren vorläufigen 
Abschluss. Im Zeichentrickstil 
werden haufenweise humorige 
Einlagen im Piratenambiente 
geboten. 




Myst 

Hersteller: Red Orb 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: Ages of Myst 
Siehe: PC Player 5/94 
Damalige Wertung: 73 

Heutige Wertung: 68 

Dieser höchst erfolgreiche 
Klassiker gehört zu den meist- 
verkauften PC-Spielen und 
begründete seinerzeit das 
Genre der Render-Adventure. 
Sicherlich kein Titel für Profis, 
aber für Einsteiger durchaus 
empfehlenswert. 



Red Jack 

Hersteller: THQ 
Preis: ca. 20 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 3/99 
Damalige Wertung: 74 
Heutige Wertung: 74 
Die witzige Piraten-Persiflage 
versuchte, aus der Monkey- 
Island-Welle Profit zu schlagen 
- und das gelingt auch über 
weite Strecken. Grafisch ist es 
jedoch nicht ganz auf der Höhe 
der Zeit und zudem ein eher 
kurzes Vergnügen. 



Rent-A-Hero 

Hersteller: THQ 
Preis: ca. 20 Mark 
Compilation: Game Gallery Vol. 1 
Siehe: PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 72 

Heutige Wertung: 68 

Hübsche Grafik und drollige 
Charaktere lassen zunächst 
den Spieler aufmerken. Gemin- 
dert wird die Lust auf dieses 
Abenteuer jedoch durch unlogi- 
sche, eher flaue Rätsel, die 
deutlich gemischte Gefühle 
hinterlassen. 



Ring des Nibelungen 

Hersteller: Cryo 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 11/98 
Damalige Wertung: 71 
Heutige Wertung: 71 
Wenn das kein originelles 
Thema für ein Abenteuerspiel 
ist: Die Sage vom Ring des 
Nibelungen wurde Wagners 
Griff entwunden und in ein 
ungewöhnliches Szenario kata- 
pultiert. Ansehnliches Spiel mit 
bizarrem Charme. 




Riven 

Hersteller: Red Orb 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: Ages of Myst 
Siehe: PC Player 12/97 
Damalige Wertung: 80 
Heutige Wertung: 70 
Zweifellos besitzen das legen- 
däre »Myst« und der Nachfol- 
ger »Riven« ihre Qualitäten. 
Der einfache Einstieg und die 
reizvolle Render-Grafik lockt, 
und da es beide Titel günstig 
gibt, können Sie getrost einen 
Selbstversuch wagen. 



Stonekeep 

Hersteller: Interplay 

Preis: - 

Compilation: Adventure Hall of Farne 

Siehe: PC Player 1/96 

Damalige Wertung: 75 

Heutige Wertung: 65 

Nicht mehr einzeln, aber dafür 
zusammen mit anderen Inter- 
play-Tlteln ist dieses damals 
über mehrere Jahre angekündig- 
te Rollenspiel erhältlich. Sie lau- 
fen durch Gangsysteme und ver- 
prügeln hauptsächlich Unmen- 
gen von Monstern. 



Die Versuchung 

Hersteller: THQ 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 6/98 
Damalige Wertung: 79 
Heutige Wertung: 77 
Mit reichlich Psychologie 
gespickt ist dieser interaktive 
Film. In Schlüsselszenen treffen 
Sie Entscheidungen, durchstö- 
bern ansonsten ein Anwesen 
und entdecken so die Facetten 
Ihrer eigenen Persönlichkeit. 
Abgefahren! 



Zork: Der Großinquisitor 

Hersteller: Activision 
Preis: 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/98 
Damalige Wertung: 78 

Heutige Wertung: 75 

In dieser Mischung aus »1984« 
und »Monty Python« finden 
sich Selbstironie und zahlrei- 
che Anspielungen. Die Atmo- 
sphäre ist ausgesprochen 
dicht, wenngleich die Optik 
nicht ganz mit diesem Stan- 
dard mithalten kann. 



104 PC PLAYER APRIL 200C 



SPECIAL 



STRATEGIE & 
AUFBAU 



Das beliebteste Genre bietet gleichzeitig 
auch das größte Spektrum an Budget-Titeln. 
Egal ob Sie lieber Schlachten schlagen, 
Städte aufbauen, Firmen leiten oder einen 
Fußballverein an die Spitze führen - alles 
geht. Auch bei den Szenarien herrscht völli- 
ge Wahlfreiheit - je nach Ihren Vorlieben 
geht es in die Antike, ins Mittelalter, in die 
Gegenwart, die Zukunft oder eine Fantasy- 
Welt voller Monster und Magie. Sie sehen: 
Strategen steht die Welt offen, und das 
noch preiswert, (tw) 




Age of Empires 

Hersteller: Microprose 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/97 
Damalige Wertung: 86 

Heutige Wertung: 83 

Von der Steinzeit bis zu den 
verschiedenen Kulturen der 
Antike sind genügend Heraus- 
forderungen für alle Möchte- 
gern-Strategen vorhanden. Ein 
echter Knaller, dem es weder 
an Atmosphäre, noch an liebe- 
vollen Details mangelt. 



Alpha Centauri 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 3/99 
Damalige Wertung: 88 
Heutige Wertung: 88 



Die neue Firma des Civihza- 
tion-Schöpfers Sid Meier über- 
zeugte mit diesem Meister- 
werk, bei dem es um die 
Besiedlung eines Planeten 
geht. Freunde gepflegter Run- 
denstrategie erwerben hiermit 
eine monatelange Aufgabe. 






Anstoss 2 

Hersteller: Ascaron 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: Game Gallery Vol. 1 
Siehe: PC Player 10/97 
Damalige Wertung: 83 
Heutige Wertung: 70 
Obwohl diese Version des Fuß- 
ballmanagers inzwischen der 
Zeit hinterher hinkt, werden Fans 
des Genres solide unterhalten, 
wenngleich sie - anders als beim 
soeben erschienenen Nachfolger 
- auf in Echtzeit berechnete 
Partien verzichten müssen. 



Caesar 3 

Hersteller: Sierra 
Preis: ca. 45 Mark 
Compilation: Legenden der Antike 
Siehe: PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 83 

Heutige Wertung: 83 

Städtebau im römischen Reich: 
Sie legen Siedlungen an, sor- 
gen für deren reibungsvolles 
Funktionieren und steigen so 
im Ansehen des Kaisers. Die 
Schwierigkeit der Missionen 
steigt allerdings sehr rasch an. 
Bekömmliche antike Wuselei. 



Command & Conquer 

Hersteller: Westwood 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: Play the Games Vol. 1 
Siehe: PC Player 8/95 
Damalige Wertung: 91 

Heutige Wertung: 65 

Dieser Klassiker war zwar nicht 
das erste Echtzeit-Strategie- 
spiel, es führte jedoch das vor- 
malige Sub-Genre zum endgül- 
tigen Durchbruch. Die fast fünf 
Jahre seit der Erstveröffentli- 
chung sind allerdings deutlich 
zu spüren. 



Commandos - Premier Coli. 

Hersteller: Eidos 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 7/98 
Damalige Wertung: 85 

Heutige Wertung: 85 

Im zweiten Weltkrieg befehli- 
gen Sie einen kleinen Trupp 
aus Spezialisten, um den Nazis 
das Leben schwer zu machen. 
Geniales Echtzeit-Strategiespiel 
mit hohem Knobelfaktor, jetzt 
zusammen mit der knackigen- 
Zusatz-CD. 




Dark Omen 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: Play the Games Vol. 2 
Siehe: PC Player 4/98 
Damalige Wertung: 76 

Heutige Wertung: 76 

Zu Unrecht ging dieser War- 
hammer-Ableger seinerzeit lei- 
der fast unbemerkt unter. 
Dabei begeisterte nicht nur die 
3D-Optik, auch das clevere 
Kommandieren ganzer Verbän- 
de und die dichte Atmosphäre 
waren beachtlich. 



Dark Reign 

Hersteller: Activision 
Preis: ca. 20 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 11/97 
Damalige Wertung: 87 
Heutige Wertung: 78 
Eine erstaunliche Befehlsviel- 
falt und die für ein Echtzeit- 
Strategiespiel erstaunlich 
brauchbare künstliche Intelli- 
genz ließen Freude aufkom- 
men. Nur die Präsentation und 
belanglosen Story blieben eher 
Mittelmaß. 



Dune 2000 

Hersteller: Westwood 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 9/98 
Damalige Wertung: 74 
Heutige Wertung: 74 
Die Neuauflage des Urvaters 
aller Echtzeitstrategie bot zwar 
keine Überraschungen - 
geschweige denn irgendwel- 
che Innovationen - dennoch 
stimmt das Ambiente auf dem 
gefährlichen Wüstenplaneten. 
Ein Klassiker. 



Dungeon Keeper 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: ca. 20 bis 30 Mark 
Siehe: PC Player 12/97 
Compilation: Play the Games Vol. 1 
Damalige Wertung: 86 

Heutige Wertung: 78 

Bauen Sie als böser Kerker- 
meister ein Labyrinth aus Gän- 
gen und Kammern, die Sie mit 
Monstern und Fallen bestü- 
cken, um allzu unvorsichtigen 
Heldengestalten Saures zu 
geben. Ein höchst origineller 
Geniestreich. 



PC PLAYER APRIL 2000 105 



SPECIAL 





Gangsters 

Hersteller: Eidos 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/99 
Damalige Wertung: 77 
Heutige Wertung: 73 



Sie erhalten bei diesem engli- 
schen Titel die Chance, sich in 
einer Gangsterbande nach 
oben zu arbeiten und schließ- 
lich die Kontrolle über eine 
gesamte Stadt zu übernehmen. 
Komplex und etwas zu kompli- 



Heroes of Might and Magic 2 

Hersteller: Ubi-Soft 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: Game Gallery Vol. 1 
Siehe: PC Player 1/97 
Damalige Wertung: 80 
Heutige Wertung: 75 



Obwohl (oder vielleicht gerade 
weil) dieser Strategietitel auf 



basiert - Monster bekämpfen, 
Schätze einsammeln und 
Gegenstände finden, entfaltet 
dieses Spiel ein erschreckend 
hohes Suchtpotenzial. 



Incubation 

Hersteller: Blue Byte 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 11/97 
Damalige Wertung: 79 
Heutige Wertung: 75 



Auch die für ein Rundenstrate- 
giespiel bemerkenswerte, 
gelungene 3D-Präsentation 
und das gute Missions-Design 
verhalfen dem SF-Titel nicht zu 
mehr Umsatz. Tragen Sie den 
Kampf Aliens gegen Weltraum- 
Marines jetzt aus. 



Der Industriegigant 

Hersteller: Infogrames 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: Play the Games Vol. 1 
Siehe: PC Player 9/97 
Damalige Wertung: 65 
Heutige Wertung: 60 



Diese ansehnliche Wirtschafts- 
simulation sorgte auch beim 
Hersteller für erstaunliche 
Umsätze. Auf einer isometri- 
schen Karte besorgen Sie Roh- 
stoffe, produzieren und vertei- 
len die Produkte im Wettlauf 
mit dem Computer. 




Jagged Alliance 2 

Hersteller: Topware 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 6/99 
Damalige Wertung: 87 

Heutige Wertung: 87 

Stellen Sie ein Team von Söld- 
nern zusammen, um damit ein 
unterdrücktes Entwicklungs- 
land zu befreien. Die dynami- 
sche Kampagne dieses kom- 
plexen Rundenstrategiespiels 
lässt sich weitgehend frei 
angehen. 



Kurt 

Hersteller: Heart-Line 
Preis: ca. 35 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 3/99 
Damalige Wertung: 81 
Heutige Wertung: 77 
Bei der Veröffentlichung 
erstaunten vor allem die in 
Echtzeit berechneten Partien - 
damals völlig neu bei Fußball- 
managern. Für Abzug sorgten 
Bedienungsmängel des Menü- 
Dschungels und die verspielte 
Comic-Optik. 



Knights and Merchants 

Hersteller: Topware 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: Gold Games 4 
Siehe: PC Player 10/98 
Damalige Wertung: 77 
Heutige Wertung: 77 
Bei diesem erfreulich gelunge- 
nem Siedler-Klon liegt der 
Schwerpunkt zwar auf Echtzeit- 
Kämpfen, doch zunächst muss 
auch hier eine florierende Wirt- 
schaft aufgebaut werden. Ein 
hoher Wusel-Faktor ist festzu- 



Mech Commander 

Hersteller: Microprose 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 8/98 
Damalige Wertung: 83 

Heutige Wertung: 82 

Auf den isometrischen Karten 
stapfen kleine Einsatztrupps, 
bestehend aus riesigen robo- 
terartigen Mechs über die Pla- 
netenoberflächen. Taktisches 
Feingefühl und schnelle Reak- 
tionen sind vonnöten. Tolle 
Animationen! 




Myth 2 

Hersteller: GT Interactive 
Preis: ca. 20 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 2/99 
Damalige Wertung: 75 
Heutige Wertung: 75 
Trotz frei drehbarer 3D-Grafik 
und einer gelungenen Fanta- 
sy-Hintergrundgeschichte 
hatte »Myth 2« es schwer. 
Nicht zuletzt die unübersicht- 
lichen Kämpfe vereiteln takti- 
sche Winkelzüge und sorgen 
so für Frust. 



Panzer General 3D 

Hersteller: Mindscape 
Preis: ca. 10 Mark 
Compilation: Gold Games 3 
Siehe: PC Player 12/97 
Damalige Wertung: 82 

Heutige Wertung: 80 

Die Panzer-General-Serie 
besticht durch eingängige 
Bedienung, ein verständliches 
Regelwerk, den raschen Ein- 
stieg und eine hübsche Prä- 
sentation. Genau diese Tugen- 
den fanden sich auch hier wie- 



Pizza Syndicate 

Hersteller: Software 2000 
Preis: 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 4/99 
Damalige Wertung: 82 
Heutige Wertung: 79 
Dank hoher Komplexität 
genau das richtige Kaliber für 
alle Liebhaber von Wirt- 
schaftssimulationen. Die zahl- 
reichen Funktionen haben 
jedoch auch eine Schattensei- 
te: Der Spieler wird von ihnen 
fast erschlagen. 



Populous: The Beginning 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 83 

Heutige Wertung: 80 

Die zeitgemäße dreidimensio- 
nale Variation des legendären 
»Populous«-Themas bietet 
nicht ganz die Tiefe des gro- 
ßen Vorbilds. Leider sind die 
Missionen einzeln sehr kurz, 
dafür aber höchst amüsant 
und sehr unterhaltsam. 



106 PC PLAYER APRIL 200C 



SPECIAL 






Railroad Tycoon 2 

Hersteller: Take 2 
Preis: 50 Mark 

Compilation: Tycoon Collection 
Siehe: PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 81 
Heutige Wertung: 81 



Die Neuauflage von Sid Meiers 
bekanntem Klassiker bietet 
nicht nur eine ansprechendere 
Präsentation und coole Blues- 
Klänge. Auch die Bedienung 
wurde verbessert, außerdem 
sorgen etliche spannende Mis- 
sionen für zusätzliche Kurzweil. 



Rollercoaster Tycoon 

Hersteller: Microprose 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: Tycoon Collection 
Siehe: PC Player 4/99 
Damalige Wertung: 83 
Heutige Wertung: 83 



Auf zum fröhlichen Achter- 
bahnbau - als Vergnügungs- 
park-Leiter bauen Sie vielerlei 
Fahrgeschäfte, besonders auch 
Achterbahnen auf, um Scharen 
von Besuchern anzulocken - 
die dann dort hoffentlich ihr 
Geld abliefern. 



Seven Kingdoms 

Hersteller: Interactive Magic 
Preis: 30 Mark 

Compilation: Play the Games Vol. 1 
Siehe: PC Player 12/97 
Damalige Wertung: 77 
Heutige Wertung: 74 



Eine Mischung aus Wirtschaft, 
Aufbau und Echtzeitstrategie 
soll »Seven Kingdoms« sein, 
doch die zahlreichen Möglich- 
keiten sind nur für Hardcore- 
Spieler wirklich interessant. 
Die allerdings bekommen viel 
geboten. 



Sid Meier's Gettysburg! 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: 30 Mark 

Compilation: Play the Games Vol. 2 
Siehe: PC Player 12/97 
Damalige Wertung: 70 
Heutige Wertung: 67 



Eine Schlacht aus dem ameri- 
kanischen 

zeit-Strategiespiel - das stieß 
hierzulande nur auf verhaltene 
Resonanz. Die historische 
Akkuratesse bis hin zur klein- 
sten Einheit ist jedenfalls faszi- 
nierend. 




Die Siedler 2 

Hersteller: Blue Byte 

Preis: 30 Mark 

Compilation: Play the Games Vol. 1 

Siehe: PC Player 6/96 

Damalige Wertung: 80 

Heutige Wertung: 75 

Die Wuselkönige aus Mülheim 
an der Ruhr verkauften bis vor 
kurzem selbst von diesem älte- 
ren Titel noch immer bemer- 
kenswerte Stückzahlen. Ein 
Fest jedenfalls für alle Aufbau- 
freunde mit Liebe zu drolligen 
Wichtelmännern. 



SimCity 2000 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: 20 bis 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 4/94 
Damalige Wertung: 90 

Heutige Wertung: 75 

Obwohl es mittlerweile eine 
deutlich hübschere Neuauflage 
des Städtebau-Klassikers gibt, 
ist »SimCity 2000« nach wie 
vor ein Renner. Schließlich 
funktioniert die Stadtplanung 
auch bei dieser Budget-Version 
problemlos. 



Star Trek: Birth of the Federation 

Hersteller: Microprose 
Preis: 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 7/99 
Damalige Wertung: 75 

Heutige Wertung: 68 

Schon Ende März dürfte auch 
dieser noch recht junge Titel 
preislich reduziert werden. 
Dann können Sie zum Spar- 
preis die verschiedenen Reiche 
aus dem Star-Trek-Universum 



ner aufbauen. 



Starcraft 

Hersteller: Blizzard 
Preis: ca. 45 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 6/98 
Damalige Wertung: 88 
Heutige Wertung: 84 
Das Ringen dreier Rassen auf 
fernen Planeten, die Sie zudem 
noch abwechselnd überneh- 
men, hatte verdientermaßen 
großen Erfolg. Trotz deutlicher 
Unterschiede der Kriegspar- 
teien sind diese prima ausbal- 





Theme Hospital 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: 40 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 4/97 
Damalige Wertung: 79 
Heutige Wertung: 70 
Bei dieser originellen Wirt- 
schaftssimulation betreiben Si< 
Krankenhäuser unterschied- 
licher Größe, bauen diese 
gezielt aus und versuchen, die 
Versorgung der Patienten kos- 
tengünstig zu organisieren. 
Lustig, trotz veralterter Grafik. 



Total Annihilation 

Hersteller: GT Interactive 
Preis: 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 11/97 
Damalige Wertung: 85 

Heutige Wertung: 78 

Klar, die Karten von »Total 
Annihilation« lassen sich nicht 
beliebig drehen oder schwen- 
ken, aber dafür enthält es etli- 
che Fahrzeugtyen, viele Missio- 
nen und eine ausgesprochen 
solide Gestaltung der Kampag- 



Total Annihilation: Kingdoms 

Hersteller: GT Interactive 
Preis: 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 8/99 
Damalige Wertung: 77 
Heutige Wertung: 74 
Nach dem Achtungserfolg von 
Total Annihilation speziell in 
Amerika verlagerten die Ent- 
wickler das Geschehen in eine 
mittelalterliche Fantasywelt. 
Die Landschaften sind hübsch, 
das Missions-Design jedoch 
stümperhaft. 



Warcraft 2 

Hersteller: Blizzard 
Preis: 40 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/96 
Damalige Wertung: 87 

Heutige Wertung: 79 

Der Fantasy-Kampf zwischen 
Orks und Menschen wurde von 
Blizzard so zeitlos gelungen 
inszeniert, dass es noch heute 
Spaß macht, dieses mittlerwei- 
le betagte Echtzeit-Strategie- 
spiel zur Hand zu nehmen und 
zu spielen. 



PC PLAYER APRIL 2000 107 



I SIMULATIONEN 



Am Boden, im Wasser und in der Luft wim- 
melt es nur vor simulierten Fahrzeugen. 
Besonders Kriegsgerät unterschiedlicher 
Typen und Epochen steht für Sie bereit, aber 
auch der zivile »Microsoft Flightsimulator« ist 
in einer älteren Version preiswert zu haben. 
Bei den U-Boot-Simulationen müssen Sie 
einige Jahrgänge zurückgehen, um ein ver- 
nünftiges Programm zu finden, während die 
anderen hier vorgestellten Simulationen 
spürbar jünger sind. Bald wird übrigens auch 
»Falcon 4.0« preiswert zu haben sein, (tw) 




688 (I) Hunter/Killer 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: ca. 15 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 9/97 
Damalige Wertung: 73 
Heutige Wertung: 58 
Als Kommandant eines moder- 
nen U-Bootes der Los-Angeles- 
Klasse kämpfen Sie gegen Dro- 
genbarone und verrückt gewor- 
dene russische Militärs. Realis- 
tisch-trocken, daher nur etwas 
für wahre Hardcore-Spieler und 
Ortungs-Spezialisten. 



Asse der Tiefe 

Hersteller: Dynamix/Sierra 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/94 
Damalige Wertung: 78 

Heutige Wertung: 60 

Ganz klar, man sieht das hohe 
Alter dieser Simulation auf den 
ersten Blick. Dennoch gibt es 
bislang kein besseres, histori- 
sches U-Boot-Spiel rund um 
den Zweiten Weltkrieg. Sie 
kommandieren übrigens einen 
deutschen Tauchzylinder. 




European Air War 

Hersteller: Microprose 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 84 
Heutige Wertung: 84 
Die Luftschlachten des Zweiten 
Weltkriegs fechten Sie bei die- 
sem Referenzspiel erneut aus. 
Sowohl auf alliierter wie auf 
deutscher Seite steht Ihnen das 
wichtigste Fluggerät der dama- 
ligen Zeit für die Einsätze zur 
Verfügung. 



Flightsimulator '98 

Hersteller: Microsoft 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/97 
Damalige Wertung: 72 

Heutige Wertung: 61 

Wer bereit ist, grafische Abstri- 
che hinzunehmen, erhält für 
unter 50 Mark eine ältere, den- 
noch für Freizeitpiloten völlig 
ausreichende Version des Refe- 
renzproduktes im Bereich zivi- 
ler Flugsimulationen. Ein ech- 
ter Dauerbrenner. 



Flight Unlimited 2 

Hersteller: Eidos 
Preis: ca. 40 Mark 
Compilation: Play the Games Vol. 2 
Siehe: PC Player 2/98 
Damalige Wertung: 74 

Heutige Wertung: 63 

Obwohl »Flight Unlimited« von 
Looking Glass/Eidos bisher nicht 
der gleiche Erfolg beschieden 
war wie dem Microsoft-Flug- 
simulator, ist dieser der 98er- 
Ausgabe des MS Flightsimu- 
lators leicht überlegen. 
Unser Tipp für Hobby-Flieger. 



Longbow 2 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/98 
Damalige Wertung: 86 
Heutige Wertung: 84 
Trotz der beachtlichen Komple- 
xität ist diese Hubschrauber- 
Simulation sehr leicht zugäng- 
lich. Acht moderne Kampfheli- 
kopter-Typen stehen zur Aus- 
wahl, um die actionreichen 
Missionen erfolgreich zu absol- 




M1 Tank Platoon 2 

Hersteller: Microprose 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: War Collection 
Siehe: PC Player 5/98 
Damalige Wertung: 83 
Heutige Wertung: 78 
Nehmen Sie Platz in einem 
modernen Kettenfahrzeug der 
amerikanischen Armee! Wer 
die Schlachten und Gefechte 
gewinnen will, sollte jedoch 
auch die anderen Fahrzeuge 
seiner Einheit taktisch 
geschickt koordinieren. 



Red Baron 2 

Hersteller: Dynamix/Sierra 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 2/98 
Damalige Wertung: 80 

Heutige Wertung: 76 

Düsenjäger werden zwar mas- 
senweise simuliert, aber die 
Doppeldecker des Ersten Welt- 
kriegs erhalten nur bei »Red 
Baron 2« die ihnen eigentlich 
zustehende Aufmerksamkeit. 
Trotz mäßiger Optik ein Flug- 



Schleichfahrt 

Hersteller: Blue Byte 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/96 
Damalige Wertung: 83 
Heutige Wertung: 71 
Seinerzeit heimste Blue Bytes 
»Schleichfahrt« Lorbeeren für 
seine beeindruckende Grafik 
ein. Heute kennt man natürlich 
noch ansehnlicheres, doch das 
SF-Unterwasser-Szenario kann 
nach wie vor fesseln. Das der- 
zeit beste U-Boot-Spiel. 



Total Air War 

Hersteller: DID/Infogrames 
Preis: ca. 35 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 11/98 
Damalige Wertung: 85 

Heutige Wertung: 81 

Die komplexen Einsätze dieser 
Simulation erfordern Ihre 
ganze Konzentration, denn 
eine F22 donnert schließlich 
mit Düsenjäger-Geschwindig- 
keit durch die Stratosphäre. 
Abstriche gibt es bei der ange- 
staubten Präsentation. 



108 PC PLAYER APRIL 200C 



Wer gerne gepflegt über den Asphalt bret- 
tert, der hat auch im Budget-Bereich eine 
reichhaltige Auswahl. Fast alle Formel- 1- 
Klassiker sind mittlerweile im Preis redu- 
ziert, und selbst Rallye-Fans kommen auf 
ihre Kosten. Die Qual der Wahl haben aber 
auch alle Liebhaber von Fun-Rennspielen, 
denen es vor allem auf die phantasievolle 
Gestaltung der Strecken ankommt. Wer darü- 
ber hinaus noch Wert auf spannende Missio- 
nen und Musik legt, sollte sich für »Nitro 
Riders« entscheiden, (tw) 




Colin McRae Rally 

Hersteller: Codemasters 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 10/98 
Damalige Wertung: 82 
Heutige Wertung: 79 
Tatsächlich war »Colin McRae« 
bis vor kurzem das beste 
Rallye-Rennspiel auf unserem 
Hühnerhof. Auch jetzt ist es 
noch immer ein Kauf ohne Reue 
für alle Freunde dieses Motor- 
sports - einen Beifahrer gibt es 
gratis dazu. 



Dethkarz 

Hersteller: Melbourne House 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 80 

Heutige Wertung: 78 

Rasante Flitzer, fulminante 
Optik und ein gutes Fahrver- 
halten kennzeichnen dieses 
australische Rennspiel. Mit 
Phantasievehikeln sausen Sie 
im Affentempo über zahlrei- 
che, geschwindigkeitsopti- 
mierte Strecken. 




F1 Racing Simulation 

Hersteller: Ubi-Soft 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/98 
Damalige Wertung: 90 
Heutige Wertung: 87 
Wer Formel-1-Atmosphäre 
schnuppern möchte, für den ist 
die »F1 Racing Simulation« 
immer noch erste Wahl. Der 
gebotene Realismusgrad von 
Benzinschleudern, Fahrgefühl 
und Streckenführung wurde 
von keinem übertrumpft. 



Grand Prix 2 

Hersteller: Microprose 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 4/96 
Damalige Wertung: 87 
Heutige Wertung: 84 
Fast zwei Jahre lang war 
»Grand Prix 2« ungeschlagene 
Referenz in seinem Genre, 
und auch heute noch schwö- 
ren zahlreiche Fans auf diese 
packende Rennzirkus-Simu- 
lation der Extraklasse. Die 
Legende lebt! 



Grand Prix Legends 

Hersteller: Sierra/Havas 
Preis: ca. 45 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 11/98 
Damalige Wertung: 84 
Heutige Wertung: 84 
Zu einer Reise in die Formel-1- 
Vergangenheit brechen Sie mit 
diesem hervorragenden Renn- 
spiel an. Allerdings sind die Tou- 
ren in historischen Oldtimer- 
Rennwagen nur etwas für erfah- 
rene Könner und überfordern 
Einsteigen 



Need for Speed 2 

Hersteller: Electronic Arts 
Preis: ca. 15 bis 30 Mark 
Compilation: Play the Games Vol. 1 
Siehe: PC Player 6/97 
Damalige Wertung: 79 

Heutige Wertung: 69 

Der zweite Teil der »Need for 
Speed«-Reihe verursachte 
schon ähnliche Fahrspaßanfälle 
wie die fesselnden Nachfolger. 
Inzwischen wirkt die Grafik 
allerdings veraltet und gerade 
die ist bei einem Fun-Racer ja 
durchaus wichtig. 




N.I.C.E. 2 

Hersteller: Magic Bytes 
Preis: ca. 50 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 81 
Heutige Wertung: 81 
Ein wahrhaft abwechslungs- 
reiches Rennspiel: Sie können 
über interessante Strecken 
überall auf dem Globus rasen, 
Ihr Auto mit Gewinnen aus 
erfolgreichen Rennen auf- 
rüsten und sogar Waffen 



Nitro Riders 

Hersteller: Activision 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 5/98 
Damalige Wertung: 83 

Heutige Wertung: 81 

Basierend auf dem abgehobe- 
nen »Interstate '76« reisen 
Sie zurück in die 70er-Jahre - 
fiktive 70er Jahre voller Gewalt 
auf den Straßen. Sie erledigen 
gefährliche Missionen und 
lauschen der coolen Musik. 
Groovy! 



Powerslide 

Hersteller: GT Interactive 
Preis: ca. 30 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 1/99 
Damalige Wertung: 83 

Heutige Wertung: 83 

Ein rasantes Rennvergnügen 
vom fünften Kontinent. In die- 
sem Debüt-Titel von einem 
neuen australischen Entwickler 
geht es durch die freie Natur in 
einer Endzeitwelt mit Mad-Max- 
Touch. Faszinierende, temporei- 
che Raserei! 



Speed Busters 

Hersteller: Ubi-Soft 
Preis: ca. 25 Mark 
Compilation: - 
Siehe: PC Player 2/99 
Damalige Wertung: 84 

Heutige Wertung: 82 

Dieses prächtige Action-Renn- 
spiel gibt mit einem tollen 
Schadensmodell, originellen 
Rennstrecken und aufrüstbaren 
Fahrzeugen Vollgas. Wegen 
hohem Schwierigkeitsgrad 
jedoch nur ein Fall für echte 
Profis. 



110 PC PLAYER APRIL 200C 



Firmenhistorie: Shiny Entertainment 



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J*- 



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Glänzende 
Aussichten 



112 PC PLAYER APRIL 2000 



SPECIAL 




Max, Dr. Hawkins und Kurt sorgten für Furore. MDK war das erste PC-Pro- 
dukt von Shiny Entertainment. 



Shiny Entertainment er- 
scheint auf den ersten Blick 
sicher nicht als der am 
besten geeignete Kandidat 
für eine unserer Firmenhistorien. 
Denn offiziell hat die Firma mit 
»MDK« bisher nur einen einzigen PC- 
Titel veröffentlicht. 



David Perrys Spiele-Galerie 



David Perry hat zwar mit Messiah und 
Sacrifice zwei potenzielle Hits auf Lager, 
dennoch sollte man nicht vergessen, dass 
der Star-Designer auf eine glorreiche Ver- 
gangenheit zurückblicken kann. Als Ent- 
wickler für MicroGen, Probe Software und 
Virgin Interactive produzierte er bereits 
lange vor seiner Shiny-Zeit Bestseller am 
laufenden Band für die damals populären 
Computersysteme Sinclair, C64 und Amiga. 
Einige der älteren Titel für den Spectrum 



können Sie in einer Java-Version auf Dave 
Perrys Webseite (www.dperry.com) kom- 
plett spielen. Der Sinclair ZX Spectrum 
(auch bekannt als TS2000) wurde erstmals 
1982 von der britischen Firma Sinclair Re- 
search vorgestellt. Getaktet war der Z80- 
Chip mit stolzen 3,5 MHz. Der Computer 
verfügte über 48 Kilobyte RAM-Speicher 
und benutzte Audiokassetten als Speicher- 
medium. Es folgt eine Auswahl von Perrys 
bekanntesten Frühwerken. 



In diesem Monat sollte zwar noch Mes- 
siah erscheinen und Sacrifice wurde für 
diesen Sommer versprochen. Dennoch ist 
Shiny im Grunde genommen ein Entwick- 
ler für Konsolenspiele. 

Doch wer Shiny sagt, muss auch David 
Perry sagen, und der ist bekannterweise 
einer der Pioniere der PC-Spielegeschich- 
te. Perry begann seine Programmierkarrie- 
re im zarten Alter von 13 Jahren in Belfast. 
Seine ersten Spiele erschienen für den 
Sinclair ZX81, heute ein populärer Briefbe- 
schwerer. Von Belfast führte ihn seine Kar- 
riere zunächst nach London, wo er diverse 
erfolgreiche Spiele für MicroGen entwi- 
ckelte. 1985 landete er mit Pyamarama 
für den Sinclair Spectrum seinen ersten 
Hit. Der unternehmungslustige Teenager 
veröffentlichte sogar ein Buch für ange- 
hende Designer. Von »Astounding Arcade 
Games« - so der Titel - wurden immerhin 
13 000 Exemplare verkauft. Leider ist das 
Buch heute nicht mehr erhältlich. Perrys 
Talent für rätsellastige Plattformspiele -> 



3 Weeks in 
Paradise 

Wally, Wilma und Herbert machen Urlaub 
auf einer einsamen Insel und müssen sich 
gegen die kan- 


nibalistischen 
Eingeborenen 
verteidigen. 
Hersteller: 
MicroGen 
Erschei- 
nungsjahr: 
1986 


1 ^P^j I^^^^^H 





Stainless 
Steel 

Superheld Ricky Steel 
besiegt in seinem 
futuristischen Kampf- 
wagen die Androiden- 
truppen des bösen 
Doktor Vardos, der die 
Herrschaft über die 
Erde an sich reißen 
will. 

Hersteller: MicroGen 
Erscheinungsjahr: 1986 





Trantor 



Held Trantor steuert sein Raumschiff zu 
einem fremden Planeten, legt eine Bombe 
und findet sein Schiff nicht mehr. Wettlauf 
gegen die Zeit. Übrigens die Vorlage des 
berühmten Comichelden, der mit Starkiller 
und der bezaubernden Ultima haarsträu- 
bende Abenteuer 
besteht. 

Hersteller: Probe 
Software 
Erscheinungsjahr: 
1987 




PC PLAYER APRIL 2000 113 



SPECIAL 



Firmenhistorie: Shiny Entertainment 



»Trrra 



LIJÜL 



H LL-lM 

Stil' 



% 



JC. 



Coolspot - ein Riesenhit für Virgin 
mit dem Maskottchen der hier eher 
unbekannten Getränkemarke 7 Up. 



tere talentierte Desi- 
gner folgten Perry 
und Bruty in das neue 
Designer-Paradies im 
verschlafenen Küs- 
tenstädtchen Laguna 
Beach, das solch 
»glänzende Unterhal- 
tung« versprach. Der 
Name des Unterneh- 
mens stammt übri- 
gens von dem REM- 
Song »Shiny, Happy 
People«. 



->und seine Fähigkeit gute 
Spielcharaktere zu entwickeln, 
führte zu zahlreichen weiteren 
Topspielen, darunter Stainless 
Steel, Smash TV und der 
Amigahit Supremacy. 

Zu neuen Ufern 

Perry entwickelte sich schnell 
zum Geheimtipp der Branche, 
und so ist es nicht weiter ver- 
wunderlich, dass man in Ame- 
rika schnell auf ihn aufmerk- 
sam wurde. Virgin Interactive 
umwarb den mittlerweile 23- 
jährigen und lockte ihn ins son- 
nige Irvine im Bundesstaat Kali- 
fornien. Dort schuf Perry mit 
Cool Spot, Aladdin und Glo- 
bal Gladiators Hits am Fließ- 
band und spielte eine entschei- 
dende Rolle in der Erfolgsstory 
des Sega Genesis Systems 
(hier zu Lande Sega Mega 
Drive). Sowohl Sega als auch 
Virgin taten ihr Bestes, um den 
Star-Designer zu halten - doch 
der hatte andere Pläne. Zusam- 
men mit Freund, Kollaborateur 
und Grafik-Genie Nick Bruty 
löste er sein Angestelltenver- 
hältnis auf und gründete 1993 
Shiny Entertainment. Acht wei- 



Wurm drin 

Bereits das erste Spiel 
brach sämtliche Rekorde. 
Earthworm Jim begann einen 
Siegeszug ohnegleichen, der 
nicht nur durch Konsolen und 
Computer, sondern auch durch 
die Spielwarenindustrie, Co- 
mic-Hefte und selbst eine Zei- 
chentrickserie führte. Auch am 
PC erkämpfte sich der zum Su- 
perhelden mutierte hamsterrei- 
tende, glubschäugige, kuhja- 
gende Regenwurm die Sympa- 
thien der Spieler. Die Konvertie- 
rung stammte allerdings nicht 
von Shiny, sondern wurde von 
Activision durchgeführt. 




Gleich zu Beginn gelang 
Shiny mit Earthworm Jim 
der Durchbruch. 



Interview mit 
Dave Perry 




! PC Player: Wie geht's nach 






den beiden Spielen Mes- 






siah und Sacrifice weiter? 






Dave Perry: Es gibt bisher 






noch keine weiteren Pläne. 


^m^ ^^ ^K 




Wir wollen zunächst die 






Reaktion der Spieler 


f ym (& 


abwarten, bevor wir uns 




entscheiden. 


.^fl ^A **^_^^^^^^l 




PC Player: Wann wird 


^k ^L 




Sacrifice herauskommen? 






Dave: Schwer zu sagen. 






Wir glauben wirklich, dass 






das Spiel schon sehr bald 






erscheinen wird. In der 




^-* 


Zwischenzeit veröffent- 




lichen wir alle Sacrifice- 






News auf der Internetseite 






www. sacrifce.net. 

PC Player: Was sind Deine 










! ersten persönlichen Ein- 






drücke von MDK2? 


Dave Perrys Kurzbio 




Dave: Das sieht bisher alles 






sehr gut aus. Bioware 


Geburtsort: 




knüpft an den Vorgänger 


Belfast, Nord-Irland 




an, bringt aber darüberhin- 


Geburtsdatum: 




aus auch genug eigene 
Ideen ins Spiel. 


April, 1968 
Größe: 




! PC Player: Du bist als gro- 


Fast zwei Meter 




ßer Film- und Comic-Fan 


Hobbies: 




bekannt. Wenn Du eine 


Modellfahrzeuge und -heli- 




Film- oder Comic-Lizenz 


kopter, schnelle Autos 




umsetzen könntest, welche 


Erster Job: 




wäre es? 


MicroGen, London 




Dave: Spiderman, Predator 


Karriere-Höhepunkte: 




und Blade Runner. Ich habe 


Gründet 1993 Shiny Enter- 




mich sogar schon um 


tainment, entwickelt Earth- 




diese Lizenzen bemüht, 






aber das ganze Urheber- 


worm Jim 




rechts-Gerangel wurde mir 


Finanzstatus: 




schließlich zu viel. 


Millionär mit 27 Jahren 





Savage 



P 

Der Held 
kämpft sich 
mühsam sei- 
nen Weg aus 
einem Laby- 
rinth, bevor 
er merkt, 
dass er sein 
Mädel dort 

v 

ir 

: 

11 




vergessen hat. Daher das ganze noch mal 
in umgekehrter Reihenfolge. 
Hersteller: Probe Software 
Erscheinungsjahr: 1989 



Teenage 
Mutant Hero 
Turtles 

Die drei karatelnden 
Renaissance-Schild- 
kröten waren damals 
die begehrteste 
Lizenz überhaupt. In England wurde das 
martialische »Ninja« durch das familien- 
freundlichere »Heroes« ersetzt. 
Hersteller: Konami 
Erscheinungsjahr: 1989 




Paperboy 2 

Radfahrender Zeitungsjunge muss seine 
druckfrischen Produkte zum zweiten Mal 
zielgenau abliefern. 
Hersteller: Mindscape 
Erscheinungsjahr: 1991 





114 PC PLAYER APRIL 2000 



SPECIAL 




Hier lässt es sich leben und arbeiten. 
Shiny residiert am Strand von Lagu- 
na Beach. 




Schaffte es leider nie auf den PC: RC 
Stuntcopter. Eine Demo kursiert 
angeblich im Internet. 

»Wir waren nichts weiter als eine kleine, 
unbekannte Firma, die Spiele für Segas 
Mega Drive entwickeln wollte«, erinnert 
sich Perry. »Wir hatten ein Treffen mit 
Sega, und ohne das Spiel überhaupt gese- 
hen zu haben, wollte man uns abwim- 
meln. Ich steckte einfach die Cartridge in 
den Schacht und den Burschen fiel die 
Kinnlade runter. Innerhalb von ein paar 
Minuten lag der Vertrag auf dem Tisch und 
zwei Wochen später zierte Jim die Titelsei- 
te des Sega Magazins.« 

Natürlich musste gleich ein Sequel her. 
Und Earthworm Jim 2 stand dem Vor- 
gänger in nichts nach. Eine Kompilation 
beider Titel mit neuen Zwischensequenzen 
erschien übrigens in Deutschland unter 
dem Funsoft-Label. 

Als Nächstes machte sich Shiny daran 
den PC-Markt zu erobern. Das sollte mit 
Hilfe des Roboterhundes Max, des exzen- 
trischen Dr. Hawkins und dem pistolen- 
köpfigen Helden Kurt geschehen. Der 



Wir hatten ein Treffen mit Sega, 
und ohne das Spiel überhaupt 
gesehen zu haben, wollte man 

uns abwimmeln. 



Titel des Spiels war MDK. MDK steht nicht, 
wie vielfach angenommen für Murder- 
Death-Kill, sondern repräsentiert lediglich 
die Initialen der Protagonisten. Mit MDK 
ging man ein großes Risiko ein. Als Konso- 
lenfirma hatte man einen Ruf als Hitliefe- 
rant, in der PC-Branche hingegen war Shiny 
eine unbekannte Größe. Dieser Markt ist 
und war unberechenbar, hoffnungslos 
überladen und verfügt über eine ungleich 
wählerischere Fangemeinde. Shiny schaffte 
es problemlos, auch die schärfsten Kritiker 
zu überzeugen. MDK ging innerhalb von 
drei Monaten nach seiner Veröffentlichung 
eine halbe Million mal über die Ladenthe- 
ken; hier zu Lande lag der Titel allerdings 
erstaunlicherweise wie Blei in den Regalen. 
Kurt flog, sprang und segelte sich in der 
Restwelt dagegen in die Herzen der Spieler 
und setzte ein vorher nie dagewesenes Bei- 
spiel: Trotz des Erfolges wird es keine Fort- 
setzung geben! Zumindest nicht gleich. 
Oder zumindest nicht von Shiny. Zwischen- 
zeitlich ist nämlich ein Sequel in Arbeit 
(siehe Seite 80), allerdings wird dieses bei 
Bioware und Interplay entwickelt. 




Wild 9 war der letzte reine Konsolen- 
Titel bevor man sich bei Shiny wie- 
der auf PC-Spiele konzentrierte. 



DanDare 3 




Ursprünglich geplant als »Crazy Jet Racer«, 
aber Virgin taufte es kurzerhand in DanDare 
3 um. Der Held ist ein Astronaut, der auf 
einem Einrad durch das Weltall düst. 
Hersteller: Virgin Mastertronic 
Erscheinungsjahr: 1991 



Smash TV 

Actionrei- 
ches Jump- 
and-Run als 
TV-Show 
getarnt. 
Erinnert 
daher an 
den 

Schwarzenegger-Film »The Running Man« 

aus den 80ern. 

Hersteller: Ocean/US Gold 

Erscheinungsjahr: 1991 




Mit Wild 9 und RC Stuntcopter folgten 
zwei weitere Konsolen-Hits, bevor man sich 
wieder dem PC zuwandte. Über Messiah 
(siehe auch Test in der PC Player 2/2000) 
wurde bereits so viel geschrieben, dass sich 
jedes weitere Wort erübrigt. Weniger weiß 
man über Sacrifice, Shinys erstes Spiel mit 
Multiplayer-Kapazitäten. 




Das doch sehr vielversprechend aus- 
sehende Sacrifice soll noch in diesem 
Jahr erscheinen. Erstmals experimen- 
tiert Shiny mit Mehrspieler-Funktion. 

Und jetzt alle ... 

Dave Perry erwähnte Sacrifice erstmals vor 
etwa drei Jahren, und bis heute ist relativ 
wenig bekannt über diesen Titel. Es handelt 
sich dabei um ein 3D-Echtzeitstrategiespiel 
in einem Fantasy-Universum, das sich nicht 
einfach kategorisieren lässt. Ein Hauch von 
»Command & Conquer«, ein bisschen 
»Populous«, etwas »Ultima Ascension«, 
und der Rest ein typisches Shiny-Eigenge- 
wächs. Selbst Anleihen von Schach lassen 
sich nicht verleugnen. Ihr Hauptcharakter 
ist der Wizard, dessen Aufgabe darin 
besteht eine Kreatur auf dem Altar des Fein- 
des zu opfern, während der eigene Altar vor 
gegnerischen Attacken geschützt werden 
muss. Erfolgreiche Opfergaben über- -> 



Extreme 

Perry zog noch einmal alle Register 
für sein letztes Spiel auf dem Spec- 
trum Computer. Das Jump-and-Run 
war der letzte Verkaufserfolg für den 
Sinclair bevor er von den neuen 
Systemen endgültig verdrängt wurde. 
Hersteller: 
Digital Inte- 
gration 
Erschei- 
nungsjahr: 
1991 




PC PLAYER APRIL 2000 115 



SPECIAL 



Firmenhistorie: Shiny Entertainment 




Konzeptzeichnung für eines der zahl- 
reichen Monster in Sacrifice. 

zeugen den Gott des 
Opponenten davon auf 
Ihre Seite überzuwech- 
seln. Dadurch erhalten 
Sie neue Zaubersprüche 
und ein wesentlich 
schlagkräftigeres Waffe- 
narsenal. Zauberer müs- 
sen sich in der Nähe 
einer Manna-Quelle 

befinden, um ihren 
Angriffen die nötige Stär- 
ke zu verleihen. Um die 
Reichweite eines solchen 
»Manna-Brunnens« zu 
erweitern, können Sie 
darüber einen Generator 
installieren. 
Ihr Wizard muss immer gut beschützt 
sein. Hierzu stehen eine Reihe von Kreatu- 
ren mit unterschiedlichen Fähigkeiten zur 
Verfügung. Im Gegensatz zu herkömm- 
lichen RTS-Spielen wird in Sacrifice keine 




ein, was für ein 
üßes Kerlchen. Ist 
s Dave Perry oder 
am das Bild mit 
em neuen Geld- 
eutel? 



Zeit mit der Konstruktion von Gebäuden 
verplempert. Der Zauberer ruft Kreaturen 
herbei, die ohne Umschweife in den Kampf 
ziehen. Je mächtiger der Wizard, desto stär- 
ker die Kreaturen. Die Grafiken für Sacrifice 
werden mit der Messiah-RT-DAT-Technik 
entwickelt, der gesamte Rest der Engine ist 
jedoch brandneu. RT-DAT ist eine Skalier- 
Technologie, bei der jedes Objekt zunächst 
in der höchstmöglichen Auflösung geren- 
dert wird. Das Spiel verändert dann selbst- 
ständig die Detail-Levels abhängig von der 
Anzahl der sichtbaren Objekte und deren 
Aktionen. Theoretisch bedeutet dies, dass 
das Spiel nie langsamer wird, da die Engine 
die grafischen Details solange dezimiert, 
bis wieder genug Ressourcen zur Optimie- 
rung verfügbar sind. 

Die Zaubersprüche verleihen dem Wizard 
gottähnliche Kräfte, mit denen er im Popu- 
lous-Stil die Umgebung verändern kann. 
Erdbeben, Vulkanausbrüche und 
andere Naturkatastrophen dienen 
somit als zusätzliche strategische 
Optionen. Gold und Silber werden 
Sie in Sacrifice vergeblich suchen 
- die Währung besteht aus den 
Seelen erlegter Gegner. Sie kön- 
nen eine Seele in eine neue Krea- 
tur verwandeln oder sie Ihrem 
Gott opfern. Dieser belohnt Sie im 
Gegenzug mit neuen Zaubersprü- 
chen. Womit auch der Name 
Sacrifice (Opfer) erklärt wäre. 

Sacrifice soll mit demselben 
Level-Editor auf den Markt kom- 
men, den das Shiny-Team zum 
Design der Missionen benutzt 



hat. Shiny hofft damit eine aktive Inter- 
net-Kommune ins Leben zu rufen, die 
einen endlosen Fluss neuer Karten produ- 
zieren wird. 

Spiele für uns 

Seit seiner Gründung vor sechs Jahren ist 
Shiny Entertainment auf rund 40 Mitarbei- 
ter gewachsen. Es könnten problemlos 
mehr sein, doch Perry ist bei der Einstel- 
lung neuer Talente äußerst wählerisch. Shi- 
nys Mission bleibt dieselbe: »Wir machen 
Spiele, die wir selbst spielen wollen«. Bis- 
her scheint es sich dabei aber auch um 
Spiele zu handeln, die jeder andere spielen 
will. Mit den zwei neuen Titeln und der 
ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit, dass 
man sich in Zukunft verstärkt auf PC-Titel 
konzentrieren wird, sollte es Shiny Enter- 
tainment sicher gelingen auch in Zukunft zu 
glänzen. (Markus Krichel/mash) 




Helikopter und Sportwagen sind neben Spielen 
Perrys große Leidenschaft. 



Ein Wurm geht um die Welt 




Earthworm Jim 3D von Virgin war 
bisher der Tiefpunkt in der Karriere 
des Wurms Jim. 



Earthworm Jim ist trotz seines hohen 
Alters immer noch mächtig aktiv. Virgin 
England bescherte ihm unlängst in »Earth- 
worm Jim 3D« einen zeitgemäßeren Look, 
doch selbst die Popularität des bekanntes- 
ten Kriechtiers aller Zeiten konnte dieses 
Machwerk nicht über die Mittelmäßig- 
keit hinausheben. Eine wesentlich bes- 
sere Umsetzung schaffte Crave mit 



»Earthworm Jim: Menace 2 the Galaxy« 
für den Nintendo Color GameBoy. Als Plas- 
tikspielzeug machte Jim eine gute Figur 
und selbst in seiner eigenen, von Marvel 
produzierten Comicserie verstand er zu 
glänzen. Zwei Jahre lang flimmerte er über 
die TV-Bildschirme und gewann Kultstatus 
unter seinen Fans - selbst ein Kinofilm war 
zeitweise im Gespräch. Sogar eine Serie 
von Sammelkarten fehlte nicht. Derartige 
Absprünge in die Welt der Massenmedien 
sind normalerweise Unternehmens-Ikonen 
wie dem latzhosigen Klempner Mario oder 
dem blauen Igel Sonic vorbehalten. Umso 




Die Sammelkarte zur TV-Serie. 



erstaunlicher, dass es einer solch kleinen 
Firma wie Shiny Entertainment gelang, in 
diese eifersüchtig bewachten Domänen 
vorzudringen. 



Immerhin 
zwei Jahre 
lang konnte 
sich die 
Zeichentrick- 
serie halten. 




£ PHTR POPPY 
TG THE RKdÜE.i 




Auch als 
Spielzeugfi- 
gur wurde 
Jim verewigt. 

i 



116 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



PClühViiil 




Unabhängig, unbequem, unbestechlich - bei Spieletests kennt unsere Redaktion kein 
Pardon. Wir verraten Ihnen außerdem, was diesen Monat bei uns privat angesagt ist. 



RETTUNGSHELFER 



DAMIAN 
KNAUS 



"^ I In der guten alten 
^^ H Computerspielzeit galt 
\ -^^r ein Programm schon 

als umfangreich, 
wenn man neben dem 
Standard-Feuerknopf 
am Joystick noch drei 
Tastaturkommandos 
hatte. Bis heute brei- 
teten sich die Befehle für Spiele auf fast 
jede freie Taste aus. Schön und gut: 
Steigert die zunehmende Komplexität 
doch meist auch den Spaß. Das Pro- 
blem ist nur, dass jeder Hersteller so 
seine eigenen Vorstellungen hat, was 
Feuerknöpfe, Ziffern und Buchstaben zu 
bedeuten haben. Mal aktiviere ich mit 
der Taste S meine Strahlenkanone, 
beim anderen Titel begeht meine Spiel- 
figur so mir nichts dir nichts Selbst- 
mord. Im Menü-Dschungel ist es um so 
verwunderlicher, dass es über die Jahre 
hinweg eine Standardfunktion gab, 
deren Aufgabe niemand zu verändern 
wagte: Die Escape-Taste. Selbst der 
provinziellste Computerlaie weiß, dass 
er die lästigen Videosequenzen seiner 
Spiele damit sofort über den Jordan 
schicken kann. Einsam in der Ecke der 
Tastatur platziert befreit sie aus ver- 
drahteten Menüfunktionen oder bringt 
uns sofort ins rettende Speichermenü. 
Da behaupte doch noch jemand, dass 
es außer dem Stromkabel auf dem PC 
keine anderen Standards gebe, (dk) 




Bei den vertrackten Menüs 
vieler Spiele ist die Escape- 
Taste oft der einzige Ausweg. 
















1 \ 




j 




f l 




X F 




\-yCf 




\C^j Ö" 7 












\ 1 




# J^Ll. 




V, 








fi 1 








\ 




ROLAND AUSTINAT (ra) 




MANFRED DUY (md) 




UDO HOFFMANN (uh) 




■ Lieblings-Genre ■ Lieblings-Genre ■ Lieblings-Genre 


kennt doch jeder: Strategie, Wirtschaftssimu- Rennspiele, Diverses 


(Action-)Adventures, lationen, Aufbauspiele ■ In meinem CD-Spieler 


Rollenspiele, Jump'n'Runs ■ In meinem CD-Spieler The Doors: 


■ In meinem CD-Spieler Radiohead: My Iron Lung Light my Fire 


Natalie Merchant: ■ Auf der Privat-Festplatte ■ Auf der Privat-Festplatte 


Tigerlily Planescape Torment Planescape: Torment 


■ Auf der Privat-Festplatte Panzer General 4 Final Fantasy 8 


Planescape: Torment Theme Park World Powerslide 


NES-Emulator Anstoss 3 ■ Auf meinem Nachttisch 


(für Final Fantasy 1-3) ■ Auf meinem Nachttisch Leo Tolstoi: 


■ Auf meinem Nachttisch Glen Cook: Krieg und Frieden 


Hanns Dieter Husch: Die Schwarze Schar ■ Ich freue mich auf 


Wir sehen uns wieder ■ Ich freue mich auf Baldur's Gate 2 


■ Ich freue mich auf Warcraft 3 Colin McRae Rally 2 


herrliche Sommertage Black & White Black and White 



118 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



So werten wir 



Um ein geflügeltes Wort zu stra- 
pazieren: Auch und gerade bei 
unseren Tests ist letztlich ent- 
scheidend, was hinten heraus- 
kommt. Denn dort, sprich am 
Ende eines jeden Spieletests, 
prangt unser Wertungskasten, 
der darüber Auskunft gibt, ob 
das zuvor besprochene Produkt 
sein Geld auch wert ist. 



[JEPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 70 

Einstieg 70 

Steuerung 80 

Sound 30 

Komplexität 70 

Multiplayer 50 



SPIELSPASS ~J 



GRAFIK 

Schöne Aussichten oder 
hässliches Geruckel? Die 
»Grafik«-Wertung verrät 
Ihnen, wie es um die visuel- 
len Reize des besprochenen 
Spiels bestellt ist. 

EINSTIEG 

Aller Anfang ist schwer. Das 
muss aber nicht sein. Je 
höher die »Einstieg«- 
Wertung, desto schneller 
kommen Sie mit dem Pro- 
gramm zurecht. 

STEUERUNG 

Idealerweise ist sie so le- 
cker-leicht, dass sich das 
Programm fast von selbst 
spielt. Undurchsichtige 
Options-Wüsten ernten hin- 
gegen wenig Punkte. 



SOUND 

Hier gibt es Punkte für 
spannende Soundeffekte 
und mitreißende Musik, die 
zum Geschehen passt. 
Komposition und Technik 
beeinflussen die Punktzahl 
mächtig. 

KOMPLEXITÄT 

Viele abwechslungsreiche 
Level, Varianten oder ein 
Editor sind die Schlüssel zu 
einer hohen Wertung in 
Sachen »Komplexität«. 

MULTIPLAYER 

Wie hoch ist der Zusatz- 
Lustgewinn, wenn mehrere 
menschliche Spieler antre- 
ten? Unsere »Spielspaß«- 
Wertung bezieht sich expli- 
zit auf die Solo-Spielfreude! 



SPIELSPASS 

Die sechs oben genannten objektiven Bewertungskrite- 
rien haben natürlich einen gewissen Einfluss auf die 
Gesamtwertung. Noch viel wichtiger ist allerdings, ob 
ein Spiel letztlich Spaß macht oder eben nicht. Daher ist 
für uns der Spielspaß auch das ausschlaggebende 
Bewertungskriterium. 




wksmnms 

PRÄDIKAT 

Was für die Filmindustrie der »Oscar«, 
ist für uns der »Gold Player«. Mit dieser 
Trophäe würdigen wir all jene Spiele, 
die eine Spielspaß-Wertung von 85 an 
aufwärts erreicht haben. Um diese Kan- 
didaten entbrennen in aller Regel die 
heißesten Rededuelle innerhalb der Red- 
aktion. Denn vor der Vergabe dieser 
begehrten Auszeichnung muss sich 
neben dem Haupttester zumindest noch 
ein zweiter Redakteur für die Vergabe 
des »Gold Player« stark machen. Einen 
kleinen Einblick in die aktuellen spieleri- 
schen Sympathien der Redakteure 
gewährt übrigens unsere Index-Seite. 



PC Player Wertet generell auf einer Skala von 1 bis 100. Bei den kleineren 
Sub-Wertungen Grafik, Sound, Einstieg, Komplexität, Steuerung und Multiplayer beschränken 
wir uns auf Zehner-Schritte. Die Spielspaß-Wertungen werden hingegen in unseren Redak- 
tionskonferenzen auf den Punkt genau zurechtgeschmirgelt - wobei dort natürlich der Haupt- 
tester das letzte Wort hat. Bei hochklassigen Kandidaten schaut sich stets ein zweiter oder 
gar noch ein dritter Redakteur das Spiel an. In diesem Fall prangen oftmals gleich mehrere 
Meinungskästen in einem Artikel. Die können (und sollen) sich durchaus widersprechen, 
denn bekanntlich sind die Geschmäcker ja verschieden - und dies gilt nicht nur für die einzel- 
nen Leser, sondern im gleichen Maße auch für die PC-Player-Redakteure. 



Wertungsskala 



katastroph al 

schlech t 

mäßig 

aurchschni ttlich 
^orde ntlich 
_gut_ 

sehr gu t 
genial 




DAMIAN KNAUS (dk) 

■ Lieblings-Genre 

(Aufbau-)Strategie, 
Adventures, Rollenspiele 

■ In meinem CD-Spieler 
Tarzan: Soundtrack 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Rayman 2 

Age of Empires 2 

■ Auf meinem Nachttisch 
Mein CD-Player und 
zahlreiche Taschentücher 

■ Ich freue mich auf 
Vampire: The Masquerade 
Halo 

Simon the Sorcerer 3D 
Black & White 



JOCHEN RIST (jr) 

■ Lieblings-Genre 

Ego-Shooter, 
Action-Adventures 

■ DVD des Monats 
Natural Born Killers: 
Director's Cut 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Nox 

Radiospy 
Starsiege: Tribes 

■ Auf meinem Nachttisch 
Kettensäge, Shotgun ... 

■ Ich freue mich auf 
Need for Speed Porsche 
Voodoo 5-6000 

Die X-Box 



MARTIN SCHNELLE (mash) STEFAN SEIDEL (st) 



I Lieblings-Genre 

Simulationen, Ego- 
Shooter, Rennspiele 

I In meinem CD-Spieler 
Billy Idol: Rebel Yell 

I Auf der Privat-Festplatte 
Ultima 9 
The Sims 
Unreal: Tournament 

I Auf meinem Nachttisch 
David Feintuch: 
Sternenkadett 
Nick Seafort 

I Ich freue mich auf 
C&C: Renegade 
Duke Nukem Forever 



I Lieblings-Genre 

Action-Rollenspiele, 

Rennspiele 
I In meinem CD-Player 

Meat Loaf: Bat out of Hell 
I Auf der Privat-Festplatte 

Nox 

Planescape: Torment 

Pharao 
I Auf meinem Nachttisch 

Eine Tonne Taschentücher, 

Bonbons und Hustensaft. 
I Ich freue mich auf 

Diablo 2 

Halo 

TechnoMage 



THOMAS WERNER (tw) 

■ Lieblings-Genre 

Strategie, 3D-Action 

■ In meinem CD-Player 

Star Wars: Episode 1 
(Soundtrack) 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Ultima 9 

Planescape: Torment 
Nox 

■ Auf meinem Nachttisch 
Noch mehr Spiegel- 
Ausgaben 

I Ich freue mich auf 
Black & White 
Vampire: The Masquerade 
Commandos 2 



PC PLAYER APRIL 2000 119 



SPIELE-TEST 



Wirtschaftssimulation für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



Der Verkehrs- 
gigant 



■ Hersteller: JoWood/Infogames ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: 

bis 4 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pen- 
tium/266 MMX, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen- 
tium 11/350, 64MByte RAM 



SimVerkehrsbetriebe: Nehmen Sie den Kampf 
gegen Verspätungen und um möglichst viele zah- 
lende Passagiere selbst in die Hand. 





Ihre Verkehrsplanung zeigt erste Auswirkungen auf die Einwohner, 
(alle Bilder 1024x768) 



FAKTEN 



I 30 Orte für Endlos- 
spiel 

I Eine Kampagne 
mit 15 Städten 

I Über 500 verschie- 
dene Gebäude 

I Realistisch simu- 
lierte Bevölkerung 

I Wahl zwischen ein- 
fachem oder realis- 
tischem Verkehrs- 
modell 




ussten Sie schon 
mal auf die heiße 
Party verzichten, 
I weil S-Bahn- 

Schaffner gern früh zu Bett 
gehen? Jetzt schlägt Ihre 
Stunde: Zeigen Sie Ihrer 
Stadt, dass Verkehrsplanung 
auch funktionieren kann. 

Experten wagen sich gleich an 
ein »Endlos-Spiel« mit einem von 
30 Orten, den Sie entweder flä- 
chendeckend mit Bus und Bahn 



versorgen oder sich kapitalistisch 
gewinnmaximierend auf einige 
wenige Routen beschränken 

Als frischgebackener Verkehrs- 
planer wählen Sie die Kampagne, 
die schrittweise in das Spiel ein- 
führt. Ihr Arbeitgeber stellt Ihnen 
aber harte Bedingungen: Inner- 
halb von vier Spieljahren muss Ihr 
Nahverkehrsnetz eine bestimmte 
Größe erreichen und Ihr Unterneh- 
men einen vorgeschriebenen 
Wert. Schon wenn Sie die niedrig- 



ste Anforderung erreicht haben, 
ist der Level gewonnen. Schaffen 
Sie dennächst höheren Wert, dür- 
fen Sie den darauffolgenden Level 
überspringen. 

SimVerkehr 

Kleine Menschen wuseln zu Fuss 
ins Büro und inhalieren die Abga- 
se, die Autofahrer mit ihren rosti- 
gen Karossen in die Luft wirbeln. 
Nicht gerade umweit- oder 
gesundheitsförderlich. Entspre- 
chend dröhnt statt lauschiger 
Fahrstuhl-Musik nur unangeneh- 
mer Verkehrslärm aus den Laut- 
sprechern. Sie scrollen weiter über 
die Stadtkarte. Was ist denn das? 
Sieht aus wie eine Fabrik. Ein 
Druck auf den Info-Knopf verrät 
Ihnen, dass dort fast 400 Men- 
schen ihre Brötchen verdienen. 
Alle fahren mit ihrem Pkw zur 
Arbeit. Über die Landkarte verteilt 
leuchten jetzt auch einige Wohn- 
häuser rot auf. Hier wohnen also 
die Arbeiter. Gleich neben der 
Fabrik steht ein Kaufhaus. Noch- 
mal geklickt: Aha, die Wohnhäuser 
der potenziellen Kunden über- 
schneiden sich zum Teil mit denen 
der Fabrikarbeiter oder liegen 
nicht weit davon entfernt. Hm, 




120 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 




Sachen gibt's: Diese frechen Einwohner haben doch einfach 
den Eiffelturm nachgebaut. 



auf und Linie 1 ist fertig. Moment, 
da fehlt doch noch was. Genau, 
Busse. Wieder blättern Sie sich 
durch ein Einkaufsmenü. Preisbe- 
wusst entscheiden Sie sich für 
zwei der kleinsten Modelle. Jetzt 
noch die Busse der entsprechen- 
den Linie zuordnen. Hach, wun- 
derbar, sie fahren, aber leider 
ohne Insassen. Doch keine Panik: 
Das Angebot muss sich ja erst 
einmal herumsprechen. 

Natürlich dürfen Sie Reklame in 
verschiedenen Medien schalten, 
doch in den ersten Leveln will der 
Verkehrsgigant Sie ja nicht gleich 
mit Optionen erschlagen. So ste- 
hen schon nach kurzer Zeit die 
ersten Kunden ganz von selbst an 
den Haltestellen. Über jedem Ihrer 
Wartehäuschen leuchtet ein klei- 
nes Menü: Ganz links steht die 
Nummer der Linie, in der Mitte die 
derzeitige Anzahl der Fahrgäste 
und ein Smilie rechts illustriert die 




wenn Sie das alles mit einer Busli- 
nie verbinden, sollte eigentlich 
nicht viel schief gehen. 

Einen Mausklick später sehen 
Sie eine Auswahl von Haltestellen. 
Am günstigsten ist ein einfaches 
Schild. Doch das genügt Ihren 
gehobenen Ansprüchen nicht. Sie 
wissen ja aus eigener Erfahrung, 
wie frustrierend das Warten auf 
den Bus im strömenden Regen ist. 
Viel besser ist da natürlich eine 
überdachte Haltestelle- oder wäre 
ein beheiztes Wartehäuschen nicht 
noch attraktiver? Nein, für den 
Anfang viel zu teuer. Vor dem end- 
gültigen Positionieren der Warte- 
häuschen leuchten die umliegen- 
den Wohnhäuser auf, was den 
möglichen Einzugsbereich ver- 
deutlicht. Stopfen Sie aber nicht 
alles mit Wartehäuschen zu, denn 
jeder Bus verbringt Zeit an der Hal- 
testelle und zwingt alle anderen 
Fahrzeuge zum Stopp. Das kann 
später Staus auslösen. 

Alles nach Fahrplan 

Der erste Schritt ist getan. Jetzt 
legen Sie den Verlauf der Buslinie 
fest. Mit der Maus ziehen Sie Pfei- 
le die Straßen entlang, die alle 
Haltestellen zu einer geschlosse- 
nen Route miteinander verbin- 
den. Alle Pfeile leuchten jetzt grün 



Zufriedenheit Ihrer Kunden. Ein 
Kreis-Symbol über Ihren Bussen 
zeigt den »Füll- 
stand« der Vehikel 
an. Auch die 
Anzahl wartender 
Fahrgäste steigt 
allmählich, also 
kaufen Sie besser 
noch ein paar 
Fahrzeuge. Eine 
neue Fahrlinie, die andere Berei- 
che abdeckt und außerdem noch 
die Möglichkeit zum Umsteigen 
anbietet, wäre auch nicht schlecht. 
Vorteil einer solchen Alternativ- 
Route: Der immer noch immense 
Autoverkehr wird nicht noch wei- 
ter durch vollgestopfte Buslinen 
behindert. 

Läuft Ihr Busunternehmen gut, 
dürfen Sie ruhig mal das Gehalt 
Ihrer Fahrer anheben. Denn gut 
bezahlte Fahrer behandeln Ihre 
Kunden freundlicher und das 
schlägt sich natürlich positiv auf 
das Image Ihrer Firma nieder. 
Geld dafür bekommen Sie bei- 
spielsweise durch ein Herabset- 
zen der laufenden Wartungskos- 
ten, doch dann müssen Sie früher 
oder später mit Aus- und Unfällen 
rechnen. Wenn Sie die Löhne ein- 
frieren, streiken die Jungs zwar 
nicht, aber werden unfreundlicher 
- was sich wieder auf die Passa- 
gierzahlen auswirkt. 

Hohes Verkehrs- 
aufkommen 

Die virtuellen Einwohner werden 
schon bald anspruchsvoller und 
wollen nicht immer mit dem -> 



»Bis Sie sich 
eine Schwebe- 
bahn leisten 
können, müssen 
Sie viel sparen.« 







Plattenbauten wie in Ostdeutschland. Sicherlich nicht der 
feinste Ort der Stadt. 




Bus: billig, einfach zu 
planen. Ausreichend für 
frühe Level und ver- 
kehrsarme Strecken 




Strassenbahn: Benötigt 
Schienen, für Fahrgäste 
attraktiver und umwelt- 
freundlich. 



S-Bahn: Ohne freie Flä- 
che keine Schienen, 
dafür keinerlei Staupro- 
bleme. Schnell. 



ISA 

Schwebebahn: Noch 
schicker, noch teurer, 
noch schneller. 



<*Uft 




Magnetschwebebahn: 
die Krönung. Platz satt, 
edles Ambiente, doch 
extrem hohe Kosten. 



PC PLAYER APRIL 2000 121 



SPIELE-TEST 



Der Verkehrsgigant 



v\,.--^ 


' (^Kampagne 


', 


f Finkerleiten : 

KailEncrijDE: Klein Ein*ntaer: +.RH hin-ior : ;. 


- 


Si# hbsF- nm ta^irier. dat ^hj C»lri imib» komm. Di^M M put* :l rll 1 


Sl« cfacr tat kk llcr:L;):J:- jr qcn ll j'.nt J Je Gn ir nirh wichtig 
Epul, 4b Sie Jr jr -r Jinr i mji Ml, iifor-^'w rai u, defl n^tJiihH 
i>lclo Bc i"-:hr-jr Ihr Anp-jtoi rw frfiit iu L,:feulc Einlud-; reniren md 
Fi rixei 1 nrlicn. 

■ 1. 1 5 jL fr : 

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Eirinnil: " Bilhftig f " B[li*Mg f — 4Q 


l^E^t""^*:/ . 


FlEilEil^BdliEbip.' "«.' "'+0 

Spielen Abbrechen 


Am Anfang eines Levels gibt's eine kurze 
Beschreibung der Stadt und der gewünschten 
Spielziele. 



JSPLAYER GESAMTWERTUNG IM VERGLEICH 




Diese drei Vehikel neh- 
men den Kampf gegen 
das Auto auf. 



Achtung 
Beta- 
version! 

In unserer Testver- 
sion funktionierte der 
Mehrspieler-Modus 
noch nicht. In der vol- 
len Version können 
dann bis vier mensch- 
liche Mitstreiter in 
einer Stadt sich 
gegenseitig die Fahr- 
gäste abspenstig 
machen. Auch einige 
Zwischensequenzen 
soll das Programm 
noch spendiert 
bekommen. Sollten 
diese Änderungen 
wertungstechnische 
Auswirkungen haben, 
berichten wir Ihnen 
im nächsten Heft 
darüber. 



->Bus im Stau festhängen. Kein 
Problem, denn dafür gibt es 
prompt die richtigen Fahrzeuge: 
Entscheiden Sie sich für eine 
Straßenbahn, müssen Sie nicht 
groß umdenken - nur Ihr Geld- 
beutel leert sich beim Verlegen 
der erforderlichen Schienen ein 
wenig. Wählen Sie die S-Bahn, 
wird die Sache schon komplizier- 
ter: Die Gleise dürfen im Gegen- 
satz zur Tram nicht auf Straßen 
verlegt werden. Ein Glück, dass 
es in manchen Städten noch 
etwas Natur gibt. Die darf man 
nämlich ohne finanziellen Auf- 
wand planieren und mit Schie- 
nen zupflastern. 

Ein wenig schwieriger ist es, 
wenn doch ein Gebäude Ihrer 
künftigen Strecke im Weg steht. 
Bei einem Wohnhaus hat der 



Schöner als bei Impressions 
Pharao baut es sich zur Zeit 
nirgendwo. SimCity 3000 von 
Maxis bietet komplexes Futter 
für Städtebauer, ist allerdings 
nicht mehr als ein Update des 
Vorgängers. Experimentier- 
freudige Spieler wagen sich 
an The Sims (ebenfalls von 
Maxis), in dem sich alles auf 



Der Verkehrsgigant (JoWood 
schafft es durch seine nicht 
sonderlich vielen Städte und 
die recht monotone Vorge- 
hensweise nicht ins Aufbau- 
Oberhaus. Immerhin macht 
das Verlegen von Bus und 
Bahn mehr Spaß als der kor 
plizierte Industriegigant. 



■i 









Der Verkehrs- 



40 



Abriss wenig Konsequenzen, 
sofern Sie den Bewohnern eine 
angemessene Entschädigung 
zahlen. Richtige Probleme gibt 
es, wenn Sie eine Fabrik oder ein 
Dienstleistungsgebäude ins Jen- 
seits befördern. 

Mal davon abgesehen, dass 
eine höhere Entschädigung fällig 
wird, fallen mit dem Verlust des 
Bauwerks auch Arbeitsplätze oder 
Dienstleistungen weg. Frustriert 
über Ihre unüberlegte Maßnahme 
wandern die verärgerten Bewoh- 
ner aus und hinterlassen verfalle- 
ne Gemäuer. Andererseits schin- 
det ein modernes Transportsys- 
tem doch mächtig Eindruck auf die 
Bewohner. Spätestens wenn eine 
Schwebebahn oder eine Magnet- 
schwebebahn Ihre Stadt ziert, 
gehört der Proletenschlitten so 



DAMIAN KNAUS 



Kann es wirklich interessant sc 
zu planen? Macht nicht sogar e... -,,.-< .... _.....v,....^. 
meldeamt mehr Spaß? Beruhigen Sie sich: Das Spiel- 
prinzip ist nicht so monoton, wie es vielleicht klingt. 
Probleme wie überfüllte Busse, Verkehrsstaus oder 
Kostenexplosionen bringen Sie schnell ins Schwitzen, 
und Sie haben jede Menge damit zu tun, die Strecken 
zu verbessern und in Schuss zu halten. Und es macht 
einfach Spaß, das rege Treiben der Einwohner zu 
beobachten. Ärgerlicher als jede Verspätung Ihrer 
Busse ist die umständliche Handhabung der Menüs 
Schade auch, dass ich keine weiteren Aufbauele- 
mente außer 
meinen Fahrstre- PRO & CONTRA 



meinen Fah 

cken besitze. 
Alles in allem 
wird der Ver- 
kehrsgigant bei 
Freunden wuseli 
ger Spiele für 
Unterhaltung 
sorgen. 



O Lebendige Spielewelt 
O Zahlreiche, unterschied- 
liche Gebäude 

O Bedienungsschwächen 
O Wenig Abwechslung 






50 



tJ i 



60 



70 



80 



90 



manchen Einwohners schnell zum 
alten Eisen. 

Strahlende Städte 

Sie blicken in traditionell isome- 
trischer Ansicht, also von schräg 
oben auf das Verkehrsspektakel. 
Durch rund 500 verschiedene 
Gebäudetypen werden die etwas 
grau daherkommenden Städte 
abwechslungsreich. Damit Sie 
nicht die Übersicht verlieren, zoo- 
men Sie in drei Stufen von einer 
Übersicht der Stadt bis hin zum 
Treiben einzelner Bewohner. Die 
dürfen sich freuen, denn in Ihrer 
Welt herscht 24 Stunden am Tag 
strahlender Sonnenschein. Eine 
schicke Hintergrundmusik gibt es 
leider nicht, und auch auf Kata- 
strophen und UFOs müssen Sie 
verzichten. 

Angehende Verkehrsplaner grü- 
beln zu Beginn erst über den 
Menüs, die eine gewisse Einarbei- 
tungszeit erfordern - leider gibt es 
kein Tutorial, das den Spieler 
behutsam in die Bedienung ein- 
führt. Ein Editor zum Designen 
eigener Städte gibt es nicht, (dk) 



JSPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 70 

Sound 60 

Einstieg 70 

Komplexität 70 

Steuerung 60 

Multiplayer - 



PIELSPASS 74 



122 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Wirtschaftssimulation für Einsteiger und Fortgeschrittene 



RTL Boxen 
Extra 



■ Hersteller: Silver Style/RTL Playtainment ■ Testversion: Verkaufs- 
version 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 

■ Multiplayer: bis 4 (nacheinander an einem PC) ■ 3D-Grafik: Direct3D 

■ Hardware, Minimum: Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, 

Empfehlung: Pentium/200 MMX, 64 MByte RAM, 3D-Karte 



Auf Ihrem PC blei- 
ben Sie ohne TV-Karte 
von den Sendun- 
gen verschont, aber 
manchmal tauchen sie 
auch dort auf. Nach 
dem verhunzten »RTL 
Skispringen« küm- 
mern Sie sich bei »RTL 
Boxen Extra - Der 
Boxmanager« um die 
Belange eines Box- 
stalls, um mit Ihren 
Prügel-Ottos selbst 
viel Kohle zu schef- 
feln. Ein Mal ein Trai- 
ningsprogramm aufstellen, 
danach regelmäßig einen 
Sponsorenvertrag abschlie- 
ßen, alle paar Jahre eine 
größere Trainingshalle 
anmieten und dazu öfter 
mal einem mäßig animier- 
ten Kampf zuschauen 
beschreibt die gesamte 
Palette Ihres Tuns. 
(Alex Brante/md) 




Auch wenn es Iris 
Berben lieber beim 
Pay TV macht, die 
meisten von uns gucken 
sich Boxen immer noch 
beim Privatsender RTL an. 




[JBPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS^J 



ALEX BRANTE 

Der RTL- Manager ist bis auf minimal bessere 
Grafik und einem geringeren Schwierigkeits- 
grad mit »Sports TV: Boxing!« (siehe PC Player 
11/98) identisch. 

Dabei hatte ich sie schon erfolgreich verdrängt, 
die guten alten Standbildmenüs, in denen so 
viel Leben wie in einer Leichenhalle herrscht. 
Ein Abstellen der nervtötenden Hintergrundmu- 
sik verstärkt noch die gespenstische Atmo- 
sphäre. Sonderlich viel zu tun bleibt hernach 
ohnehin nicht mehr. Da können weder die halb- 
wegs ordentli- -— Ä o *%***m*A 

che Bedienung PRO & CONTRA 
noch die akzep- 
table (aber höl- 
zerne) Kampf- 
Grafik ein frühes 
k.o. verhindern. 



O Übersichtliche 
Menüstruktur 

O Verliert schnell 
seinen Reiz 



PC PLAYER APRIL 2000 151 



SPIELE-TEST 



Adventure für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



The longest 

Journey 

■ Hersteller: Funcom/Egmont Interactive ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: 
Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: 

Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/266, 64 MByte RAM, 3D-Karte 




Jung und 
ahnungslos: 
April Ryan 
stürzt Hals 
über Kopf ins 
Abenteuer. 



FAKTEN 



Reinrassiges 
Point-and-Click- 
Abenteuer 
Zwei völlig ver- 
schiedene Welten 
Rund 150 
Schauplätze auf 
4 CD-ROMs 
3D-Polygon 
Figuren vor 
2D-Hintergründen 
Alle Unterhal- 
tungen zum 
Nachlesen 
Erlebnisse und 
Kommentare 
landen im witzigen 
Tagebuch 
Schicke Licht- 
und Schatten- 
effekte in Echtzeit 
Über 30 Minuten 
fein gerenderte 
Zwischen- 
sequenzen 
100 Spielstände 



Ein echtes Point-and-Click-Adventure in 2D, 
dazu noch mit einer Frau als Heldin - da muss 
es doch einen Haken geben, oder? 

n 



wie vwd denn eesrielt? 



leg los. 

nir Leid, ich habe kein Geld 




Glück im Spiel? Der Herr mit dem Schlapphut verspricht April Preise wie die 
Krähe mit einem extrem losen Mundwerk, (alle Bilder Direct3D, 640x480) 



Die 10000- 
Mark-Preis- 
frage: Wel- 
ches Genre 
befällt im Moment leichte 
Existenzangst? Gut, nicht 
sonderlich schwer - das klas- 
sische Adventure. 




Umso wagemutiger, dass Fun- 
com, norwegischer Entwickler von 
PlayStation-Rennspielen (!), ein 
zweidimensionales Abenteuer 
produziert. »The longest Journey« 
heißt das gute Stück, dass mit 
einer 18-jährigen Hauptdarstelle- 
rin namens April Ryan und einer 
Geschichte fernab der üblichen 
Klischees aufwartet. Sicher, die 
Welt steht auch diesmal wieder 
auf der Kippe, aber wollten Sie das 
Leben eines Finanzbeamten nach- 
spielen? Wir auch nicht. 

Die Studentin April Ryan 

Kleiner Sprung ins Jahr 2209: 
April Ryan buchst just nach ihrem 
18. Geburtstag von zu Hause aus 



- wer will schon in einem öden 
Kaff auf dem Land herumhängen, 
sich mit zwei Brüdern und den 
Eltern rumärgern, wenn man 
stattdessen als angehende Künst- 
lerin in einer aufregenden Groß- 
stadt wohnen könnte? 



W fl M 



Barkeeper Charlie jobbt 
wie April im Cafe Fringe. 



124 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 




Mit ein paar Habseligkeiten lan- 
det April in Venice, einem Vorort 
der leicht heruntergekommenen 
US-Metropole Newport, in der die 
Polizisten nebenher für Pistolen 
und Softdrinks Werbung machen. 
In Venice geht April auf die VAVA, 
die Venice Academy for Visual 




Arts, kellnert abends im Cafe Frin- 
ge und investiert ihren Lohn in 
Farbe und Leinwand. 

Doch irgendwas geht nicht mit 
rechten Dingen zu: Während April 
manchmal tagelang keinen Pin- 
selstrich aufs Papier bekommt, 
träumt sie nachts die wildesten 
Phantasien von Drachen und ver- 
wunschenen Welten. Eines 
Abends tanzt sogar ein musizie- 



render Gnom durch das Cafe 
Fringe - und dort schläft nun 
wirklich niemand. 

Magie und Technik 

Wir wollen Ihnen nicht zu viel ver- 
raten, doch so viel sei uns erlaubt: 
Nach einigem Hin und Her öffnet 
der zwielichtige Cortez für April 
das Portal in eine Paralleldimen- 
sion. Dort leben die Menschen 
ohne hochentwickelte Technik 
wie einst im Mittelalter. Dafür ist 
der Gebrauch von Magie alltäg- 
lich und exotische Geschöpfe, 
mal mehr, mal weniger friedlich, 
spazieren bei- 
läufig umher. 

Von einem 
alten Wächter 
namens Tobias 
erfährt April, 
dass sie sich in 
Arcadia befin- 
det und ihre Heimat hier unter 
dem Namen Stark bekannt ist. Vor 
Urzeiten bildeten die zwei eine 
Einheit. Weil sich die Menschen 
jedoch zu Herren des Universums 
aufschwingen wollten, verfrach- 



GEWINNE, GEWINNE, GEWINNE! 




April-Modell Katja Koopmann. 
Außerdem verlosen wir noch 
drei Mal das Spiel mit der 
eigens dafür aufgenommenen 
Remix-CD des Depeche-Mode- 
Klassikers »Get the Balance 
right«. Und hier unsere Frage: 
Wer lieh April Ryan die deut- 
sche Stimme? 

1. Stephanie Kindermann 

2. Katja Koopmann 

3. Stefanie Kindermann 

4. Monika Sundermann 

Bitte schreiben Sie neben Ihrer 
Antwort noch Ihr Alter auf eine 
Postkarte und schicken Sie die 
an den Future Verlag, Redak- 
tion PC Player, Stichwort: Lan- 
ger Marsch, Rosenheimer Str. 
145h, 81671 München. Einsen- 
deschluss ist der 8.4.2000. 

Future- und Egmont-Interactive- 
Mitarbeiter sowie deren Angehörige 
dürfen leider nicht mitmachen. 
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 






April packt schon die 
Koffer: Fliegen Sie mit 
ihr nach Norwegen. 

■ Noch schöner als »The lon- 
gest Journey« auf dem PC ist 
nur eine echte Reise nach Nor- 
wegen: Egmont Interactive 
lädt den Gewinner unseres 
Preisrätsels zu einem Trip zu 
den Funcom-Entwicklern ein. 
April Ryan ist natürlich auch 
mit von der Partie. Auch der 
zweite Preis kann sich sehen 
lassen: Ein Abendessen mit 



»Wollten Sie das 
Leben eines 
Finanzbeamten 
nachspielen?« 




tete der Hüter-Orden die Magier 
und Technokraten in zwei Welten 
- eben Arcadia und Stark - und 
teilte auch sich selbst in beide 
Dimensionen auf. Damit diese 
auch dauerhaft getrennt bleiben, 
errichteten die Hüter einen Turm, 
in dem einer von ihnen jeweils 
1000 Jahre nach 
dem Rechten 
sieht. Doch der 
aktuelle Hüter 
ist schon seit 
200 Jahren 

überfällig und 
die Ordensmit- 
glieder in Stark, die sich selbst 
Neuerer nennen, wollen eine 
Wiedervereinigung der beiden 
Welten herbeiführen, um die 
Menschheit wieder zu alter Macht 
und Größe zu führen. 

Probleme satt 

Sie merken schon, das wird keine 
leichte Aufgabe für April, die jetzt 
gleich vor vier Problemen steht. 
Erstens muss sie den Hüter fin- 
den, zweitens das Tor zu dessen 
Reich. Im Turm sollte normaler- 
weise eine Steinscheibe mit vier 
Edelsteinen liegen, die beide 
Dimensionen auf Abstand hält. 
Natürlich fehlt die Scheibe und 
die Klunker sind in Arcadia und 
Stark verstreut - der dritte Auf- 
trag. Vierte und letzte Mission: 
Das Wirken der Neuerer stoppen, 
die in Stark als getarnte Organisa- 
tion die Voltec-Kirche gegrün- -> 



Seltsame Typen - und 
April Ryan mittendrin. 



PC PLAYER APRIL 2000 125 



SPIELE-TEST 



The Longest Journey 




Verglei- 
chen Sie: 
Sieht Katja 
ihrem Spiel- 
Vorbild nicht 
frappierend 
ähnlich? 



->det haben, der ganze 
Armeen, Weltkonzerne und Pla- 
neten gehören. 

Zum Glück gibt es Typen 
wie Cortez oder Tobias, die 
April immer wieder Tipps für 
ihr weiteres Vorankom- 
men geben. So unter- 
nimmt sie Botengänge 
für einen Kartenhändler 
in Arcadia, klaut einem 
Polizisten sein Kunstau- 
ge, um in ein Archiv zu 
gelangen, hantiert mit 
magischen Essenzen 
herum und macht sich 
sogar auf in den Welt- 
raum. 

Wie in alten Zeiten 

The longest Journey ist in 13 
Kapitel und einen Pro- bezie- 
hungsweise Epilog unterteilt. 
Das macht die epische 
Geschichte einen Tick über- 
schaubarer und hilft Ihnen, sich 
zum Schlafen vom PC loszueisen. 
Das bedeutet gleichzeitig, dass 
die Handlung relativ linear 
abläuft, doch weil es so viel zu 
sehen und auszuprobieren gibt, 
fällt das nicht weiter auf. 

Die Bedienung lehnt sich eng 
an alte LucasArts-Klassiker an: 
Die rechte Maustaste ruft ein klei- 
nes Menü auf, über das Sie Dinge 
ansehen, benutzen/kombinieren 
oder sich mit Personen unter- 
halten können. Außerdem 
beschleunigen Sie mit einem 
Rechtsklick Gespräche: Eilige 
überfliegen die optionalen 
Untertitel und springen gleich 
zum nächsten Satz. 




Die Dialoge laufen im bewähr- 
ten Multiple-Choice-Verfahren ab, 
wobei gelegentlich ein schon 
gesprochener Satz nicht ver- 
schwindet. Das mag sich in der 
Verkaufsversion noch ändern. Ein 
Links-Doppel- _. _ _ 

klick beschieu- »Die deutsche 

nigt Aprils 
Spaziergänge 
zwischen zwei 
Schauplätzen. 



Übersetzung ist 
erfreulich gut.« 



Schau'n mer mal 

Den Grafikern von Funcom ist das 
Kunststück gelungen, die Stim- 
mung der zwei Dimensionen 
optisch rüberzubringen: Stark wirkt 



technisch unterkühlt und herunter- 
gekommen, während Arcadia mit 
warmen Farben die märchenhafte, 
magische Szenerie zum Leben 
erweckt. Zwar handelt es sich bei 
den Schauplätzen um 2D-Standbil- 
der, doch fast immer sind ein paar 
Kleinigkeiten animiert oder es lau- 
fen ein paar Typen umher. Eine SD- 
Karte verbessert die Darstellung 
der Polygon-Per- 
sonen übrigens 
nur minimal. 

Meist wechseln 
die Umgebungen 
ohne Übergang, 
manchmal wandert April jedoch 
durch in mehreren Ebenen scrol- 
lende Gebiete - schick! Ähnlich 
schön sind die Videos, die an wich- 
tigen Momenten der Handlung ein- 
geblendet werden. 



UDO HOFFMANN 



Lange hatte das 2D-Adventure 
gehockt und die vor seinem Gucklo 
de Parade der 3D-Action-Adventure betrac 
de Gecken, so dünkte es ihm, oberflächlich und eitel. 
Jetzt hat es sich noch einmal aufgerafft und zeigt den 
neureichen Grafikwundern, was wirklich ein gutes 
Spiel ausmacht. 

Zwar gibt es auch in diesem Song typische Adven- 
ture-Disharmonien: Rätsel, bei denen man partout 
nicht weiterkommt (es hat ewig gedauert, bis ich end- 
lich ins Theater kam), zum Teil ausufernde Gespräche. 
Belohnt wird man aber mit einer faszinierenden 
Geschichte. Und die ist so gut, dass sich schon fas 
eine Verfilmung anböte. Ich persönlich komm 
den angenehmen 
Hintergrund-Gra- PRO & CONTRA 
fiken von »The 
longest Journey« 
und seiner sym- 
pathischen und 
etwas scheuen 
Hauptfigur phan- 
tastisch zurecht. 



O Klassisches Adventure 
O Äußerst atmosphärisch 

O Viele Gespräche 
O Einstieg etwas zäh 



126 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



[jEplayer GESAMTWERTUNG IM VERGLEICH 



Grim Fandango behauptet 
sich ehern gegen alle anderen 
Konkurrenten: Spielwitz, Rät- 
sel und Stimmung sind nach 
wie vor unübertroffen. The 
longest Journey von Newco- 
mer Funcom schafft mit feiner 
Atmosphäre und guter Prä- 
sentation den Sprung auf 
Platz zwei der Adventure- 
Charts. Den teilt es sich 
mit Discworld Noir, einer 
Mischung aus Film-Noir 
und Pratchett-Posse. Gabriel 
Knight ist der einzige echte 
3D-Vertreter in diesem 
Vergleich. Faust ist hingegen 
so intellektuell abgedreht, 
dass nur Feuilleton-Stamm- 




The longest 



Gabriel 



W> 



i 



50 



60 



70 



80 



90 



100 




Rätseln mer mal 

Sicher fragen Sie sich: Wie ist das 
Puzzle-Design? Tja, eigentlich gut. 
Um beispielsweise in ein Kino zu 
kommen, müssen Sie eine Heer- 
schar von Gegenständen einsam- 
meln und richtig kombinieren. 
Manchmal sind die Rätsel aller- 
dings einen Tick obstrus: Oder 
würden Sie eine Isolierzange mit 
einer aufgeblasenen Gummiente 



fixieren und das Gebilde dann an 
einer Wäscheleine zum »Angeln« 
benutzen? Solches »extrem um 
die Ecke Denking« hält sich 
jedoch in Grenzen. 

Eine geniale Idee: Um ewige 
Ausprobier-Klickorgien zu ver- 
meiden, blinkt der ausgewählte 
Gegenstand nur, wenn Sie ihn 
einsetzen können, beispielsweise 
ein Geldstück bei einem Kauf- 
mann. Ansonsten passiert nichts, 
blöde »Das kann ich nicht 
machen«-Sätze entfallen. So 
bleibt auch das »Drehbuch«, in 
dem alle Wortwechsel nachzule- 
sen sind, entsprechend schlank. 

Hör'n mer mal 

Ein Spiel mit vielen Dialogen steht 
und fällt mit seiner Übersetzung. 
Die gelang dem deutschen Ver- 



ROLAND AUSTINAT 

Aprils längste Reise ist große Klasse: IM 
Warmspielphase besitzt die anfangs eher schüchtern,. 
Anti-Heldin deutlich mehr Flair als ein 08/15-Abenteu- 
rer. Obendrein machen Arcadia und Stark schon 
optisch einfach Lust aufs Spiel. Dazu kommt die her- 
vorragende Synchronisation mit tollen Sprechern und 
nur gelegentlichen Aussetzern (»Mit dir hatte ich gar 
nicht gerechnet.« - »Ich auch nicht.«). 
Selbst das Puzzle-Design verkneift sich übliche »bring 
Gegenstand A zu Person B«-Strickmuster - ist in der 
Folge jedoch manchmal etwas zu abgehoben. Dafür 
ist das Tagebuch eine prima Idee: Oft ertappe ich 
mich, wie ich mal wieder auf die Seiten linse und nach 
einem neuen Ein- 
trag schaue. Hey, PRO & CONTRA 

wenn Funcom so 

weitermacht, 
kann LucasArts 
von mir aus bis 
zum jüngsten Tag 
Star-Wars-Krü- 
cken produzieren. 



O Flippige (Anti-)Heldin 
O Witziges Tagebuch 
O Edle Musik 



O Hölzerne Animationen 




trieb Egmont Interac- 
tive erfreulich gut. 
Aprils Kommentare 
sind herrlich zynisch, 
ebenso launig die 
Tagebuch-Notizen, 
frei nach dem Motto: 
»Rette ich eben die 
Welt - womöglich 
soll ich auch noch 
meine Wäsche 

waschen!« Ewig 

lange Unterhaltungen wie in 
»Discworld Noir« oder »Gabriel 
Knight 3« gibt es nur sehr selten. 

Zudem werden Ihnen einige 
Sprecher bekannt vorkommen: 
Klaus Kindler alias Clint East- 
wood, Jack Nicholsons Stimme 
Joachim Kerzel, aber auch die 
Sprecher von Lt. Uhura oder 
Bösewicht Khan aus Raumschiff 
Enterprise gaben sich im Syn- 
chron-Studio die Ehre. Etwas Ver- 
wirrung herrschte um die Stimme 
von April Ryan: Erst sollte die 
Sängerin von Mr. President die- 
sen Part übernehmen, doch aus 
gesundheitlichen Gründe blieb es 
nur bei der Demo-Version. Für sie 
sprang Stephanie Kindermann 
ein, die sich für ihr burschikoses, 
verschmitztes Mundwerk ein 
Extralob einfängt, (ra) 



HSplayer 

WERTUNG 



Grafik 80 

Sound 90 

Einstieg 80 

Komplexität 80 

Steuerung 80 

Multiplayer - 



PIELSPASS M 




Erste 
Hilfe 

■ Nehmen Sie alles 
mit, was nicht niet- 
und nagelfest ist. 
Reden Sie mit 
jedem. Eigentlich 
klar, oder? 

■ Lesen Sie das 
Tagebuch regelmä- 
ßig durch, darin 
verstecken sich oft 
Informationen. 
Spaßig ist es 
außerdem. 

■ Wenn Sie schein- 
bar in einer Sack- 
gasse hängen: 
Haben Sie mit 
jedem geredet? 

■ Schauen Sie sich 
alle Objekte an, die 
der Mauszeiger 
erkennt. Oft ver- 
steckt sich hier der 
eine oder andere 
Jux, der nichts mit 
dem Spiel zu tun 
hat. Wir sagen nur: 
Todesstern. 

■ Sie können zwar 
nicht sterben, aber 
ab und zu sollten 
Sie trotzdem spei- 
chern. 

■ Einige Entschei- 
dungen haben auf 
den Spielverlauf 
keine Auswirkung. 
Sie sehen dann nur 
ein anderes Video. 



PC PLAYER APRIL 2000 127 



SPIELE-TEST 



Adventure für Fortgeschrittene 



Dracula 
Resurrection 

■ Hersteller: Microids/Havas Interactive ■ Testversion: Verkaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 
95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: -■ 3D-Grafik: -■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte 
RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium 11/233, 64 MByte RAM 



Seit einigen Jah- 
ren ist 3D in und 
es sieht nicht so 
aus, als würde 
sich die Spiele- 
branche von 
diesem Fimmel 
jemals erholen. 
So kommt auch 
das Adventure 
»Dracula« als 
dreidimensionaler 
Anachronismus 
daher. 



FAKTEN 



2 CDs 

Vierseitiges 
Booklet-Handbuch 
360-Grad- 
Perspektive 
Etwa 100 

verschiedene Orte 
Basierend auf 
Bram Stokers 
»Dracula« 







*-*-■: ^aKJ-JS 



Zu den schaurigen Spaziergängen durch transsilvanische Gemäuer gibt es im 
Spiel die passende Begleitmusik. 



Wenn in Transsilva- 
nien ein Bürger 
den blutarmen 
Scherz wagte, 

durch die Straßen zu laufen und 
»Der Graf ist tot, lang lebe der 
Graf« zu rufen, bliebe es im Zwei- 
fel nicht bei bis- 
sigen Kommen- 
taren, er würde 
gepfählt. 

Zum Lachen 
ist nämlich kei- 
nem zu Mute, wenn das 
Gespräch mal wieder auf Vlad IM. 
kommt. Denn der blutrünstige, 
unsterbliche Adelige mit einem 
Hang zur Hämophilie, Spiegel- 
bild und Sargnagel der transsil- 
vanischen Gesellschaft, erklärter 



»Die Rätsel 
bleiben durch- 
aus logisch.« 



Solarium- und Dönerhasser, bes- 
ser bekannt unter dem Namen 
»Dracula« verbreitete Angst und 
Schrecken unter seinen Lands- 
leuten. Zwar dachten die dum- 
men Westeuropäer, dass der 
mächtige Nosferatu-Vorsitzende 
Ende des 19. 
J a h rh u nderts 
von wagemuti- 
gen Engländern 
in das Land des 
ewigen Knob- 
lauchs geschickt wurde, doch in 
Rumänien weiß man es besser. 
Der Graf ist zurück. Als Erster 
bekommt dies Jonathan Harker 
zu spüren, dessen Frau Mina der 
steinalte Fledermaus-Charmeur 
mit telepathischen Kräften von 



London in sein rumänisches 
Schloss lockt. Sie erleben die 
Geschichte aus der Sicht des jun- 
gen Jonathan und erretten das 
mehr oder weniger holde Weibs- 
bild. So zumindest die Theorie. 




Alle Charaktere sind sehr 
detailliert ausgearbeitet 
und animiert. 



128 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 




So rasant wie in dieser Zwischensequenz geht es im eigent- 
lichen Spiel nicht zu. 



Ja wo flattern sie denn? 

Wie bei Cryos »Atantis« erleben 
Sie die Spielwelt scheinbar dreidi- 
mensional. Allerdings können Sie 
sich immer nur an bestimmten 
Fixpunkten um die eigene Achse 
drehen und die Umgebung, eine 
Art Panorama-Bitmap, bewun- 
dern. Mit kleinem Aufwand zu 
großem 3D-Effekt täuscht hier die 
fürstliche Darstellung über ein 
schlichtes Grundgerüst hinweg. 
Genau wie bei Dracula selbst, der 
ist bei Licht betrachtet schließlich 
auch nur ein Häufchen Asche. Der 



Weg zwischen den einzelnen Bil- 
dern wird entweder mit kleinen 
Render-Filmchen oder einfach per 
Überblende zurückgelegt. Der 
Sinn des Ganzen besteht wie bei 
allen Adventures im Aufsammeln 
und Verwenden von Gegenstän- 
den. Ein Inventar finden Sie logi- 
scherweise auch vor, allerdings 
hat dies den großen Schwach- 
punkt, dass gefundene Objekte 
nicht wie üblich näher durch 
einen beschreibenden Text erläu- 
tert werden. Jeder Gegenstand 
wird nur noch einmal in größerer, 



VOLKER SCHUTZ 

Dracula sieht nett aus, auch wenn die verblüffend an 
Atlantis erinnernde Engine keine Fledermaus aus dem 
Dachgebälk haut. Die Atmosphäre ist dank Schauer- 
schunkelhorror-Gedudel recht dicht und einem Vam- 
pirspiel angemessen. Die Rätsel bleiben durchgehend 
logisch und sind jeweils durch eine kurze Render- 
Sequenz in Szene gesetzt. 

Das größte Problem liegt in den zu verwendenden 
Objekten. Deren Optik verhält sich nämlich zu 90 Pro- 
zent äquivalent zur ostfriesischen Nationalflagge: wei- 
ßer Adler auf weißem Grund. Nur dass sich bei Dracula 
die Gegenstands- wie Umgebungsfarben genrerichtig 
eher im braunen Camouflage-Spektrum aufhalten. Die 
begrenzt logische und äußerst umständliche Navigatu 
durch die Pixelkulisse ist die Silberkugel für den Sp" ' 
spaß. Jetzt wer- 
den Sie empört PRO & CONTRA 
fragen: »Silber- 
kugel? Waren 
das nicht Werwöl- 
fe?!« Eben: Sie 
bringt ihn ja auch 
nicht um, sie 
schmerzt nur 
ganz gewaltig. 



O Feine Animationen 
O Rätsel logisch, ... 

O. 



aber Rätselobjekte 
schlecht sichtbar 
O Begrenzt umfangreich 



gerenderter Form dargestellt. Das 
erweist sich als wenig tragisch, 
da die Rätsel durchaus logisch 
sind: eine Schleuder schießt 
Vögel, eine Lampe erhellt vorher 
nicht zu betretene Durchgänge, 
eine Skeletthand hilft beim Errei- 
chen einer durch Gitter versperr- 
ten Bohle, welche wiederum das 
Überqueren einer zerstörten Brü- 
cke ermöglicht. Schön hierbei, 
dass jede korrekte Verwendung 
eines Gegenstandes zu einer net- 
ten Zwischensequenz führt, wel- 
che das Geschehen darstellt. Der 
Nachteil ist offensichtlich: Auf die 
zwei CDs von Dracula passt nicht 
allzu viel Spiel, deshalb ist es 
möglich, das ganze Adventure an 
einem langen Nachmittag durch- 
zuzocken. 

Wo die wilden Kerle 
hausen 

Neben den einzelnen Rätseln 
bewohnen zu befragende Charak- 
tere die finsteren Lande des Gra- 
fen Draculas. Diese sind hervorra- 
gend animiert und glücklicher- 
weise ebenso gut informiert, um 
Ihnen das Rätselleben einfacher zu 
gestalten. Zwar kann die Synchro- 
nisation nicht voll befriedigen, 
dafür ist die Mimik und Gestik der 
einzelnen Gesprächspartner sehr 
beeindruckend. 

Jeder einzelne wirkt wie ein Ori- 
ginal, direkt aus »Nosferatu« (oder 
vielleicht doch eher »Tanz der 
Vampire«) entlaufen. Schon abge- 
hakte Dialogpunkte stellt das Pro- 
gramm auch als solche dar, so 
dass ewige Wiederholungen von 
Konversationen nur dann stattfin- 
den, wenn Sie es wollen. Spei- 
chern dürfen Sie Ihr Voran- 
kommen an jeder beliebigen Stel- 
le auf einem von acht Spielstän- 
den. (Volker Schütz/mash) 



HSPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 70 

Sound 70 

Einstieg 70 

Komplexität 60 

Steuerung 60 

Multiplayer - 



PIELSPASS 



OÜ 



Finstere 
Charaktere 

^^^^k Jonathan, 
B»fA der Haupt- 
V Charakter ist 
so ecken- 
^^fc und kanten- 
los wie seine Render- 
Herkunft vermuten lässt. 
Der König jeder Party. 

Bei dieser 
leicht 
erschro- 
cken 

dreinblickenden Dame 
handelt es sich um 
Jonathans Gattin Mina. 
Sie ist mal wieder dem 
Bann des alten Grafen 
verfallen. Frauen ... 




tk 




Dieses 
char- 
mante 
»Etwas« 
ist Jonathans Wirtin 
Barina. Wenn sie nicht 
an »Tanz der Vampire« 
erinnert, dann wohl kein 
anderes Wesen westlich 
der Karpaten. 

Von 
wegen, 
Alkohol 
schadet 
den Gehirnzellen ... er 
macht nur mehr Platz für 
die übrigbleibenden! Alt- 
Alki Micha beweist dies 
als wichtigste Informa- 
tionsquelle im Spiel. 

fYuri, Scher- 
ge des Dra- 
cula, macht 
Ihnen das 
Adventure-Leben nicht 
unbedingt leichter. Aber 
was möchte man von 
solch einem gut ausse- 
henden Zeitgenossen 
auch anderes erwarten. 






Die Damen 



= des Dracula 
^^^J erweisen 

V sich als 
unglaublich gestylt. Vor 
allem, wenn man jahr- 
hundertlange Dienste 
bedenkt, ohne dass der 
Meister ihnen auch nur 
eine Ausgabe der Vogue 
spendiert hat. 

Der olle 
Graf selbst 
als Konkur- 
rent von 
Clint Eastwood: Die 
Frauen fliegen auf das 
alte Ledergesicht Dracu- 
las. Wir fragen uns wirk- 
lich warum. 




PC PLAYER APRIL 2000 129 



SPIELE-TEST 



Actionspiel für Einsteiger 



Geschicklichkeitsspiel für Einsteiger 



Top Shot 



■ Hersteller: Logicware/HeadGames ■ Testversion: Verkaufsversion 
1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multi- 
player: - ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/90, 

16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/200, 32 MByte RAM 



N 



a endlich - der erste 
virtuelle Schieß- 
stand für den PC 
ist da! Machen Sie es ame- 
rikanischen, naturverbun- 
denen Jägern nach, ... 

... trinken Sie Dosenbier 
und holen Sie Ihre Kanone 
hervor - es geht auf den 
Schießplatz. Ob stehende, 
sich bewegende oder gar 
fliegende Scheiben von 
Hasen, Bären oder Übel- 
schergen: Mit einer von vie- 
len verschiedenen Kanonen 
müssen Sie möglichst gut 
das Ziel treffen. Die Waffe 
wählen Sie frei, wobei es 
wenig Sinn macht, mit einem 
Maschinengewehr auf Bären- 
scheiben zu feuern. Mit der 
Maus bewegen Sie dabei ein 
Zielfadenkreuz über den Bild- 
schirm, das auf Grund von 
Atmung und Rückschlag 




immer ein wenig zittert. Ist 
nicht sonderlich interessant, 
dafür kostet der Spaß nur 30 
Mark - echte Munition ist 
wesentlich teurer, (mash) 



[JBPLAYER 

WERTUNG 



Extreme Boards & Blades 

■ Hersteller: Silverfish Studios/HeadGames ■ Testversion: Verkaufs- 
version 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch 

■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: 

Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/300, 
64 MByte RAM, Direct 3D-Karte 



Für Freunde 
der Sportar- 
ten, zu denen 
man Dockers-Turn- 
schuhe und weite, 
bauchige Hosen 
braucht, hat Head 
Games die Lösung. 
Bewaffnet mit 
einem Skateboard 
oder Rollerblades 
begeben Sie sich in 
eine von 15 Arenen, 
von denen neun zu 
Beginn des Spiels noch nicht 
zugänglich sind und erst 
erspielt werden müssen. Auf 
Parkplätzen, Flächen vor 
Bürogebäuden und speziel- 
len Skate-Parks zeigen Sie, 
was Ihre Spielfigur, die aus 
maximal 20 Polygonen be- 
steht, so alles drauf hat. Die 
restliche Grafik ist wie die 




Musik abscheulich, die Steu- 
erung krude - hier sind selbst 
30 Märker zu viel, (mash) 



[JEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS J -J 



Geschicklichkeitsspiel für Einsteiger 



Sportsimulation für Einsteiger 



Skydive 



■ Hersteller: Gonzo Games/Electronic Arts ■ Testversion: Verkaufsver- 
sion 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch 

■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: Glide ■ Hardware, Minimum: Pen- 
tium/200, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/300, 64 
MByte RAM, 3Dfx-Karte 




it Macromedia 
geht alles! Denkt 
sich jedenfalls 
Gonzo Games bei dieser 
Fallschirmspringer-Simu- 
lation. 

In sechs verschiedenen 
Absprung-Gebieten (unter 
anderem der Normandie) 
müssen Sie aus einem 
fliegenden Flugzeug sprin- 
gen. Außer freiem Fall dür- 
fen Sie sich in den Diszipli- 
nen Punktspringen und Sky- 
Slalom üben. In ersterer Ver- 
sion sollten Sie genau auf 
einem bestimmten Punkt lan- 
den, bei der anderen Variante 
hängen große Kreise in der 
Luft, die bei Berührung Ihr 
Punkte-Konto auffüllen. Gra- 
fisch erwartet Sie ein schlich- 
tes Terrain und einfache 
Männchen. Ein Bildschirm- 



| ^ SCORE: 825 J) 

Im Sky-Slalom müssen Sie wäh- 
rend des Falls Punkte aufsam- 
meln. (Glide, 640x480) 



schöner liegt dem Programm 
ebenfalls bei, außerdem läuft 
es auch auf dem Macintosh. 
(mash) 



[JSPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS : 



Extreme Tennis 

■ Hersteller: HeadGames ■ Testversion: Verkaufsversion 1.061 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multi- 
player: bis 2 (Modem, Netzwerk) ■ 3D-Grafik: Glide ■ Hardware, 
Minimum: Pentium/166, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: 

Pentium N/300, 32 MByte RAM 



Filzkugel-Dreschen ist 
out? Für HeadGames 
kein Grund, nicht 
trotzdem eine Tennis-Si- 
mulation auf den Markt zu 
werfen. 

Sie wählen einen von 16 
namensverfremdeten Spieler 
(Vorys Fecker!), greifen sich 
Schuhe und Schläger, und ab 
geht's auf den Court (Gras, 
Sand, Halle oder Hartplatz). 
Sie üben an der Ballmaschi- 
ne, bevor Sie ein einfaches 
Match (Einzel oder Doppel) 
oder sogar ein Turnier 
bestreiten. Die Grafik wirkt 
teilweise leider ebenso 
schlecht wie die Ballphysik: 
Die Kugel kommt schon mal 
vom Gegner zurück, auch 
wenn dieser sie gar nicht 
mehr erreichen konnte ... Mit 
den Schlagvarianten (Top- 




Die Figuren sehen nicht 
schlecht aus, aber die Ani- 
mationen wirken hölzern. 



spin, Lob, Stop) können Sie 
immerhin ein abwechslungs- 
reiches Spiel aufziehen und 
Ihrem Gegner die Filzkugel 
um die Ohren hauen, (st) 



3BPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS : 



130 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Wirtschaftssimulation für Profis 



Championship 
Manager 99/00 

■ Hersteller: Sport Interactive/Eidos Interactive ■ Testversion: Import- 
version 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 
Multi player: bis 16 (nacheinander an einem PC, Netzwerk) B3D-Grafik: 
- ■ Hardware, Minimum: Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, 
Empfehlung: Pentium N/200 MMX, 64 MByte RAM 




E 



s heißt, Engländer tei- 
len nicht sehr gern 
- wenn aber etwas, 



dann die Liebe zum 
Fußball. 

Und diese bringt 
auch immer wieder 
Managerspiele auf den 
PC. Während bei uns 
»Anstoss 3« gerade die 
Tabellenspitze erklim- 
men konnte, dominiert 
auf der Insel seit Jah- 
ren der »Champion- 
ship Manager«: Den 
ersten Platz in den briti- 
schen Verkaufscharts 
hält momentan die Version 
»99/00«. Typisch ist der Ver- 
zicht auf Managertätigkeiten 



tierung des Kaders nach die- 
sen Attributen genauso 
schlecht wie alle anderen 
Menüpunkte. 
(Alex Brante/md) 



[JEPLAYER 

WERTUNG 



wie Sponsorensuche oder 
Marketing. Sie fungieren nur 
als Trainer, dem ein be- 
stimmtes Budget vom Vor- 
stand zur Verfügung steht. 
Alle Profi-Ligen aus 16 Län- 
dern der Welt stehen zur Aus- 
wahl, und jeder Spieler 
besitzt bis zu 28 offene und 
20 versteckte Attribute (vom 
Dribbling bis zur Loyalität). 
Leider funktioniert eine Sor- 



ALEX BRANTE ^^^^^ 

Irgendwo in der Tiefe eines Marianengrabens soll 
sich hier eine komplexe Simulation verbergen. 
Mein U-Boot hielt den Druck jedoch schon nach 
wenigen Minuten Tauchzeit nicht mehr stand. 
Wirre Pull-Down-Menüs, die eine Flut an unver- 
ständlichen Fakten offenbaren, eine völlig indis- 
kutable Optik sowie eine unbrauchbare Bedie- 
nung führen hinunter in den Abgrund - auch, 
was die Wertung betrifft. Engländer sind halt nun 

iS-SÄ* «?* CONTRA 
lieben die briti- 
sche Küche eben- 
so wie den Cham- 
pionship Manager 
- jedem das Seine! — 



O Spieler besitzen viele 
Attribute 

O Extrem unübersichtlich 
O Schwer zugänglich 



PC PLAYER APRIL 2000 131 



SPIELE-TEST 



Schachspiel für Einsteiger und Fortgeschrittene 



Sportsimulation für Einsteiger 



Schach 2000 

■ Hersteller: Nova Media ■ Testversion: Verkaufsversion 1 .0 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multi- 
player: bis 2 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Mini- 
mum: 486 DX2/66, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium 
N/200, 32 MByte RAM 




it »Schach 
2000« hei- 
ßen wir ei- 
nen Neuzugang in der 
Rubrik »Schachspiele, 
die keiner braucht« 
willkommen. 

Sie fragen sich, 
warum? Kein Pro- 
blem: Der Eröfnungs- 
und Endspielbehand- 
lung fehlt es an Präzi- 
sion, die analyti- 
schen Fähigkeiten sind be- 
schränkt, die lästige Pieps- 
Akustik nervt und selbst 
Durchschnittsspieler Duy bie- 
tet dem Programm problem- 
los Paroli. Schachprofis pfei- 
fen daher auch auf die hier 
gebotenen 2D- und SD- 
Bretter samt den sechs ge- 
speicherten Miesterpartien, 
und greifen besser auf weit- 



- 


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Die Anordnung der einzelnen Fen- 
ster ist alles andere als ideal. 



aus gehaltvollere digitale 
Schachpartner wie »Fritz 6« 
oder »Chessmaster 7000« 
zurück, (md) 



[JBPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS 3-y 



Tie Break Tennis 2 

■ Hersteller: Nova Media/Hammer Technologies ■ Testversion: 
Verkaufsversion V 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: 
Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (an einem PC) ■ 3D-Grafik: Glide (nur 
Voodoo 1!) ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 16 MByte RAM 

■ Hardware, Empfehlung: Pentium/266, 32 MByte RAM, 3Dfx-Karte 






■m ieses lennisspiei 
■ enthält zum einen 
Wk^F eine Multimedia-Da- 
tenbank mit vielen Bildern 
und Statistiken, zum ande- 
ren eine selbstständige Si- 
mulation. 

Geübt wird an einer Ballma- 
schine, bevor man an einem 
Freundschaftsspiel oder einer 
Saison teilnimmt. 

Die Steuerung erweist sich 
als großes Manko. Man kann 
die Kontrahenten nicht völlig 
frei über den Platz bewegen. 
Oftmals bleiben sie mitten im 
Ballwechsel grundlos stehen 
und setzen dann unnötiger 
Weise zu einem Hechtsprung 
an. Ungeheuerliches leistet 
auch der Stuhlschiedsrichter: 
Es steht 0:30, der Aufschla- 
gende macht ganz klar zwei 
Punkte und verliert dennoch 




. Z'. — ■ -'■^i^^HI 




* I 


Egal, wer den Punkt macht, 1 
der Schiedsrichter entschei- 1 
det sowieso ganz anders. 1 




sein Aufschlagsspiel. Da fal- 
en die solide Aufmachung 
und die vielen Spiel-Modi 
(etwa einer gegen zwei) 
caum noch ins Gewicht. 
[Thierry Miguet/md) 




[JHPLAYER 

WERTUNG 

SPIELSPASS -J 3 







Flipper-Simulation für Kugelstoßer 



Geschicklichkeitsspiel für Fingerfertige 



Passion Pinball 

■ Hersteller: Cherrysoft/Blackstar Interactive ■ Testversion: Verkaufs- 
version 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 

■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pen- 
tium/133, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen- 
tium/233 MMX, 64 MByte RAM 



Alle PC-Voyeure stöh- 
nen begeistert auf, 
denn es gibt einen 
neuen Erotik-Flipper. 

Ein einzelner Spieltisch mit 
festgelegter Tastatur-Steue- 
rung und ohne Tilt-Möglichkeit 
befindet sich auf der CD, dazu 
ein paar nicht-animierte Co- 
mic-Videos aus der Feder von 
Carsten Wieland (»Wet«). 
Zwar gibt es berechnete Spie- 
gelungen auf der Kugel, aber 
deren Rollgeschwindigkeit 
variiert doch heftig, und der 




Tisch bietet wenig Abwechs- 
lung - kein Vergleich mit der 
»Pro Pinball«-Serie. Und so 
rechtes Erotik-Feeling will 
angesichts der gezeichneten 
drallen Damen auch nicht auf- 
kommen ... (mash) 



[JSPLAYER 

iU WERTUNG 



Lohnt es sich dafür zu 
flippern? 



SPIELSPASS 



Ibiza Comic Poker 

■ Hersteller: interactive strip/Blackstar Interactive ■ Testversion: Ver- 
kaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: 
Deutsch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: 

Pentium/166, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/233 
MMX, 64 MByte RAM 



An selige 64er- 
Tage erinnert 
dieses Spiel: 
Das waren noch Zeiten, 
als man auf pixelige 
Digi-Schönheiten ge- 
starrt hat, die sich per 
Strip-Poker ausziehen 
ließen. 

Ob's am mittlerweile 
reiferen Alter liegt oder 
nur an den mäßig 
interessanten Comic- 
Tussis - ich weiß es nicht, 
aber so rechte Begeisterung 
kommt nicht auf. Oder viel- 
leicht stört auch nur die man- 
gelhafte bis nicht vorhande- 
ne Kl, mit der sich jede der 
drei Figuren ziert, bis sie sich 
dann doch ausziehen muss. 
Nein, nein, das muss nicht 
sein. Gegen einen Alters- 
nachweis können Sie auch 




eine Hardcore-Version be- 
stellen, von der wir gar nicht 
wissen wollen, wie sie aus- 
sieht, (mash) 



HHPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS 1 7 



132 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Simulation für Einsteiger und Mitfahrer 7^?^ 



U-Bahn-Raser 

■ Hersteller: Subway Systems/MW Interactive ■ Testversion: Verkaufs- 
version 8.- ■ Betriebssystem: Siemens 2000 ■ Sprache: Deutsch (meh- 
rere Dialekte in Vorbereitung) ■ Multiplayer: bis 2 (Hotseat), bis 74 (pro 
Wagon) ■ 3D-Grafik: Monatskarte ■ Hardware, Minimum: Pentium/133, 
16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: U3 zum Olympia-Zentrum 




R 



äsende Abverkäufe 
des Konsolen-Origi- 
nals in Japan - jetzt 
gibt es auch einen lokalisier- 
ten U-Bahn-Simulator für 
heimische PCs. 



Wer hat als Kind 
nicht davon ge- 
träumt, Lokführer 
zu werden? Diesen 
Wunsch können 
Sie sich nun zu- 
mindest unterir- 
disch in Zusam- 
menarbeit mit dem 
MW (Münchener 
Verkehrsverbund) 
erfüllen. Als U- 
Bahn-Fahrer steu- 
ern Sie einen Zug 
durch den Mün- 
Untergrund. Sie 
beschleunigen, bremsen 
rechtzeitig ab und müssen 
mit dem mitgelieferten USB- 
Mikrofon Ansagen machen 
wie etwa »Zurücktreten, 



chener 




lassen. Gefährlicher ist schon 
ein Tunnelbrand und in extre- 
men Fällen müssen Sie sogar 
Selbstmörder von der Wind- 
schutzscheibe kratzen. (mash) 



[JEPLAYER 

WERTUNG 



Das ist übrigens der Gesamt- 
fahrplan von München. 



bitte!«. Zuweilen gibt es ran- 
dalierende Fahrgäste (be- 
sonders zu Zeiten des Okto- 
berfests), die sich nur durch 
die Polizei wieder eindämmen 



MARTIN SCHNELLE 

Keine schlechte Sache - U-Bahn-Fahren ist nämlich 
weitaus schwerer, als man denkt. So ein Zug 
beschleunigt recht träge und bremst auch nur 
widerwillig. Dann gleichzeitig die Geschwindigkeit 
(bis maximal 80 km/h) im Auge zu behalten und 
die nächste Haltestelle anzusagen sorgt für echten 
Stress. Eher unappetitlich fällt die Darstellung der 
Selbstmörder aus - hier wäre etwas weniger Rea- 
lismus mehr gewesen. Doch die Darstellung der 



Tunnel kann sich 
wirklich sehen las- 
sen: Nirgends wird 
München so detail- 
reich und intensiv 
gezeigt wie hier. 



PRO & CONTRA 



O Klasse Tunnel- 
Darstellung 



O Unappetitliche Details 



PC PLAYER APRIL 2000 135 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Fortgeschrittene und Profis 



Metal Fatigue 



Riesige Kampfroboter beharken 
sich auf fremden Planeten - und 
das nicht nur in Farbe, sondern 
sogar in echtem, frei drehbarem 3D! 



■ Hersteller: Psygnosis ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multi- 

player: bis 2 (Modem), bis 8 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: Direct3D, 
Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 32 MByte RAM, 3D-Karte 

■ Hardware, Empfehlung: Pentium 111/333, 128 MByte RAM, 3D-Karte 




FAKTEN 



I Frei drehbare 

3 D- Karten 
I 3 Kampagnen 
I 3 parallele Schau- 
plätze: Orbit, Erd- 
oberfläche und 
Untergrund 
I 30 Missionen 
I 3 Kriegsparteien 
I 30 Solo- und Mehr- 
spieler-Karten 
I Roboterkolosse 

zusammenbauen 
I Forschung 
I Einstellbarer 
Schwierigkeitsgrad 



Die Combots dreschen ganz apart aufeinander ein. (alle Bilder Direct3D) 




etalle in jeglicher 
Form waren schon 
immer der Krieger 
liebster Werkstoff. 
Waffenschmiede schufen daraus 
nicht nur schmucke Schwerter, 
später gössen sie Kanonen und 
bauten Panzer. »Metal Fatigue« 
geht sogar noch einen Schritt 
weiter: Neben den üblichen 
Kettenfahrzeugen staksen vier 
Stockwerke hohe Kampfkolosse, 
»Combots« genannt, zweibeinig 
durch die Gegend. 



Diese Idee ist an sich nicht neu, 
schließlich gibt es unter anderem 
das BattleTech-Universum, in 

»Der Krieg ist 
kein Selbst- 
zweck.« 

dem sich alles um ganz ähnliche 
Gefährte dreht. Auch im Echtzeit- 
Strategiespiel »Mech Comman- 
der« hatten sie schon einmal einen 



Auftritt. Während Sie damals 
jedoch nur eine kleine Gruppe aus 
BattleMechs durch verschiedene 
Einsätze kommandierten, dürfen 
Sie nun auch die Stützpunkte 
selbst erbauen und ganze Armeen 
aufstellen. Und da derzeit SD- 
Umgebungen angesagt sind, kön- 
nen Sie auch hier die Ansicht nach 
Belieben zoomen, drehen und kip- 
pen. Wer bei diesem Schnick- 
schnack rasch die Orientierung 
verliert, sollte jedoch getrost die 
Finger von den entsprechenden 



136 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 







Elektro Grip K-Scriild 
BasisTorso LaserBeine 



O Verstrichene Zeit 

© Energie 

© Lagerkapazität für Energie 

O Arbeitskräfte übrig 



O Arbeiter im Einsatz 

© Orbit wählen 

O Oberfläche 

Unterirdisch 



© Karten aller Ebenen 

© Übersichtskarte 

fl> Zustand des gewählten Combots 

Abwerfen von Armen/ Besatzung 



CE) Kampf- und Bewegungsbefehle 

(£) Informationen zur Einheit 

© Neuer Combot wird gebaut 

CD Kampf zwischen einem Combot und Panzern 



Tasten fernhalten und kommt auch 
ohne solche Perspektiven-Akroba- 
tik prima zurecht. 

Geschwisterzwist 

Natürlich sind auch bei Metal 
Fatigue die kriegerischen Ausein- 
andersetzungen kein reiner 
Selbstzweck: Drei sektenähnliche 
Konzern-Nationen versuchen, die 
Überreste einer außerirdischen 
Zivilisation von derem Heimatpla- 
neten einzusammeln und für sich 
nutzbar zu machen. Von den ehe- 
maligen Bewohnern fehlt anson- 
sten jede Spur, aber das kümmert 
Sie zunächst nicht. Um der gan- 
zen Geschichte einen persön- 
lichen Touch zu verleihen, ist jede 
Kampagne dem Werdegang eines 
von drei Brüdern gewidmet, die 
durch Launen des Schicksals auf 
unterschiedlichen Seiten stehen. 

Jede Partei verfügt über eine 
andere Philosophie, Kampftaktik 
und Technologie. Zwar sind die 
Gebäude und Bodenfahrzeuge 



weitgehend identisch, doch die 
Combots unterscheiden sich 
spürbar voneinander. 

Die insgesamt dreißig Missio- 
nen verlaufen nach einem ähn- 
lichen Schema: Nach der ein 
wenig lieblos gestalteten Einsatz- 
besprechung - immerhin gibt es 
eine Sprachausgabe - beginnen 
sie mit dem Aufbau der Basis. 
Einige Fahrzeuge und Gebäude 
stehen bereits, oft wird sogar eine 
spezielle Vorbereitungszeit ge- 
währt, in der Sie ungestört eine 




Auch unter der Erde wird 
fleißig gekämpft. 



bestimmte Energiemenge in wei- 
tere Anlagen und Einheiten 
ummünzen können. 

Was ihr wollt 

Sobald die normale Missionszeit 
läuft, sollten Sie zügig handeln. 
Der Computergegner ist fix und 
versucht, mit unterschied- -> 




PC PLAYER APRIL 2000 137 



SPIELE-TEST 



Metal Fatigue 



Die 

wichtigsten 

Fahrzeuge 

[1 

Schwebe-Lkw: 
Bauen, Reparieren, 
Energiegewinnung 








Schwebe-Born 
effektiv gegen 
Bodenziele 


ber: 


H 




Combot: Die 
Hauptwaffe - a 
Einzelteilen ge 

^^ 

Panzer: Sind a 
im Untergrunc 
einsetzbar 


US 

3aut 

uch 

1 


H 




Artillerie: Grof 
Kaliber, große 
Reichweite 


>es 


y 




Raketenwerfer 
Auch gegen Fli 
Objekte einsetz 


jg- 

bar 


% 




Bohrer: Schaff 
Fahrstühle, be 
tigt Gestein 


t 
sei- 


H 




Schwebe-Jet: 
Funktioniert in 
Orbit und auf 
Oberfläche 


11 
der 



-Glichen Taktiken Ihre Schwach- 
stellen erst auszuloten und dann 
auszunutzen. Zunächst sollte eine 
Fahrzeugfabrik entstehen. Jeder 
Bauauftrag kostet Energie, die in 
Materie verwandelt wird. Gebäude 
werden übrigens von Schwebe- 
Lkws hochgezogen, die wegen der 
Vielseitigkeit sozusagen das 
Schweizer Armeemesser dieses 
Spiels sind. Außerdem beherr- 
schen sie noch die Reparatur von 
Fahrzeugen und Häusern sowie 
den Transport von Fundstücken 
und das Anzapfen von Wärmee- 
nergie aus Lava-Vorkommen. 



Gliedmaßen-Klau 

Um den Energieausstoß zu erhö- 
hen, konstruiert man rasch weite- 
re dieser Schwebefahrzeuge und 
setzt sie auf die nächste Lava- 
Austrittsstelle an. Panzer, Rake- 
tenwerfer und Abwehrtürme ver- 
bessern die Sicherheitslage, aber 
richtig spannend wird es erst 
durch die Combot-Produktion. 
Jeder Combot besteht aus vier 
Komponenten: dem Torso, den 
Beinen und den beiden Armen. 
Sie wählen aus, welche Einzel- 
teile produziert werden. Dazu 
zählen auch Abwehrschilde 
sowie Nah- und Fernwaffen, 
die außerdem in mechanische 
und Energiewaffen unterteilt wer- 
den. Später locken Zuckerl wie 
sichtbar funktionierende Tarnvor- 
richtungen, mit denen der Gegner 
hinterrücks überfallen werden 




Die Ansicht lässt sich frei drehen und zoomen. 



kann. Sie kombinieren diese 
Bestandteile entsprechend Ihren 
Vorstellungen von gutem Design. 
Der erste Kampf naht, und 
zusammen mit einigen Panzern 
sind auch zwei feindliche Com- 
bots im Anmarsch. Die lästigen 

»Ein kräftiger 
Hieb trennt glatt 
den Arm ab.« 



Kettenfahrzeuge werden von 
Ihren Combots mit einem lässi- 
gen Schlag zerschmettert, wozu 
sind diese schließlich mit giganti- 
schen Schwertern ausgerüstet. 
Neben dieser Nahkampfwaffe 



UDO HOFFMANN 

Irgendwie interessiert mich diese auf den ersten Blick 
krude Mischung mehr als alle anderen Echtzeitstrategie- 
spiele der letzten Zeit; als da etwa wären »Age of Empi- 
res 2« oder »Earth 2150«. Das liegt ganz sicher an den 
geschmeidigen Bewegungen, mit denen meine Axtkrie- 
ger vom Stamme der Mil-Agro die Feinde in den Staub 
schleudern. Hähähä. Sowas sieht mein schwarzes Herz 
doch immer gern. 

Auch weniger zynische Naturen dürfen sich an der 
unverbrauchten Ideen-Mischung erfreuen. Genre-Ein- 
steigern dagegen wird viel zuviel zugemutet, denn die 
Gegnerballung ist deutlich zu stark, und die Zahl der zu 
überwachenden Parameter einfach zu gewaltig. Roi 
nierte Echtzeitler 

pro & CONTRA 



aber, die ein 
ble für Neuerun- 
gen und C&C 3 in 
zwei Tagen durch- 
gespielt haben - 
also derartige 
Leute dürfen die- 
ses Teil nicht links 
liegen lassen. 



O Viele nette Ideen 

O Schicke Riesenroboter 

O Schlechte Landschafts- 
Grafik 
O Anfangs etwas verwirrend 



werden Raketen zum Abschuss 
gebracht und versetzen dem Geg- 
ner einen ersten Schock. Wäh- 
rend einer der Combots noch 
leicht taumelt, holt einer der Ihren 
zu einem kräftigen Hieb aus und 
trennt ihm glatt den rechten Arm 
ab. Eine Minute später explodiert 
dann auch der klägliche Rest. Aus 
den Trümmern bergen Ihre 
Schwebe-Lkws die rauchenden 
Überreste und befördern diese 
zurück zur Basis. Die Forschungs- 
einrichtung begutachtet die 
Beute, auf dass in Bälde identi- 
sche Nachbauten entstehen 
mögen. Noch auf dem Schlacht- 
feld wirft einer Ihrer Combots 
einen Arm ab, um eine tödliche 
Elektroschock-Kralle aufzusam- 
meln und diese statt des Armes 
am Schultergelenk einzurenken. 
Jede Seite besitzt übrigens eine 
eigene Technologie und unter- 
schiedlich aussehende Combots, 
deren Bestandteile jedoch prakti- 
scherweise frei miteinander kom- 
biniert werden dürfen. 

Unter der Oberfläche 

Dieses Baukasten-Prinzip ist aller- 
dings nicht die einzige Besonder- 
heit: Die Auseinandersetzungen 
finden bei den meisten Missionen 
auf drei Ebenen statt. Im Orbit um 
den Planeten kreisen Plattformen, 
auf denen sich besonders gut 
energieliefernde Sonnenkollekto- 
ren platzieren lassen. Eine spe- 
zielle Beam-Technologie beför- 
dert Fahrzeuge zwischen Himmel 
und Erde, falls diese nicht selbst 
fliegen können. 

Unter der Oberfläche befinden 
sich ebenfalls einige interessante 



138 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 




Energiequellen, doch sollten Sie 
mit Ihrem Bohrer zunächst einen 
Aufzug in die Unterwelt erstellen. 
Anschließend schafft das Bohrge- 
rät auf Wunsch unterirdische Hin- 
dernisse aus dem Weg. Auf allen 
drei Ebenen werden auch Ihre 
Gegner aktiv sein, daher dürfen 
Sie sich nicht nur mit dem Schutz 
und der Eroberung der Oberflä- 
che zufrieden geben. Mitunter ist 
fleißiges Hin- und Herspringen 
angebracht, um die Aktionen 
parallel zu koordinieren. Immer- 
hin warnt eine Stimme, wenn auf 
einer der Ebenen Kampfhandlun- 
gen stattfinden. 

Echtzeit-Taktiker werden sich 
über das durchaus planvolle Vor- 



gehen sowohl der eigenen Leute 
wie der Gegner freuen. Dieses 
Verhalten kann zudem reguliert 
werden: soll ein Combot auf einer 
Stelle verharren oder den Gegner 
aggressiv verfolgen - es liegt in 
Ihrer Hand. Andere, Echtzeit-typi- 
sche Standards wie das Bilden 
von Gruppen und das Setzen von 
Wegpunkten wurden ebenfalls 
implementiert. Sie dürfen einem 
Fahrzeug sogar eine Kette aus 
mehreren unterschiedlichen Be- 
fehlen vorgeben, die der Reihen- 
folge entsprechend abgearbeitet 
werden. Ärgerlich, aber durchaus 
für solche Spiele typisch ist, dass 
vereinzelt andere Einheiten den 
Weg blockieren und nicht von 
alleine frei machen. 

Die Mischung macht's 

Leider passten die deutschen 
Bezeichnungen einiger Befehle 
nicht mehr komplett auf die Aus- 
wahlflächen; generell hätte die 
Befehlsleiste ruhig liebevoller 
gestaltet werden dürfen. 

Deutlich missraten ist die Dar- 
stellung des Untergrunds, aber 
auch die Orbit-Ebene verdient kei- 
nen Schönheitspreis. Sogar die 
Gebäude wirken eher schlicht, -> 




WER GEGEN WEN: DIE RIVALEN 



Die idealistischste und visio- 
närste der drei Gesellschaf- 
ten. Rimtech glaubt an einen 
Ehrenkodex und setzt auf 
eine balancierte Mischung 
aus Nah- und Fern kämpf Waf- 
fen: Säbel und Energiekano- 
nen sind sehr häufig. 



Der Stärkste überlebt - auf 
diese schlichte Formel lässt 
sich die Philosophie von Mil- 
Agro bringen. Sie lieben den 
Kampf und sind besonders 
mit effektiven Nahkampfwaf- 
fen wie gigigantischen Häm- 
mern und Äxten ausgerüstet. 



Tarnen und täuschen, so ope- 
riert Neuropa, in der Politik 
wie auch im Kampf. Das Waf- 
fenarsenal enthält die fortge- 
schrittenste Technik - 
besonders gerne werden 
Tarngeneratoren verwendet 
um sich anzuschleichen. 





METAL FATIGUE IM VERGLEICH 



Metal Fatigue (Spielspaß 82; Test in 4/2000) 

Schauplatz: 

Darstellung: 

Rivalen: 

Kampagnen: 

Missionen insg.: 

Spielebenen: 



Earth 2150 (Spielspaß 87; Test in 12/99) 



Einheitenbaukasten: 
Spielen wegen: 



Fremder Planet 

Echtes 3D 

3 (unterschiedlich) 

3 

30 

Orbit, Oberfläche, 

Untergrund 

Ja 

Der beeindruckenden 

Kampfkolosse 



S^B Hf ' 



Schauplatz: 

Darstellung: 

Rivalen: 

Kampagnen: 

Missionen insg.: 

Spielebenen: 

Einheitenbaukasten: 
Spielen wegen: 



Zukünftige Erde 

Echtes 3D 

3 (unterschiedlich) 

3 

75 

Oberfläche, 

Untergrund 

Ja 

Der toll gestalteten 

Kampagnen 




Command & Conquer 3 (Spielspaß 83; Test in 1 1/99) 



Mech Commander (Spielspaß 82; Test in 8/98) 



Schauplatz: 
Darstellung: 
Rivalen: 
Kampagnen: 
Missionen insg.: 
Spielebenen: 
Einheitenbaukasten: 
Spielen wegen: 



Zukünftige Erde 

Isometrisch, starr 

2 (unterschiedlich) 

2 

ca. 40 

Oberfläche 

Nein 

Solider Gestaltung 

und netter Videos 




Schauplatz: 
Darstellung: 
Rivalen: 
Kampagnen: 
Missionen insg.: 
Spielebenen: 
Einheitenbaukasten: 
Spielen wegen: 



Fremder Planet 

Isometrisch, starr 

2 (unterschiedlich) 

1 

30 

Oberfläche 

Ja 

Fast einmaliger 

Taktik-Möglichkeiten 




Eorü'Erä'ä «ta 



Warzone 2100 (Spielspaß 80; Test in 5/99) 

Schauplatz: Fremder Planet 

Darstellung: Echtes 3D 

Rivalen: 2 (gleich) 

3 

34 

Oberfläche 
Ja 

Praktischer, durch- 
dachter Befehle 



Thandor (Spielspaß 74; Test in 2/2000) 



Kampagnen: 
Missionen insg.: 
Spielebenen: 
Einheitenbaukasten: 
Spielen wegen: 




Schauplatz: 
Darstellung: 
Rivalen: 
Kampagnen: 
Missionen insg.: 
Spielebenen: 
Einheitenbaukasten: 
Spielen wegen: 



Fremder Planet 
Echtes 3D 
2 (gleich) 
1 

20 

Oberfläche 
Ja 

Dem Mehrspieler- 
Modus 




PC PLAYER APRIL 2000 139 



SPIELE-TEST 



Metal Fatigue 



DIE WICHTIGSTEN GEBAUDE 









Materiewandler: 
Energieumwand- 
lung - Kernstück 
jeder Basis 



Cyrofarm: Enthält 
40 Arbeiter, Vor- 
aussetzung für 
Arbeitskraft 





Combot-Werkstatt: 
Hier werden Com- 
bots aus Teilen 
zusammengebaut 



Außenposten: 
Transport zwi- 
schen Oberfläche 
und Orbit 



Fahrzeugfabrik: 
Bau vieler Boden- 
fahrzeuge (Panzer, 
Hover-Lkws) 



G 

Hangar: Fertigung 
und Reparatur 
aller Flugobjekte 
(Bomber, Jets) 



Combot-Teile-Pro- 
duktion: Fertigung 
einzelner Teile für 
Combots 



Energiespeicher: 
Nimmt zusätzliche 
Energieüberschüs- 
se auf 



K.I. -Einrichtung: 
Erforscht Rationa- 
lisierung durch 
Künstl. Intellig. 





Mobiler Wall: Blo- 
ckiert den Weg, 
eventuell mit 
Geschützen 



Forschungseinrich- 
tung: Unbekannte 
Combot-Teile wer- 
den erforscht 




Sonnenkollektor: 
Energiegewin- 
nung; besonders 
effektiv im Orbit 



»Eine Fülle 

strategischer 

Möglichkeiten.« 



->wenn nicht gar trist. Fast selt- 
sam mutet diese nachlässige 
Gestaltung im Kontrast mit den 
aufwändigen, geschmeidigen 
Animationen der Kampfroboter an 
- offenbar musste 
man auch einen 
oder zwei unfähi- 
ge Grafiker im Ent- 
wicklerteam mit- 
schleppen. 
Die zu absolvierenden Aufträge 
sind durchaus spannend - nicht 
immer geht es nur darum, den 
Gegner auszuschalten. Manchmal 
muss einfach eine bestimmte 
Stelle erreicht oder etwas gefun- 
den werden. Nach bestandenem 
Einsatz werden Sie mit Ausrüs- 
tungspunkten belohnt, die sich 



anschließend für Verbesserungen 
verwenden lassen. 

Erst nach und nach begreift 
man, welche Fülle an strategi- 
schen Möglichkeiten in Metal Fati- 
gue steckt. Wer mag, nutzt unterir- 
dische Gänge, um sich bis zum 
feindlichen Lager hin durchzugra- 
ben. Gerade durch den Umstand, 
dass Combots nicht in die Höhlen 
vordringen können, muss dort 
völlig anders vorgegangen wer- 
den. Auch in himmlischen Höhen 
lassen sich Angriffe vorbereiten 
oder Gegner piesacken. Die lusti- 
ge Kombination der vom Gegner 
einkassierten Bauteile lässt den 
ursprünglichen Besitzer späte- 
stens dann blöd aus der Wäsche 
schauen, wenn seine Geheimwaf- 



THOMAS WERNER 

Als während der ersten Minuten die l 



ewöhnliche Echtzeit, nur eben in 3D. Doch dann hatten 
die ersten Combots ihren Auftritt. Tatsächlich sind sie 
mehr als einfach nur große Einheiten. Nicht nur, dass die 
Animationen echte Hingucker sind - sie verwandeln 
Metal Fatigue auch in ein anderes Spiel. Schließlich erfor- 
dern sie spezielle Kampftaktiken und auch das Einsetzen 
erbeuteter Komponenten reizt. Durch die verschiedenen 
Ebenen - Orbit, Oberfläche, Untergrund - wird der Spie- 
ler auf eine ganz neue Weise herausgefordert. Die K.l. ist 

guter Echtzeit- t%w%*\ o /*/mi-tda 

Durchschnitt und PRO & CONTRA 

die Bedienung 
zweckmäßig. 
Wenn einige klei- 
ne Schönheits- 
mängel nicht 
wären, hätte man 
sogar über einen 
Goldplayer reden 
können. 



O Combots selbst bauen 
O Tolle Animation 
O Spezielle Taktiken 

notwendig 
O Drei Ebenen 



OÖde Einsatzbesprechung I 



fen gegen ihn eingesetzt werden. 
Viel Dramatik bieten die drei Kam- 
pagnen bereits durch die Helden, 
die Sie um jeden Preis schützen 
sollten, um nicht zu verlieren. 
Selbst die Hintergrundgeschichte 
ist erstaunlich interessant, wenn- 
gleich leider auf das Geschehen 
illustrierende Zwischensequenzen 
verzichtet wurde. 

Die meisten Bestandteile dieses 
Programms sind für sich alleine 
genommen nicht originell, son- 
dern wurden deutlich von ande- 
ren Titeln inspiriert. Aber wie bei 
einem gut zusammengestellten 
Kampf-Combot kommt auch hier 
der Erfolg durch die kluge 
Mischung. Untermalt wird jede 
Kampagne von ihrer eigenen, 
hörenswerten Hintergrundmusik, 
die im Charakter von orchestral 
bis hin zu fetzig reicht. 

Ein Editor ist nicht vorhanden, 
doch sollten die 30 Einzelkarten 
genügend Stoff für Partien gegen 
Computergegner oder Freunde 
liefern, (tw) 



^PLAYER 



Grafik 70 

Sound 70 

Einstieg 70 

Komplexität 80 

Steuerung 80 

Multiplayer 80 



PIELSPASS m 



140 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Simulation für Einsteiger 



Strategiespiel für Einsteiger und Fortgeschrittene 



Duck Hunter Pro 

■ Hersteller: Diversions Software/HeadGames ■ Testversion: 
Verkaufsversion 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: 
Englisch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: 

Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/166, 
32 MByte RAM 



E 



in Mann in erdfarbe- 
nen Klamotten liegt 
zu gottloser Zeit in 
einem Boot auf der Lauer. 
Vorsichtig holt er sein 
Scharfschützen-Gewehr her- 
vor, legt an, zielt - und 
jemand muss sein Leben las- 
sen! Kaltblütiger Mord? Wie 
man's nimmt ... 

Der Mann ist Jäger und hat 
gerade eine Schneegans 
erlegt. Das ist auch Ihre 
Hauptbeschäftigung in die- 
sem stupiden Jagdspiel des 
Billigspiel-Anbieter Head- 
Games. Sie warten auf das 
Federvieh, ködern mit Attrap- 
pen und Lockpfeife, nehmen 
Ihr Gewehr und machen le- 
cker Brustfilet oder Daunen- 
jacken aus den arglosen 
Wasservögeln. Schon braust 
Ihr treuer Wau-Wau los und 




apportiert die Beute. Stilecht 
dürfen Sie nur bestimmte 
Arten abknallen, dafür kön- 
nen Sie sich Waffe und Jagd- 
gebiet aussuchen, (mash) 



HEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS^O 



Warcraft 2 

Battle.net Edition 



■ Hersteller: Blizzard Entertainment/Havas Interactive 

■ Testversion: Verkaufsversion 2.00 ■ Betriebssystem: 
Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 8 
(Modem, Nullmodem, Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - 

■ Hardware, Minimum: Pentium/100, 16 MByte RAM 

■ Hardware, Empfehlung: Pentium/200, 64 MByte RAM 



ZWEIT-TEST 



DEUTSCHE 
VERSION 



Trotz seines Alters von 
über vier Jahren macht 
»Warcraft 2« immer 
noch einen Heidenspaß. 

Die »Battle.net-Edition« er- 
halten Sie nun auch auf 
Deutsch, die Lokalisierung ist 
gewohnt hervorragend. Auf 
der Scheibe finden sich das 




Original, die Zusatz-CD 
»Beyond the Dark Portal« 
sowie zusätzliche 100 Mehr- 
spieler-Karten. Dank des kos- 
tenfreien Online-Spielediens- 
tes www.battle.net 
von Blizzard spielen Sie über 
das Internet mit Gott und der 
Welt. Das funktioniert auch 
ganz wunderbar, in Gefech- 
ten mit mehr als vier Spielern 
kommt der Ablauf aber doch 
ins Ruckein. (mash) 



ZEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS f >/J 



PC PLAYER APRIL 2000 141 



SPIELE-TEST 



Wirtschaftssimulation für Fortgeschrittene und Profis 



Grand Prix 
World 



■ Hersteller: Microprose/Hasbro Interactive ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Win- 
dows95/98 ■ Sprache: Englisch (Deutsch in Vorb.) ■ Multiplayer: bis 4 (an einem PC) ■ 3D-Grafik: Direct3D 

■ Hardware, Minimum: P/166, 32 MByte BAM ■ Hardware, Empfehlung: P M/300, 64 MByte BAM, 3D-Karte 

Millionen Formel- 1 -Fans fiebern sonntags vor der 
Glotze mit ihren Favoriten mit. Für die restlichen 
Wochentage bietet sich »Grand Prix World« an. 




■ AIVTcN ^ Schumi ist nach einem schlechten Start beim Australien Grand 
Prix nur Achter. (Direct3D, 800x600) 



Originaldaten der 
Saison 1998/99 
Entwicklung der 
Fahrzeuge über 
mehrere Jahre 
Aufgaben vom 
Testen einzelner 
Komponenten bis 
zum Anwerben 
neuer Sponsoren 
Fahrer können 
spezifische Einze- 
lanweisungen ent- 
gegennehmen 
Regularien ändern 
sich jährlich 



V 



or drei Jahren er- 
schien der »Grand Prix 
Manager 2« (Test in PC 
Player 2/97). Erst jetzt 
kommt mit »Grand Prix World« 
ein Nachfolger. 

Trotz der langen Entwicklungs- 
zeit und dem abgeänderten 
Namen hat sich beim Spiel kaum 
was getan. Wieder schlüpfen Sie 
in die Rolle eines Formel-1- 
Managers, um einen Rennstall 



auf Gedeih und Verderb zu leiten. 
Die Wahl des Teams beeinflusst 
den Schwierigkeitsgrad. Nicht, 
dass es mit Ferrari eine leichte 
Angelegenheit wäre, aber mit 
Minardi könnten Sie sogar Pro- 
bleme bekommen, für jedes Ren- 
nen zwei fahrbare Untersätze zur 
Verfügung zu be- 

kommen »Der Rennablauf dau- 

Besitzer des Vor- ^^ u ^ _ 

gängers erkennen BIT gilt eilie StUIICle.« 



die etwas unglückliche Menü- 
Führung sofort wieder. Rund 80 
Untermenüs wurden in halbwegs 
logische Grüppchen zusammen- 
gefasst. Zwischen diesen hin und 
her zu manövrieren (wobei es 
durchaus auf die Reihenfolge 
ankommt), ist kein leichtes Unter- 
fangen. 

Die Arbeit beginnt in der Ent- 
wicklungsabteilung. In einem 
zusammenfassenden Tableau 
sehen Sie Leistung und Zuverläs- 
sigkeit einzelner Teile Ihres 
aktuellen Wagens. Diese können 
Sie durch das Techniker verbes- 
sern lassen. Manchmal werden 
gravierende Fehler erst auf der 
Teststrecke ersichtlich und schon 
bald müssen Sie Prioritäten set- 
zen. Gleichzeitig sollten Sie näm- 
lich auch das Chassis für die kom- 
mende Saison in Angriff nehmen. 

Die Geldbeschaffung erweist 
sich als ähnlich kompliziert. Für 
die erste Saison stehen bereits 
alle Verträge, für die Zeit danach 
sind Sie verantwortlich. Es ist 
nicht leicht, einen bestehenden 
Vertrag zu verlängern, dies bedarf 
komplizierter Verhandlungen. Je 
nachdem, wie viele Angestellte 
Sie zur Betreuung eines Sponsors 
abstellen, desto größer ist die 
Aussicht auf einen Erfolg. 

Vor jedem der 16 Rennen 
haben Ihre Arbeitskräfte nur 
begrenzt Zeit, Sie sollten sie also 
so effizient wie möglich einset- 
zen. Das beginnt beim Test der 
Wagen: Wie viele Techniker set- 
zen Sie dafür ein, wie viele Kilo- 
meter sollen es sein, legen Sie die 
Präferenzen auf das Setup, den 
Motor, das Design? Ähnliche Ent- 
scheidungen haben Sie überall zu 
treffen. Konkret bedeutet dies, 
dass Sie einen Großteil der Zeit 
zwischen den Rennen mit der 
Zuweisung von immer den glei- 
chen Aufgaben verbringen. 

Nachdem alle Vorbereitungen 
getroffen sind, geht es zum Ort 
des Renn-Geschehens. Ohne wei- 



142 PC PLAYER APRIL 2000 




tere Vorbereitungen finden Sie 
sich sofort in der Qualifikation. 
Der Bildschirm ist in mehrere 
Fenster aufgeteilt, deren Inhalt 
Sie bestimmen können. Im Ange- 
bot sind viele Seiten, die den 
Zustand der Fahrzeuge und das 
Klassement durchleuchten. Die 
Fenster dienen auch der Renn- 
Darstellung, die ebenso einfach 



wie effektiv ist: 
Über Standbilder 
werden die Fahr- 
zeuge projiziert. 

In einer Leiste weiter unten 
können Sie den Fahrern spezifi- 
sche Anweisungen geben. In der 
Qualifikation handelt es sich 
dabei nur um das Ein- und Aus- 
fahren der Pits. Im Rennen ord- 




ALEX BRANTE 

Ran an die Maus, rein ins Cockpit, los? Mitnichten! Vor- 
her heißt es fleißig Herumprobieren, denn sonst kön- 
nen Sie eine Saison mit Grand Prix World in der Pit- 
Lane stehen lassen. Nach der langen Wartezeit seit 
dem Vorgänger hätte ich mir zumindest eine Verbesse- 
rung der komplizierten Bedienung gewünscht. Doch es 
ist immer noch fast unmöglich, jedes der Untermenüs 
in der richtigen Reihenfolge zu besichtigen, ohne dabei 
immer wieder schwerwiegende Fehler zu begehen. Da 
der Rennablauf zudem gut eine Stunde beansprucht, 
erhöht sich der Frustfaktor schnell. Fraglos hat Micro- 
prose hier eine sehr realistische, spannende und inter- 
essante Wirt- 
schaftssimulation PRO & CONTRA 
auf die Strecke 
gestellt, aber mit 
dem Setup von 
verkorkster 
Bedienung und 
hohem Schwie- 
rigkeitsgrad ist es 
kein echter Ren- 
ner geworden. 



O Komplexität nahe an 

der Realität 
O Rennen verlaufen 

meist spannend 

O Maue Menüstruktur 
O Arg langer Rennverlauf 



»Realistisch, 
aber kein 
Renner.« 

nen Sie dann vielleicht riskante 
Überholmanöver und gnadenlose 
Blockaden an. 

Der Rennablauf, mit seinen 
wechselhaften Wetterbedingun- 
gen und unvorbereiteten Pit- 
Stopps, sorgt für viel Spannung. 
Dafür dauert er auch extrem 
lange: Eine Beschleunigung ist 
nur bis zu 150 Prozent der norma- 
len Geschwindigkeit möglich, 
was einer Stunde entspricht. 
Natürlich haben Sie die Möglich- 
keit, nur das Resultat zu sehen. 
Sie können auch während des 
Rennens die Geschwindigkeit 
noch weiter beschleunigen, 
haben aber damit keinerlei Ein- 
flussmöglichkeiten mehr. 

Im Saisonverlauf verbessern 
sich Ihre Wagen dank der Arbeit 
der Entwicklungsabteilungen 
ständig, durch Merchandising- 
Verträge (Videospiele, Uhren, 
Kleidung, etc.) fließt frisches Geld 
in die Kasse. (Alex Brante/md) 



HSPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 60 

Sound 70 

Einstieg 50 

Komplexität 90 

Steuerung 50 

Multiplayer 70 



PIELSPASS -y 



McLaren (MP4/13) 





Sauber (C17) 
\1 



Arrows (A19) 




Steward (SF02) 




Tyrrell (026) 




Minardi (198) 



PC PLAYER APRIL 2000 143 



SPIELE-TEST 



Rennspiel für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



Superbike 



■ Hersteller: Milestone/Electronic Arts ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows 
95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (an einem PC, Modem), bis 6 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Gra- 
fik: Direct3D, Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen- 
tium 11/400, 64 MByte RAM, 3D-Karte 



Es gibt sie noch, diese Tage: Plötz- 
lich und unerwartet (!) bricht das 
blanke Erstaunen über den Renn- 
spiel-Tester herein. 



L_k^^3 ~«äi|gg^ 



Runde 00:23:65 
^Gesamt 05:44:12 
Beste 01:43:36 j 

f Runde 10:02:96 

Runde 
Runde 00:00:00 




{J {J 



Diese beiden Blitz-Kuriere überbringen erfreuliche Botschaft: Ein extrem gutes 
Motorradrennspiel ist erschienen! (alle Bilder Direct3D, 800x600) 



FAKTEN 



Runderneuerte 

Version des ein 

Jahr alten 

Superbike 

In allen wichtigen 

Bereichen stark 

verbessert 

Derzeit das mit 

Abstand beste 

Motorradrennspiel 



Auf mancherlei würde 
unsereins ja gerne 
wetten. Etwa: Auch in 
diesem Jahr wird 
Michael Schumacher nicht am 
Hungertuch nagen. Ralf Wald- 
mann versucht sich wieder 
erfolglos als Weltmeisterschafts- 
Aspirant. Und, die Superbike- 
Meisterschaft wird in Deutsch- 
land nicht populärer werden. 

Mit einem aber, da hätten 
wir niemals nicht gerechnet: Dass 
die neue Version von Superbike 
so drastisch besser ausfallen wird 
als der bereits gelungene Vor- 
gänger. 



Pauken und Trompeten 

Was ist dran an der 2000er-Ver- 
sion, dass wir mit solchen Hym- 
nen beginnen? Wird mit jeder CD 
ein nagelneues Motorrad ausge- 
liefert? Nein, auch im neuen Teil 
fahren Sie lediglich am Computer 
auf diesmal dreizehn Rennstre- 
cken um Punkte und Siege. Die 
Unterschiede liegen, wie zu 
erwarten, in vielen kleinen De- 
tails. 

Noch am wenigsten wirkt sich 
das neue Motorrad aus: 
Eine Aprilia, wie die Ducatis 
mit 1 -Liter-Motor ausgerüs- 
tet, stemmt sich nun mit 




Es ist gar nicht so einfach, 
nach einem Sturz schnell 
wieder aufzusitzen. 



ihren italienischen Schwestern 
gegen die japanische 750er-Über- 
macht. Aber schon im Fahrverhal- 
ten der einzelnen Maschinen wird 
ein gewaltiger Unterschied deut- 
lich: Das Handling ist nahezu per- 
fekt. Wurde im Vorgänger ein weg- 
rutschender Reifen angedeutet, 
kann diesmal von Andeuten keine 
Rede mehr sein. Jede zu schnelle 
Beschleunigung, jedes zu straffe 
Anbremsen wirkt sich deutlich 
aus. Hierdurch wird das Zweirad 
aber nicht schwieriger zu handha- 
ben, Sie merken statt dessen ein- 
fach viel früher, wann Sie sich dem 
Grenzbereich nähern und haben 
mehr Zeit zu reagieren. Wegrut- 
schende oder quietschende 
Hinterreifen sind dabei ebenso 
deutliche Warnsignale wie kleine 
Rauchwölkchen, die man auch 
zuhauf bei den Computergegnern 
sehen kann. Etwas übertrieben hat 
man es nur mit den Quietschern: 
Die klingen teilweise zu deutlich 
und haben außerdem einen Hall, 
als wären sie in einer Garage auf- 



»Ein nahezu perfektes 
Handling.« 



144 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



2000 




Nur kurz geträumt - und schon schnuppern die lieben Kolle- 
gen gleich in rauhen Mengen am würzigen Asphalt. 



genommen worden. Wo man 
doch im Freien fährt. 

Fahrverhalten, 
Fahrverhalten 

Weitere Merkmale des verbesser- 
ten Handlings: Fahren Sie zu 
langsam in eine Kurve, können 
Sie ohne Probleme mit der gan- 
zen Kiste umkippen und dann 
gleich die überarbeitete Sturz- 
und-wieder-Weiterfahr-Animation 
bewundern. Freund Computer- 
ego strampelt gewaltig, bockt 
sein Arbeitsgerät mühsam auf, 
schiebt an und schwingt sich erst 
bei genügend Tempo auf den 
Fahrersitz. Wenn ihm dabei nicht 
ein Konkurrent ins Gebein don- 
nert. Zum Glück steht er selbst 
nach 100-Meter-Flügen unbescha- 
det wieder auf, im Gegensatz zu 
seiner Maschine, die nach zu vie- 
len Crashs den Dienst verweigert. 
Außerdem können Sie sich jetzt 
die Reifen ruinieren, falls Sie die 
Zustandsanzeige in der Ecke 
rechts unten nicht beachten. Als 
neben dem Motor wichtigsten 
Renn-Bestandteil benötigen die 
Pneus Schonung: Zuviel Abrieb 
durch brutale Fahrweise mindert 
die Siegeschancen. 

Als weitere Neuerung wurde 
eine Motorradfahrer-Steuerung 




eingebaut, die in Grundzügen bei 
»GP 500« geklaut wurde. Anders 
als dort können Sie Ihren Heinz 
aber nur nach vorne und hinten, 
jedoch nicht zur Seite bewegen, 
das macht er ganz automatisch. 
Reicht aber schon. Wir empfehlen 
Profis ganz unbedingt, diese Bewe- 
gung nicht vom Computer über- 
nehmen zu lassen, da Ihnen sonst 
viel typisches Flair entgeht. Whee- 
lies, wenn Sie Ihren Körper beim 
Beschleunigen nicht nach vorne 
legen, sowie im Extremfall ein 
leicht über dem Boden schweben- 
des Hinterrad, wenn Sie ihn beim 
Bremsen nicht nach hinten wer- -> 



DURCHBLICK IM COCKPIT 



Die Cockpit-Perspektive ist schlichtweg 
phänomenal; in der realistischsten Einstellung 
bewegt sich Ihr Kopf ohne Unterlass. Außer- 
dem sind alle Original-Instrumente der Vorbil- 
der übernommen worden. 




Yamaha: Um Bremsvorgänge zu verstärken, wird der ganze Körper 
aufgerichtet, wodurch der Luftwiderstand steigt. Die Anzeigen 
werden deutlich kleiner. Ganz klar sieht man außerdem, wie Ihre 
Hände die einzelnen Gänge durchschalten. 




Honda: In Kurven neigt sich der Kopf aus Gleichgewichtsgründen 
weit in Richtung Boden. Diese Schräglage ist übrigens noch kei- 
neswegs besonders extrem. In anderen, geruhsameren Cockpit- 
Perspektiven befindet sich Ihr Kopf zentral über den Anzeigen. 



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Ducati: Zur Beschleunigung muss der Kopf hinter das Visier in 
Richtung Lenker gepresst werden. Reagieren Sie zu spät, erfolgt 
meist ein Wheelie, was hier gerade ansatzweise passiert. 



PC PLAYER APRIL 2000 145 



SPIELE-TEST 




Superbike 2000 



->fen. Fahren Sie außerdem nur 
l-, mal probehalber über Strecken- 



begrenzungen oder ähnliche 
Hindernisse: Das Krad hüpft 
da dermaßen real drüber, 
dass es nur so in den Stoß- 
dämpfern scheppert. Oder Sie hüp- 
fen vom Fahrersitz in den Dreck. In 
der Ich-Perspektive mit Körpersteu- 



erung und Hand-Schaltung ist das 
Erlebnis sowieso unübertrefflich: 
Besseres (und Anstrengenderes) 
wird dieses Jahr bei Motorrädern 
kaum eine andere Firma mehr 
abliefern. Auf die automatische 
Schaltung sollte man dann viel- 
leicht doch wieder zurückgreifen, 
funzt auch so noch genug. 




SUPERBIKE CONTRA SUPERBIKE 
2000: ETWAS STATISTIK 



Superbike (Spielspaß 82) 

Hersteller: Milestone/Electronic Arts 

Test in Ausgabe: 4/99 

Saison: 1997 mit 18 Fahrern 

Motorradtypen: 5 Superbikes (Ducati, Honda, Kawasaki, Yamaha, Suzuki) 

Strecken: 12 

Fahrperspektiven: 4 (2 Cockpit, 2 von hinten) 

Split-Screen: Nein 

Wertung damals: 87 

Superbike 2000 (Spielspaß 89) 

Hersteller: Milestone/Electronic Arts 

Saison: 1999 mit 25 Fahrern 

Motorradtypen: 6 Superbikes (die alten + Aprilia) 

Strecken: 13 (Sental fehlt, neu hinzugekommen sind Kyalami und 

der Nürburgring) 

Fahrperspektiven: 8 (3 Cockpit, 1 ohne alles, 4 von hinten) 

Split-Screen: Ja 



DIE WICHTIGSTEN KONKURRENTEN 
IM VERGLEICH 



Castrol Honda 

Superbikes 2000 (Spielspaß 70) 

Hersteller: Interactive Entertainment/Swing 

Test in Ausgabe: 10/99 

Motorradtypen: Ein Superbike (Honda) 

Strecken: 20 

Fahrperspektiven: 4 (1 Cockpit, 3 von hinten) 

Split-Screen: Ja 

Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 

Besonderheiten: Einfach zu handhaben, leichter Einstieg 

Wertung damals: 72 

Extreme 500 (Spielspaß 74) 

Hersteller: Ascaron 

Test in Ausgabe: 12/98 

Motorradtypen: 3 Klassen (125cc, 250cc, 500cc) 

Strecken: 19 

Fahrperspektiven: 5 (1 Cockpit, 2 von hinten, 2 TV) 

Split-Screen: Nein 

Anspruch: Einsteiger und Fortgeschrittene 

Besonderheiten: Hervorragendes Telemetrie-Menü 

Wertung damals: 78 

GP 500 (Spielspaß 77) 

Hersteller: Microprose 

Test in Ausgabe: 10/99 

Motorradtypen: 7 mal 500cc (Yamaha, Honda in drei Versionen, 

Modenas, Suzuki, Muz) 

Strecken: 14 

Fahrperspektiven: 6 (2 Cockpit, 3 von hinten, 1 TV) 

Split-Screen: Nein 

Anspruch: Fortgeschrittene, Profis 

Besonderheiten: Auf Wunsch besonders anspruchsvolle Steuerung 

Wertung damals: 79 





Kawacati contra Honrilia 

Desweiteren haben die Unter- 
schiede der einzelnen Fabrikate 
zugenommen. Die Honda ist die 
schnellste, schon klar, aber mit 
derlei Oberflächlichkeiten er- 
schöpft's sich nicht. So gelang es 
uns zum Beispiel in Kyalami, mit 
der einsteigerfreundlichen Yama- 
ha nur eine Sekunde unter dem 
Rundenrekord zu bleiben; mit der 
Kawasaki klappte das unmittelbar 
danach trotz aller Versuche nicht, 
weil sie sich anders fährt. Woran 
das liegt? In der Redaktion sind 
keine Motorrad-Fahrer. Aber die 
Kawasaki verlangt, so scheint's, 
einen wesentlich sanfteren Um- 
gang mit dem Gas, da ihr Hinter- 
reifen einfach schneller weg- 
rutscht als bei der Yamaha. 

Die Motorgeräusche sind wie 
ehedem vortrefflich: Die Ducati 
bestätigt nach wie vor die Theorie, 
dass auch Rasenmähermotoren in 
Zweirädern gute Dienste leisten. 
Die Yamaha klingt ganz besonders 
aggressiv und die Kawasaki im 
Gegensatz zu ihrem tückischen 
Fahrverhalten samtweich. Wenn 
Sie längere Zeit gefahren sind, 
können Sie schon allein am Motor- 
geräusch erkennen, welches Fabri- 
kat gerade hinter Ihnen liegt. Fast 





i 

Wie geschmeidig sich die 
Fahrer auf ihren Maschinen 
herumlümmeln, zeigen 
diese Großaufnahmen. 



146 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 




Gras oder Staub abseits der Piste verschmutzt die Reifen; 
erst etliche Streckenmeter rubbeln sie wieder sauber. 



wie ein Jäger, der ein Gewehr am 
Schuss erkennt. 

Unterstützt wird das Ganze von 
einem realistischen Szene-Geflüs- 
ter: Beim Training hört man ande- 
re Fahrer auf der Gegengeraden, 
aus der Boxengasse schalt Rumo- 
ren und während des Rennens 
unterstützt einen das Publikum mit 
Applausgeschrei oder auch elektri- 
schen Fanfaren wie bei einem 
Fußballspiel. Vor allem die hollän- 
dischen Fans in Assen kamen uns 
ganz besonders jubelig vor. 

Meisterschafts-Grafik 

Da es um die 99er Saison geht, 
werden nicht nur zwei Qualifika- 



tionen, sondern auch eine Super- 
Pole-Runde abgehalten: die 
besten 16 Fahrerfahren dort noch 
einmal eine einzige fliegende 
Runde. Nur diese Zeit zählt als 
Ergebnis für die Startposition. 
Nach wie vor gibt es außerdem 
zwei Rennen hintereinander. 

Viel aufregender sind die Ver- 
änderungen in der Grafik. Die 
Engine ist kaum wiederzuerken- 
nen; dass es noch die alte, stark 
überarbeitete, ist, erkannten wir 
nur am Begleitschreiben zur Test- 
CD. Auswirkungen gibt es unter 
anderem in der Sichtweite. Als 
Beispiel sei die Hügelstrecke von 
Donnington ins Tal hinab 



MARTIN SCHNELLE 

Tja, was soll man da sagen? So ziemlich 
bike 2000 ist im Vergleich zum Vorgänger «_ M ^. 
geworden. Die Grafik hat, obwohl damals schon die 
schönste, nochmal deutlich zugelegt. Viele Details am 
Streckenrand und hohe Polygonzahlen an Mensch und 
Maschine machen die Superbikes zu einem optischen 
Genuss. Auch die Fahrphysik ist noch besser gewor- 
den, jetzt haben Sie mit Wheelies und Reifenabrieb zu 
kämpfen. Während des Rennens erhalten Sie nun viel 
mehr Informationen, etwa, wie eng die nächste Kurve 
wird oder ob Sie mit Geschwindigkeit und Drehzahl 
aufpassen sollten. Einzig die Mechaniker-Einstellungen 
könnten umfangreicher sein, hier liegt Ascarons »Extre- 
me 500« vorn. 

Aber wer auf sol PRO & CONTRA 
ches Hardcore- 
Zeug verzichten 
kann, wird 
bestens bedient: 
Superbike 2000 
ist eine Zierde 
des Genres. 



O Super-Grafik 

O Super-Fahrphysik 

O Super-Fahrhilfen 



Wenig Mechaniker-Kram 



genannt. Aber auch die Accessoi- 
res abseits der Piste (parkende 
Streckenfahrzeuge, Zuschauertri- 
bünen) sind schöner als früher. 
Die Bäume und Häuser sind aller- 
dings immer noch relativ traurige 
Bitmaps; dass aber alles in Echt- 
zeit berechnet wird, werden wir 
vermutlich erst in einigen Jahren 
erleben. Wenn überhaupt. 

Dafür ist die Motorrad-Grafik 
klasse (siehe Bilder). Weiterhin 
auf der Positivliste befinden sich 
die großen Texturspeicher für 
Gummiabrieb auf der Rennstre- 
cke und atmosphärische Kleinig- 
keiten wie Begrenzungshütchen 
als Fahrbahnmarkierung. Fahren 
Sie die über den Haufen, kippen 
sie um und bleiben für den Rest 
des Rennens in exakt dieser Posi- 
tion liegen. Das gilt übrigens auch 
für abrasierte Markierungsschil- 
der: Vorsicht, ohne fährt es sich 
schwerer. 

Und der ganze Rest 

Superbike 2000 besitzt noch etli- 
che, bisher nicht erwähnte Gim- 
micks. Besonders lobenswert er- 
scheinen uns die Hinweisschilder, 
die nun beständig erscheinen. 
Auf Ihnen wird die nächste Kurve, 
die empfohlene Geschwindig- -> 





Jeder Fah- 
rer besitzt 
neben sei- 
ner Startnummer 
auch individuelle 
Arbeitskleidung; mit 
etwas Übung können 
Sie im Rennen sofort 
jeden erkennen. 



Warnung: 
Technik- 
probleme 

Der dickste Kritikpunkt 
im Extrakasten: Unsere 
Testversion war noch 
recht empfindlich. Auf 
einem sonst gut laufen- 
dem Test-Rechner mit 
Voodoo2-Karte stürzte 
das Programm alle paar 
Minuten ab. Höhere 
Auflösungen als 800 x 
600 wurden überall mit 
Grafik-Fehlern quittiert, 
mit exotischeren Grafik- 
karten wie etwa der 
Maxi Gamer Cougar von 
Guillemot lief das Spiel 
überhaupt nicht. Wir 
gehen aber davon aus, 
dass diese Mängel in 
unserer Beta-Version 
begründet sind, die 
noch nicht alle Hard- 
ware-Checks der EA- 
Tester durchlaufen hat. 
Sollten wir uns täu- 
schen, werden Sie 
Näheres in zukünftigen 
Bug-Reports erfahren. 




Die Einflussmöglichkeiten auf Ihre Maschine 
sind überschaubar und ausreichend. 



PC PLAYER APRIL 2000 147 



SPIELE-TEST 




Superbike 2000 



Power-Pack 




Höchst- 
geschwindigkeit: 

297 km/h 

170 PS 

998 ccm Hubraum 




Höchst- 
geschwindigkeit: 

300 km/h 

170 PS 

749 ccm Hubraum 



-> keit und sogar der Kurvenna- 
me angezeigt; mit diesen Hilfen 
ernt man eine Strecke 
wesentlich schneller und 
besser auswendig, als 
wenn man sich auf die 
zuschaltbaren Fahrhilfen (Brems- 
kraftverstärker, Beschleunigungs- 
hilfe oder sogar allgemeine Um- 
die-Kurve-komm-Hilfe) verläßt, 
die natürlich auch wieder in rau- 
hen Mengen zur Verfügung ste- 
hen. Um jetzt aber nicht nur rum- 
zujubeln, wollen wir auch einige 
Mankos ansprechen, die wir nach 
mühevoller Suche gefunden 
haben. 

So kommen uns die Superbikes 
ein wenig zu schmal vor, wenn 
man den dicken Hubraum 
bedenkt. Die Qualifikationszeit 
lässt sich zwar zwei-, vier- oder 
achtfach beschleunigen, aber 
nicht 16-fach. Die Statistikanzei- 
gen sind bei »NBA Live 2000« 




Position 


2ö 


Runde 


25 






Runde 00:11:80 
Gesamt 00: 11 :80 
Beste 00:00:00 

Runde 00:00:00 
Runde 00:00:00 



Runde 00:00:00 




Höchst- 
geschwindigkeit: 

313 km/h 

158 PS 

749 ccm Hubraum 




Höchst- 
geschwindigkeit: 

313 km/h 

180 PS 

749 ccm Hubraum 




Höchst- 
geschwindigkeit: 

304 km/h 

163 PS 

996 ccm Hubraum 



zum Beispiel vielfältiger. Und der 
Reifenschmutz nach Ausritt in die 
Pampa verschwindet nicht konti- 
nuierlich, sondern in vier- oder 
fünf Unterstufen, die man deut- 
lich verfolgen kann. Unrealis- 
tisch! 

Und jetzt noch 
richtige Kritikpunk- 
te: Das Telemetrie- 
Menü des Vorgän- 
gers ist ganz ent- 
fallen. Das Mechaniker-Menü 
könnte etwas umfangreicher sein. 
Beim Umschalten zwischen den 
einzelnen Menüs gibt es häufiger 



UDO HOFFMANN 

Wenn kleine Kinder am Strand spiele 
bürg bauen, dann kann diese wirklich 
Wenn aber plötzlich im Hintergrund eine große Villa 
errichtet wird, dann schrumpft die Sandburg wieder zu 
dem zusammen, was sie ist: ein Haufen Tand! 
So oder ähnlich müssen sich mit dem Erscheinen von 
Superbike 2000 alle anderen Motorrad- und auch viele 
andere Rennspiel-Programmierer fühlen: wie Bubis, die 
noch viel zu lernen haben. Auch wenn wir jetzt nur zwei 
Punkte mehr geben als beim Vorgänger, so ist die 
2000er- Edition doch viel, viel besser als der Vorgänger. 
In sich ist das Spiel praktisch perfekt und ich frage n ' 
was da in den nächsten Jahren, von der Grafik mal 

abgesehen, noch ■%■*** o s*s\litda 
verbessert wer- PHO & CONTRA 

den soll. Um die 
Relation zu wah- 
ren, sollten Sie im 
Geiste alle direk- 
ten Konkurrenten 
(inklusive Super- 
bike) gehörig 
nach unten 
abwerten. 



»Echte Kri- 
tik fällt mir 
schwer. 



O Fast perfekt 
O Einfach geil 
O Ich krieg die Krise 

O Keine Formel 1 
O Gewisse Hardware- 
Probleme 



kleine Ladezeiten. Außerdem 
wird nicht die Formel 1 simuliert. 
Tja, und das war's auch schon 
fast. Gelegentlich kracht einem 
mal ein Computergegner in 
unübersichtlichen Kurven in den 
Wanst. Wenn wir aber 
bedenken, wie wenig 
ein Motorradfahrer in 
einem Rennen sehen 
kann, könnte das 
Absicht sein: Auch in 
der Realität gibt es ja haufenweise 
Stürze. Ach ja, einen noch: Auf 
Schwierigkeitsstufe 3 fahren die 
Computergegner etwa eine Sekun- 
de schlechter als in echt. Auf Stufe 
4 fahren Sie noch Mal eine halbe 
Sekunde besser. Eine Stufe 3,5 
(fahren wie in der Realität) hätte 
nicht geschadet. Kann man aber 
mit einem allgemeinen Schwierig- 
keitsgrad (Motorrad reagiert je 
nachdem empfindlicher oder 
nahezu narrensicher) auch noch 
feinjustieren, (uh) 



JSPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 90 

Sound 90 

Einstieg 70 

Komplexität 70 

Steuerung 90 

Multiplayer 80 



PIELSPASS 



148 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Strategie-Actionspiel für Profis 



Battlezone 2 



■ Hersteller: Pandemic/Activision ■ Testversion: 
Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Win- 
dows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 

2 (Modem), bis 8 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: 
Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 
32 MByte RAM, 3D-Karte ■ Hardware, Empfeh- 
lung: Pentium 111/450, 128 MByte RAM, 3D-Karte 



ZWEIT-TEST 



DEUTSCHE 
VERSION 






Hält das eingedeutschte 
»Battlezone 2«, was uns 
die englische Beta 



iiU^ * = — 7^1^ einst versprach? 



Ganze vier Monate mus- 
sten wir auf eine deut- 
sche Version von 
»Battlezone 2« warten. 
Nun steht nicht nur eine Überprü- 
fung der Übersetzungs-Qualität 
an, auch Mehrspieler-Modus und 
Sound wurden beim Haupttest (PC 
Player 12/99) noch nicht bewertet. 
Am eigentlichen Spiel hat sich 
- bis auf das Ausmerzen einiger 
Bugs - nichts geändert: Nach wie 
vor rauschen Sie mit futuristi- 
schen Gefährten durch eine phan- 
tastische 3D-Landschaft, kämpfen 
und bauen eine Basis. Geblieben 
ist ein kleiner Programmierfehler 
bei der Kollisionsabfrage, denn Ihr 
Gleiter besitzt die seltsame Fähig- 
keit, durch Drahtzäune einfach hin- 
durchschweben zu können. Inzwi- 
schen untermalen orchestrale 
Klänge das Geschehen, die fast 



schon Kino-Atmo- 
sphäre aus den Laut- 
sprechern zaubern. 

Acht Feinde 
sollt ihr sein 

Bis zu acht Spieler können sich im 
Netzwerk oder Internet miteinan- 
der messen, oder aber zwei Per- 
sonen per Modem/Nullmodem. 
Zur Verfügung stehen fünf Mehr- 
spieler-Modi, die sowohl in 
Teams als auch gegeneinander 
absolviert werden dürfen. Dazu 
gehört die bekannten Varianten 
»Capture the Flag« und »King of 
the Hill«, aber auch actionreiche 
Deathmatches sind möglich. Ori- 
ginell ist die »Loot«-Variation, bei 
der Sie in einer Großstadt eine 
Bank zu plündern. 

Wer nicht gegen andere antre- 
ten mag , darf sich bei acht Solo- 



THOMAS WERNER 

Auch wenn es abgegriffen klingt: 
sich gelohnt! Die vorliegende deut 
Battlezone 2 ist wirklich ansehnlich. Zwar sind einige 
Texte der Briefings etwas uninspiriert übersetzt, aber 
das fällt angesichts der wirklich sehr sensiblen, pas- 
senden deutschen Sprachausgabe absolut nicht ins 
Gewicht. Sehr ansprechend sind auch die fulminan- 
ten Orchesterklänge, die gut die Stimmung unterma- 
len und an Film- /%/\mtoa 
musik erinnern. PRO & CONTRA 
Als Krönung des 
Ganzen gibt es 
noch den 
abwechslungs- 
reichen Mehr- 
spieler-Modus, 
der fast jedem 
Spieler etwas zu 
bieten hat. 



O Professionelle 

Sprachausgabe 
O Abwechslungsreicher 

Mehrspieler-Modus 



O Einige uninspirierte 
Texte 



Ein Großstadt- 
Szenario aus dem 
Mehrspieler-Modus. 




Gefechten mit den Fähigkeiten 
der Computer-K.l. messen. 

Sämtliche Texte und besonders 
die Sprachausgabe wurden er- 
staunlich brauchbar übersetzt, 
Veränderungen im Spielablauf 
gab es keine. Ein Kauf der engli- 
schen Version ist daher nicht 
nötig, (tw) 



HHPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 90 

Sound 80 

Einstieg 70 

Komplexität 80 

Steuerung 80 

Multiplayer 80 



FAKTEN 



Deutsche 
Sprachausgabe 
23 Kampagnen- 
Missionen 
8 Sologefechte 
30 Mehrspieler- 
karten 

5 Mehrspieler- 
Modi 



PIELSPASS 



PC PLAYER APRIL 2000 149 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Fortgeschrittene 



Space Clash 

Das letzte Imperium 

■ Hersteller: Enigma/Dinamic ■ Testversion: Verkaufsversion 1 .0 ■ Be- 
triebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 4 
(Internet) ■ 3 D-Graf ik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte 
RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/200, 64 MByte RAM 




Dieses ungewöhnliche 
Echtzeit-Strategie- 
spiel setzt auf eine 
komplizierte Mixtur aus Hän- 



del und Handel - und sich 
dabei zwischen alle Stühle. 

Bei den zwei Feldzügen, 22 
Solo-Einsätzen und 12 Sonder- 
missionen haben Sie den gen- 
reüblichen Auftrag: Basen mit 
Gebäuden wie Minen, Kaser- 
nen, Werkstätten, Werften und 
Flughäfen müssen aufgebaut 
werden, um dort eine artenrei- 
che Vielzahl schwimmender, 
fliegender, laufender und fah- 
render Einheiten zu produzie- 
ren. Darüber hinaus schließen 
Sie Bündnisse mit Ihren maxi- 
mal drei Gegnern ab und dea- 
len in Ihren Handelszentren 
mit Rohstoffen. So manche 
Mission lässt sich nur mit 



sig animierten Bieder-Einhei- 
ten, den vier öden Land- 
schaftstypen und dem funk- 
tionsuntüchtigen Mehrspieler- 
Modus wollen wir besser gar 
nicht erst reden, (md) 



ZEPLAYER 

WERTUNG 



diplomatischen Mitteln gewin- 
nen, indem Sie etwa Handels- 
verträge abschließen. Klingt 
alles recht nett, auch die Teil- 
nahme von vier unterschied- 
lich befähigten Rassen hört 
sich zunächst ganz gut an. In 
der spielerischen Praxis je- 
doch dämpfen eine überkom- 
plizierte Bedienung, etliche 
Bugs und ein schlechtes Weg- 
findungssystem den Kampf- 
Eifer enorm - und von den lau- 



MANFRED DUY ^^^^^ 

ermeintliche Plus dieser verquasten Mixtur 
ch die vielen Spielelemente - entpuppt 
ils sein größtes Manko. Die Steuerungsde- 
fizite und die magere Optik könnte ich ja noch 
verkraften. Aber wer mag sich schon durch ein 
undurchschaubares Gestrüpp von Handelsme- 
nüs und diplomatischen Anfragen hangeln, wäh- 
rend gerade die Basis von feindlichen Truppen 
überrannt wird? Nicht ohne Grund sind es eben 
immer noch die ein- 
fach strukturierten pRQ & CONTRA 
Echtzeit-Strategie- 
spiele, die den 
meisten Spaß 
bereiten. 



O Viele Spielelemente ... 
O ... die alle enttäuschen 



Rennspiel für Fortgeschrittene und Profis 



Demolition 
Racer 

■ Hersteller: Pitbull Syndicate/Infogrames ■Testversion: Beta vom Januar 
2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 

■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: Direkt 3D, Glide ■ Hardware, Minimum: 

Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/300, 
32 MByte RAM, 3D-Karte 




Dieselbe Firma, die uns 
»Test Drive 6« 
schenkte (siehe PC 
Player 2/2000), erfreut uns 
mit dem »Demolition Racer«. 



Und siehe da: außer- 
halb der konventio- 
nellen Zwänge, in der 
Wildnis, wo noch das 
Recht des dickeren 
Autos gilt, fühlt sich 
das Pitbull Syndicate 
gleich ein ganzes 
Stück wohler. Sie 
fahren auf bis zu 
dreizehn Strecken 
mit bis zu acht ver- 
schiedenen Autos in 
fünf verschiedenen Spiel- 
Modi. Das Ziel ist meist 
simpel: Rammen Sie alles, 
was Ihnen vor die Kühler- 
haube gerät. Dabei gilt es 



aufzupassen, dass Ihr 
Wagen nicht in Brand gerät 
und abfackelt. Wenn Sie 
viele Crash-Punkte haben, 
gibt's zur Belohnung neue 
Autos oder Strecken. In 
anderen Spiel-Modi betäti- 
gen Sie sich als Geisterfah- 
rer oder müssen in einer 
Arena mit 15 anderen am 



längsten überleben. Heißt 
natürlich: Ihr Auto muss 
überleben, (uh) 



SEPLAYER 

WERTUNG 



UDO HOFFMANN 

Wenn ich jetzt mal davon absehe, dass die Spiel- 
idee gnadenlos bei »Destruction Derby« abgekup- 
fert wurde, die Grafik ziemlich destruktiv geraten 
ist (farbarm, grob) und sich die Wagen eigentlich 
nur per Tastatur gut steuern lassen, dann, ja nur 
dann kann auch Demolition Racer noch massig 
Spaß machen. Ein gutklassiges Zweite-Reihe-Spiel, 
welches niemals auch nur den Anschein erwecken 
will, im Konzert der Großen mitzumischen. Die 17 
zum Teil ultraharten Songs von Gruppen wie Cirrus 
oder Empirion 

(kennt die PRO & CONTRA 

jemand?) passen 
sich dem nahtlos 
an. Crash dich frei, 
kleiner Rocker. Ja, 
auch du willst 
leben ... 



O Primitiv macht Laune 
O Coole Hardrock-Musik 

O Teils peinliche Grafik 
O Primitiv ist nicht alles 



150 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Geschicklichkeitsspiel für Profis 



Missile 
Command 

■ Hersteller: meyer glass interactive/Hasbro Interactive ■ Testversion: 
Verkaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: 
Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (an einem PC, per Modem, Netzwerk, Internet) 

■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte 
RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/350, 64 MByte RAM, 3D-Karte 




Im klassischen Missile Command er- 
ledigen Sie heransausende Raketen. 



Zeitzeuge Computer- 
spiel: 1980 brach der 
Golfkrieg zwischen 
den Ländern Iran und Irak 
aus, und in den Spielhallen 



erschien kurz darauf »Missile 
Command«. 

Als Kommandant dreier 
Raketenabwehrstationen 
mussten Sie Welle um Welle 
von Einfach- und Mehrfach- 
sprengköpfen über einer Vek- 
torgrafik-Stadt abfangen. 

Im Remake gibt es neben 
dem klassischen Missile Com- 
mand in aufgefrischtem Bild 
und Ton (Maus zielt auf Rake- 
te, A, S oder D aktiviert die 
nächstgelegene Abwehrbatte- 
rie) einen Modus namens 
»Ultimatives Spiel«. Darin zie- 
hen drei Piloten rund um den 
Globus. Nach einem erfolg- 
reich verteidigten Kontinent 




wartet ein Mutterschiff auf 
seine Demontage, anschlie- 
ßend flicken Sie Ihre Flieger 
wieder zusammen, (ra) 



HHplayer 

WERTUN G 

SPIELSPASS 33 



ROLAND AUSTINAT 



Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase i 
sehr schwere Spiel nur halb so knifflig, denn 
dann haben Sie den Dreh raus, eine Abfangrake- 
te immer leicht vor den Angreifern zu platzieren. 
Ein netter Gimmick ist das Ultimative Spiel, 
welches die klassische Formel behutsam mit 
Radar und minimal scrollbarem Bildschirm 
erweitert. Die Hintergründe sind nett gemalt, 
die Musik haut rein - ein ideales Spiel für 
Zwischendurch. Erwarten Sie allerdings nicht zu 
viel - wer das Spiel- 
hallen-Original p R o & CONTRA 



hallen-Original 
nicht mehr kennt, 
wird sich schon 
nach kurzer Zeit 
köpf seh ü**^*" 1 
abwende 



O Wuchtiger Sound 
O Schult Reaktionssinn 

O Schon leicht monoton 



Geschicklichkeitsspiel für Nostalgiker 



Atari Arcade 
Hits 1 

■ Hersteller: Digital Eclipse/Hasbro Interactive ■ Testversion: Verkaufsver- 
sion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 
Multiplayer: bis 3 (an einm PC) ■ 3 D-Graf ik: - ■ Hardware, Minimum: 
P/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: P/200, 32 MByte RAM 




Asteroids gehört zu den besse- 
ren Titeln der Sammlung. 



Dieses Six-Pack ist 
absolut alkoholfrei: 
Sechs Atari-Automa- 
tenklassiker emulieren auf 
Ihrem Computer um die 
Wette. 



Selbst wenn Sie eine Atari- 
VCS-Konsole nur aus Erzäh- 
lungen kennen: Asteroids, 
Centipede, Missile Com- 
mand, Super Breakout, 
Tempest und Pong haben Sie 
mit Sicherheit schon gehört. 
Nach diversen Updates ver- 
tickt Hasbro nun die authen- 
tisch emulierten Titel gesam- 
melt auf einer CD, die in der 
Vollinstallation satte 100 
MByte Plattenplatz belegen. 
Als Goodies dabei: eine Highs- 
core-Liste im Internet, Desk- 
top-Themen, Bildschirmscho- 
ner, eingescannte Atari-Wer- 
bebroschüren und -Hand- 
bücher sowie knapp 40 Minu- 




ten lange, deutsch synchroni- 
sierte Interviews mit Atari- 
Gründer Nolan Bushneil, (ra) 



[JEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS 60 



ROLAND AUSTINAT 

Leute, mal im Ernst: Wer braucht eim 

lung von sechs antiken Spielautomat 

für den Emulator MAME auch kostenlos im 

Internet gibt? Retro-Fans, die schon jedes 

Remake wie Asteroids oder Centipede gekauft 

haben? Nö, denn in denen sind die allermeisten 

Originale versteckt. Und warum ruckein die auf 

einer CPU mit 400 MHz?!? 

Sicher, die Videos mit Nolan Bushnell sind eine 

nette Dreingabe, aber so weltbewegend si 

seine Ausführun- 



gen nicht, als dass 
jeder in den Laden 
stürmen und die 
Sammlung kaufen 
sollte. Nur für rei- 
che Sammler. 


O Sechs Spiele 

O Historisch wertvoll 


O Gibt's alle gratis im 

Internet | 







PC PLAYER APRIL 2000 151 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Profis 



Rising Sun 

■ Hersteller: Talonsoft ■ Testversion: Importversion 1 .0 ■ Betriebssys- 
tem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multiplayer: bis 2 (Modem, 
an einem PC) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 32 
MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/400, 64 MByte RAM 




Die 3D-Ansicht und die Truppen 
können sich durchaus sehen lassen. 



An dieses rundenba- 
sierte Strategiespiel 
sollten sich nur Profi- 
Taktiker heranwagen, denn 
in punkto Komplexität lässt 
sich »Rising Sun« von kaum 
jemandem die Butter vom 
Kommissbrot klauen. 



Der neueste Ableger der 
Campaign-Serie beordert Sie 
zu den pazifischen Kriegs- 
schauplätzen des Zweiten 
Weltkriegs, wo sich Englän- 
der, Amerikaner und Japaner 
in den Haaren liegen. In sie- 
ben gigantischen, teils mit- 
einander kombinierbaren 
Kampagnen und 40 Szena- 
rien schieben Sie weit mehr 
als hundert Waffengattungen 
über eine zoombare Hexfeld- 
karte, die sich wahlweise in 
2D oder 3D anzeigen lässt. 
Besonderen Wert legten die 
Programmierer von Talonsoft 
auf historische Präzision, 
daher treten hier auch nur 
die Truppentypen an, die 
zum jeweiligen Zeitpunkt tat- 
sächlich verfügbar waren. 



See- und Luftstreitkräfte spie- 
len eine Nebenrolle, und 
beschränken sich auf ein 
paar indirekt zu ordernde 
Luftschläge und eine Hand- 
voll Landungsboote. In der 
spielerischen Praxis kämpfen 
Sie allerdings nicht nur 
gegen den klugen Gegner, 
sondern vor allem mit dem 
zähflüssigen und schwerfäl- 
lig animierten Spielverlauf 
und der überkomplizierten 



Bedienung. Daher empfehlen 
wir Ihnen dringend, sich vor 
dem Erwerb von Rising Sun 
erst mal die Demo unserer 
aktuellen Begleit-CD-C anzu- 
schauen, (md) 



ßSPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS va 



MANFRED DUY 

viel hat Talonsoft in den letzten J« 
dazugelernt. Sicherlich bietet das mit 
n Editor und einem Schlachten-Generat 
ausgerüstete Armeen-Geschiebe monatelange 
Beschäftigung. Aber der Spielfluss wird halt 
von einer überalterten Grafik-Engine erheblich 
ausgebremst. Auch sollte Talonsoft endlich die 
überkomplizierte Bedienung ihrer Strategietitel 
überarbeiten und 90 Prozent der Steuerbefehle 
ausmustern. Dass 

es auch einfacher PRO & CONTRA 
geht, hat schließ- 
lich erst unlängst 
Panzer General 4 
bewiesen. 



O Taktisch tiefgründig 
O Schwerfällig 



Rennspiel für Schlammhüpfer 



Silkolene Honda 

Motocross GP 

■ Hersteller: Dawn Interactive/Swing Entertainment ■ Testversion: Beta 
vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 

■ Multiplayer: bis 2 (Modem), bis 8 (Netzwerk) ■ 3D-Grafik: Direct3D, 
Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 16 MByte RAM ■ Hardware, 

Empfehlung: Pentium M/300, 64 MByte RAM, 16MB-Direct3D-Karte 




So viele Motorräder sehen Sie nur zu 
Beginn. (Direct3D, 1024x768) 



Gepflegt durchs 

Gelände brettern, 
sich von oben bis 
unten mit Schlamm besprit- 



zen lassen - das 
sind Motocross- 
Rennen. Die 

Honda-Gelände- 
maschine von 
Swing bleibt 

jedoch im Dreck 
stecken. 

Über Stock und 
Stein fahren Sie 
hier mittels eines 
guten Dutzend 
Parcours, Motor- 
räder mit 125, 250 
und 500 Kubikzen- 
timetern stehen zur Wahl. 
Großartige Unterschiede 
lassen sich da nicht feststel- 
len, da Sie sich sowieso die 



meiste Zeit mit der viel zu 
empfindlichen Steuerung 
herumärgern. Dazu fallen 
Sie bei Verlassen der Stre- 
cken sofort aus dem Sattel 
oder prallen von unsichtba- 
ren Grenzen an den Seiten 
ab. Außerdem können Sie 
den Oberkörper nicht be- 
wegen. Ärgerlich auch, dass 
Sie sich schon vor der Instal- 



lation für die Direct3D- oder 
Glide-Version entscheiden 
müssen, (mash) 



ZEplayer 

WERTUNG 



SPIELSPASS 



-J-J 



MARTIN SCHNELLE 

Das Spiel mit dem superlangen Namen hält den 
Vergleich mit der Konkurrenz nicht stand. Zwar 
benötigen Sie kein Spitzensystem, um in den 
Genuss flüssiger Grafik zu kommen, doch die Steu- 
erung ist eine mittlere Katastrophe. Eine ewig 
große, nicht änderbare Totzone des Joysticks ver- 
bunden mit nachgeschalteter übernervöser Emp- 
findlichkeit sorgt dafür, dass Sie sich hauptsächlich 
rutschenderweise fortbewegen. Das allein wäre ja 
nicht so schlimm, 
wenn nicht nach pRQ & CONTRA 



wenn nicht nach 
einem Fahrfehler 
das komplette Feld 
schon hinter der 
nächsten Kuppe 
verschwunden 



O Moderate System- 
anforderungen 



O Massive Steuerungs- 
probleme 



152 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Rennspiel für Einsteiger und Fortgeschrittene 



Renegade 
Racers 



■ Hersteller: Promethean Designs/1 nterplay ■ Testversion: Ver- 
kaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: 
Deutsch ■ Multiplayer: bis 8 (nacheinander an einem PC), bis 4 (Netz- 
werk) ■ 3D-Grafik: Direct3D, Glide ■ Hardware, Minimum: Pen- 
tium N/266, 64 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen- 
tium N/350, 96 MByte RAM, 3D-Karte 



Dem Übermut betrunkener, 
englischer Adeliger verdanken 
wir den Rennrodelsport, einem 
digitalen Selbstmordversuch 
dieses Action-Rennspiel. 



Minen und ein gefro- 
renes Mammut vor- 
aus: Holzauge, sei 
wachsam! (Direct3D) 



Der des Lebens über- 
drüssige Bück Billio- 
naire springt von einer 
Brücke, schlägt auf 
einer Jacht namens Renegade 
auf, überlebt irgendwie und grün- 
det im Anschluss eine neue Renn- 
serie: die Renegade Racers. Ah ja. 
Passend zur Gründungsidee 
fahren deshalb in diesem Sport 
die verzweifeltsten Gestalten. 
Aber das ist nur Tarnung: Die 
Rennstrecken sehen aus wie 
Wildwasserbahnen in Vergnü- 
gungsparks und auch sonst hat 



man das Gefühl, sich 
in einer kunterbunten 
Zeichentrickwelt zu 
befinden. 

Nicht weiter drüber 
nachgedacht: Sie fah- 
ren mit Rennbooten die besagten 
Bahnen rauf- und runter. Manch- 
mal gabeln sich die Strecken, 
manchmal fliegen Ufos oder Ge- 
spenster über den Kurs oder es 
wird das Gleis einer Achterbahn 
gekreuzt. Nett. Treffen Sie einen 
Gegner mit Raketen, sieht er für 
ein paar Sekunden Vöglein zwit- 




UDO HOFFMANN 

Bei diesem Spielchen dürfen Sie ke 
den Begriff Fahrphysik verschwend 
Boot fährt es sich nämlich überhaupt nicht. So brutal, 
wie es der Titel verheißt, geht's ebenfalls nicht zu. Ich 
bin selten so entzückenden Raketen begegnet. Die 
Renegade Racers sind deshalb das ideale Rennspiel 
für die Kinder der BPJs-Vorsitzenden, die ihr schon 
seit Monaten die Ohren vollnörgeln, auch sie wollen 
mal ein Spiel haben, in dem geschossen wird. Die 
Gegner fahren ganz intelligent, die (wenigen) Bonus- 
waffen verlangen 

überlegten Ein- PRO & CONTRA 

satz, wenn man 
gewinnen will. 
Gerade Einstei- 
ger haben mit 
diesem Spiel 
bestimmt viel 
Freude. 



O Niedlich 
O Nette Musik 



O Miese Motorgeräusche 
O Etwas banal 



schern. Außerdem fahren alle 
Charaktere etwas anders. Etwa: 
Sie halten weniger aus, sind lang- 
samer, aber stabiler, oder sie igno- 
rieren Extrawaffen. Bemerkens- 
wert sind außerdem acht Spiel- 
Modi, die für relativ viel Abwechs- 
lung sorgen. So müssen Sie in 
einem Rennen (nebenbei den Sieg 
nicht vergessen) möglichst weit 
über Sprungschanzen hüpfen. 
Andere Spielarten sind: Auf der 
Strecke verteile Bälle fangen oder 
Hindernissen ausweichen, (uh) 



HHPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 60 

Sound 60 

Einstieg 70 

Komplexität 60 

Steuerung 70 

Multiplayer 60 



PIELSPASS 3-J 



FAKTEN 



Kunterbunt 
8 verschiedene 
Spiel-Modi 

5 Extra waffen 

6 Startfahrer 

6 Bonusfahrer 
3 Schwierigkeits- 
stufen 




Major General 
Jessip Ergertain 

Der Ex-Marine (US 
Army? Alles Memmen!) 
findet immer den 
kürzesten Weg. 




Franklin Stein 

Sehr stark, lässt sich 
von Raketen oder Minen 
wenig beeindrucken. 



PC PLAYER APRIL 2000 153 



SPIELE-TEST 



Rennspiel für Einsteiger 



Käfer Total 

■ Hersteller: Xpiral/Infogrames ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 

■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (an einem PC), bis 8 (Netzwerk) ■ 3 D -Graf ik: Direct3D ■ Hardware, 
Minimum: Pentium/166, 32 MByte RAM, 3D-Karte ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/300, 32 MByte RAM, 
3D-Karte 

Der Dauerläufer schlägt wieder zu! Es soll sogar 
Leute geben, die behaupten, der Käfer wäre noch 
populärer als Porsche. 




Fast zu schön fürs harte Rennsportgeschäft. Zum Glück ist dieser traumhaft 
weiße Karmann aber unzerstörbar, (alle Bilder Direct3D, 800x600) 



FAKTEN 



3 Spiel-Modi (Ein- 
zelrennen, Meis- 
terschaft, Pokal) 
5 Wettbewerbe 
(Speed, Cross, 
Buggy, Monster, 
Jump) 

Pro Wettbewerb 
drei unterschied- 
liche Fahrzeug- 
klassen 

3 Fahrperspektiven 
3D-Karte Pflicht 



Geben wir's ruhig zu: 
Insgeheim sympathi- 
sieren wir doch alle 
mit dem Underdog, 
dem bebrillten Verlierertyp 
Marke Woody Allen, der sich 
schüchtern und linkisch neben 
den gutgebauten Modellathleten 
am Strand behaupten muss, dem 
die blonde Traumfrau aber trotz 
aller Bemühungen 



abfärbt - wer einen Käfer sein 
Eigen nennt, gilt in seinem 
Umfeld als netter Kerl. 

Kombiniere, kombiniere 

Also, überlegte Infogrames: 
»Wer den Käfer mag (also jeder), 
wird auch ein Rennspiel mit ihm 
in der Hauptrolle mögen. Und wir 
sind fein raus! Freu!« Und so viel 



n ^IfÄf^— Oinrl vornewe g - diesen 

niemals auch nur "■VciTtJI olllU Bonus kann das Pro- 
einen Blick schenkt. A(*|it llf^h « gramm auch gut 

gebrauchen. 



Wie sonst wäre 
das Phänomen Käfer zu erklären: 
ein kleiner, kugeliger Wagen, leis- 
tungsschwach, rostanfällig, mit 
laut-kreischendem Boxermotor. 
Und doch fliegen ihm alle Herzen 
zu, was sogar auf den Fahrer 



Nach herzigem »Unser Lieb- 
lingsauto fährt öttelnd durch die 
Gegend«-Vorspann erwartet Sie 
folgende Entscheidung: Lieber 
ein Einzelrennen, eine von drei 
(Mini-)Meisterschaften gegen 




Höhepunkt des Spiels ist 
die Fahrt mit dem New 
Beetle. Na ja. 



härtere Gegner oder gleich der 
richtige Käferpokal? Die ersten 
zwei Möglichkeiten sind zur Ein- 
gewöhnung, so richtig zur Sache 
geht es erst im Pokal. Da stehen 
fünf Wettbewerbe bereit, denen 
die Entwickler eine möglichst 
unterschiedliche Aufmachung 
gegeben haben. 

In der »Speed«-Meisterschaft 
fahren Sie auf einer recht lang- 
weiligen Strecke, auf der ebenso 
gut Tourenwagenrennen statt- 
finden könnten, gegen bis zu 
sieben Gegner. Im »Cross« sind 
die Ziele die gleichen, nur dass 
Sie hier durch eine große, mit 
Sand gefüllte Halle rasen, die 
wie beim Motocross in verschie- 
dene Bahnen eingeteilt wurde. 
Und als »Buggy« geht's kurz am 
Strand entlang und dann durch 
das angrenzende Städtchen. 

So richtig ungewöhnlich sind 
nur die Wettbewerbe »Monster« 
und »Jump«. In Monster gibt es 
keine Gegner, sondern Sie müs- 
sen wieder durch die Cross- 
Halle, die diesmal mit eng 
nebeneinandergesteckten Pfäh- 
len, Sprungschanzen und be- 
dauernswerten Schrottautos 



154 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 




Kein guter Tag für diese Schrottautos. »Brutal«, der dicke 
Monstertruck, macht seinem Namen mal wieder alle Ehre. 



bepflanzt wurde. Innerhalb 
eines Zeitlimits müssen Sie 
zweimal durch den Parcours, 
möglichst ohne die Pfähle zu 
berühren, weil es sonst Zeitab- 
züge gibt. Und im abschließen- 
den »Jump« geht's in einer Art 
Dragstermobil über den großen 
Bruder der Sprungschanze von 
»Monster«, diesmal mit dem 
Ziel, eine gewisse Mindestweite 
zu überspringen (siehe Extrakas- 
ten). 



Renn-Systematik 

In jedem Wettbewerb gibt es 
jeweils vier Schwierigkeitsgrade. 
Die Sprungschanze wird noch 
größer oder kurviger, der Cross- 
Wettbewerb bekommt zwei Bah- 
nen mehr, bei Monster werden 
die Stangen ein wenig enger 
gesteckt. Außerdem verdienen 
Sie sich mit Siegen Punkte, die 
Sie in bessere Fahrzeuge investie- 
ren. In jedem Rennen gibt es drei 
Fahrzeugklassen, bei Speed -> 



MARTIN SCHNELLE 

■er Total hat einen sehr niedlichen Ansatz: Welche 
ilteren Semester verbinden keine nostalgischen 
Erinnerungen mit Käfern, Bullys oder Kübelwagen? 
Somit geben die Boxermotor-Boliden eigentlich ideale 
Rennfahrzeuge ab. 

Und was die Designer alles in das Spiel gequetscht 
haben! Monster-Trucks, Strandrennen, Geländepar- 
cours - ein echter Redaktionsfavorit ist der Weit- 
sprung. (»Ich will auch mal!« - »Mach Dich weg, erst 
bin ich dran.«) Allerdings ist das Kurvenverhalten von 
Herbie weder realistisch noch einem Action-Rennspiel 
angemessen. Auch die sich bald wiederholende Mus" 
hätte etwas Überarbeitung nötig gehabt. Aber eg 
Spaß macht das 

allemal, allein PRO & CONTRA 

schon wegen der 
vielen verschie- 
denen Autos - 
der »neue« Käfer, 
also der Beetle, 
ist natürlich auch 
mit von der 
Partie. 



O Sehr umfangreich 
O Niedliches Design 



O Fahrverhalten könnte 

besser sein 
O Musik nervt irgendwann 



SPRUNG INS BLAUE 



Der beliebteste aller Wettbewerbe ist der Sprung 
mit einer Art Dragster-VW über eine große Schanze. 

Ready for 
Take-off? 
Bevor es zur 
Schanze geht, 
gilt es, 
genügend 
Geschwindig- 
keit aufzu- 
nehmen. 




Dummer- 
weise ist die 
Strecke zur 
Schanze recht 
kurvenreich. 
Eine waghal- 
sige Fahr- 
weise ist 
unbedingt 
erforderlich. 



Endlich ist er 
erreicht, der 
Lift in den 5. 
Stock. Noch 
schnell den 
Nachbrenner 
gezündet und 
- Banzai! 



Um das 
Angenehme 
(Aussicht) mit 
dem Nütz- 
lichen (Sieg) 
zu verbinden, 
müssen Sie 
eine Mindest- 
weite errei- 
chen. 



Klappt das 
nicht, kann 
man immer 
noch Tante 
Hilda oder 
sonst wem 
die abgespei- 
cherte Flug- 
show vorfüh- 
ren. 



PC PLAYER APRIL 2000 155 



SPIELE-TEST 



Käfer Total 




WERT: 38900* 



Gleich zwei Afterburner 
bringen »Big Joe« der 
Flug-Ekstase näher. 



Vernichtet »Brutal« nicht gerade arme, unschuldige Autos, 
muss er sich durch enge Stangen quetschen. 




***** 

WERT: 39000* 



Der gewaltigste Schlit- 
ten, den Sie auf Asphalt 
fahren können, dürfte 
»Tech 22« sein. 



->zum Beispiel Käfer, Speedster 
oder Roadster. Und jede Klasse 
hat noch verschiedene Ausfüh- 
rungen, die von 1-Stern- bis hin 
zu 5-Sterne-Kisten reichen. Grü- 
beln Sie nicht zu viel über diese 
kompliziert klingende Beschrei- 
bung, die 5-Sterne-Wagen fahren 
schneller als die Einzelstern-Boli- 
den und Unterschiede im Fahr- 
verhalten gibt es sonst kaum zu 
vermelden. 

Immerhin, die Grafik sowohl 
der Fahrzeuge als auch der Renn- 
strecken ist eigentlich ganz put- 
zig. Vor allem die dicksten Käfer- 
varianten wirken wie hormonbe- 
handelte, Implantat-verstärkte, 
kraftstrotzende Woody Aliens, die 



den Strandgecken jetzt aber mal 
zeigen, was ne Harke ist. Vor 
allem auf kurvenreichen Cross- 
Strecken befriedigen Rennsiege 
mit ihnen zunächst ungemein. 

Käfer-Flair? 

Damit man auch merkt, dass man 
nicht in einer X-beliebigen Mühle 
sitzt, dudelt im 
Hintergrund die 
ganze Zeit über 
60er-Jahre-Mu- 
sik im Stil der Beach-Boys. In den 
guten Momenten. Hat die Musik 
gerade mal einen Aussetzer, 
klingt's auch nicht anders als 
Truck-Stop und jeden Moment 
meint man, den sich die Hände 





***** 
WERT: 36500* 



»Four Sys« ist die 
Karmann-Variante des 
Monster-Trucks 
»Brutal«. 



UDO HOFFMANN 



Anders als »Setz heute meine 
Martin bin ich enttäuscht. Im Gege 
tion Racer« (siehe Test Seite 150) handelt es sich bei 
Käfer Total nämlich um ein B-Klasse-Programmm, 
welches sich mit aller Gewalt einen A-Klasse-Anstrich 
verpassen will. Denn wenn ich mal von Jump und 
Monster absehe, bleiben drei höchst durchschnittliche 
Rennspiele übrig, die sich zudem auch noch alle ähn- 
lich schlecht fahren. 

Na gut, na gut, die Grafik ist nett, die Optionsmenüs 
sind witzig, Käfer ist Kult. Und der Sprungwettbewe 
ist originell und 
macht auch PRO & CONTRA 



Der beliebte Split-Screen- 
Modus ist auch wieder 
dabei. 



reibenden Michael Schanze 
(wahlweise auch Karl Moik in 
Western-Outfit) um die Ecke eiern 
zu sehen, der die tolle Nummer 
ankündigen will. Darüber hinaus 
wiederholen sich die kurzen 
Loops zu oft. Passt aber gut zu 
den durchschnittlichen Motorge- 
räuschen. 

Das Fahrverhalten zählt zu die- 
ser besonderen Gattung von 
Rennspielen, bei denen man, 
auch wenn die Kurve schon lange 
zu Ende ist, den Wagen immer 
noch in Schräglage halten muss, 
weil das Programm den Wechsel 
noch nicht bemerkt hat. Unser 
Schnuckel fährt dann in einem 
_-- - 30-Grad-Winkel 

»WlinderSameS schnurgerade 

weiter, bis das 
Spiel den Fehler 
korrigiert. Wen dieses physikali- 
sche Wunder nicht irritiert, der 
wird sich vielleicht am im Grunde 
viel zu leichten Ablauf stören. 
Innerhalb eines halben Tages hat 
man alle Pokale und Bonus-Spie- 
le gemeistert und dabei zur 
Belohnung mindestens zehn 
Mal die drei verschiedenen Ich- 
freu-mich-Renderfilme gesehen. 
Schwierigkeitsgrade gibt es näm- 
lich ebenso wenig wie ein Scha- 
densmodell, (uh) 



Fahrverhalten.« 



einen ganzen 
Party-Abend lang 
Spaß. Ich persön- 
lich werde dieses 
Spiel aber bis 
auf weiteres in 
der Garage 
lassen. 



O Detailreiche Grafik 
O Für Einsteiger spaßig 

O Keine Schwierigkeits- 
grade 
O Für Profis gehaltlos 



JSPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 70 

Sound 50 

Einstieg 80 

Komplexität 60 

Steuerung 70 

Multiplayer 70 



PIELSPASS 



156 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE- 1 



Denkspiel für Fortgeschrittene 



Puzzle 
Trouble 

■ Hersteller: Soft Enterprises ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplay- 
er: bis 2 (an einem PC) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pen- 

tium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/133, 32 
MByte RAM 




Soft Enterprises' 

»Puzzle Trouble« hat 
mit »Tetris« ein gro- 
ßes Vorbild: Quadrate mit 
verschiedenen Motiven fal- 
len in eine Wanne und sol- 
len dort vom Spieler im 
wahrsten Sinne des Wortes 
»auf die Reihe gebracht« 
werden. 

Mindestens drei oder 
mehr Vertreter derselben 
Art müssen waage- oder 
senkrecht sortiert werden. 
Das einzig neue daran: 
Nicht nur das fallende 
Steinchen kann manipuliert 
werden, sondern auch die 



bereits in der Wanne 

II befindlichen. Die 
I Aufräumaktion er- 
folgt stückweise, 
wobei ein Klötzchen 
mittels Leertaste 
markiert und an- 
schließend per Pfeil- 
taste in die ge- 
wünschte Richtung 
verschoben wird. Da 
3er- und 4er-Grup- 
pen verschwinden, 
plumpst der Rest 
nach unten und 
schafft so Platz für 
die herabsinkenden Nach- 
kömmlinge. Je mehr Blö- 
cke pro Zug verschwinden, 
desto mehr Punkte gibt es. 
Der Schwierigkeitsgrad 
steigt mit der Zahl der 
getilgten Vierecke. Im Duell 
am Split-Screen erscheint 
ein Teil der gelöschten Stei- 
ne beim Gegner. 
(Monika Lechl/ra) 



HHPLAYER 

WERTUNG 



MONIKA LECHL 

Zugegeben: Mortal Moni's unaufgeräumter 
Redakteursschreibtisch ist legendär, hat aber 
nichts mit meiner eher mäßigen Begeisterung 
für die Räumorgie Puzzle Trouble zu tun. Gut, 
man dreht die Steine nicht, sondern verschiebt 
sie, aber das ist auch schon alles Neue, was 
dieser Tetris-Klone zu bieten hat. Das Erschei- 
nen gelöschter Klötzchen beim Gegner kennt 
man vom GameBoy-Tetris, das Formen vorge- 
gebener Steingebilde aus »The Next Tetris 
Optik und 
Akustik sind pRO & C oNTRA 



Akustik sind 
eher beschei- 
den, so dass 
Puzzle Trouble 
das Prädikat 
»mittelprächtig 
verdient. 



O Geringe Hardware- 
anforderungen 

O X-ter Tetris-Klon 
O Kein Pepp 



PC PLAYER APRIL 2000 157 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Fortgeschrittene und Profis 



Theocracy 

■ Hersteller: Philos Laboratories/ Ubi Soft ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Win- 
dows 95/98 ■ Sprache: Englisch (Deutsch in Vorbereitung) ■ Multiplayer: bis 6 (Netzwerk) ■ 3D-Grafik: - 

■ Hardware, Minimum: Pentium 11/200, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium 11/300, 64 
MByte RAM 



Gemeinsamkeit macht bekanntlich stark. Aus 
diesem Grund müssen Sie hier gleich einen gan- 
zen Sack voller Völker unter einem Hut bringen. 




mmmmm 




FAKTEN 



2 thematisch 
verschiedene 
Kampagnen 
Über 40 zu 
erobernde 
Provinzen 
Mischung aus 
Echtzeit-Kämpfen 
und rundenbasie- 
rendem Aufbau 

3 Zoomstufen 



Lange bevor die ersten 
Europäer einen Fuß auf 
den amerikanischen 
Kontinent setzten, 

bevölkerten verschiedenste Kul- 
turen die Neue Welt. Sehr fried- 
lich ging es dabei auch nicht zu. 
Zahlreiche Provinzen stritten sich 
gegenseitig um die Ländereien. 
Wie gut, dass Sie es sich zur Auf- 
gabe gemacht haben, dieses 
Chaos zu beenden. 

Sicherlich ist das pure Machtin- 
teresse mit ein Grund für Ihr ehr- 
geiziges Vorhaben. Doch auch Ihr 
Volk profitiert eventuell von Ihrer 
Herrschaft, denn irgendwann im 
Laufe des Spiels besuchen Sie die 
spanischen Eroberer - und die 



lassen sich nur mit vereinten 
Kräften bezwingen. 

Ein paar Videos weisen in die 
Grundkenntnisse ein. Wollen Sie 
sich anfangs nicht gleich mit den 
zeitaufwändigen Eroberungen be- 
schäftigen, wählen Sie im Menü 



Zeitgeschichte 

Nun machen Sie sich ans 
»richtige« Spiel heran: Sie 
sind der Herr über eine Provinz, 
ausgestattet mit einer kleinen 
Armee, einer Hand voll Sklaven 
und einigen Farmen. Ihre leibeige- 
nen Schergen sind wahre Multi- 
Talente. Problemlos lassen sie sich 
als Bauarbeiter, Holzfäller oder 
Bauern einsetzen. Ihre ungelern- 
ten Arbeiter geben zwar überall ihr 
Bestes, nutzen die entsprechen- 
den Einrichtungen auf Grund ihrer 
mangelnden Schulbildung leider 
nur zu einem Bruchteil aus. Also 



158 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



*- J- t .-* 




IS ■<-*.♦*>*; 







-1 








35 


*J V ^* 




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^L .:.._ 




fangen Sie am besten damit an, 
ein paar Bildungseinrichtungen zu 
bauen. Für den Anfang vielleicht 
eine Farmerschule und eine Schu- 
le zum Erlernen des Maurerhand- 
werks, denn einige Gebäude, etwa 
eine Waffenschmiede, können nur 
gelernte Zimmermänner errichten. 
Also gut, Bau-Menü anklicken, die 
Gebäude auswählen, platzieren 
und schließlich die Sklaven für die 
Jobs einteilen. Aber irgendwie 
kommen die Gebäude nicht voran. 
Was jetzt? Da, es erscheint ein Hin- 
weis: Das Spielgeschehen läuft - 
während Sie Gebäude errichten 
und Rohstoffe abbauen - nicht in 
Echtzeit ab. Soll etwas Zeit ver- 



streichen, müssen Sie zur Provinz- 
karte überwechseln. Dort überbli- 
cken Sie alle 40 Regionen des Rei- 
ches. Sie deaktivieren die Pause- 
Funktion und warten, bis Ihre 
neuen Gebäude errichtet werden. 

Politisches Engagement 

Ihre Provinz hat in der Zwischen- 
zeit sogar etwas Nachwuchs 
gekriegt. Jetzt entscheiden Sie ent- 
weder »von Hand«, wie viele Skla- 
ven Sie an welchen Orten einsetz- 
ten oder Sie ernennen einen Gou- 
verneur. Sobald ein Politiker die 
Hände im Spiel hat, wird alles 
gleich viel einfacher: Sie stellen in 
einem Menü eine bestimmte 



DAMIAN KNAUS 

Ein paar frische Ideen - wie der rundenbasieren. 
Aufbau - tun dem angegrauten Standard-Konzep 
meisten Echtzeit-Strategiespiele sicherlich gut. 
Jedoch reichen neue Geistes-Blitze alleine nicht aus, 
wenn die Umsetzung nur mäßig vonstatten geht. 
Ständig muss der Spieler zwischen Provinzkarte und 
Nahansicht hin und her wechseln, dauernd wartend, 
bis die Gebäude errichtet sind. Die Eroberung der 
Regionen ist außerdem ein sehr langwieriger Prozess, 
der wenig Abwechslung bietet. Auch grafisch ist nicht 
allzu viel im alten Amerika los. Gebäude und Gebiete 
sind immer im gleich schlichten Grafikstil gehalten. 
Unterscheiden können Sie die Regionen nur auf der 
großen Übersichtskarte. Auch wenn der Runden-Auf- 
bau nicht ganz 

ohne Reiz daher- PRO & CONTRA 
kommt, im Zeit- 
alter von Age of 
Empire 2 müsste 
jenseits des gro- 
ßen Teiches 
schon mehr 
geboten werden. 



O Neue Ideen im Genre, .. 

O ... die leider nicht sehr 

motivationsf ordernd sindl 
O Umständliche Bedienung! 



Menge Nahrungsmittel ein. Das 
geht dann etwa zu Lasten der Holz- 
produktion. Weiter entscheiden 
Sie, ob und wie 
viele Sklaven Sie 
in Schulen schi- 
cken oder in 
Baracken zu Krie- 
gern ausbilden. 
Ihr Gouverneur kümmert sich nun 
um die Details und koordiniert das 
gesamte Geschehen. 

Feindkontakt 

Der Kampf ist weitgehend iden- 
tisch mit den üblichen Echtzeit- 
Strategiespielen: direkte Steue- 
rung Ihrer Soldaten auf das Ziel. 
Die Schlacht verläuft relativ 
schnell. Bei einem Sieg ergeben 
sich die feindlichen Arbeiter und 
Sklaven, die Region ist Ihre. 
Doch nicht nur Gewalt 
führt zum Sieg. Auch hohe 
Tributzahlungen oder ein 
ausgiebiger Handel be- 
wegen benachbarte Pro 
vinzen zum Anschluss an Ihr 
Reich. Besitzen Sie genug 
Rohstoffe, errichten Sie 
Pyramiden, in denen Sie 
Soldaten oder Priester mit magi- 
schen Fähigkeiten entwickeln, die 
Ihren Feinden entweder mächtig 
einheizen oder zum Überlaufen 
bewegen, (dk) 



»Geistes-Blitze 
allein reichen 
nicht aus.« 





Sobald Sie einen Gouver- 
neur haben, teilt dieser 
Ihre Arbeiter ein. 



HSPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 60 

Sound 70 

Einstieg 60 

Komplexität 70 

Steuerung 60 

Multiplayer 70 



PIELSPASS v'J 



Später erbauen 
Sie mächtige 
Harpunen. 



PC PLAYER APRIL 2000 159 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Einsteiger und Fortgeschrittene 



Risiko 

■ Hersteller: Deep Red Games/Hasbro Interactive ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: 
Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 8 (an einem PC, Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - 

■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: P N/233, 32 MByte RAM 

Das nennt man wohl einen Dauerbrenner, denn 
seit über 40 Jahren begeistert das unverwüst- 
liche Brettspiel eine weltweite Fangemeinde. 



Arktischer 

Ö7,EA.N 





FAKTEN 



Basiert auf dem 
klassischen Brett- 
spiel 

Origineller Simul- 
tan-Modus 
Kampagne mit 
unterschiedlichen 
Spielzielen 
Sechs aktivierbare 
Zusatzländer 
Abschaltbare auto- 
matische Kampf- 
sequenzen 
Tschaikowsky- 
Musik 

Optionsreich 
Tutorials 



Wohngemeinschaf- 
ten wurden schon 
an den Rand des 
Zerfalls gebracht, 
Freundschaften wortwörtlich 
aufs Spiel gesetzt, Nächte zum 
Tag gemacht, Schulstunden und 
Vorlesungen verpennt - und 
Schuld daran war nicht selten 
eine suchterregende Würfelei, die 
ebenso einfach wie genial ist. 

Erfunden hat das Armeenge- 
schiebe der französische Regis- 
seur Albert Lamoriss, und das 
bereits 1957. Bis zum heutigen 
Tag wurde Risiko weder optisch 
noch spieltechnisch großartig 
verändert. Null Grund also für 
den stolzen Lizenzeigner Hasbro, 



dieses Erfolgsrezept bei »Risiko 
2« in irgendeiner Weise zu ver- 
wässern. Da es aber vielleicht 
doch noch den einen oder ande- 
ren Brettspiel-Verächter unter 
Ihnen gibt, folgt nun eine kleine 
Beschreibung des Spielprinzips. 




Risiko-Kenner können den ersten 
Abschnitt hingegen getrost über- 
springen. 

Regelgerecht 

»Risiko 2« lässt sich mit maximal 
acht Mit- oder besser gesagt 
Gegenspieler betreiben. Gegen- 
spieler deshalb, weil hier stets 
jeder gegen jeden antritt und 
Bündnisse zwar abgeschlossen 
werden dürfen, letztlich aber nur, 
um sie irgendwann wieder zu bre- 
chen. Als Spielfläche dient eine 
nicht animierte Weltkarte, auf der 
insgesamt 42 Länder eingezeich- 
net wurden. Jeder Mitspieler 
bekommt zu Beginn etwa zehn 
Steinchen (=Armeen) seiner 
Farbe, um diese in Länder seiner 
Wahl setzen, die er damit automa- 
tisch besetzt. 

Danach gilt nur noch eins: 
angreifen. Denn es gibt zwar ver- 
schiedene Spielziele wie etwa 
drei Kontinente zu besetzen oder 
einen bestimmten Gegner auszu- 
schalten, dies klappt aber nur, 
wenn Sie sich möglichst große 
Teile oder gleich die gesamte 
Weltkarte einverleiben. Sie dürfen 
stets nur direkt angrenzende Län- 
der attackieren und das - je nach 
vorhandener Armeegröße - mit 
bis zu drei Würfeln. Der Verteidi- 



160 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 




ger bekommt maximal zwei Wür- 
fel, wobei die höchsten Augen- 
zahlen einzeln gegenübergestellt 
werden und die höhere Zahl 
jeweils gewinnt. Wirft der Angrei- 
fer etwa die Kombination 6-3-1 
und der Verteidiger 5-4, so verliert 
jeder Kontrahent eine Armee, bei 
gleicher Augenzahl obsiegt der 
Verteidiger. Sie können angreifen 
so lange Sie wollen und zum 
Abschluss noch ein paar Armeen 
verschieben, bevor die Gegner an 
die Reihe kommen. Vor jeder 
neuen Runde erhalten Sie Nach- 
schub, deren Höhe sich nach der 
Anzahl der von Ihnen besetzten 



Länder und Kontinente bemisst. 
Auch sollten Sie in jeder Runde 
zumindest ein neues Land beset- 
zen, um eine so genannte Trup- 
penkarte zu bekommen, denn für 
drei davon erhalten Sie ein paar 
Extratruppen. 

Wie hätten Sie's 
denn gern? 

Über dieses wohlbekannte klassi- 
sche Spielprinzip hinaus bietet 
»Risiko 2« noch eine Vielzahl wei- 
terer Spiel-Modi, die sich größten- 
teils miteinander kombinieren las- 
sen. Am interessantesten ist 
sicherlich der Simultan-Modus. In 



MANFRED DUY 

Ich geb's ja zu, ich verehre das 
WG-Zeiten und Risiko 2 ist sich_., 
erhältliche Digi-Version, und damit für Fans ein schlich- 
tes Muss. Denn die Würfelei verzichtet auf spielfluss- 
hemmenden optischen Firlefanz und lässt sich dank der 
mustergültigen Menüanordnung und der intuitiven 
Steuerung perfekt bedienen. Optisch und akustisch 
wird natürlich herzlich wenig geboten, die Computerin- 
telligenz lässt zu wünschen übrig und auf die lausigen 
Kampfsequenzen und die drei, vier Render-Szenen ist 
letztlich gepfiffen. Das ist mir aber piepegal, denn vi*» 1 
wichtiger ist, dass das Brettspiel werksgetreu digit« 
siert und kongenial variiert wurde. Originelle f 
Modi wie die 
Kampagne und PRO & CONTRA 

der Simultar 
Modus sind auf 
dem Brett einfach 
nicht drin - und 
sorgen hier sogar 
im Mehrspieler- 
Modus für Gaudi. 



O Vorzüglich bedienbar 
O Variantenreich 
O Übersichtlich 



O Nur eine Weltkarte 



dem planen sämtliche Spieler ver- 
steckt ihre Angriffe, die dann 
simultan ausgeführt werden. Eine 
Spielart mit Tücken übrigens, 
denn falls Sie mit Ihrer gesamten 
Streitkraft ein Land erobern wol- 
len, das im selben Zug auch von 
einigen Kontrahenten angegriffen 
wird, können Sie den Marschall- 
stab eigentlich gleich wieder ein- 
packen. Originell ist auch die Kam- 
pagne, bei der Sie eine zuneh- 
mend schwieriger werdende Staf- 
fel von Szenarien (etwa die Erobe- 
rung von 60 Prozent der Weltkarte 
im Simultan-Modus oder die Ver- 
nichtung zweier gegnerischer Par- 
teien) gewinnen müssen. 

Darüber hinaus lassen sich 
auch sechs weitere Länder (bei- 
spielsweise die Falklands oder 
Hawaii) zuschalten und eine 
Menge Spieloptionen verändern, 
wie etwa die Anzahl der Armeen, 
die es für die Besetzung eines 
Kontinents gibt, ob die Länder zu 
Beginn per Zufallsprinzip verteilt 
werden, ob nach Auftragskarte 
oder Weltherrschaft gespielt wird 
oder die Anzahl der Armeen für 
eingetauschte Truppenkarten 
steigt. Und damit bietet »Risiko 
2« weitaus mehr Spiel-Modi, als 
das klassische Brettspiel und all 
seine digitalen Konkurrenten. 
(md) 




HSplayer 

WERTUNG 



Grafik 40 

Sound 50 

Einstieg 80 

Komplexität 60 

Steuerung 90 

Multiplayer 80 



PIELSPASS-yf 



) 



Erste 
Hilfe 

■ Konzentrieren 
Sie zu Beginn Ihre 
Streitkräfte auf 
zwei bis drei Län- 
der, die einerseits 
genügend Angriffs- 
möglichkeiten und 
andererseits gute 
strategische Aus- 
gangspositionen 
für die Eroberung 
von kleinen Konti- 
nenten bieten wie 
beispielsweise 
Nordafrika, Ostafri- 
ka, Brasilien oder 
Neuguinea. 

■ Versuchen Sie 
bis kurz vor Schluß 
erst gar nicht, 
große Erdteile wie 
Asien oder Europa 
zu erstürmen. Denn 
selbst wenn Sie 
das schaffen, kön- 
nen Sie unmöglich 
die vielen Grenzen 
mit Ihren paar Han- 
seln abdecken. Die 
frühe Einverleibung 
von Südamerika 
und Australien 
macht dagegen 
schon eher Sinn. 

■ Greifen Sie nicht 
zu viele Länder in 
einer Runde an, 
wenn Sie nicht ein 
strategisches Ziel 
damit verfolgen. 
Sparen Sie lieber 
Ihre Truppen für 
spätere Konflike. 
Zumeist genügt 
eine einzige Inva- 
sion pro Runde. 
Hauptsache, Sie 
sacken jedesmal 
eine Karte ein. 

■ Im fortgeschritte- 
nen Spielverlauf 
sollten Sie verhin- 
dern, daß die Geg- 
ner gemeinsame 
Grenzen haben und 
sich so gegenseitig 
die Karten zuwür- 
fein. Auch den 
Besitz eines großen 
Kontinents durch 
den Feind darf nie- 
mals hingenom- 
men werden. Da 
empfiehlt sich die 
altbewährte War- 
zentaktik: Halten 
Sie in jedem größe- 
ren Erdteil zumin- 
dest eine Bastion 
wie etwa China, 
die Ukraine oder 
Grönland. 



PC PLAYER APRIL 2000 161 



SPIELE-TEST 



Rollenspiel für Einsteiger 



Satan ica 



■ Hersteller: Blackstar Interactive ■ Testversion: Verkaufsversion 
1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 

■ Multiplayer: bis 4 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - ■ Hard- 
ware, Minimum: Pentium/120, 32 MByte RAM ■ Hardware, 

Empfehlung: Pentium/233 MMX, 32 MByte RAM 

Von »Diablo« zu »Satanica« 
scheint es ein kurzer Weg. 
Wie endlos der sein kann, 
zeigt der folgende Test. 



Seit »der Dämon« ins 
»Land« zurückkehrte, 
herrscht dort nur noch 
Hass und Zwietracht. 
Als einer von vier Helden (Zwerg, 
Krieger, Barbar, Elf) versuchen Sie 
das Monster auszulöschen. 

Leser, die sich noch an lang 
vergangene Amiga-Tage erin- 
nern, werden ein Spiel namens 
»Cadaver« kennen. In diesem 
ging es darum, den Bildschirm- 
helden durch rätsei- und mons- 
terverseuchte Dungeons zu diri- 
gieren. Eigentlich handelte es 
sich schon um einen »Diablo«- 
Vorläufer, wäre da nicht die gar- 
stige Eigenschaft gewesen, dass 
zwischen jedem Teilstück umge- 
blendet werden musste. Bei »Sat- 
anica« ist es genauso. Technisch 



FAKTEN 



Deutsch nur 
nach Update 

4 verschiedene 
Charaktere 

7 Level mit 

5 Sub-Leveln 
9 Quests 

11 unterschied- 
liche Monster 
20 verschiedene 
Waffen 
100 Rätsel 
1000 Räume 




hat sich zwar einiges getan: dyna- 
mische Lichteffekte, Sprachaus- 
gabe und Mehrspieler-Modus. 
Doch die typische Hack-and-Slay- 
Action hat über die Jahre wenig 
Veränderungen durchgemacht. 
Noch immer stehen erschlagene 
Monster und Minirätsel ä la 
»Boulderdash« ganz oben auf der 
Tagesordnung, während Rollen- 
spielelemente wie Dialoge, Erfah- 
rungspunkte oder ein vernünfti- 
ges System für spezielle Fertig- 
keiten, wenn überhaupt, nur am 




Die Monster: Auch im 
Mehrspieler-Modus 
düsen eigenartige 
Kreaturen durch die 
Dungeons. 



VOLKER SCHUTZ 

Wir werden nichts anders, aber vie. 
machen. Das könnte das Motto der . 
hinsichtlich der diabolischen Konkurrenz gewesen sein. 
So gesehen haben sie teuflisch gute Arbeit geleistet: 
Nur elf verschiedene Monster, kein Scrolling, zu wenig 
unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände, ein Charak- 
tersystem, gegen das »Heroe's Quest« komplexer wirkt 
als ein unkompilierter Linux-Kernel, Gegner, deren 
Sprachausgabe klingt wie Pacman auf Crack ... die Liste 
ließe sich beliebig fortsetzen. Die einzige Stärke li 
der relativ hohen Dichte der Rätsel. Die sind zwar 
Gegensatz zu »Planescape: Torment« nict 
»net.book/ 

riddles« geklaut, PRO & CONTRA 
aber auch nicht 
so originell, dass 
sie allein Satanica 
vom Dämon der 
Durchschnittlich- 
keit befreien 
könnten. 



O Viele feine Rätsel 

O Nur elf Gegner 

O Winzige Spielabschnitte 

O Figuren nicht ansprechend! 



Rande vorkommen. Cadavers 
Fluch sozusagen. Helden und sol- 
che, die es noch werden wollen, 
dürfen sich allerdings über eine 
ordentliche Speicherfunktion und 
einen unterhaltsamen Mehrspie- 
ler-Modus namens »Goldrush« 
freuen. (Volker Schütz/mash) 



■ i 



J£L-^-^ 



Die Rätsel: Hier entzünden 
Sie den Kamin und werfen 
ein magisches Buch hinein. 



JSPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 50 

Sound 60 

Einstieg 60 

Komplexität 70 

Steuerung 60 

Multiplayer 70 



PIELSPASS --W 



162 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Simulation für Profis 



Eisenbahn.exe 

■ Hersteller: Software Untergrund ■ Testversion: Verkaufsversion 1.0 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: 
- ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/1 66, 16 MByte RAM 

■ Hardware, Empfehlung: Pentium/200, 32 MByte RAM 



nl^M wj «IHM-H~I -IMpHI«! T-l-el-l lI*I £j.t ; 





odellbahn-Fans 
ohne Hobbykel- 
ler für eine Anla- 
ge hoffen schon seit Jahren 
auf ein Programm, mit dem 
sie ihr Hobby platz- und 
Kosten sparend am Compu- 
ter ausüben können. 



Eisenbahn.exe 
verspricht genau 
dieser Zielgruppe 
die Erfüllung Ihrer 
heimlichen Träu- 
me: Mit einem Edi- 
tor lässt sich, 
wenngleich im 
spröden Fenster- 
charme eines 
CAD-Programms, 
eine eigene Mo- 
dellbahn-Anlage 
erstellen. Sie ver- 
legen Gleise, verändern das 
Gelände, bauen Brücken, pla- 
nen Straßen und errichten 
schließlich noch unterschied- 
lichste Gebäude auf dem 
Gelände. Zu guter Letzt wäh- 
len Sie noch unter rund einem 
Dutzend Lokomotiven, sowie 



etlichen Wagon-Typen, das so 
genannte rollende Material 
aus und legen los. Was nun 
folgt, ernüchtert noch mehr 
als der schlichte Editor. Zwar 
wäre die eher unansehnliche 
Grafik verzeihlich, zumal die 
Züge erkennbar durch das 
Gelände brausen, doch verei- 
telt die umständliche Wahl der 
Perspektiven und die be- 
scheidene Programmsteue- 
rung fast jeglichen Spielspaß. 



Selbst eine winzige Anlage in 
der Miniatur-Spurweite »Z« ist 
diesem Programm in punkto 
Vergnügen haushoch überle- 
gen, (tw) 



^PLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS f. 



THOMAS WERNER 

Als alter Modellbahn-Fan musste ich 
natürlich sofort auf dieses Programm stürz 
- und wurde bitterlich enttäuscht. Der erste 
Blick auf eine Beispielanlage macht ja noch 
Spaß, doch angesichts der kruden Perspekti- 
ven und der nur mit viel Mühe möglichen 
Veränderung des Blickwinkels verliert man 
praktisch sofort den Überblick. Warum kann 
ich nicht per Maus oder Tastatur frei über c ' 
Landschaft gleiten 
oder einem Zug pRQ & CONTRA 



oder einem Zug 
ständig folgen? 
Ein originelles Pro- 
gramm - leider 
nicht ausgereift. 



O Originelle Simulation 
O Leider nicht ausgereift 



PC PLAYER APRIL 2000 163 



SPIELE-TEST 



Geschicklichkeitsspiel für Profis 





■ Hersteller: Argonaut/Fox Interactive ■ Testversion: Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows 
95/98 ■ Spreche: Englisch ■ Multipleyer: - ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Herdware, Minimum: Pentium/166, 
32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/350, 64 MByte RAM, 3D-Karte 

Reptilienpflege ist ein gefährliches Geschäft 
- erst recht, wenn besagtes Schuppentier Croc 
heißt und seine Freunde befreien muss. 




FAKTEN 



4 plus eine 
geheime Welt 
44 Level 

7 Zwischengegner 
Speichern nur 
nach beendetem 
Level 

Gewöhnungs- 
bedürftige 
Quäker-Stimmen 



Croc lieb. Croc gut. 
Gobbos gut. Gobbos 
und Croc Freunde. 
Dantinis böse. Danti- 
nis keine Freunde von Gobbos. 
Croc helfen Gobbos. Alles gut. 

Hilft nichts - an solche Gaga- 
Sprüche müssen Sie sich gewöh- 
nen, wenn Sie den kleinen Kroko 
Croc in seinem zweiten Abenteu- 
er begleiten wollen. Für Aufsehen 
sorgte »Croc« bereits vor rund 
zwei Jahren. Inzwischen sehen 
die Dinger auf dem PC sogar noch 
besser als auf Konsole aus - den- 
ken Sie nur an »Rayman 2« oder 
»Tonic Trouble« von Ubi Soft. Da 
wollen auch die Entwickler von 
Argonaut nicht zurückstecken und 



schicken unerschrocken »Croc 2« 
an den Start. 

Worum es geht 

Wie schon im ersten Teil haben 
der finstere Dante (nein, nicht der 
mit dem Inferno) und seine Danti- 
ni-Schergen wieder zugeschla- 
gen. Die Bösen klauen den herzal- 
lerliebsten Gobbos allerhand 
wertvolle Schätze oder sperren 
die Flauschbällchen kurzerhand in 
Käfige ein. Also Croc, mach dich 
auf die Socken! Für zusätzliche 
Motivation sorgt, dass Crocs 




Hangel, hangel: Croc muss 
gleich drei Etagen über glü- 
hender Lava bewältigen. 




Wasserschlacht: Leider 
weit lahmer, als das Bild 
suggeriert. 



Grünling bekanntlich nie gese- 
hen, wuchs er doch als Findelkind 
bei den Gobbos auf. 

So springt und rennt Croc 
erneut durch vier Welten - ein 
Piratenstädtchen, eine Siedlung 
im ewigen Eis, ein Dorf vor 20 000 
Jahren und eine Inka-Stadt. 
Schnappt sich unser Kroko alle 
fünf Bonus-Diamanten der vier 
Welten, öffnet sich die fünfte, ein 
Cowboy-Szenario. Jede Welt ist 
in mehrere Mini-Aufgaben unter- 
teilt, von denen es insgesamt 44 
gibt. Sie fahren beispielsweise 
gegen ein paar Dantinis ein Ren- 
nen, suchen Schlüssel zu Gobbo- 
Käfigen, Gobbo-Schätze oder 
hüpfen mit einem Gobbo auf dem 
Trampolin um die Wette. Für jede 
erledigte Aufgabe gibt es Bares, 
das Sie bei Swap Meet Pete, 
einem wirren Krämer, gegen 
Superhochsprung-Drops und 
andere Bonus-Gegenstände ein- 
tauschen. 

Wie es sich spielt 

Zu Beginn des Spiels besitzt Croc 
fünf Leben und haucht eins nach 
einem Sprung in giftige Sümpfe, 
Dornen oder bei Feindberührung 
aus. Und das passiert nicht zu 
knapp: Die Steuerung ist super- 
sensibel und macht das Gehüpfe 
Eltern angeblich in 

der Gewalt des »Wehe, Sie beißen am 

Schurken sind m _ _ ^ _ ■ ^ 

und die hat der falschen Ort ins Gras.« 



164 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 





wie schon im ersten Teil sehr oft 
zur Glückssache. Immerhin gibt's 
für 50 eingesammelte Diamanten 
ein Extraleben; mehrere 100 



Stück und fünf Bonus-Steine lie- 
gen in jeder Welt herum. 

Wehe, Sie beißen am falschen 
Ort ins Gras: Da nur in der aktuellen 
Stadt gespeichert wird, müssen Sie 
nach dem Verlust aller Leben per 
Continue dort weitermachen. 
Wenn Sie unterwegs ein Leben las- 
sen, springen Sie oft elend weit im 
Level oder gar an dessen Anfang 
zurück. In Sachen Spielbarkeit 
haben die Grafikwunder von Ubi 
Soft ganz klar die Nase vorn. 

Was noch auffiel 

Tolle Sache: Croc beherrscht nun 
ein paar neue Tricks wie »sich 



ROLAND AUSTINAT 

Tief durchatmen. Croc 2 hätte so ein gutes Spiel v 
den können. Die Level sind groß und moderat ab- 
wechslungsreich, die Hauptfigur ist superniedlich und 
lockt wie schon im ersten Teil kleine Schwestern und 
die Freundin vor den PC. Doch der Schwierigkeitsgrad 
ist nicht bloß herausfordernd, sondern schon nervig 
schwer. Wenn ich zum fünften Mal eine fiese Ecke 
nicht packe und wieder die davor liegenden Abschnit- 
te meistern muss, weil es viel zu wenig Level-interne 
Startpunkte gibt, möchte ich am liebsten wie ein ge- 
fristeter Fußballfan den Monitor aus dem Fenster 
werfen. 

Wenn Sie hart und zäh sind oder das Leben Ihnen 
zu wenige Herausforderungen präsentiert, könnte 
Sie mit Croc 2 
glücklich werden. PRO & CONTRA 
Alternativ scha- 
ren Sie eine 
Gruppe Freunde 
um sich, die 
Ihnen beim 99. 
Sprung ins Leere 
seelischen Bei- 
stand leisten. 



O Putziger Croc 
O Viele Level, ... 



O ... aber wenig 

Speicherpunkte 
O Ätzende Quäk-Stimmen 




hängen lassen« oder »an einer 
Liane schwingen«. Die sind aller- 
dings nicht wirklich revolutionär, 
den Tarzan-Schwung konnte 
schon Pitfall-Harry vor knapp 20 
Jahren. Gelegentlich schwingt 
sich Freund Kroko auch in ein 
Vehikel wie eine Draisine, ein 
Boot oder einen Gleitdrachen, fet- 
zige Mini-Spielchen sind das 
allerdings nicht. Gegen Dantinis 
und die Zwischengegner wehrt er 
sich noch immer mit einem 
Schwanzwirbel oder einem 
Power-Sprung, der auch Holzkis- 
ten unter sich zermalmt. 

Die Grafik ist mittlerweile deut- 
lich veraltet. Texturen pixeln, eher 
schlichte Objekte tauchen schlag- 
artig aus Nebelbänken auf. Ärger- 
lich, besonders vor heiklen 
Sprüngen: Die Kamera ist nicht 
frei positionierbar, nur mit einem 
Fernglas schaut Croc leidlich gut 
nach oben oder unten, (ra) 




Gobbo in Not: Klar, dass 
Croc den Schlüssel sucht. 



HSPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 70 

Sound 60 

Einstieg 70 

Komplexität 70 

Steuerung 70 

Multiplayer - 



PIELSPASS -y 



SCHRÄGE 
TYPEN 




Croc ist 

immer auf Achse. 



'p"<?r> 



Gobbo: 

Ahoi, Seemann! 




Hippo hilft 
Freund und Feind. 



^*$f 



,:, 



*"i 



Swap Meet Pete 
verkauft Nützliches. 




PC PLAYER APRIL 2000 165 



RUBRIKEN 



Was soll ich 
spielen? 



Aktuelle Empfehlungen der Redaktion 



M4JMJ 



JH 


SPIELENAME WERTUNG 


TEST IN 


Battlezone 2 88 


12/99 


Half-Life: Opp. Force 88 


1/2000 


SWAT 3 83 


2/2000 



Rennspiele 





SPIELENAME WERTUNG 


TEST IN 


Superbike 2000 89 


4/2000 


Driver 86 


11/99 


Need for Speed 4 85 


8/99 



Sport (Action) 




SPIELENAME 


WERTUNG 


TEST IN 


FIFA 2000 


90 


12/99 


NHL 2000 


90 


11/99 



NBA 2000 



1/2000 



Strategie (Runden) 





SPIELENAME WERTUNG 


TEST IN 


Jagged Alliance 2 87 


6/99 


Panzer General 4 86 


11/99 


Hernes of M&M 3 85 


6/99 



Action-Adventures 



Messiah 


SPIELENAME 


WERTUNG 


TEST IN 


System Shock 2 


92 


10/99 


"ätä^fc^^ 


Messiah 


86 


2/2000 


Indiana Jones 5 


85 


1/2000 



Adventures & Rollenspiele 



X^&L'd*^ *'£{ 


SPIELENAME WERTUNG 


TEST IN 


Planescape ^ 


Planescape: Torment 89 


2/2000 


Baldur's Gate 83 


2/99 


The longest Journey 82 


4/2000 



Simulationen 



"-'-^ÖRSfSTrH' 


SPIELENAME 


WERTUNG 


TEST IN 


Falcon 4.0 


90 


2/99 


Mech Warrior 3 


86 


7/99 


Falcon 4.0 




Panzer Elite 


81 


12/99 



Strategie (Echtzeit) 



. : ... v': ' . 


?| SPIELENAME WERTUNG 


TEST IN 


1 Age of Empires 2 88 


11/99 


| Earth 2150 87 


12/99 


Earth 2150 




H Homeworld 85 


11/99 



Wirtschaft & Aufbau 




SPIELENAME 



WERTUNG TEST IN 



Civilization Call to Power ■ 



5/99 



Pharao 



87 



12/99 



Die Siedler 3 



1/99 



Top oder Flop 



Jeder Redakteur darf an dieser Stelle 
per Pfeilwertung ausdrücken, ob ihn 
ein Spiel privat interessiert. Diese 
Wertungen sind völlig subjektiv und 
spiegeln daher auch Genrevorlieben 
wieder. Bei Ausgaben mit einem 
umfangreichen Testteil beschränken 
wir uns auf die wichtigsten Titel. 



«* 



& 




Superbike 2000 89 144 

Battlezone 2 (deutsch) 88 152 

Longest Journey, The 82 124 

Metal Fatigue 82 136 

Nox (deutsch) 82 167 

Warcraftbattle.net 82 141 

Risiko 2 78 160 

Age of Wonders (deutsch) 76 167 

Verkehrsgigant, Der 74 120 

Croc2 70 164 

Grand Prix World 70 142 

Theocracy 69 158 

Dracula - Resurrection 68 128 

Käfer total 68 154 

Missile Command 65 151 

Rising Sun 63 152 

Renegade Racers 61 153 

Axis & Allies: Iron Blitz Edition 58 168 

Flughafen Manager 58 170 

Demolition Racer 57 150 

LiveWire 55 171 

Satanica 52 162 

Atari Arcade Hits 1 50 151 

Puzzle Trouble 50 157 

Space Clash 48 150 

Sikolene Honda Motocross GP 44 149 

Metal Knight 41 169 

RTL Box Manager 41 123 

Championship Manager 99/00 38 131 

Schach 2000 37 132 

Extreme Tennis 35 130 

Skydive 32 130 

Michelle Kwan Figure Skating 30 169 

TopShot 25 130 

Eisenbahn.exe 24 163 

Extreme Wintersports 24 169 

Passion Pinball 23 132 

Duck Hunter Pro 20 141 

Extreme Boards & Blades 17 130 

Ibiza Comic Poker 17 132 

Tie Break Tennis 2 13 132 



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Die besten Spiele der letzten drei Ausgaben 



Spielename 


Genre 


Punkte 


Ausgabe 


Freespace 2 (deutsch) 


SF-Simulation 


86 


2/2000 


Links LS 2000 


Sport 


86 


2/2000 


Asheron's Call 


Onlinespiel 


83 


2/2000 


Mech Warrioir 3 Pirate's Moon 


SF-Simulation 


83 


2/2000 


Messiah 


Action-Adventure 


86 


2/2000 


Planescape: Torment 


Rollenspiel 


89 


2/2000 


SWAT 3 Close Quarters Battle 


Action 


83 


2/2000 


Age of Empires 2 (deutsch) 


Strategie 


88 


1/2000 


Delta Force 2 


Action 


82 


1/2000 


Fritz 6 


Schachsimulation 


90 


1/2000 


Half-Life: Oppsoing Force 


Action 


88 


1/2000 


Indiana Jones 5 


Action-Adventure 


85 


1/2000 


Rally Championship 


Rennspiel 


82 


1/2000 


Theme Park World 


Wirtschaftssimulation 


82 


1/2000 




166 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



Age of 
Wonders 



ZWEIT-TEST 



DEUTSCHE 
VERSION 



■ Hersteller: Triumph Studios/Take 2 ■ Testversion: Verkaufsversion 
1.30.0038 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 

■ Multiplayer: bis 12 (an einem PC, Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - 

■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, 
Empfehlung: Pentium N/266, 32 MByte RAM 



tiert sich klar an 
Werken wie »Mas- 
ter of Magic« oder 
»Hernes of Might 
and Magic«, be- 
sitzt aber etliche 
eigene, originelle 
Ideen. 

Sie werden in 
eine Auseinander- 
setzung tolkin- 
scher Dimension 
versetzt, in der 
sich Dunkel- und 
Lichtelfen bis aufs 
(rote?) Blut bekämpfen. Die 
Übersetzung ist sorgfältig, 
nur Zauberer in Magiertür- 
men haben manchmal gram- 




D 



ieses etwas schwer- 
blütige Rundenstra- 
tegiespiel (siehe Test 
in PC Player 1/2000) orien- 



matikalische Probleme, was 
aber kaum stört. Angenehm 
auch die Sprachausgabe des 
Vorspanns, in der ein pas- 
sabler Sprecher eine ange- 
messene Prise Ergriffenheit 
zeigt. 

Wie Sie an der Versions- 
nummer erkennen können, 
haben die fleißigen Program- 
mierer von Triumph Studios 



noch etliche Patches einge- 
fügt, was sich auch deutlich 
aufs Spielgeschehen aus- 
wirkt. Sehr lobenswert, (uh) 



[JSPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS 7 ! 



UDO HOFFMANN 

Das große Manko unserer ersten Testversion 
(miserable K.l.) ist weitgehend behoben. Auf der 
strategischen Karte versteht es Kollege Compu- 
ter nun, seine Kräfte zu bündeln und startet ab 
und zu aggressive Gegenangriffe. In taktischen 
Kämpfen (Stadtverteidigung) stürmt er leider 
immer noch unmotiviert aus den Stadtmauern. 
Insgesamt aber ist die Schlacht ums Elfenreich 
jetzt deutlich herausfordernder als noch ehe- 
dem und verlangt für jeden Zug angestrengtes 
Grübeln. Im Ver- 
bund mit der PRO & CONTRA 



meist guten Über- 
setzung haben wir 
die Wertung des- 
halb um drei Punk- 
te erhöht. 



O Gut übersetzt 
O Verbesserte K.l 



O Etwas umständliche 
Bedienung 



H 

indliche 



Action-Rollenspiel für Einsteiger und Fortgeschrittene 



Nox 



■ Hersteller: Westwood/Electronic Arts ■ Testversion: 
Beta vom Februar 2000 ■ Betriebssystem: Windows 
95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 32 (Netz- 
werk, Internet) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Mini- 
mum: Pentium/200 MMX, 48 MByte RAM ■ Hardware, 
Empfehlung: Pentium N/300, 64 MByte RAM 



ZWEIT-TEST 



DEUTSCHE 
VERSION 




Jack, 
Willen. 



ein gemütlicher 

Fernsehabend mit- 
samt Freundin für 
den Helden wider 



Ein versehent- 
lich des Weges 
kommendes 
Dimensionsloch 
zieht ihn in die 
Parallelwelt 
»Nox«, wo die 
hübsche Hexe He- 
cubah gerade ihre 
Pläne zur Welt- 
herrschaft aus- 
arbeitet. 

Es gibt Pro- 
gramme, die drin- 
gender einer 
Übersetzung be- 
wird in Nox doch 
gesprochen, dafür 
aber umso mehr geknüppelt. 
Schreie von Kobolden oder 
Trollen sind wie im engli- 



dürfen, 
wenig 



sehen Original, da die Mon- 
ster ja sowieso alle noxisch 
sprechen, was unübersetz- 
bar ist. Aber wo es ange- 
bracht war - erstaunte Aus- 
rufe von Passanten, Hecu- 
bahs Schmähreden bei 
Ihrem Ableben und natürlich 
sämtliche Stadt-Schilder 
und Zauberbücher - hat 



Electronic Arts eine akzepta- 
ble Übersetzung hingelegt. 
(uh) 



[JBPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS f W 



UDO HOFFMANN 

Es kann nicht schaden, die jeweilige Kapi 
Einstimmungsrede in Deutsch zu hören. Die 
Sprecher sind echte Profis, hervorheben 
möchte ich insbesondere Hecubahs Stimme, 
die Begriffen wie Größenwahn und Gehässig- 
keit überzeugend Leben einhaucht. 
Etwas schade sind kleine Grammatikfehler in 
den Monsterbeschreibungen. Ein, zwei 
Objekte hat man außerdem zu übersetzen 
vergessen. Nun ist mein Beruf aber nicht Erb- 
senzähler, deshalb __- ^^ M -p OA 
als Fazit: Wer des PRO & CONTRA 
Englischen nicht 
kundig ist, hat 
keinen Grund, 
sich über das 
deutsche Nox zu 



O Hervorragende Sprecher | 
O Sorgfältig transponiert 

O Kleine Grammatikfehler 
O Einige Objekte unüber- 
setzt 



PC PLAYER APRIL 2000 167 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Einsteiger 



Axis & Allies 

Iran Blitz Edition 




■ Hersteller: Hasbro Interactive ■ Testversion: Importversion 
1 .0.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch 

■ Multiplayer: bis 5 (Hotseat, Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - 

■ Hardware, Minimum: Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hard- 
ware, Empfehlung: Pentium/233 MMX, 32 MByte RAM 



FAKTEN 



Zweiter-Weltkrieg- 
Szenario 
Brettspiel- 
umsetzung 
5 Parteien 
Jede Kombination 
Computer - 
menschlicher 
Spieler möglich 
7 neue Szenarien 
2 neue Einheiten 
Einheiten- und 
Terrain-Editor 



Zweiter Weltkrieg 
leicht gemacht: 
Werden Sie Feldherr 
bei allen Beteiligten 
und schreiben Sie 
die Geschichte neu. 



or gut 

einem Jahr 
erschien die 
PC-Umset- 
zung des Brettspiels 
»Axis & Allies«. Nun 
gibt es den Zusatz »Iron Blitz« 
mit einigen Erweiterungen. 

Der Schachtel liegt neben der 
Original-Axis&Allies-Version eine 
zweite CD bei, von der Sie Iron 
Blitz separat installieren und spie- 
len. Generell ähnelt das Spielprin- 
zip dem Klassiker »Risiko«: Je 
mehr Ländereien Sie besitzen, 
desto höher ist die Wirtschafts- 
kraft, desto mehr Truppen können 
Sie ausheben. Jede Einheit hat 
einen Angriffs- und Verteidigungs- 
wert, und bei einer Konfrontation 
rollen die Würfel. Dem Ergebnis 



fi,^' 



Wichtige Ereignisse wie 
etwa Siege werden mit 
kleinen Videoschnipseln 
unterlegt. 



MARTIN SCHNELLE 

Auch in der Iron-Blitz-Edition bleiben 

teile von Axis & Allies erhalten. Der E 

leicht, das Spiel selbst kurzweilig. Leider tappt die 

Künstliche Intelligenz selbst auf der höchsten Stufe noch 

in simpel vorbereitete Fallen und ersetzt menschliche 

Mitspieler nur mangelhaft. Außerdem ist am Spielablauf 

mit der Zusatz-CD nichts geändert worden: Nach wie 

vor sieht die Karte genauso aus und sogar die Musik i 

Videos sind exakt gleich. Falls Sie simple Strategies 

chen mögen und 

Axis & Allies noch PRO & CONTRA 

nicht haben, ist 

Iron Blitz ein Fall 
für Sie. Alle ande- 
ren sollten vor 
dem Kauf noch 
einen zweiten 
Blick auf das Pro- 
gramm werfen. 



O Schnelles Spielchen 

für zwischendurch 
O Leichter Einstieg 



O Immer noch miese Kl 
O Wenig Neuerungen 



entsprechend gewinnen 
oder verlieren Sie. 

Vor 60 Jahren ... 

... kämpften fünf Natio- 
nen um die Vormacht- 
stellung in der Welt. 
Außer dem Original- 
Brettspiel können Sie 
sieben Szenarien aus- 
wählen. Hier starten Sie 
auf Wunsch bereits 1939 
und müssen als Deut- 
scher zunächst die be- 
kannt folgenschweren Eroberun- 
gen in Angriff nehmen. Oder Sie 
heizen den Kalten Krieg an, bei 
dem Deutschland, Russland und 
Japan gegen England und Ameri- 
ka dafür sorgen, dass es heiß her- 
geht. Zwei neue Einheiten, der 
Zerstörer und der Marine, erhöhen 
die Komplexität, außerdem lassen 
sich nun Terrain wie Einheiten edi- 
tieren und vor dem eigentlichen 
Spiel nach Wahl sogar Bündnisse 
schließen, (mash) 




JSPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 40 

Sound 40 

Einstieg 80 

Komplexität 30 

Steuerung 80 

Multiplayer 70 



PIELSPASS 



168 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Rennspiel für Einsteiger 



Sportspiel für Einsteiger 



Extreme Wintersports 

■ Hersteller: Head Games ■ Testversion: Importversion 1.0 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multi-play- 
er: bis vier (Modem, Netzwerk) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: 

Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/200, 
32 MByte RAM 



E 



in großer Misthaufen 
riecht nicht besser 
als drei kleine. Eher 
schlimmer. Beweis: die drei 
Wintersportarten Ski-, 

Snowboard- und Schneemo- 
bilfahren von »Extreme Win- 
tersports«. 

Die Snowboardfahrerei ist 
eine abgespeckte Variante 
(weniger Spiel-Modi) des 
mittlerweile ein Jahr alten 
»Snow Wave«, die beiden 
anderen Design-Unfälle be- 
dienen sich der gleichen Gra- 
fik-Engine und spielen sich 
auch fast identisch. Ebenfalls 
übereinstimmend mies ist 
die geringe Sichtweite, eine 
unzuverlässige Steuerung 
und die detailarme Mager- 
grafik. Der nervige Sound- 
track (gerade mal ein sich 
ständig wiederholendes 




Michelle Kwan 
Figure Skating 

■ Hersteller: Gonzo Games/Electronic Arts ■ Testversion: Verkaufsver- 
sion 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch 

■ Multiplayer: - ■ 3D-Graf ik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pen- 
tium/200, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/300, 
64 MByte RAM 



B 



Lied) und die penetrante 
Werbeberieselung bekräfti- 
gen den Entschluss, diese CD 
fortan nur noch als Klorollen- 
Stütze zu nutzen, (uh) 



HEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS 24 



eim realen Eislaufen 
zu oft auf den Hintern 
gefallen? Probieren 
Sie den Sport mal virtuell. 

Im mitgelieferten Gen- 
Labor kreieren Sie Ihre per- 
sönliche Eisprinzessin. Dazu 
wählen Sie verschiedene 
Körper, Kleidchen und kön- 
nen sogar Ihr eigenes 
Gesicht einscannen. Dann kli- 
cken Sie im entsprechenden 
Menü Ihre Kür zusammen. 
Das Spiel selbst entsetzt aber 
auch totale Computer-Laien: 
Sie müssen lediglich zur 
rechten Zeit die Maustaste 
drücken, damit Ihre Figur bei 
Kunststückchen nicht auf den 
vier Buchstaben landet. Bei 
derart wenig Interaktion 
trösten auch die netten 




Na, ob da die Eisfläche 
hält? Jedenfalls tanzt die 
dralle Magd recht gut. 



Animationen nicht über eine 
spieltechnische Nullnummer 
hinweg, (dk) 



ZEPLAYER 

WERTUNG 



Strategiespiel für Einsteiger 



Metal Knight 

■ Hersteller: Overmax Studio ■ Testversion: Verkaufsversion 1.0 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multiplayer: 
bis 3 (Modem, Netzwerk) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: 

Pentium/100, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/166, 32 
MByte RAM 




Zurück in die Zukunft. 
Die eifrigen Designer 
des Echtzeit-Strate- 
giespiels »Metal Knight« brü- 
teten an Ideen, mit welchen 
interaktiven Unterhaltungs- 



möglichkeiten sie 

al dem neuen Jahr- 
I tausend am ehes- 
ten gerecht wer- 
den. 

Hm, Zukunft? 
Was könnte man da 
machen? Viele, 
viele Roboter 
wäre doch eine tolle 
Idee für ein Echtzeit- 
Strategiespiel ... 

Und da hinter 
Robotern meist 
auch menschliche 
Wesen stecken, suchen Sie 
sich am Anfang eine von drei 
verschiedenen Gruppen aus. 
Als da wären: die gute Earth 
Union, das aggressive Fire 
Hawk Corps oder die futuris- 



tischen Cyber-Anarchisten 
von Empire of Adonia. 
Schließlich stehen Sie dann 
endlich da mit Ihren Robo- 
tern. Ihre metallischen Freun- 
de ballern auf Wunsch alles 
aus dem Weg, was Ihnen 
irgendwie auf die Nerven 
geht. Die anderen rostigen 
Restbestände der volkseige- 
nen Armee basteln auf Befehl 
nette Gebäude, wie Kraftwer- 
ke und Roboterfabriken. Das 
Getümmel läuft so lange, bis 



Sie oder Ihr Gegner reif für 
die Metallverwertung sind. 
Hat der Spieletester jetzt 
ein Dejä-Vu-Erlebnis oder 
gab es nicht schon mal ein 
oder zwei Spiele in ähnlicher 
Form? (dk) 



[JSPLAYER 

WERTUNG 



SIEI 



^ DAMIAN KNAUS 



Bei Metal Knight gewinnt man den Eindru 
Designer konnten beim Abkupfern die Handschrift 
der Konkurrenz nicht richtig entziffern: Die schlecht 
animierten Roboter-Einheiten bewegen sich wie ein 
Schwärm verhaltensgestörter Fliegen über den 
Monitor und wenn ich die triste Landschaft so sehe, 
frage ich mich, warum um dieses Gebiet eigentlich 



gekämpft werden 
soll. Kleiner Tipp: 
Schalten Sie den 
Monitor aus und 
erfreuen Sie sich 
am Soundtrack. 


PRO & CONTRA 


O grausige Grafik 
| O primitives Spiel | 







PC PLAYER APRIL 2000 169 



SPIELE-TEST 



Wirtschaftssimulation für Fortgeschrittene und Profis 



Flughafen 
Manager 



■ Hersteller: Krisalis/Take 2 Interactive ■Testversion: Verkaufsversion 1.0 ■ Betriebs- 
system: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: 

Direct3D, Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 16 MByte RAM ■ Hardware, 

Empfehlung: Pentium/350, 64 MByte RAM, 3D-Karte 

Abenteuer Airport: Beim Verwalten 
Ihres Flughafens sind Verspätungen 
und schwindende Finanzen Ihre Feinde. 



FAKTEN 



Etwa 20 Gebäude 
3 Schwierig- 
keitsgrade 
Wirtschafts- 
simulation mit 
Aufbauelementen 
Unterschiedliche 
Witterungs- 
bedingungen 
Abschaltbare 
Katastrophen 
Sie können sich 
auf Passagier- 
oder Frachtflüge 
spezialisieren 



Die Eisenbahn ist out. 
Heute fliegt der Mann 
von Welt. Und da sich 
in den letzten Jahren 
immer mehr Himmelstürmer in 
die Lüfte erheben, lässt sich doch 
bestimmt mit einem lauschigen 
Airport eine schnelle Mark 
machen. 

Mit stattlichem Startkapital 
suchen Sie sich zunächst einen 
Platz irgendwo auf dieser Welt 
aus. In kleinen Ländern, steigt 
intern höchstens mal eine mickri- 
ge Propellermaschine in die Lüfte. 
Jedoch hat ein attraktiver Stand- 
ort natürlich seinen Preis. Im Bau- 
Menü picken Sie sich dann die 
nötigsten Gebäude heraus. Sehr 
empfehlenswert für einen Flug- 




hafen ist 
eine Start- 
und Lande- 
bahn. Hier 
gilt, je län- 
ger, desto 
teurer, dafür 
aber können 
dann auch 
noch größe- 
re Flieger Ihrem kleinen Reich 
einen Besuch abstatten. Je nach- 
dem, ob Sie einen Fracht-, einen 
Passagier-Flughafen oder beides 
haben möchten, müssen Sie 
auch entsprechende Gebäude 
hinstellen. Ein Terminal ist zum 
Befördern von Fluggästen uner- 
lässlich. Schon bald trudeln die 
ersten Angebote der Fluggesell- 



DAMIAN KNAUS 

Was nützen mir 1200 Reiseziel 
die Möglichkeit, um den Flugh 

Sorten zu pflanzen, wenn der Spielablauf immer der- 
selbe ist. Verträge durchklicken, Terminal erweitern, 
noch mehr Verträge durchklicken, neue Startbahn 
bauen ... Da bringen auch einige Katastrophen nichts, 
die zumindest ein Minimum an Abwechslung garan- 
tieren. Hinzu kommt noch die jämmerliche Grafik, di 
wohl kurz nach der Erfindung der Propellermaschine 
erstellt wurde. 

Trotzdem: Wer PRO & CONTRA 

seine Erfolge 
gern in Diagram- 
men verfolgt und 
auch auf Statisti- 
ken abfährt, 
könnte hier viel- 
leicht seine Erfül- 
lung finden. 



O Viele Diagramme und 

Statistiken 
O Zahlreiche Bau-Optionen 

O Armselige Grafik 
O Wenig Abwechslung 



schaften ein. Reichen Ihnen die 
Einnahmen immer noch nicht, 
vermieten Sie in Ihren Terminals 
Flächen für Geschäfte oder ver- 
langen von den Passagieren 
Gebühren. Die meiste Zeit ver- 
bringen Sie damit, Ihre Fracht- 
räume und Terminals zu erwei- 
tern. Ist es Ihnen zu langweilig, 
schlagen Sie sich die Zeit mit 
zwei Szenarios um die Ohren, in 
denen Sie beispielsweise einen 
Airport komplett umstrukturieren 
müssen, ohne dass der Flugver- 
kehr darunter leidet, (dk) 



JSplayer 

WERTUNG 



Grafik 40 

Sound 70 

Einstieg 60 

Komplexität 70 

Steuerung 60 

Multiplayer - 



PIELSPASS 



170 PC PLAYER APRIL 2000 



SPIELE-TEST 



Geschicklichkeitsspiel für Fortgeschrittene und Profis 



Live Wire 

■ Hersteller: SCI ■ Testversion: Verkaufsversion 1 .0 ■ Betriebssys- 
tem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 4 (an 
einem PC, Netzwerk) B3D-Grafik: Direct3D, Glide ■ Hardware, Mini- 
mum: Pentium/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen- 
tium/200, 32 MByte RAM, 3D-Karte 



mna 




Aus der Zeit in der 
ein Brotkasten 

nicht automatisch 
ein Backwarengefäß sein 
mußte, stammt »Qix«, der 
Urahn von »Live Wire«. 

Dem am C64 zuerst 
gesichteten Spielprinzip 
vom quadratweisen Einfär- 
ben großer Schachbrettflä- 
chen hat SCI ein neues Out- 
fit verpasst. An Gitternetz- 
linien entlang düsen Sie 
mit Ihrer Spielfigur um die 
einzelnen Vierecke herum 
und bemühen sich darum, 
ein größtmögliches Areal 
mit Ihrer Farbe zu markie- 
ren und somit zu besetzen. 
Ihre andersfarbigen Gegen- 
spieler versuchen natürlich 
das Gleiche. Um gegen 
Widersacher und Widrig- 



Der Mee- 
res-Level 
ist am PC 
genauso 
kunter- 
bunt, wie 
schon vor 
einem 
Jahr in 
der Play- 
Station- 
Version. 
(640x480) 



keiten anzukämpfen, sam- 
meln Sie Waffen oder nut- 
zen die Power-Ups diverser 
Spezialfelder und akti- 
vieren Sonderfähigkeiten, 
Ventilatoren, Bomben oder 
andere Nettigkeiten. 

Im Team oder solo absol- 
vieren Sie fünf frei anwähl- 
bare 3D-Welten (Wilder 
Westen, Kirmes, Meer, All 
und Gruselwelt) mit insge- 
samt 50 Leveln, wahlweise 
aus der Ego- oder Aussen- 
perspektive. 
(Monika Lechl/ra) 



HSplayer 

WERTUN G 

SPIELSPASS -1-1 



MONIKA LECHL 

Quadratisch - hektisch - Wut: 
lautete mein Motto nach wenigen ivunuien Live 
Wire. Selbst in herabgesetzter Geschwindigkeit 
artet das Spiel durch die gewöhnungsbedürf- 
tige Steuerung in ein arges Herumgewusel zwi- 
schen vielen Objekten bei teils ungünstiger Per- 
spektive aus. Noch unübersichtlicher wird's im 
Mehrspieler-Modus am Splitscreen. Bonbongra- 
fik und Musik sind zwar ganz witzig, trösten 
aber nur leicht über steuerungsbedingte Mis- 
serfolge hin- 
weg, die selbst p RO & CONTRA 



weg, die selbst 
Joystick-Akro- 
baten ereilen. 
Eher etwas für 
frusterprobte 
Genre-Fans. 



O Schön bunt 



O Hakelige Steuerung 
O Unübersichtlich 



PC PLAYER APRIL 2000 171 



RUBRIKEN 



Diablo 








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bekämpft 






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Als Blizzard 1996 das kleine Entwickler-Team 
Condor übernahm, werkelte dieses gerade an 
einem Spiel mit den schlichten Namen »Diablo«. 



N 



ach der Veröffentlichung waren 
die Meinungen geteilt: Toll, ein 
actionreiches Rollenspiel, jubel- 
I ten die einen. Ach was, nur hek- 
tisches Dauergeklicke, reines Hack-and- 
Slay, murrten die anderen. Nichtsdesto- 
trotz entstand durch das äußerst erfolgrei- 
che »Diablo« das neue Genre »Action-Rol- 
lenspiel«. 

Der Spieler musste sich durch 16 mit 
Monstern vollgestopfte Level kämpfen, 
kleine Quests absolvieren und am Ende 
den Oberbösewicht Diablo vernichten. Der 
besondere Clou des Spiels war ein Zufalls- 
generator, der die isometrisch dargestell- 
ten Dungeons, die darin lauernden Biester, 
Waffen und Rüstungen bei jedem Spiel- 
start neu erschuf. Die Langzeitmotivation 
war somit enorm, da die Suche nach wert- 
vollen magischen Gegenständen immer 
wieder neu beginnen konnte. Viele Gegner 
hinterließen bei ihrem Ableben Gold oder 
nützliche Ausrüstung, mit denen der Spie- 
ler seine Chance steigern konnte, die 
dämonischen Attacken zu überleben. Mit 
jedem erschlagenen Monster gewann der 
Held an Erfahrung und konnte so später 
schwerere Rüstungen tragen, bessere Waf- 
fen verwenden und mächtigere Zauber 
aussprechen. Besondere Popularität er- 
langte Diablo auch durch die Möglichkeit, 



V^Hi *m.< 







5£4** 



■'S*- 



/ 



Überblick: Die Oberflächenwelt 
war klein und statisch, dafür 
hatten es die Dungeons in sich! 



mit bis zu drei anderen Gleichgesinnten 
auf Blizzards kostenlosem Internet-Server 
battle.net der Monsterhatz zu frönen. 
Getrübt wurde der Spaß allerdings durch 
Cheater, die mit übermächtigen Charakte- 
ren anderen, »ehrlichen« Spielern das 
(Über-) Leben schwer machten. Dennoch 
finden sich noch heute täglich bis zu 50 000 
Zocker für eine gemütliche Diablo-Partie im 
battle.net ein. Daher enttäuschte auch 
das von Sierra veröffentlichte offizielle 
Add-on »Hellfire« viele Fans: Es brachte 
zwar einige Neuerungen (unter anderem 
den Mönch als vierten Charakter), diese 
konnten aber leider nur im Einzelspieler- 
Modus benutzt werden. 



WUSSTEN SIE... 

... dass es auf www.glorious.de/ 
vkmods sowohl (inoffizielle!) Diablo-, 
als auch Hellfire-Modifikationen gibt? 
Beachten Sie aber unbedingt die dorti- 
gen Erläuterungen! 

... dass es Diablo und Diablo+Hellfire 
inzwischen zum Budget-Preis gibt 
(siehe auch Seite 103)? 

... dass auch Diablo-Produzent Bill 
Roper im Spiel zu hören ist (er spricht 
den Wirt Ogden!)? 



Höhere Rüs- 
tungsklasse - 
verbessertes 
Aussehen. 




Hier Diablo, klont mich! 

Einige Hersteller versuchten in 
der Folgezeit, mit mehr oder 
weniger gelungenen Diablo-Klo- 
nen im neu entstandenen Action- 
Rollenspiel-Genre Fuß zu fassen. 
Bis heute dient die Spielidee von 
Diablo vielen Titeln als Vorbild 
(»Darkstone«, »Revenant«, »Sat- 
anica«, »Nox«). Der beste Diablo- 
Nachahmer dürfte jedoch das 
von Blizzard momentan entwi- 
ckelte »Diablo 2« werden. Leider 
verschiebt sich der Erscheinungs- 
termin des Kultspiel-Nachfolgers 
immer weiter nach hinten - oder 
auch nicht (Lesen Sie auch Seite 
48). Bis dahin können sich Fans 
aber mit Diablo-Modifikationen 
(siehe Extrakasten) die Zeit ver- 
treiben. Neue Grafiken, Monster 
und geänderte Waffe nattribute 
lassen jeden Diablo-Veteranen er- 
neut mit Freude durch die düste- 
ren Dungeons ziehen, (st) 



Diablo 



■ Erstveröffentlichung: 1996/1997 

■ System: PC, PlayStation 

■ Hersteller: Blizzard Entertainment 

■ Historisch wertvoll, weil ... 

... Diablo das Genre Action-Rollen- 
spiel begründet und die Spielidee 
noch heute für viele Neuerschei- 
nugen Pate steht. 





m- 




172 PC PLAYER APRIL 2000 



RUBRIKEN 



Budgets & Spielesammlungen 




Sparschwein 

Knapp bei Kasse? Schonen Sie Ihren Geldbeutel und 
werfen Sie einen Blick auf unsere Billigheimer des 
Monats. Weitere Spartipps finden Sie übrigens in 
unserem Schnäppchen-Special auf Seite 96. 



Friedliche 
Flieger 




Der 
Rake- 
tenwer- 
fer 

bleibt 
hier 
kalt: 
Flight 
Unlimi- 
ted 2. 



icht jeder, der auf dem Computer 
gerne Flugzeuge steuert, will unbe- 
dingt mit dreifacher Schallgeschwin- 
digkeit böse Buben ins Jenseits befördern. 
Flight Unlimited 2 von Eidos bietet Ihnen 
die Möglichkeit, mit einer Propellermaschine 
friedlich über fotorealistische 1 1 000 Qua- 
dratmeilen der San Francisco Bay Area zu 
schweben. Nicht Raketen oder Maschinen- 
gewehre bereiten Ihnen Probleme, sondern 
plötzliche Wetterwechsel. Hobbypiloten 
schwingen sich für 20 Mark in die Lüfte. 



N 



Gleich drei Sier- 
ra-Titel: Nascar 
Racing 1999 Edi- 
tion, 3D Ultra 
Pinball Creep 
Night und Lei- 
sure Suit Larry 7. 



Virnrnm 





Angegrautes 
Oldie-Trio 



Sierra knallte uns in diesem Monat gleich drei Titel ins Sparschwein: 
Am aktuellsten ist die Nascar Racing 1999 Edition. Technisch 
etwas angegraut, bietet das Rennspiel zwar die Fahrer und Kurse 
der 98-er Saison, dafür nur 3Dfx-Karten-Unterstützung. Auch etwas älter, 
aber mit mehr Spielspaß kommt die Flipper-Simulation 3D Ultra Pinball 
Creep Night daher. Sie hält sich zwar nicht genau an physikalische Geset- 
ze, bietet dafür aber einige Ideen, die man sonst nicht von Flippern erwar- 
tet. Schließlich macht Leisure Suit Larry im Comic-Adventure Yacht nach 
Liebe. Alle drei Titel sind für jeweils 20 Mark zu haben. 



Antike Völker 



■ dieH 

SIEDLER 




GOLD ? 

EDITION _L 



Der deutsche Aufbau-Hit mit 
allen Missionen: Die Siedler 
3 Gold Edition. 



Vor knapp einem Jahr 
brach in Deutschland 
erneut das Wuselfieber 
aus. Die knuddeligen Männchen 
aus »Die Siedler 3« eroberten 
im Nu die Herzen der Spieler. 
Das brachte Blue Byte natürlich 
dazu, dem Spiel zuerst eine Mis- 
sions-CD und kurz danach ein 
viertes, diesmal weibliches Volk 
nachzureichen. Nun gibt es alle 
Stämme zusammengeschnürt in 
Die Siedler 3 - Gold Edition. 
Für den stolzen Preis von etwa 
110 Mark gibt es noch als Bon- 
bon 70 neue Karten, ein siedler- 
typisches Windows-Theme, 
sowie ausführliche Tipps und 
Tricks zu allen Kampagnen, (dk) 



Die Römer 
kommen 




K; 



napp ein Jahr 
hat die antike 
Aufbausimula- 
tion Caesar 3 auf dem 
Buckel. Als römischer 
Stadthalter haben Sie 
die Aufgabe, aus dem 
Nichts eine florierende 
Siedlung zu errichten. 
Dabei gilt es durch ent- 
sprechende Bauten, Ihre 
Götter bei Laune zu hal- 
ten, da die ansonsten 
schon mal für uner- 
wünschte Katastrophen sorgen. Für knapp 50 
Mark können Sie das SimCity im Mittelalter käuf- 
lich erwerben. 



174 PC PLAYER APRIL 2000 



RUBRIKEN 




Sex am PC. Ha, rein- 
gefallen. War ja klar, 
dass Sie diesen Satz 
nicht einfach über- 
sehen konnten. 



E 



rotik im deutschen Fernse- 
hen bekannte spätestens mit 
der Verbreitung des Kabel- 
fernsehens endlich Farbe. 
Nun wurde endlich unterm Dirndl 
gejodelt und die Erotik-Spielshow 
Tutti Frutti bewies eindrucksvoll, 
dass sich Euro-Stumpfsinn nicht 
unbedingt auf die EU-Bürokratie 
beschränken muss. 

Doch dann kam eine Sendung, die frus- 
triert verheiratete Frührentner einmal die 
Woche dazu brachte, nicht nach der Tages- 
schau ins Bett zu gehen: das Erotikmagazin 
»Peep«. Der Göttergatte legte den zur Tar- 
nung aufgeschlagenen Spiegel zur Seite, da 
er seine Hände für andere Tätigkeiten - 
ähem, etwa Bier trinken - benötigte. Zuerst 
bewies eine alternde Düse namens Aman- 
da Lear, dass Blondinenwitze nicht auf Vor- 
urteile beruhen müssen. Ihre Nachfolgerin, 
Bohlens Verflossene Verona Feldbusch, 
unterstrich, dass auch dunkelhaarige weib- 
liche Wesen gelegentlich Schwierigkeiten 
mit der deutschen Spra- 
che haben. »Schlimmer 
geht's nimmer.«, dachte 
sich so mancher Germa- 
nistik-Student im neun- 
zehnten Semester. Doch 
er sollte sich irren. Dieter Bohlen bastelte 
schon vor Feldbusch an einem Roboter 
herum. In Verbindung mit intensiver UV- 
Bestrahlung und jeder Menge Silikon trat 
Busenwunder Nadja »Naddel« Abdel Far- 
rag ins Rampenlicht. Angesichts von Nad- 
dels Auftritten kamen die Zuschauer schnell 
zu der Einsicht, dass Veronas Leistungen so 
schlecht nun auch wieder nicht waren. 

Während »Peep-Matz« Verona es noch 
fertig brachte, die Mängel der Erotik-Show 
mit ihrem geschickt inszenierten Dumm- 
chen-Getue zu übertünchen, brachte das 
raubauzige Gesülze von Naddel die Sen- 
dung erst so richtig ins Quotentief. Aber es 
soll ja noch Peep-Fans mit Computern 
geben. Eventuell hatte sogar Naddel selber 



Peep, Peep, 

ich hab dich lieb 




»Man wartet 
vergebens auf 
Naddel-Fleisch.« 



diesen genialen Einfall. Vielleicht steckte ihr 
aber auch Dieter, dass Computer irgendwie 
cool sein müssen. Lässt sich doch so eine 
Multimedia-CD teurer verkaufen als die 43. 
Auskopplung von »You're my Heart, you're 
my Soul«. Also war die Geburtsstunde der 
Peep CD-Kollektion 
beschlossene Sache. 
Jedoch enthält das Pro- 
gramm nicht den sexis- 
tischen Inhalt, den man 
sich von einem Titel mit 
diesem Namen erhofft hatte. Noch nicht 
einmal im intergrierten Glücksrad-ähn- 
lichen Knobelspiel tauchen irgendwelche 
schweinischen Begriffe auf und auch beim 
Schiebepuzzle wartet man vergebens auf 
nacktes Naddel-Fleisch. 

Voller Hoffnung machte sich der Tester 
ans Geschicklichkeitsspiel. Nachdem er sei- 
nen Namen eingegeben hatte, ertönte Nad- 
dels Stimme aus dem PC-Lautsprecher: 
»SEX ... hahahahaha« Der Pulsschlag ver- 
dreifachte sich. Alle weiblichen Future-Mit- 
arbeiter (ja, es gibt tatsächlich welche) 
waren für den schüchternen Redakteur auf 
einmal bedeutungslos. Sollte dieser 
schlichte Kommentar etwa eine direkte Auf- 
forderung sein? Hat Naddel (schon dieser 



Name!) vielleicht eine Standleitung zum PC 
des besagten Redakteurs aufgebaut? Was 
passierte wohl als Nächstes? Es flogen 
Handschellen, Peep-Logos und andere selt- 
same Symbole über den Monitor, die man 
mit einer Mülltüte auffangen durfte. Also 
eigentlich stellten wir uns etwas anderes 
vor. Etwa ein Spiel, bei dem man Naddel 
ein wenig echten Sex-Appeal verpassen 
darf. Oder die Simulation: wie verteile ich 
effizient fünf Kilo Silikon. Aber da wir uns 
sowieso im Zeitalter der Fortsetzungen 
befinden, wären das doch Ideen für das 
»Spiel« Peep 2. Dies kommt so sicher wie 
ein Kurzschluss in Naddels Elektronik, (dk) 



I Hersteller: United Software 

I Preis: ca. 60 Mark 

I Hardware, Minimum: Pentium/133, 
32 MByte RAM, Windows 95/98 

I Praktischer Nutzen: Endlich versteht man 
Dieter Bohlens Einstellung zu Frauen. 

I Originalitätsfaktor: Naddel sagt »Sex«. 
Das ist doch schon enorm. 

I Mögliche Folgeschäden: Integriert die Wör- 
ter Peep und Naddel fest in Ihr Vokabular. 

I Das PC-Player-Fazit: Peep im Fernsehen ist 
schon furchtbar genug. 



PC PLAYER APRIL 2000 175 



HARDWARE 



Was tun, 
sprach Zeus 



Wir kennen das: Bei der Anschaffung JOCHEN RIST 
eines neuen PCs locken die Angebote der Großhandels- 
ketten. Da gibt es dann ein Komplettsystem für gerade 
einmal 2000 Mark, das dem Nachbarn mit High-End-Kiste 
Mecker-Töne entlockt. Musste er doch circa 4000 Mark für 
seinen Rechner berappen, der oberflächlich betrachtet 
beinahe dieselben Eigenschaften aufweist. Da scheint 
doch Kandidat Nummer eins eindeutig besser wegzu- 
kommen - oder etwa nicht? 

Zwar ist er mit seiner neuen Kiste anfangs glücklich - 
doch fängt das Dilemma frühestens beim Einbau weiterer 
Komponenten an. Denn die Billig-Anbieter nehmen sich 
oft das Recht heraus, am falschen Ende Geld zu sparen. 
So stapft man in den Laden - kauft weitere Speicher-Bau- 
steine, eine zusätzliche Festplatte und ein GeForce-256- 




Komplettsystemene sind zwar günstig, doch es geht 
nichts über einen selbst zusa mm gebastelten PC. 

Schlachtross. Zuhause angekommen benötigt man erst 
mal einen Schraubenzieher nach US-Norm, da mit einem 
Kreuzschlitz-Dreher hier nicht viel anzufangen ist. Na gut 
- doch der Wahnsinn fängt erst an: Alle Speicherbänke 
sind besetzt, die neue Festplatte arbeitet mit UDMA/66, es 
fehlt also das passende Kabel - und zu guter Letzt sitzt die 
vorhandene Grafikkarte fest »on Board«. Argh! 

Derweil baute Kandidat Nummer zwei munter seine 
einzeln zusammengekauften High-End-Prachtstücke 
zusammen. Unterm Strich stellen ein 800-M Hz-Athlon- 
Prozessor, 256 MByte RAM, 10x-DVD-Laufwerk, Bi^ 
Tower und eine GeForce-256-DDR-Grafikkarte für Kandi- 
dat eins keinen großen Unterschied dar. Doch für Kandi- 
dat zwei ist das der Himmel auf Erden. Nach getaner 
Arbeit schaltet er seinen Liebling ein und - die Kiste piepst 
wie ein angeschossener Vogel. Argh! 

Sie sehen also: Beide Ansätze bringen ihre Vor- und 
Nachteile mit sich. Während ein bereits zusammengebau- 
ter Billig-PC problemlos läuft, benötigt ein kostspielig 
zusammengestelltes System Fingerspitzengefühl und 
etwas Erfahrung. Doch später kämpft Kandidat Eins mit 
Aufrüstungs-Hürden, wobei Kandidat Zwei sein ausge- 
reiftes System genau 

kennt und fröhlich aus- * S~\ . 

baut. Ich empfehle (.. | Ziy ] 

Ihnen den Weg von Kan- t \0V<* ' S 

didat zwei zu wählen. V7 



Aktuelle Kauftipps der Redaktion 

Hardwa 

Konkrete Tipps für die PC-Aufrüstung: 



Die momentan beste 
Grafikkarte für Spie- 
ler ist seit dieser 
Ausgabe die V6800 Deluxe 
von ASUS. Dank reichhalti- 
ger Ausstattung (3D-Brille, 
TV-Ausgang, großes Soft- 
warepaket, Übertaktungs- 
Utility) erntete sie die Spit- 
zenwertung von 94 Prozent 
und positionierte sich an 
oberster Stelle auf dem 



Boxen 






High-End-Gerät 

■ Creative Desktop Theater 5.1 

■ Ca. Preis: 480 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 3/99 

DVD- Laufwerk 




High-End-Gerät 

■ Toshiba SD-M 1212 

■ Ca. Preis: 240 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 6/99 



Monitor 




High-End-Gerät 

■ Samsung Syncmaster 950p 
(19-Zoll) 

■ Ca. Preis: 950 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 4/2000 



Grafikkarten-Schlachtfeld. 
Im Mäuse-Lager warten wir 
gespannt auf die Intelli- 
Mouse Optical von Micro- 
soft, die die IntelliMouse 
Explorer ablösen soll. Mit 
kleinerem Umfang ist der 
optische Nager jetzt auch 
für Linkshänder geeignet. 
Wahrscheinlich testen wir 
die neue High-End-Maus in 
der nächsten Ausgabe. 




Preis-Tipp 

■ Creative PC Works 
Four Point Surround 

■ Ca. Preis: 160 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 3/99 



f. Das SD-M 1212 
von Toshiba ist 

gleichzeitig unser 
Preistipp, da es das günstig- 
ste Laufwerk im Test war. 

Preis-Tipp 

■ Toshiba SD-M 1212 

■ Ca. Preis: 240 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 6/99 





Preis-Tipp 

■ Videoseven N95S (19-Zoll) 

■ Ca. Preis: 740 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 4/2000 



176 PC PLAYER APRIL 2000 



HARDWARE 



re Hitliste 

unsere Käufern pf eh lungen in den wichtigsten Hardware-Kategorien. 



2D/3D-Beschleuniger 




High-End-Gerät 

■ Asus AGP-V6800 Deluxe 

■ Ca. Preis: 660 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 4/2000 

CD-Recorder 



ft [XVVFfflEltS^ 




Preis-Tipp 

■ Voodoo 3 3000 

■ Ca. Preis: 300 Mark 

■ Getestet in: 
Ausgabe 2/2000 




High-End-Gerät 

■ Plextor PX-W82207T 

■ Ca. Preis: 800 Mark 

■ Getestet in: - 



Preis-Tipp 

■ Mitsumi FX4820 

■ Ca. Preis: 100 Mark 

■ Getestet in: - 



Maus 





High-End-Gerät 

■ MS IntelliMouse Explorer 

■ Ca. Preis: 130 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 11/99 



Soundkarte 



Preis-Tipp 

■ Microsoft Basic Mouse 

■ Ca. Preis: 50 Mark 

■ Getestet in: - 





High-End-Gerät 

■ Creative Labs 
Soundblaster Live Plantinum 

■ Ca. Preis: 450 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 1/2000 



Preis-Tipp 

■ Creative Labs Sound- 
blaster Live Player 1024 

■ Ca. Preis: 150 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 3/98 



High-End-Gerät 

■ Microsoft Sidewinder 
Precision Pro 

■ Ca. Preis: 110 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 2/98 



Preis-Tipp 

■ Logitech Wingman 
Attack 

■ Ca. Preis: 40 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 2/2000 



Game 




High-End-Gerät 

■ Logitech Wingman Gamepad 

■ Ca. Preis: 50 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 11/99 




Preis-Tipp 

■ Saitek PI 20 

■ Ca. Preis: 20 Mark 

■ Getestet in: 
Ausgabe 3/2000 



Force-Feedback-Lenkra< 




High-End-Gerät 

■ Saitek R4 Force Wheel 

■ Ca. Preis: 400 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 5/99 



Preis-Tipp 



I Act Labs Force RS 
Racing System 
I Ca. Preis: 250 Mark 
I Getestet in: Ausgabe 5/99 



Lenkrad 



High-End-Gerät 

I Thrustmaster NASCAR Pro 

Digital 
I Ca. Preis: 200 Mark 
I Getestet in: Ausgabe 2/2000 



Preis-Tipp 

■ Fanatec Monte Carlo 

■ Ca. Preis: 100 Mark 

■ Getestet in: Ausgabe 4/99 



PC PLAYER APRIL 2000 177 



HARDWARE 



Vergleichstest: 19-Zoll-Monitore 




Mittlerweile haben 19-Zoll-Monitore die 17-Zoll- 
Generation als Einstiegs- und Aufstiegsklasse 
verdrängt. Wir verglichen die aktuellen Modelle 
miteinander und trennten die Spreu vom Weizen. 



N 



ormalerweise läuft es folgen- 
dermaßen ab: Der alte 15-Zöller 
hat langsam aber sicher ausge- 
dient, da das Signalkabel be- 
schädigt, die Darstellung unscharf und 
sowieso andauernd falsche Farben ange- 
zeigt werden. 

Höchste Zeit also für die Anschaffung 
eines neuen Monitors. Vielerorts wird 
dabei jedoch nur auf die Bildschirmdiago- 
nale geschaut und gedacht: Ha, 19-Zoll, 
der ist so groß - das kann nur ein guter 
Monitor sein. Und da hat man sich schnell 
getäuscht. Ganz wichtig ist es, dass Sie 
sich nach Möglichkeit schon vorher infor- 
mieren, für welches Modell Sie sich ent- 
scheiden. Denn beim Händler kann es 
sein, dass die Monitore erstens alle an 
einer Verteilerbuchse hängen - was die 
Darstellungs-Qualität verfälscht - und 
zweitens über eine Grafikkarte laufen, die 
gerade mal unter der Auflösung 800 x600 
bei schlappen 60 Hz Bildwiederholfre- 
quenz schuftet. Am besten also, Sie lassen 
sich einen neuen Monitor aus dem Lager 



dahertragen, auspacken und an einem 
anschließend dafür konfigurierten Rech- 
ner vorführen. 

So haben wir getestet 

Für den Test wurden alle Monitore per D- 
Sub-Kabel an eine Matrox Millennium G400 
MAX (360 MHz RAMDAC) angeschlossen. 
Als Testsystem diente ein Pentium III mit 
ASUS P2B-F Mainboard. Unter der Auflö- 
sung von 1152 x864 Bildpunkte testeten wir 
die Monitore bei einer Wiederholfrequenz 
von 100 Hz. Wir verwendeten das Monitor- 
Testprogramm von Mitsubishi, das mit 
einer Vielzahl an Testabschnitten aufwartet. 
So ist es möglich, die Farbdarstellung mit 
den Grundfarben und insbesondere 
Schwachstellen auf weißem Hintergrund 
ausfindig zu machen. Die Helligkeit und der 
Kontrast sind ebenfalls überprüfbar - mit 
dem Unterschied, dass sich alle Monitore 
im Test genügend aufhellen ließen, so dass 
wir mit jenen Einstellungen zufrieden 
waren und sie nicht weiter in den Test ein- 
brachten. Weiterhin testeten wir die Model- 




Mit dem Testprogramm von Mit- 
subishi förderten wir die Schwach- 
stellen der 19-Zoll-Monitore ans 
Tageslicht. Hier testen wir gerade 
die Konvergenz. 



le auf ihre Geometrie-Eigenschaft. Wer- 
den die Ecken korrekt dargestellt oder ist 
etwa eine Verzerrung zu sehen? Und kann 
sie überhaupt entfernt werden? Dazu 
kommt der Konvergenz-Test, in dem wir 
checken, ob die einzelnen Linien der Pri- 
märfarben genau übereinander liegen. War 
das nicht der Fall, gab's natürlich Abzug in 
der Wertung. Doch vorher versuchten wir 
den Monitoren solche Mätzchen mit ihrem 
On-Screen-Display (OSD) auszutreiben. 
Einen ganz wichtigen Aspekt stellte die 
Bildschirm-Schärfe dar. Dazu wurde ein 
kleiner schwarzer Text durchgehend auf 
weißem Hintergrund gezeigt. Gerade in 
diesem Test hatten ein paar Modelle mit 




Es geht doch nichts über eine 
scharfe Darstellung. Mit dem klei- 
nen schwarzen Text auf weißem 
Hintergrund kamen wir Schwach- 
stellen schnell auf die Schliche. 



kleineren Problemen zu kämpfen. Im 
Moire-Test wurden viele feine senkrechte 
und waagrechte Linien dargestellt. Da auch 
sehr gute Monitore bei solchen Darstellun- 
gen ihre Schwierigkeiten haben, ist Schlie- 
renbildung das Resultat. Doch inzwischen 
gibt es in den On-Screen-Displays eine 
Moire-Option, mit der Sie solche Anwand- 
lungen aus dem Weg räumen. Trotzdem ist 
bei vielen Monitoren das Moire entweder 



178 PC PLAYER APRIL 2000 



HARDWARE 



nur teilweise entfernbar oder überhaupt 
nicht. Zu guter Letzt testeten wir noch die 
Stabilität. Dabei ließen wir jedoch nicht 
den Monitor auf den Boden plumpsen, son- 
dern überprüften, ob das Gerät bei einem 
raschen Übergang von Schwarz nach Weiß 
anfängt zu »pumpen«. Alle bisherigen Test- 
Abschnitte flössen in die Leistungs-Bewer- 
tung, der wir die höchste Gewichtung 
zukommen ließen. 

Weniger einflussreich, aber dennoch 
wichtig bewerteten wir die Ausstattung. 
Gab es hier einen zusätzlichen BNC-Ein- 
gang, ein abnehmbares Signalkabel (wich- 
tig für Spieler, die oft ihren Monitor trans- 
portieren) und noch eine Treiber- Diskette 
oder -CD, konnte der entsprechende Moni- 
tor natürlich weitere Pluspunkte ernten. 
Auch einen Blick ins Handbuch ließen wir 
uns nicht nehmen. Und in der Kategorie 
Ergonomie überprüften wir, wie gut sich 
das On-Screen-Display bedienen lässt. 
Muss man sich bis zur gewünschten Ein- 
stellung erst durch drei Ebenen schlagen, 
hinterlässt das einen bitteren Beige- 
schmack, (jr) 



Auszug aus dem Monitor-Duden 




Auch Geometrie-Probleme wurden 
dank des Mitsubishi-Programms 
schnell aufgedeckt. 



Bildwiederhol- 
frequenz 

Diese Zahl gibt an, wie oft 
das Bild pro Sekunde auf 
dem Monitor aufgebaut wird. 
Bei 85 Hz wirkt das darge- 
stellte Bild absolut stabil. 

BNC-Stecker 

Eine weitere und qualitativ 
bessere Art, um den Monitor 
an den PC anzuschließen. Ein 
BNC-Monitorkabel besitzt auf 
einer Seite fünf rundliche 
BNC-Stecker. Davon sind drei 
für die Primärfarben Rot, 
Grün und Blau und zwei Ste- 
cker für die vertikale und 
horizontale Synchronisation 
vorgesehen. 

CRT-Monitor 

Das Herz eines CRT-Monitors 
ist die Kathodenstrahlröhre. 
Sie erzeugt einen Elektronen- 
strahl, der über den gesam- 
ten Bildschirm-Frontbereich 
flitzt und dabei Phosphorele- 
mente zum Leuchten bringt. 
Die Beschichtung setzt sich 
aus drei Leuchtstoff-Elemen- 
ten zusammen, die beim Auf- 
treffen der drei unterschied- 
lichen Elektronenstrahlen 
entweder rot, grün oder blau 
(RGB) aufleuchten. Durch 
Mischen der drei Farben ist 
jede Farbe (Echtfarbendar- 
stellung) darstellbar. 

Degauss 

Englische Bezeichnung für die 
Entmagnetisierung des Bild- 
schirms. Da sich Monitore mit 
derZeit magnetisch aufladen, 
wodurch sich die Bild-Qualität 
verringert, besitzen alle getes- 
teten Monitore eine Funktion 
zum Entmagnetisieren. Dies 
wird auch automatisch beim 
Einschalten des Bildschirms 
durchgeführt. 



D-Sub-Stecker 

Der gewöhnliche Monitor-Ste- 
cker. Auf beiden Seiten des 
Kabels gibt es nur einen Ste- 
cker. Die Bildqualität ist bei D- 
Sub-Steckern etwas schlech- 
ter, als beim BNC-Kabel - ins- 
besondere dann, wenn Sie 
noch ein Verlängerungskabel 
dazwischenklemmen. 

Konvergenz 

Die Konvergenz gibt an, wie 
die Elektronenstrahlröhren 
bei Erzeugung der Primärfar- 
ben exakt zusammenarbei- 
ten. Um beispielsweise einen 
dünnen weißen Strich darzu- 
stellen, müssen alle drei 
Strahlen genau übereinander 
liegen. Stimmt die Konver- 
genz nicht, erkennt man 
einen leichten Schatten 
neben dem Strich, und der 
Gesamteindruck des Bildes 
wirkt verschwommen. 

Konvergenz-Lupe 

Messgerät zur Überprüfung 
der Konvergenz. Die Lupe 
zerlegt mit einem Prisma die 
weißen Linien eines Testbil- 
des in die drei Primärfarben. 
Damit lässt sich deutlich 
erkennen, ob die einzelnen 
Linien der Primärfarben 
genau übereinander liegen. 

Moire-Effekt 

Viele Monitor haben Schwie- 
rigkeiten mit der Darstellung 
von vielen feinen senkrech- 
ten und waagrechten Linien. 
Das Resultat ist eine Schlie- 
renbildung. 

OSD 

On-Screen-Display. Das in 
den Monitor eingebaute 
Menü, über das Sie die ver- 
schiedenen Parmameter ein- 



Pump-Effekt 

Von Pumpen spricht man, 
wenn die Bildgröße des 
Monitors bei einem Wechsel 
von Hell nach Dunkel nicht 
stabil bleibt. Schlechte Moni- 
tore stauchen das Bild kurz- 
zeitig, was besonders bei 
häufigen Taskwechseln unter 
Windows unangenehm auf- 
fällt. 



Digital Analog Converter. 
Er befindet sich auf der 
Grafikkarte und wandelt die 
digitalen Einträge im Bild- 
und Videospeicher in 
analoge Werte um, die der 
Monitor anschließend 
verarbeiten kann. Dem- 
nächst erscheinende 
CRT-Monitore bieten auch 
einen digitalen Eingang an. 
Grafikkarten wie die Guille- 
mot 3D Prophet DDR-DVI 
besitzen schon einen digita- 
len Ausgang, der den 
Anschluß an einen solchen 
Monitor ermöglicht. 

TCO 

Prüfsiegel einer schwedi- 
schen Gewerkschaft. Sie legt 
mit dem Prüfsiegel einen 
Ergonomie-Standard fest, der 
kurz TCO genannt wird. TCO 
99 ist dabei die beste Aus- 
zeichnung, mit der ein Moni- 
tor derzeit ausgestattet sein 
kann. Als ergonomische 
Untergrenze sollten Sie TCO 
95 wählen und alles was dar- 
unter liegt möglichst vermei- 



Weiß-Darstellung 

Bei der Darstellung einer wei 
ßen Fläche über den gesam- 
ten Bildschirm werden Farb- 
verfälschungen besonders 
deutlich. 




Zunächst kramten wir im Verpa- 
ckungskarton nach einer Trei- 
berdiskette - leider ohne Erfolg. 
Na gut, dann wird der Treiber 
eben über die FTP-Seite her- 



Belinea 10 60 60 



untergeladen, da die Web- 
site wohl gerade down 
war. Doch zum Wesent- 
lichen: Belinea stattet den 
10 60 60 vorbildlich mit 
einem abnehmbaren Sig- 
nalkabel aus und vergisst 
ebenso wenig einen BNC- 
neben dem gewöhnlichen 
D-Sub-Anschluss einzuset- 
zen. Die Bedienung des OSD 
gestaltet sich etwas fitzelig - 
mit einem ungenau funktionie- 
renden Rädchen holpert man 
durch die Menüpunkte. Auf 
einem weißen Bildschirmhinter- 
grund erkennen wir nach 
Anschluss des Monitors milde 



Schatten gelblicher Farbe an 
den Rändern und insbesondere 
in den Ecken. Weiterhin bietet 
das Gerät eine passable Ergo- 
nomie, die aber durch konvexe 
Linien an der oberen und unte- 
ren Bildschirmseite getrübt 
wird. Einwandfrei gibt sich hin- 



gegen die Konvergenz, welche 
von allen getesteten Modellen 
die beste darstellt. Auch die 
Schärfe-Darstellung kann über- 
zeugen und das anfangs vor- 
handene Moire trieben wir dem 
10 60 60 nach etwas OSD-Fum- 
melei schnell wieder aus. 



KBPLMER WERTUNG 



BELINEA 10 60 60 
ca. 930 Mark 



Pro: 

■ Perfekte Konvergenz-Eigenschaft 
Sehr gute Schärfe 

Contra: 

Keine Treiberdiskette 
Gelbe Rand-Schatten 



Ergonomie 50 

Austattung 60 

Leistung 80 



GESAMTURTEIL Y 



PC PLAYER APRIL 2000 179 



HARDWARE 



Vergleichstest: 19-Zoll-Monitore 




liyama Vision Master 451 



Drei Eigenschaften 
fallen sofort positiv auf: Die 
mitgelieferte Treiberdisk, der 
zusätzliche BNC-Anschluss und 



zu guter Letzt das ab- 
nehmbare Signalkabel. 
Die Leistung kann uns 
größtenteils überzeu- 
gen: In der Weiß-Dar- 
stellungs-Disziplin 
zeigt der liyama so 
gut wie keine Mu- 
cken. Lediglich ein 
| Hauch von Gelb-Stich 
ist in zwei Ecken zu 
erkennen, der zum Glück 
i kaum auffällt. Geome- 
trisch gesehen liefert 
^der Monitor wegen 
seiner CRT-Technolo- 
gie ein zum Betrachter 
gewölbtes Bild. Anfangs erkann- 
ten wir einen leichten Bogen in 



den Ecken, doch konnte dieser 
mit Bordmitteln schnell begra- 
digt werden. Der liyama glänzt 
weiterhin mit perfekten Konver- 
genz-Eigenschaften - in den 
Ecken ist zwar eine ganz leichte 
Verschiebung zu erkennen, die 
wir aber nach detektivischer 
Kontrolle schnell entlarven, liya- 



ma darf sich den Pfefferstreuer 
sparen, den andere Hersteller 
besser mitliefern sollten: Das 
451 -Modell liefert ein gesto- 
chen scharfes Bild. Das Moire 
können wir - bis auf ein paar 
winzige Überbleibsel an der 
Unterseite des Bildes - mit 
Bordmitteln komplett entfernen. 



^PLAYER WERTUNG 



LIYAMA VISION MASTER 451 
ca. 1000 Mark 



Pro: 

Gestochen scharfes Bild 
Tolle Ausstattung 

Contra: 

Mittleres Pumpen 
Moire-Überbleibsel 



Ergonomie 60 

Austattung 90 

Leistung 90 



GESAMTURTEIL 




Der Syncmaster 900 NF gehört 
zu den jüngsten Modellen von 
Samsung und besitzt eine 
Streifen-Maske, die uns mit 



Samsung Syncmaster 900 NF 



einer hervorragend satten 
Farb-Darstellung überzeugt. 
Da sehen wir schnell vom 
unauffälligen Gelb-Stich ab, 
der sich links oben einge- 
nistet hat. Die Geometrie 
stellt sich in der Mitte per- 
fekt dar und war nur 
anfangs in den Ecken etwas 
aus den Fugen geraten - 
mit dem On-Screen-Display 
konnten wir das aber wieder 
beheben. Der Samsung prä- 
sentiert eine Geometrie wie sie 
besser nicht sein kann. Einen 
Abstrich muss man in der Kon- 
vergenz machen, da in den 
oberen Ecken eine leichte Ver- 
zerrung zu sehen ist. An den 
restlichen Stellen gab sich die 



Konvergenz aber astrein. An 
der Schärfe-Darstellung hätte 
Samsung noch etwas feilen 
dürfen, da der Text unseres 
Prüfprogramms an der rechten 
und linken Bildschirmseite 
etwas unscharf dargestellt 
wurde. Auch vermittelt der 900 
NF einen leichten Pump-Effekt 
und das Moire lässt sich mit 



Bordmitteln leider nicht voll- 
kommen aus der Welt schaf- 
fen. Die Stabilitätsstreifen stö- 
ren auf weißem Hintergrund 
ein bisschen. Insgesamt aber 
ein guter Monitor, der 
besonders wegen seiner Strei- 
fenmaske und damit verbunde- 
nen Farb-Darstellung ein 
Geheim-Tip ist. 



^PLAYER WERTUNG 



SAMSUNG SYNCMASTER 900 NF 
ca. 1000 Mark 



Pro: 

Starke Farb-Darstellung 
■ Solide Geometrie 

Contra: 

Dauerhaftes Moire 
Schärfe-Mängel 



Ergonomie 80 

Austattung 90 

Leistung 80 



IH^1',nll;nj[ 




Samsung Syncmaster 950p 



Vh 



pcblMAMi: 



TEST-SIEGER 



Gleich zu Beginn ver- 
schafft sich der Syncmaster 
950p bei uns einen sehr guten 



PLAYER 




Ersteindruck. Das liegt an 
der mitgelieferten Treiber- 
CD, dem abnehmbaren Sig- 
nalkabel und dem zusätz- 
lichen BNC-Anschluss. In 
punkto Leistung überzeugt 
uns Samsung ebenfalls. 
Zwar gibt es in der Konver- 
genz-Disziplin rechts oben 
im Bild ein paar Abstriche 
zu machen - ansonsten ist 
aber am restlichen Bild- 
schirm nichts auszuset- 
zen. Die Bildschirm- 
Schärfe zählt - zu- 
sammen mit dem 
Monitor von liyama - 
zu den beeindruckendsten in 
diesem Vergleichstest. Lästige 



1 



Moire-Streifen sind, nachdem 
wir sie mit dem OSD wegge- 
putzt haben, nicht mehr vorhan- 
den und der schnelle Pump- 
Übergang von Weiß nach 
Schwarz verläuft einwandfrei. 
Ein dicker Bonuspunkt geht 
auch an das Handbuch, das als 
einziges in diesem Vergleichs- 



test seine Bezeichnung zu 
Recht tragen darf. Es ist sehr 
übersichtlich und erklärt aus- 
führlich die Funktionen des On- 
Screen-Displays. Mit dem Sync- 
master 950p gelingt Samsung 
ein hervorragender Wurf - kurz- 
um ein Monitor der kaum einen 
Wunsch offen lässt. 



^PLAYER WERTUNG 



SAMSUNG SYNCMASTER 950P 
ca. 950 Mark 



Pro: 

Allround-Talent 
Prima Ausstattung 
Kein Pump-Effekt 

Contra: 

Minimales Konvergenz-Manko 



Ergonomie 80 

Austattung 90 

Leistung 90 



ESAMTURTEIL £TY 



180 PC PLAYER APRIL 2000 



HARDWARE 



V7 Videoseven N95S 



Mit fehlender Treiberdiskette, 
ohne BNC-Anschluss und fes- 
tem Signalkabel hat der Video- 
seven Monitor schon Mal kein 
leichtes Spiel. Unter der ange- 
gebenen Hotline-Nummer ging 
übrigens niemand ans Telefon. 
Na, es kann ja nur noch besser 
werden - dachten wir uns. In 
der Weiß-Darstellung gibt der 
N95S tatsächlich ein sehr gutes 
Bild ab, da sich nur schwer 
erkennbare Muster in den 
Ecken tummeln. Auch die Geo- 
metrie gefällt uns gut, da bis 
auf die CRT-typische Wölbung 
nach außen kein negativer Bei- 
geschmack bleibt. Doch tau- 
chen im Konvergenz-Test erste 



Mängel auf: So gibt es in allen 
Ecken Konvergenz-Verschiebun- 
gen, die sich nicht ausbügeln 
lassen. Einen groben Schnitzer 
leistet man sich auch bei der 
Darstellung von kleinem Text. 
Auffallende Unscharfe setzt 
sich von den Rändern bis ins 
erste Drittel der Bildschirmmitte 
fort. Zudem lassen sich die ver- 



tikalen Moire-Linien mit 
dem OSD nicht beseiti- 
gen. Das Schwarz-nach- 
Weiß-Pumpen meistert 
der V7 übrigens ganz 
ordentlich. Etwas arm- 
selig ist das Handbuch - 
zusätzliche Erklärungen 
und Infos hätten sicher 
nicht geschadet. 



^PLAYER WERTUNG 



V7 VIDEOSEVEN N95S 
ca. 740 Mark 



Pro: 

Kein Pumpen 

Contra: 

Unscharfe Darstellung 
Konvergenz-Verschiebungen 
Sparsame Ausstattung 



Ergonomie 
Austattung 
Leistung 



EEÜü 




PCiüLMh 



PREIS-TIPP 




Der 1995 BC besitzt eine 
CRT-Bildröhre, die nach außen 
gewölbt ist und in allen Ecken 



Wortmann Magic 1995 BC 



einen sanften Gelb- 
stich trägt. Die Geo- 
metrie ist sauber - 
Verzerrungen sucht 
man vergeblich. 
Doch in der Konver- 
genz-Disziplin hat 
der Wortmann- 
Monitor schlechte 
Karten - liegen die 
Linien-Übergänge in 
allen Ecken doch 
leicht verschoben 
aneinander. Mit dem 
OSD lässt sich die 
Situation zwar etwas beruhi- 
gen, doch die Verschiebungen 
sind immer noch als solche zu 
erkennen. Besser sieht es bei 
der Schärfe-Darstellung aus. Nur 



in den Ecken wird unser Probe- 
Text leicht verschwommen 
angezeigt, was man jedoch erst 
nach genauerem Hinschauen 
erkennt. Bei der Moire-Anzeige 
bleibt der 1995 BC hartnäckig 
- das Moire ließ er sich trotz 
eifrigem Gefummel im On- 
Screen-Display nicht austreiben. 
In Sachen Stabilität weiß das 



Modell jedoch wieder zu über- 
zeugen. Von Pump-Verhalten 
kann hier nämlich keine Rede 
sein. Leider ist das Signalkabel 
fest ins Gehäuse integriert und 
eine Treiberdiskette vermissen 
wir ebenfalls. Das Handbuch fiel 
zwar recht voluminös aus - doch 
ein paar Erklärungen mehr hät- 
ten sicher nicht geschadet. 



^PLAYER WERTUNG 



WORTMANN MAGIC 1995 BC 
ca. 800 Mark 



Pro: 

Saubere Geometrie 
Kein Pumpen 

Contra: 

Starkes Moire 
Gelbstich in den Ecken 



Ergonomie 70 

Austattung 30 

Leistung 60 



SAMTURTEIL 37 




Wortmann Magic 107 FFD 



Auch das zweite Wortmann- 
Modell in diesem Test hat ein 



fest verankertes Signalka- 
bel und kommt ohne Trei- 
berdiskette daher. Eben- 
so fehlt ein zusätzlicher 
BNC-Anschluss. Dafür 
liefert der Monitor dank 
der verwendeten Strei- 
fenmaske eine bessere 
Farbdarstellung, die 
sich sofort durch die 
leicht nach innen 
gewölbte Bildfläche und 
die beiden typischen Sta- 
bilitätsstreifen erkennt- 
lich macht. Die Farb-Darstellung 
meistert er besser als der ande- 
re Wortmann-Monitor: Lediglich 
ein magerer blauer Stich sitzt in 
der linken unteren Ecke. In 



punkto Geometrie sind jedoch 
ein paar Einbußen zu verzeich- 
nen - dort hängen nämlich ein 
paar Geometriefehler, die wir 
mit dem OSD nicht begradigen 
konnten. Über die Konvergenz- 
Hürde schafft es der Magic First 
Class nur mit Mühe, da sich in 
beiden linken Ecken leichte bis 



auffällige Fehler herumtreiben. 
Einen dicken Bonuspunkt sam- 
melt der Kasten trotzdem - und 
den gibt es in der Schärfe-Dar- 
stellung. Verschwommenheit ist 
für den First Class ein Fremd- 
wort. Das Handbuch ist über- 
sichtlich, wenn auch mit zehn 
Seiten etwas knapp ausgefallen. 



JSPLAYER WERTUNG 



WORTMANN MAGIC 107 FFD 
ca. 1200 Mark 



Pro: 

Scharfe Darstellung 
Satte Farben 

Contra: 

Magere Ausstattung 
Geometriefehler 



Ergonomie 70 

Austattung 30 

Leistung 70 



GESAMTURTEIL 7 



PC PLAYER APRIL 2000 181 



HARDWARE 



Vergleichstest: 19-Zoll-Monitore 



Rists 
Resümee 




Bevor Sie jetzt blind 
in den nächsten 

Laden sprinten und Jochen rist 
sich einen Samsung- 
Monitor holen, sei folgendes ge 
Ein Monitor ist meist nie wie de 
andere. Das bedeutet dass zwei 
Monitore des gleichen Typs unter- 
schiedliche Vor- und Nachteile in der 
Darstellung vermitteln können. 
Bestehen Sie deshalb beim Kauf 
unbedingt darauf, das noch verpa- 



ckte Modell vorgeführt zu bekom- 



-i. Dann können Sie sich noch an 
und Stelle entscheiden, ob Sie 
der Darstellungs-Qualität einver- 
lden sind. Im Vergleichstest wur- 
alle Monitore durch dasselbe 
Programm von Mitsubishi 
ihleust, welches dem Samsung 
Syncmaster 950p letztendlich die 
besten Eigenschaften zusprach. Kurz 
danach folgte der liyama-Strahle- 
mann, der in der Leistung mit dem 
Konkurrenten gleichzusetzen ist. Lei- 
der fiel das On-Screen-Display liya- 
ma-typisch recht mager aus, wo- 
durch er ein paar Punkte einbüßt. 



Eine passable Leistung liefert das 



Streifenmasken-Modell von Sam- 
sung. Doch der 900 NF hatte letztlich 
genauso wie der Beiina 10 60 60 mit 
ein paar Darstellungsproblemen zu 
kämpfen. Wortmann bietet mit dem 
Magic 107 FFD einen Monitor mit 
exzellenter Schärfe-Darstellung, die 
aber von den restlichen Eigenschaf- 
ten in den Hintergrund gedrängt 
wird. Die beiden Schlusslichter bil- 
den der Videoseven N95S (der aber 
sehr günstig ist) und der 1995 BC - 
hier stellen wir ausreichende 
Gesamtleistung, und eine verbesse- 
rungswürdige Ausstattung fest. 



Alle getesteten 19-Zoll-Monitore auf einen Blick 



Garantie 



Hersteller 


Samsung 


liyama 


Samsung 


Belinea 


Wortmann 


Videoseven 


Wortmann 


Modell 


Syncmaster 950p 


Vision Master 451 


Syncmaster 900 NF 


10 60 60 


Magic 107 FFD 


N95S 


Magic 1995 BC 


Preis 


950 Mark 


1000 Mark 


1000 Mark 


930 Mark 


1200 Mark 


740 Mark 


800 Mark 


Info-Telefon 


08105/12 1213 


089/900 05 00 


08105/1212 13 


02365/95 21008 


05744/94 4144 


0700/555 33311 


05744/94 4144 


Internet 


www.samsung.de 


www.iiyama.de 


www.samsung.de 


www.belinea.de 


www.wortmann.de 


www.macrotron.de 


www.wortmann.de 


Vor-Ort-Service 


3 Jahre 


3 Jahre 


3 Jahre 


3 Jahre 


3 Jahre 


3 Jahre 


3 Jahre 



3 Jahre 



3 Jahre 



3 Jahre 



3 Jahre 



3 Jahre 



3 Jahre 



3 Jahre 



Technische Daten 

Punktabstand 


0,26 mm 


0,26 mm 


0,25 mm 


0,26 mm 


0,25 mm 


0,26 mm 


0,26 mm 


max. horizontale 
Zeilenfrequenz 


96 kHz 


115 kHz 


110 kHz 


95 kHz 


107 kHz 


95 kHz 


95 kHz 


Bildröhrentyp 


Punkt 


Punkt 


Streifen 


Punkt 


Streifen 


Punkt 


Punkt 


Sichtbare 
Bildschirmdiagonale 


45,8 cm 


46 cm 


45,8 cm 


45,7 cm 


45,4 cm 


45,4 cm 


45,8 cm 


D-Sub-Anschluß 


Ja 


Ja 


Ja 


Ja 


Ja 


Ja 


Ja 


BNC-Anschluß 


Ja 


Ja 


Ja 


Ja 


Nein 


Nein 


Nein 


USB-Anschluß 


Nein 


Nein 


Nein 


Nein 


Nein 


Nein 


Nein 


Gewicht 


21,7 kg 


23 kg 


23,5 kg 


23,5 kg 


18,8 kg 


22 kg 


22 kg 



Abmessungen (BxHxT) 46,9x47,1 x 49,3 cm 45 x44,6 x44,7 cm 46,9 x 47,1 x 49,2 cm 45,1 x 46,4x46,6 cm 44,9 x 46,3 x 46,3 cm 47,8 x 47,8 x 48 cm 45x45x46 cm 



TCO-Norm TCO 99 


TCO 99 


TCO 99 


TCO 99 


TCO 99 


TCO 99 


TCO 99 


Maximale Bild- 














wiederholrate unter: 














1024x768 Bildpunkten 110 Hz 


120 Hz 


130 Hz 


100 Hz 


100 Hz 


100 Hz 


100 Hz 


1 152x864 Bildpunkten 100 Hz 


120 Hz 


110 Hz 


100 Hz 


100 Hz 


100 Hz 


100 Hz 


1280x1024 Bildpunkten 85 Hz 


100 Hz 


85 Hz 


85 Hz 


85 Hz 


85 Hz 


85 Hz 



OSD-Sprache 



deutsch 



deutsch 



deutsch 



deutsch 



deutsch 



deutsch 



deutsch 



Treiber-Diskette 



Ja (CD) 



Ja 



Ja (CD) 



Nein 



Nein 



Nein 



Nein 



abnehmbares 
Signalkabel 



Ja 



Ja 



Ja 



Ja 



Nein 



Nein 



Nein 



Bewertung 

Ergonomie 


80 




60 




80 


50 


70 


60 


70 


Ausstattung 


90 




90 




90 


60 


30 


30 


30 


Leistung 


90 




90 




80 


80 


70 


70 


60 


Gesamturteil 


87 


■'-,- 


85 


<;_, 


81 


78 


75 


70 


67 





182 PC PLAYER APRIL 2000 



HARDWARE 



Kurztests 



ASUS AGP-V6800 Deluxe 




Gut 
Ding will Weile haben. 
Etwas mehr Zeit als Creative, 
Elsa und Guillemot ließ sich 
ASUS, um ebenfalls eine aufge- 
motzte GeForce 256-Grafikkarte 
mit DDR-RAM fertig zustellen. 
Die DDR-Varianten gehören zur 
derzeit schnellsten Grafik-Hard- 
ware, die sich anspruchsvolle 
Spieler in den Rechner stecken 
können - und die »V6800 De- 
luxe« spielt in jener Oberliga 



mit. In einem 
außerordentlich 
willkommenen 
Punkt unterschei- 
det sich das neu- 
este ASUS- 
Modell vom rest- 
lichen Verfolger- 
feld - und das ist 
die Ausstattung. 

rWie jeder Deluxe 
Verpackung 
(V3800- und V6600- 
Deluxe) liegt auch der 
V6800 eine 3D-Brille bei, die 
sowohl unter Direct3D- als auch 
unter OpenGL-Spielen für dreidi- 
mensionalen Spielspaß sorgt. 
Hinzu kommen jede Menge CD- 
ROMs, auf denen beispiels- 
weise die Vollversionen von 
»Rollcage« und »Drakan« (engli- 
sche Version) untergebracht 
sind. Im Software-Bundle ste- 
cken außerdem Ulead Video 
Studio 3.0 (SE) und der ASUS 



DVD-Player. Hervor- 
ragend gelungen ist 
ASUS die Treiber- 
CD, auf der neben 
den Windows-Trei- 
bern jede Menge 
nützliche Tools ste- 
cken. So zum Bei- 
spiel die Videocap- 
ture-Software ASUS 
Live, das Diagnose- 
programm ASUS 
Smartdoctor und die 
Übertaktungs-Soft- 
ware ASUS Tweak Utility. 
Betrachtet man neben dem 
üppigen Software-Paket auch 
die Hardware-Ausstattung, so 
wird schnell ersichtlich, dass es 
sich bei der V6800 um ein Pro- 
dukt für abgebrühte Profi-Zocker 
mit Multimedia-Ambitionen han- 
delt. Auf der Habenseite stehen 
32 MByte DDR-SGRAM (Bau- 
steine von Infineon mit 6ns 
Zugriffszeit), Ein- und Ausgangs- 
Anschlüsse für S-Video. Natür- 
lich dachte ASUS an die einge- 
schworene Übertaktergemeinde 
und lässt den Standard-Chip- 
und Speichertakt von 120/300 
(letzterer Wert beträgt eigentlich 
150, wird aber dank der doppel- 
ten Übertragungstechnik mal 
zwei genommen) auf maximal 
135/340 hochschrauben. Doch 
unter der höchsten Einstellung 
blieb uns der Test-PC mehrmals 
hängen. Erst unter 135/332 
rannte das System ohne Dar- 
stellungsfehler. 



Fazit 

Genau das richtige Produkt 
für höchst anspruchsvolle 
Spieler, die gelegentlich Aus- 
flüge ins Anwendungs-Lager 
(Video-In und -Out) unterneh- 
men. Doch eigentlich können 
wir die Platine jedem Spieler 
ans Herz legen, da die Asus 
AGP-V6800 so gut wie jeden 
Wunsch, den man an eine 
Grafikkarte hat, auch erfüllt. 
Sie ist im normalen Zustand 
so schnell wie die Erazor X 2 
(im übertakteten Zustand 
unter Q3 durchschnittlich 
etwa 5 Bilder pro Sekunde 
schneller) und bietet zusätz- 
lich eine Ausstattung vom 
Feinsten. Einzig der saftige 
Preis und die mäßige Verfüg- 
barkeit von T&L-Spielen dürf- 
ten so manchen Käufer vor- 
erst vom blinden Kauf abhal- 
ten, (jr) 



[JHPLAYER 

WERTUNG 

ASUS AGP-V6800 DELUXE 
ca. 660 Mark ■ Grafikkarte 



Pro: 

Top-Ausstattung mit 3D-Brille 
und vielen Tools 
Formidable OpenGL-Leistung 
■ Ein Fest für Übertakter 

Contra: 

Stolzer Preis 



[HlWilillrtHI 



Ratpadz.com: Ratpad 



4r~® 




Vor zwei Ausgaben teste- 
ten wir das Everglide- 
Mauspad. Für Spieler, die 
nicht wissen, um was es 
sich hierbei handelt, folgt eine 
kurze Erklärung: In letzter Zeit 
erscheint speziell auf die Bedürf- 
nisse von Profi-Spielern zuge- 
schnittenes Zubehör. Neben Mäu- 




sen gehören hierzu auch 
Mauspads. Doch das sind keine 
gewöhnlichen Rollmatten, son- 
dern aus Hartplastik bestehende 
Unterlagen (ein Abwasch im Spül- 
becken ist kein Problem). Dank 
der unebenen Oberfläche fällt 



eine genaue Positionierung des 
Fadenkreuzes in 3D-Shootern um 
einiges leichter. Das Ratpad ist 
ein solches Zubehör, das im 
Vergleich zum Everglide in 
seinen Ausmaßen (Zentime- 
ter) üppiger ausgefallen ist 
(Breite 29,4; Höhe 23,4; 
Tiefe 0,3). Bei einem 
Everglide ist der Platz 
für die Maus be- 
schränkt- man muss 
sich von einem nor- 
malen Mauspad erst 
umgewöhnen. Nicht 
so beim Ratpad, das 
reichlich Platz einnimmt. 

Fazit 

Die Ratpadz-Jungs 

(www. ratpadz . com) 
schauten sich das Everglide 
genau an und versuchten des- 
sen Mankos aus der Welt zu 



schaffen - mit Erfolg. Das Rat- 
pad hat eine größere Oberflä- 
che, die zudem nicht so rup- 
pig ist, wie die vom Everglide. 
Der Tester spielte in einem 
indizierten Titel von id Soft- 
ware übrigens plötzlich viel 
besser. Ego-Shooter-Profis 
müssen einfach zugreifen, (jr) 



USPumR 

WERTUNG 

RATPADZ.COM: RATPAD 

ca. 50 Mark ■ Profi-Mauspad 



Pro: 

Große Oberfläche 
Besser als Everglide 
Hält ewig 

Contra: 

Beansprucht viel Platz 



GESAMTURTEIL 



PC PLAYER APRIL 2000 183 



HARDWARE 



Software-Paket für Spieleprogrammierer 



Game Programing 
Starter Kit 3.0 



Bock auf ein Spiel- 
chen? Nein? Vielleicht 
lieber ein Spiel pro- 
grammieren? Na wun- 
derbar! Dann ist die- 
ses Software-Paket 
genau richtig für Sie. 
Obendrein kostet es 
nur den Gegenwert ei- 
nes aktuellen Spieles. 

Aus der stramm gestopften Ver- 
packung zwängen sich dem 
Programmierdurstigen drei 
CDs und ein fettes Buch entge- 
gen. »Game Design - Die Geheimnisse der 
Profis« steht drauf. 

Ganz entgegen meiner Gewohnheiten 
lasse ich CDs mal CDs sein und blättere 
durch den Schinken. Das Buch entpuppt 
sich als eine Mischung aus Ratschlägen zu 
allen Spieleprogrammier-Lebenslagen 
und Interviews mit gestandenen Entwik- 
klern, Musikern, Grafikern oder Designern. 
Und macht vor allem eines: Nämlich tie- 
risch Lust auf Spieleprogrammierung. 
Endlich mal eine Lektüre, die nicht mit der 
naiven Selbst- 
herrlichkeit eines 
engagierten Visu- 
al-Basic-Pro- 
grammierers mit 
halbjähriger Hob- 
bypraxis daher- 
kommt, sondern 
die Spielepro- 
grammierung in 
allen ihren Facet- 
ten beleuchtet, 
das Ganze aus ei- 
nem professionellem Winkel sieht und 
dabei den Spaß nicht außer Acht lässt. 
Klasse! Das Buch ist für die nächsten Tage 
mein Gutenacht-Schmöker. 

Die CDs haben es dann richtig in sich: Da 
wird einem mal so eben der »Visual C++ 
6.0«-Compiler von Microsoft auf die Fest- 
platte geprügelt. Das ist ein hochkarätiges 
Programmierer-Werkzeug, mit dem sich 
neben Spielen auch alles mögliche (und 
unmögliche) andere programmieren lässt 
und mit dem Profis rund um den Globus 





Das »Game Programming Starter Kit« enthält den »Visual C++«-Compiler von 
Microsoft, der alles andere als ein Spielzeug ist. 



tagtäglich ihre Marmeladenbrote verdie- 
nen. Man mag von Microsoft halten was 
man will, aber eines können die Jungs aus 
Redmond: Compiler bauen. Das ist definitiv 
kein Spielzeug. Der zweite Hammer kommt 
gleich hinterher: nämlich die Informationen 
aus dem »Microsoft Developer Network«. 
Dabei handelt es sich um eine Datenbank 
verschiedener Fragen zu den unterschied- 
lichsten Themengebieten rund um die Win- 
dows-95/98- Program- 
mierung. Normaler- 
weise darf man dafür 
richtig Kohle abdrücken. 
Hier gibfs das fast 
umsonst dazu. 

Weiter geht der Spaß 
mit drei Büchern aus 
der »SAMs«-Reihe zur 
Vis ual-C++- Program- 
mierung. Eindruck die- 
ser Lektüre: Ordentlich. 
Ich habe mich selbst 
vor einiger Zeit durch 
ein Windows-95-Pro- 
grammierbuch aus die- 
ser Reihe gearbeitet, 
und zwar mit wachsen- 
der Begeisterung. 
Schade, dass dieses 



nicht mit dabei war. Als krönenden 
Abschluss landet dann noch das Entwik- 
klerpaket einer 3D-Engine auf der Festplat- 
te. Es nennt sich »Genesis 3D« und eignet 
sich für alle Arten von 3D-Spielen: Shoo- 
ter, Adventures, Action-Adventures und 
was dem engagierten Designer noch so 
alles einfällt. Wer schon mal einen Vorab- 
Blick auf dieses SDK (das ist übrigens die 
Ankürzung für »Software Development 




Solche Szenarien lassen sich mit der Genesis-Engine 
programmieren. 



184 PC PLAYER APRIL 2000 



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IX 



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a*-l| | g> ^ g *Ö ' Üwuirf-I 



t Z. I.iu. I 

<* wäre i!«- 



Klasse für 3D-Spiele: Das »Genesis 3D«-Entwicklerpaket. 



Kit«) werfen will, findet unter 
www.genesis3d.com alles 
Wissenwerte. Die Engine 
unterstützt Direct3D, Glide 
und eigenes Software-Rende- 
ring und bietet damit wohl 
fast alles, was man sich wün- 
schen kann. Sogar an eine 
AMD-Prozessorunterstützung 
(Stichwort »3DNow«) wurde 
gedacht. Zum Gestalten von 
Räumen wird gleich auch ein 
Editor mitgeliefert. Das 
Schönste an der Sache: Wer 
mit dieser Engine Spiele ent- 
wickelt, muss dafür keine 
Lizenzgebühren abdrücken. 
Lediglich das »Genesis 3D«- 
Logo muss beim Spielestart 
gezeigt werden. Genauere 
Auskunft über die Lizenzver- 



einbarungen gibt die Web- 
Site, auf der sich eine dickes 
FAQ zu der Engine findet. Dort 
finden Sie das SDK auch zum 
kostenlosen download, aller- 
dings ist das Paket mit rund 
29 MByte in Zeiten von ISDN 
nicht ganz ohne. Schön, dass 
das also auf den CDs enthal- 
ten ist. Leider ist die Doku- 
mentation hier nur in englisch 
und obendrein etwas dürftig. 
Ein vernünftiges Tutorial zum 
sofortigen Loslegen fehlt hier 
vor allem. Als Zugabe findet 
sich dann noch das Entwick- 
ler-System vom DirectX 6.0 
auf den CDs. Das ganze Paket 
»Starter Kit« wird von Mac- 
millian Software vertrieben 
und kostet rund 90 Mark, (hf) 




Fischs Fazit 



Also, Leute: 
Wer glaubt mit 
diesem Paket 
innerhalb von 
einer Woche die tollsten Spie- 
le programmieren zu können, 
die John Carmack vor Neid 
erblassen lassen, der kann das 
gleich vergessen. Dieses 
Paket ist für Leute gedacht, 
die schon mit einem C++- 
Compiler umgehen können 
und das eine oder andere Win- 
dows-Programm zusammen- 
gestrickt haben. Denn Pro- 
grammieren lernt man damit 
gleich gar nicht. Ich orakele 
einmal, dass auch Profis sich 
erst ein halbes Jahr in das 
System einarbeiten müssen, 
bevor da etwas brauchbares 
über den Bildschirm flimmert. 
Unterm Strich bleibt stattdes- 
sen ein hochkarätiges Ent- 



wicklerpaket für gestandene 
Programmierer: Visual C++ 
6.0, die drei »SAMs«-Bücher 
im PDF-Format, die Informatio- 
nen aus dem »MSDN«, das 
»Genesis 3D«-SDK und als 
Sahnehäubchen das »Game 
Design«-Buch sind schlicht- 
weg erstklassig. Ich hätte mir 
anstelle eines der »Visual 
C++«-Bücher von SAMs aller- 
dings lieber eines für die gene- 
relle Windows-95-Programmie- 
rung gewünscht (das gibf s 
von SAMs nämlich auch). Und 
ein nettes kleines Tutorial für 
das Genesis-SDK wäre auch 
nett. Aber vielleicht gibf s das 
ja bald auf der Homepage des 
SDKs. Betrachtet man den 
Preis dieses Pakets, muss 
man eigentlich sofort zugrei- 
fen. Aber wie gesagt: nur für 
Programmierer! 



HARDWARE 



Netzwerk- Partys 




**-> 



/ 



Topaktuell präsentieren wir diesen Monat wieder die 
kommenden LAN-Partys. Mit von der Partie ist auch ein 
Interview mit zwei eingefleischten Profi-Spielern. 



Zusammen mit PlanetLAN, der 
populärsten deutschen Websei- 
te für Netzwerk-Spieler, servie- 
ren wir Ihnen wieder exklusiv 
die brandneue LAN-Karte. 

Der entnehmen Sie, wann das nächste 
Fragfest in Ihrem Umkreis steigt. Auf 




Seit neuestem ist die LAN-Card 
vom Darkbreed-Verein auch mit 
unserem schicken PC-Player-Logo 
erhältlich. 



wir den Darkbreed-Verein vor, der mit 
seiner LAN-Card eine Innovation (rei- 
bungslose Anmeldung und Einlass bei 
LAN-Partys) in die LAN-Szene einführte. 
Seit kurzem ist die LAN-Card auch mit 
unserem PC-Player-Logo verfügbar. Zu 
bestellen gibt es die kostenlose Mag- 
netkarte unter 

www.darkbreed.net/lancard. Der- 
zeit grübeln die Darkbreed-Orgas noch 
über ihr nächstes großes Projekt. Fest 
steht, dass deren kommende Party 
Darkbreed: Breaking Normality hei- 
ßen, größer als die bisherigen Projekte 
werden und auf keinen Fall in einer kal- 
ten Fabrikhalle stattfinden wird, hehe. 
Nebenbei stampfen die Jungs noch ein 
paar andere Projekte aus dem Boden, 
wie zum Beispiel die Spieler-Homepage 
www . gamespy . de. 




Die Gamespy.de-Seite entsteht 
unter den Fittichen des Dark- 
breed-Vereins. 



einen Blick sind auch die 
Teilnehmer-Anzahl und der 
Eintrittspreis ablesbar. Mit 
dem Erscheinen dieser Aus- 
gabe startet unser Partner 
(www.planetlan.de) ein 
wöchentlich erscheinendes Web-Magazin. 




Netzstatt 



Hinter dem Begriff »Netzstatt« verbirgt 
sich eine besondere Art des Spielens 
im Netzwerk. Die Netzstatt-Betreiber 
richten in Städten Spieler-Treffs ein, 
haben sieben Tage die Woche offen 
und stellen zudem die gesamte Hard- 
ware. Schon des öfteren wurden die 
Endspiele der deutschen Meisterschaf- 
ten (»Starcraft«, »Unreal Tournament«, 
»Opposing Force«, »Heroes of Might 
and Magic«, »Dungeon Keeper«) in den 
Lokalitäten der Netzstatt-Jungs ausge- 
tragen. Weitere Informationen rund 
ums stressfreie Profi-Zocken gibt's 
unter www . netzstatt . de. 

Netzstatt 
bedeutet: 
Spielen, ohne 
den Computer 
herumzu- 
schleppen. 



ob 



lAll 



fk.0*- >USi W P-3t)n 




Wichtige LAN-Party-Termine von März bis Mai 2000 A 




Nr.: 


Party 


Datum 


Ort 


Gäste 


Eintritt 


URL 




1 


MMS-Lanparty 


03. 03. 


Mainz 


200 


25 Mark 


www . mms-lanparty . de 


2 


]bAd[ Attack 


10.03. 


Bayreuth 


150 


20 Mark 


http : //manoever . lanrules . de 


3 


Circus Internus 01/2000 


10.03. 


Kehl-Auenheim 


177 


35 Mark 


www . circus -internus . de 


4 


High Voltage 2000 


11.03. 


Meerholz 


350 


35 Mark 


www . gaming-area . de 


5 


Gigahertz-Lan: Phase II 


17.03. 


bei Karlsruhe 


250 


35 Mark 


www.gigahertz-lan.de 


6 


Empire1/2000 RPE- 
Netzwerksession 


18.03. 


Mühlheim- 
Styrum 


150 


20 Mark 


www . rpenet . org/ 


7 


Battlefield 2000 


24.03. 


bei Karlsruhe 


500 


29 Mark 


www.battlefield2000.de 


8 


Lan-Infemo 


24.03. 


Lüneburg 


300 


30 Mark 


www.lkh-clan.de 


9 


Braindead 1 


25.03. 


Bad Nauheim 


150 


15 Mark 


http : //ctc . plane tlan . de 


10 


GSG Netzwerksession 2/00 


25. 03. 


Bochum 


170 


20 Mark 


www.gsg-net.de 


11 


Circus Internus 02/2000 


31.03. 


Mainz-Finten 


222 


40 Mark 


www . circus -internus . de 


12 


Das große Beben 2 


31.03. 


Erfurt 


640 


40 Mark 


http : //beben . lanparty . de 


13 


LanViking III 


08. 04. 


Uetersen 


300 


30 Mark 


www . lanviking . de 


14 


Spacematch 2K 


14.04. 


Bliesen 


200 


20 Mark 


www . spacematch . de 


15 


Lanwars Episode 3 


14.04. 


Kuchen 


400 


30 Mark 


www . lanwars . lanparty . de 


16 


CNC 1/2K 


14.04. 


Unna 


250 


29 Mark 


http : //cnc . lanparty . de 


17 


DefCon 


12.05. 


Schmalegg bei 
Ravensburg 


150 


30 Mark 


www . lanparty . ravensburg . de 


18 


Circus-Infernus 03/2000 


12.05. 


Kehl-Auenheim 


177 


30 Mark 


www . circus -internus . de 


19 


Planet Insomnia 7 


12.05. 


Seevetal 


404 


39 Mark 


www . planet- insomnia . de 


20 


Gigahertz-Lan: Phase III 


12.05. 


bei Karlsruhe 


230 


35 Mark 


www . gigahertz-lan . de 


21 


Evolution 


13.05. 


bei Fürth 


200 


19 Mark 


http : //evolution . purespace . de 


22 


Bullet Hail Network 


13.05. 


Riedstadt 


200 


25 Mark 


www . netzwerknacht . de 



186 PC PLAYER APRIL 2000 



HARDWARE 



Spielen wie 



die Profis 




Üppige 80 000 Mark 
winken dem Gewinner 
bei der Cyberathlete 
Professional League 
Lan-Party in Dallas. 



acht doch endlich dieses 
sinnlose Spiel aus und tut 
was für Eure Ausbildung! 
Wie wollt Ihr denn sonst spä- 
ter mal Geld verdienen? 

Benjamin (17 Jahre) und Ralf Reichert 
(25 Jahre) aus Oberhausen haben solche 
Standpauken wohl die längste Zeit von 
ihrer Mutter gehört. Wenn die beiden Brü- 
der mit dem richtigen Bein aufgestanden 
sind, können sie nämlich an einem 
Wochenende gut und gerne über 80 000 
Mark verdienen. Dafür 
brauchen sie keine Bank 
auszurauben oder im 
Lotto zu gewinnen. Sie 
gehen einfach nur ihrem 
Hobby nach, setzten sich 
an den Computer und 
zocken mit Gleichgesinn- 
ten auf diversen Netzwerk-Partys in 
aller Welt um Ruhm, Ehre und natürlich 
(Geld)Preise. 

Zocker auf Reisen 

Die nächste Station ihres Clans »Schrot 
Kommando« ist eine Lan-Party in den 
USA, zu der über 1200 Profi-Spieler aus 
Europa, Russland und natürlich auch 
Amerika erwartet werden. Auf der »Razor 
Cyberathlete Professional League Lan- 
Party« (www.RazerCPL.com) tre- 
ten sie vom 13. bis 16. April in Dal- 
las in einem viertägigen Turnier 
gegen die weitbesten Spieler an 
und rechnen sich trotzdem gute 
Chancen auf die Spitzenplätze aus. 
Dem Sieger winken 40 000 Dollar, 
also rund 80 000 Mark Preisgeld, 
der Zweite sahnt 40 000 DM ab und 
der Dritte kann mit immer noch 
20 000 DM in der Tasche die Heim- 
reise antreten. Selbst der 16. Platz 
wird mit 1000 Märkern belohnt. Mit 
einem Preisgeld von insgesamt 
200 000 DM setzt die Party welt- 
weit neue Maßstäbe. 

Den 12-stündigen Flug nehmen 
die beiden Brüder gern in Kauf 




»Den 12- 
stündigen Flug 
bezahlt der 
Sponsor.« 



- schließlich wird er von ihrem Sponsor, 
dem Maushersteller Logitech bezahlt. Das 
Geld für High-End-Hardware können sich 
die Jungs zumindest für diesen Trip auch 
sparen - die PCs werden bis auf Maus und 
Tastatur komplett vom Veranstalter der 
Party gestellt. 

Im Internet und im LAN spielt Benjamin 
unter dem Namen SKIKane und sein Bru- 
der als SKIGriff. Wer also einen der beiden 
trifft, sollte sich in Acht nehmen. Wer 
genug Mut hat, sich dem Kampf stellt und 
gewinnt, sollte dann 
ernsthaft über einen 
Berufswechsel nach- 
denken. 

Wer nicht gleich Tau- 
sende Kilometer reisen 
will, kann auch in 
Deutschland fündig 
werden. Dieses Jahr gibt es in der deut- 
schen Netzwerk-Party-Szene zum ersten 
mal zwei LAN-Gaming-Ligen. Bei der »Ger- 
man Gamers League« (www.ggl.de) wer- 
den wie bei der »Razor CPL« ebenfalls die 
Computer gestellt. Als Hauptpreis winkt 
ein nagelneuer VW Beetle. Wer mit seinem 
eigenen PC in den Kampf gehen möchte, 
der ist bei der »German Players League« 
(www.g-p-l.de) richtig aufgehoben. 
(Michael Wegner/jr) 




Interview mit 
zwei Profi- 
Spielern 




Die German Gamers League lockt profes- 
sionelle Spieler mit schicken Preisen wie 
zum Beispiel einem VW-Beetle. 



Der Profi-Zocker Benjamin Rei- 
chert, wie er gerade per Editor 
an seiner Q3A-Konfiguration he- 
rumbastelt. 

Als das Team von PlanetLAN (www. Pia 
netLAN.de) das »erfolgreichste Brüder- 
paar Europas« auf einer LAN-Party traf, 
ließ es sich nicht nehmen, den beiden 
ein paar Fragen an den Kopf zu werfen. 

PlanetLAN: Benjamin, wann hast Du das 
erste Mal etwas auf einer LAN-Party 
gewonnen? 

Benjamin: Das ist ungefähr eineinhalb 
Jahre her. Es war damals noch eine kleine- 
re LAN-Party. Ich bekam eine Grafikkarte 
und war mächtig stolz. 

PlanetLAN: Ralf, wie viel Preise hast Du 
bisher gewonnen und was war Dein größ- 
ter Preis? 

Ralf: An Preisen insgesamt nicht so viel, 
nur etwa 3000 Mark, allerdings sind ziem- 
lich viele Reisen bezahlt worden, zweimal 
London, Newcastle, Istanbul, Dallas und 
nun bald wieder Dallas. 

PlanetLAN Könnt Ihr Euch vorstellen, das 
mal hauptberuflich zu machen? 
Benjamin: Vorstellen kann ich es mir sehr 
gut, da ich erwarte, dass alles demnächst 
auf einer richtig professionellen Basis lau- 
fen wird, und man - wie in Amerika heute 
schon - richtig Geld damit zu verdienen ist. 
Und aus seinem Hobby einen Beruf zu 
machen, davon träumt doch glaube ich 
jeder ... 

PlanetLAN: Meint Ihr, jeder mit genug 
Training hat das Zeug zum großen Zocker? 
Ralf: Es ist wie mit jeder Sportart eine 
Mischung aus Talent und Training. Wer 
also hart arbeitet, kann eine Menge errei- 
chen, andersherum ohne Talent geht es 
auch nicht. 



PC PLAYER APRIL 2000 187 



HARDWARE 



Windows 2000 Professional 




Jochen Rist rettet 
jeden Monat die Hard- 
ware-Welt aufs Neue. 



eine^ 
Panik! 




Stolze drei Jahre ließ Microsoft seine Programmierer für das neue Vor- 
zeige-Betriebssystem in die Tasten hauen. Jetzt ist Windows 2000 Pro- 
fessional fertig. Aber ist es auch das richtige Betriebssystem für Sie? 



E 



ines vorneweg: Windows 2000, 
der Nachfolger zum 32-Bit -Netz- 
werk-Betriebssystem Windows 
NT4, ist nicht für den gewöhn- 
lichen PC-Spieler, sondern vielmehr für 
professionelle Anwender gedacht. 

Der offizielle Erbschleicher zum Consu- 
mer-Betriebssystem Windows 98 SE wird 
hingegen das noch in der Beta-Phase 
befindliche Windows ME (Millennium Edi- 
tion) werden, das immer noch auf DOS- 
Altlasten aufbaut. Mit Windows 2000 Pro- 
fessional versucht Microsoft die Vorteile 
von Windows 98 SE und Windows NT 4 zu 
vereinen. Und das sieht man dem Desktop 
nach der Installation auf Anhieb an. 

Desktop im bekannten 
Gewand 

Auf der neuen Startoberfläche finden sich 
Windows-95/98- und NT-4.0-User sofort 
zurecht. Auch in Win2000 sitzt unten links 





B ff | 


Willkommen 

W.-ii-Yl Se >' rV- rtl lr V>Tl1> l , l'lflll TVr-l 

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Windows " 


Kicken Sie «H 'Wtfei''. um dm Vagarg Inlzvcoben 






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-^_ 



Auf den ersten Blick erscheint Windows 2000 wie 
eine Windows-98-lnstallation. Hinter der nun astrei 
nen 32-Bit Kulisse hat sich jedoch einiges getan. 



Wahlweise installieren Sie Windows 
2000 als alleiniges Betriebssystem 
oder in friedlicher Koexistenz neben 
anderen. 

der Start-Button mit direktem Zugriff auf 
die Unterordner Programme, Dokumente, 
Einstellungen, Suche, Hilfe, Start und 
Beenden. Ein Klick auf die Ordner lässt 
nun keine Fenster mehr aufklappen, son- 
dern sanft einblenden. Das optische Kunst- 
stück nennt sich Alpha 
Blending und ist bei schwä- 
cheren Systemen, oder zur 
Geschwindigkeits-Optimie- 
rung auf schnelleren Com- 
putern netterweise über die 
Task-Leiste abschaltbar. Im 
Zubehör-Ordner befinden 
sich nun vier Spiele (»Free- 
cell«, »Minesweeper«, ein 
neuer Flipper namens »SD- 
Pinball« und das altbekann- 
te »Solitär«), ein Defrag- 
mentierungsprogramm, 
eine Backup-Funktion und 
weitere Programme zur 
Datenträgerbereinigung 
(entfernt unnütze Dateien), 
Systeminformation und 
Taskplanung. Im Unterhal- 



tungsmedien-Ordner versammelt sich der 
Audiorecorder nebst CD-Player, Lautstär- 
keregelung und der Media Player in der 
Version 6.4.09.1109. Natürlich dürfen die 
Standard-Helferlein wie der Rechner, Win- 
dows-Explorer, Paint, Wordpad (versteht 
Word-Dokumente) und Imaging nicht feh- 
len. Ebenfalls mit dabei sind der Internet 
Explorer 5.0 und Outlook Express 5.0. Der 
Internet-Explorer ist wie bei Windows 98 
vollständig mit dem Betriebssystem ver- 
schmolzen. Die Taskleiste ist so konfigu- 
rierbar, dass dort ein Adressfeld auftaucht, 
in das Sie die gewünschte Internet-Adres- 
se eingeben. Danach startet der Explorer 
und springt auf die entsprechende Seite. 
Der von Windows 98 bekannte Active- 
Desktop gestattet es, dass Sie eine 
bestimmte Homepage oder spezielle Inter- 
net-Angebote (wie zum Beispiel den 
aktuellen Wetterbericht) fest mit dem 
Hintergrund verankern. 

Auch im Windows-Explorer hat sich 
einiges getan - so können Sie nun aus- 
wählen, mit welchem Programm Sie gern 
eine markierte Datei öffnen möchten. 
Haben Sie beispielsweise die Bildbetrach- 
ter ACDSee und Paintshop Pro installiert, 
entscheiden Sie im Kontextmenü, welches 
der beiden Programme die Datei öffnen 
soll. Sämtliche Medien-Dateien - von .wav 



Windows 2000 Profes- 
sional: Mini-Info 



I Preis: Circa 800 Mark (Vollversion), 
circa 470 Mark (OEM-Version) 

I Anzahl der unterstützten Prozessoren: 2 

I Unterstützung für: USB, FireWire 
(IEEE 1394), PCMCIA, ACPI, ISDN 

I Unterstützte Dateisysteme: 
NTFS(5), FAT 32, FAT 16 



188 PC PLAYER APRIL 2000 



HARDWARE 



ÖJ Computerverwaltung (Lokal) 
- jjj5j System 

+ jjj Ereignisanzeige 

S' S Systerninforrinationen 

+ ; Q Leistungsprotokolle und Warnunc 
Freigegebene Ordner 



^n]x] 



Vorgang Ansicht | ] <^ ^ | ES [EE | J? 



I 



__ Lokale Benutzer und Gruppen 

- _[lj Datenspeicher 

| Datenträgerverwaltung 

| ^ Defragmentierungsprogramrn 

;-.-) Logische Laufwerke 
Ltl-^ Wechselmedien 

- Jß Dienste und Anwendungen 

! ^ WMI-Steuerung 

!■■■■% Dienste 
EI-SS Indexdienst 



J _iJ 



~j|g AUNIX 
+ J Anschlüsse (COM und LPT) 
+ -\ Audio-j Video- und Gamecontroller 
EI-{B[ Computer 

+ J Datenträger 

El-Q Diskettencontroller 

S--^J DVD/CD-ROM-Laufwerke 

+ jjj Eingabegeräte (Human Interface Devices) 

H-Ig) Grafikkarte 

E1--Q IDE ATA/AT API-Controller 

+ r ^) Mäuse und andere Zeigegeräte 

+ "J Monitore 

+ MJ) Netzwerkadapter 

S---0 SCSI- und RAID-Controller 

+ _J, Systemgeräte 

El-^J Tastaturen 

®~4l+ USB-Controller 



Titeln. Aber Vorsicht: Da Windows 
2000 strenge Richtlinien einhält, 
die ein Überschreiben oder die 
Manipulation von Systemdateien 
verhindert, bekommen manche 
Spiele ein Problem. 



Im neu hinzugekommenen Computerverwal- 
tungs-Programm lässt sich auch der Geräte- 
Manager abrufen. 




Mit der digitalen Signatur von Microsoft wird sichergestellt, 
dass die Software unter Windows getestet und seit dem 

Testen nicht verändert wurde. 

Die Software, die Sie jetzt installieren möchten, enthält 
keine digitale Signatur von Microsoft Aus diesem Grund 
kann nicht garantiert werden, dass die Soffware 
einwandfrei unter Windows ausgeführt werden kann 

ELSAERAZORX 2 



Besuchen Sie die 'Windows Update-Website unter 
http: //Windowsupdate, rnicrosoft. com, um festzustellen, 
welche von Microsoft digital signierte Soffware verfügbar 



Soll die Installation fortgesetzt werden? 



H. 



J. 



Ein Auswahlfenster bei der Installa- 
tion von Treibern ohne Microsoft-Sig- 
natur warnt Sie ab sofort vor mög- 
lichen Hardware-Konflikten. 

bis .mp3 - sind übrigens direkt aus dem 
Explorer bedienbar. Eine Leiste mit den 
wichtigsten Funktionen wie Wiedergabe, 
Stopp, Vor- und Zurückspulen zeigt ein fest 
verankerter Medien-Player-Bereich an. 

Unter der Haube 

Soviel zum ersten Erscheinungsbild von 
Windows 2000 Professional. Doch natür- 
lich steckt noch ein gigantischer Haufen 
mehr hinter dem 29 Millionen Zeilen di- 
cken Programm-Code. 

Volle DirectX-Unterstützung 

Bestandteil von Windows 2000 ist die 
aktuelle DirectX-Version 7.0. Damit ist die 
Zusammenarbeit des Betriebssystems mit 
neuester Grafikkarten-Hardware und Mul- 
timedia-Applikationen gewährleistet. Als 
Multimedia-Betriebssystem muss Win- 
dows 2000 natürlich auch in der Lage sein, 
die Funktionen von ActiveX, Direct Media 
und dem Internet Explorer unter einen Hut 
zu bringen, um beispielsweise Video- und 
Audio-Streams über das Internet darzu- 
stellen. Eigentlich war letztere Fähigkeit 
auch der Hauptgrund, DirectX 7.0 in Win- 
dows 2000 aufzunehmen - dass Spieler 
davon profitieren, ist eher als Glücksfall zu 
betrachten. Dank DirectX 7.0 eröffnet sich 
den bisherigen Windows NT-Fans nun das 
gesamte Spektrum an Windows-9x-only- 



Plug and Play, USB und 
FireWire-Support 

Auch hier wird es anfangs wohl 
»Plug and Pray« heißen, doch dank 
der 7000 mitgelieferten Treiber 
dürften in Zusammenarbeit mit 
älterer Hardware keine allzu großen 
Hürden auftauchen. Während sich 
Win98-User mit USB-Mäusen, 
Scannern und Joysticks eindeckten, 
guckten NT4-Anwender neidisch in 
die Röhre, da USB dort ein Fremd- 
mit drei Buch- 

»Die Integration 
von DirectX 7.0 



Datei Optionen Ansicht 



Anwendungen | Prozesse Systernleistung | 




-VerlauF der CPU-Nutzung 










MMMH 


■■MB 






■■■■■ ■■■HIB 






MUH ■■1NIBI 






■MWilMBI MBUUIM1I 





Speichernutzung Verlauf der Speichernutzung 




Insgesamt 




Handies 


3234 


Threads 


192 


Prozesse 


17 


Zugesicherter virtueller Speicher (KB) 


Insgesamt 


98560 


Grenzwert 


436644 


Maximalwert 


113120 



Realer Speicher (KB) 
Insgesamt 
Verfügbar 
Systemcache 


261672 
171308 
136556 



Kernel-Speicher (KB) 




Insgesamt 


27944 


Ausgelagert 


18580 


Nicht ausgelagert 


9364 



Speichernutzung: 98560 KB / 436644 KB 



Der Windows-Taskmanager stellt bei 
Bedarf die CPU-Auslastung und den 
Verlauf der Speichernutzung dar. 



ist ein Glücksfall.« 



wort 

staben blieb. Dank 
Windows 2000 ist 
nun auch in der rei- 
nen 32-Bit-Umge- 
bung der Anschluss 
von modernen USB- 

Zip-Laufwerken und Fire-Wire-DV-Kameras 
möglich. 

Multiprozessor-Unterstützung 

Windows 2000 ermöglicht es, zwei Prozes- 
soren an den Tasks arbeiten zu lassen. Aber 
außer 3D-Titeln mit der Q3-Engine gibt es 
kein Spiel, das daraus einen Nutzen zieht. 
Doch selbst Q3 läuft damit nur marginal 
(circa drei Prozent) schneller. Es wird zwar 
ein paar optimierte Spiele dafür geben, 
doch der große Run der Programmierer 
wird wohl ausbleiben, zumal Windows 
2000 nicht gerade zu den günstigsten 
Betriebssystemen zählt. 

Neue Treibersignatur und 
-Verifikation 

Ab sofort müssen die Hardware-Hersteller 
ihre Treiber zuerst an Microsoft schicken. 
Dort durchlaufen sie intensive Tests, damit 




Zur leichteren Navigation werden 
selten gestartete Programme ver- 
steckt und erst auf Wunsch einge- 
blendet. 



schließlich eine ein- 
wandfreie Zusammen- 
arbeit mit dem Betriebs- 
system gewährleistet 
ist. Nach erfolgreichem 
Hürdenlauf in den 
Microsoft-Labors bekommt der jeweilige 
Treiber ein Zertifikat. Treiber, die ohne Zer- 
tifikat daherkommen, werden während der 
Installation als solche entlarvt - der 
Anwender wird benachrichtigt, dass er 
einen eventuell instabilen Treiber auf sein 
System loslässt. 

Schutz der Betriebssystem-Dateien 

Wer früher bei ausgeschaltetem Papier- 
korb aus Versehen einen Windows-Ordner 
löschte, der hatte einfach Pech. Windows 



Spielekompatibilität von 
Windows 2000 



Spieltitel 

Age or Empires 2 



spielbar 



Ja 



dein- 
stalierbar 

Ja 



Baldur's Gate 


Ja 


Ja 


Civilization: 
Call to Power 


Ja 


Ja 


Driver 


Ja 


Ja 


Earth 2150 


Ja 


Ja 


Falcon 4.0 


Ja 


Ja 


Freespace 2 


Ja 


Ja 


Gabriel Knight 3 


Ja 


Ja 


Half-Life (deutsch) 


Nein 


Nein 


Heroes of M&M 3 


Ja 


Ja 


Homeworld 


Ja 


Ja 


Indiana Jones 5 


Ja 


Ja 


Jagged Alliance 2 


Ja 


Nein 


Mech Warrior 3 


Nein 


Ja 


Need for Speed 4 


Nein 


Nein 


Panzer Elite 


Nein 


Ja 


Panzer General 4 


Ja 


Ja 


Pharao 


Ja (ohne 
Sound) 


Ja 


Planescape: Torment 


Ja 


Ja 


Q3 


Ja 


Ja 


Rally Championship 


Ja 


Ja 


SWAT3 


Ja 


Ja 


System Shock 2 


Nein 


Nein 



Unreal Tournament 



Ja (nur 
OpenGL) 



Ja 



PC PLAYER APRIL 2000 189 



HARDWARE 



Windows 2000 Professional 



2000 verhindert nun, dass Sie wichtige 
Dateien, die das Betriebssystem benötigt, 
einfach so ins Daten-Nirwana schicken. 
Wenn Sie auf den WinNT-Ordner klicken, 
dann bleiben die Dateien darin versteckt - 
selbst wenn in den Ordner-Optionen »Alle 
Dateien anzeigen« aktiviert wurde. 

Besseres Power-Management 

Dank verbessertem Power-Management 
ist es nun möglich, den Computer in einen 
so genannten »Hibernate-Modus« zu ver- 
setzen. Hier wird der wichtigste Inhalt des 
Arbeitsspeichers auf die Festplatte 
geschrieben. Beim erneuten Hochfahren 



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[^:MwitiHiiihattki .n r T?m "TTffWi"" - 





MP3-Dateien sind auch direkt über 
den Explorer abspielbar, so dass kein 
separater MP3-Player mehr notwen- 
dig ist. 

des PCs benötigt dieser nicht mehr ein 
paar Minuten, bis Sie wieder spielen oder 
arbeiten können, sondern lediglich ein 
paar Sekunden. 



Win 2000 Professional: 
System-Anforderungen 




Need for Speed 4 erkannte keine 
Windows-9x-Version und verweigerte 
stur die Installation unter Windows 
2000 Professional. 



© 






Hardware 


Minimum 


Empfohlen 


Prozessor 


Pentium 133 MHz 


Athlon oder 
Pentium III 500 MHz 


Arbeitsspeicher 


64 MByte RAM 


256 MByte RAM 
(maximal 4 GByte) 


Festplatte 


2 GByte (650 MByte 
für Win2000) 


20 GByte (650 MByte 
fürWin2000) 



Spiele-Kompatibilität 

Im Prinzip funktionieren alle Windows- 
95/98- und NT4-Spiele dank DirectX 7.0 
auch unter Windows 2000. Zu DOS-Spielen 
bleibt Win2000 bewusst inkompatibel, da 
jene Spiele oft den direkten Zugriff auf die 
Hardware fordern und das Betriebssystem 
dementsprechend ignorierend reagiert. Wir 
testeten die Profi-Software und förderten 
einige Probleme mit beliebten Spielen zu 
Tage. »Need for Speed 4« ließ sich zum Bei- 
spiel gar nicht erst installieren. »System 
Shock 2« erkannte ein angebliches Win- 
dows NT und verweigerte trotzig seine 
Installation. »Half-Life« (deutsch) konnten 
wir zwar installieren, doch der Spielstart 
brach jedes Mal mit einer Fehlermeldung 
ab. Ebenso konnten wir es nicht mehr voll- 
ständig deinstallieren. 



Auch System Shock 2 gehört zu den 
Spielen, die ein angebliches Win- 
dows NT erkennen und die Installa- 
tion von vorneherein verweigern. 



Installation 

Selten fiel uns die Installation eines neuen 
Betriebssystems so leicht. Ein einfacher 
Assistent schleust den Anwender durch die 
wichtigsten Einstellungen und lässt Sie 
jederzeit einen Schritt zurückgehen. Sollte 
Windows 2000 tatsächlich ein Hardware- 
Objekt in Ihrem Rechner unerkannt lassen, 
so bietet die Schaltfläche »Problembehe- 
bung« ein Frage- und Ant- 
wortspiel, das schließlich 
zur Erkennung des Geräts 
führt. Windows 2000 stellt 
automatisch vorhandene 
Betriebssysteme fest und 
installiert sich mit einem Bootmanager in 
den Bootsektor und anschließend auf eine 
Partition Ihrer Wahl. Unser Testrechner lief 
mit Windows 98 SE. 
Bei der Installation von 
Win2000 konnten wir 
auswählen, ob die Ein- 
stellungen von Win98 
übernommen werden 
sollen und das 
Betriebssystem damit 
überschrieben wird - 
oder ob Win2000 
neben Win98 auf der 
Festplatte koexistieren darf. Nachdem wir 
uns für die letzte Methode entschieden hat- 
ten, konnten wir anschließend aus dem neu 
entstandenen Boot-Menü zwischen Win- 



Q3-Benchmark: Windows 
2000 versus 98 SE 



Windows 


2000 


98 


HQ 800x600 


60.1 


66.9 


HQ 1024x768 


49.3 


58.1 


HQ 1152x864 


40.4 


47.3 


HQ 1280x1024 


31.7 


35.8 


HQ 1600x1200 


21.9 


22.8 


Normal 640x480 


62.2 


68.0 


Fast 512x384 


63.1 


68.4 



Fastest 512x384 



72.2 



62.9 



»Q3 lief unter 

Win2000 
langsamer.« 



Sie können erweiterte Uptionen verwenden, um die Installation 
Ihren Bedürfnissen entsprechend anzupassen. 



Pfad m den Windows 2000-Dateien: 
JG:\I38G 



Windows-Installationsordner: 
| WINNT 

r Alle Installationsdateien von der Setup-CD auf die Festplatte kopieren 
W ;lnitallati'jri.paiMtioi- .:- h end dei In: all ation selbst wählen] 



ül 



Während der Installation legen Sie 
die gewünschte Festplattenpartition 
und das Installationsverzeichnis fest. 



dows 2000 Professional und Windows 98 
wählen. Windows 2000 wurde auf einer 
eigens eingerichteten NTFS-Partition abge- 
legt, während die restlichen Partitionen 
noch mit FAT-32 werkelten. 

Benchmark-Schlagabtausch 

Wir verglichen die Leistung von Win2000 
mit der von 98 unter dem Spiel Q3 
(V1.15c). Als Test-System diente ein Pen- 
tium IM/500 MHz mit 128 MByte RAM, 
ASUS P2B-F Mainboard und der Grafikkar- 
te Elsa Erazor X 2 . Wir verwendeten jeweils 
die aktuellen Treiber für beide BS, wobei 
die Treiber der Erazor X 2 unter Win2000 
noch nicht von Microsoft 
zertifiziert waren. Es zeig- 
te sich, dass Q3 unter 
Win98 eindeutig schneller 
lief. Das lag an den 
unausgereiften Win2000- 
Treibern, die sich noch in einem Beta-Sta- 
dium befanden. Sind sie erst einmal opti- 
miert und zertifiziert, dürfte Windows 2000 
den verlorenen Boden zurückerobern, (jr) 



Fazit 



Zwar ist es ein beeindruckender Fakt, 
zwei Prozessoren für ein Spiel schuften 
zu lassen - doch außer dem neuesten 
Spiel von iD-Software zieht kein weiteres 
daraus einen Nutzen. Und selbst in 
jenem Spiel liegt der Leistungsgewinn 
bei circa einem bis drei Prozent. Win- 
dows 2000 ist eindeutig ein Betriebssys- 
tem für High-End-Anwender, die manch- 
mal versehentlich ein Spiel starten. Wäre 
Windows 2000 so »günstig« wie Win- 
dows 98 würden wir an dieser Stelle eine 
eingeschränkte Empfehlung aussprechen 
- doch allein wegen des saftigen Preises 
raten wir Ihnen von der Anschaffung ab, 
da Spiele auch in Zukunft für das weit 
verbreitete Windows 98 konzipiert wer- 
den. Der zusätzliche DirectX-7.0-Support 
ist ein nettes Bonbon, auf das anwen- 
dungsgeplagte NT4-User und innova- 
tionsverwöhnte Spieler gewartet haben - 
doch allzu viele der bis dato erschiene- 
nen Spiele benötigen dringend Patches, 
die eine Funktion unter Windows 2000 
erlauben. Ein weiterer Grund, der Win- 
dows 2000 vorerst für Spieler uninteres- 
sant bleiben lässt. 



190 PC PLAYER APRIL 2000 



Kurztests 



HARDWARE 



Diamond Viper II 




Schon vor drei Mona- 
ten warf S3/Diamond 
seine Viper II in den Han- 
del. Doch vorerst sollte die 
Platine den Spielern jen- 
seits des großen Teichs vor- 
behalten sein. Das hatte auch 
einen triftigen Grund: Waren 
die Treiber doch alles andere 
als ausgereift - selbst heute 
hat es Diamond noch nicht fer- 
tig gebracht, eine 
Transform&Lighting-Unter- 
stützung aus den Treibern zu 
ringen. Jetzt macht die Karte 
auch den deutschen Markt 
unsicher und präsentiert sich 
mit folgender Ausstattung: 
Savage 2000-Chip (125 MHz), 
32 MByte SDRAM (155 MHz), 
350 MHz RAMDAC, TV-Aus- 
gang (S-Video und Composite). 



Weitere Eigenschaften 
sind die hausgemachte und 
S3TC getaufte Texturkom- 
pression neben einer 2x-Pixel 
und 2x-Textur-Pipeline. Zum 
Vergleich: Eine GeForce 256 
arbeitet mit einer 4x-Pixel und 
1x-Textur-Pipeline. Sie jagt mit 
jenen Spezifikationen 480 Milli- 
onen Pixel und 480 Millionen 
Texel pro Sekunde durch ihre 
Leitungen, wobei die Viper II 
250 Millionen Pixel und dank 
der zweifachen Textur-Pipeline 
stolze 500 Millionen Texel pro 



Sekunde schafft. Aber nur 
wenige Spiele unterstützen die 
Mehrfach-Texturierung, 
wodurch sich die 500 MTexel 
nicht sonderlich bemerkbar 
machen. Wichtiger wäre ein 
höherer MPixel-Wert, denn mit 
250 MPixel ist die Diamond 

recht knapp ausgestat- 
tet. In unseren 
Direct3D-Benchmarks 
schlug sich die Viper 
II so gut wie eine 
TNT2-Ultra-Grafik- 
karte, während 
sie im Q3A- 
Benchmark 
unter »NOR- 
MAL«, 10 Pro- 
zent langsamer und 
unter »HIGH QUALITY« der 
GeForce (SD-RAM) um circa 
drei Frames überlegen war. Die 
Viper II ist dank hardwareseiti- 
ger DVD-Beschleunigung in der 
Lage, DVDs ohne MPEG-Karte 
(mit dem Zoran-Player) wieder- 
zugeben. 

Fazit 

Seit dem Savage 3D-Chip 
(erschienen 1998) hoffen wir auf 
ein Silizium von S3, welches es 
mit aktuellen Kontrahenten auf- 
nehmen kann. Der Nachfolger 
Savage 4 (erschien 1999) war 
anfangs ebenfalls als High-End- 
Chip angepriesen - nach seiner 



Veröffentlichung wurde er mit 
den ersten veröffentlichten 
Benchmarks schnell auf die hin- 
teren Plätze verwiesen. Auch 
der neueste Savage 2000 auf 
der Viper II ist nicht in der Lage, 
den derzeit schnellsten Grafik- 
karten (GeForce 256-DDR) Paroli 
zu bieten. In der Leistung ist die 
Viper II etwa zwischen einer 
TNT2-Ultra und einer GeForce 
256 (SD-RAM) anzusiedeln. Aber 
allzu sehr sollte man das S3 
nicht ankreiden, zumal der Preis 
nicht in solch astronomischen 
Höhen herumgeistert. Warten 
wir also weiterhin auf Treiber, 
die Transform&Lighting voll 
unterstützen und einen leichten 
Preisrutsch - dann dürfte die 
Viper II eine attraktive Alternati- 
ve zu GeForce-Karten mit SD- 
RAM darstellen, (jr) 



33PLAYER 

WERTUNG 

DIAMOND VIPER II 

ca. 400 Mark ■ Grafikkarte 



Pro: 

Optimierte Q3A-Leistung 
S3-Texturkompression 

Contra: 

Unausgereifte Treiber 
Nicht der erwartete 
Überflieger 



IHttMINÜI 



Microsoft IntelliMouse Hover 




Bei Microsoft greifen die Pro- 
duktdesigner wohl demnächst 
nach den Sternen. Als ob die 
hypersensitive IntelliMouse 
Explorer mit der digitalen Kame- 
ra noch nicht gut genug wäre, 
schieben die Jungs aus Red- 
mond bereits jetzt einen Nach- 



folger hinter- 
her: Die Intelli- 
Mouse Hover. Man 
kann es wohl nicht dul- 
den, wenn Hersteller wie 
Kärna mit genaueren Mäusen 
herumtanzen (Razor Boomslang 
2000). Und so kommt es, dass 
eine im Hardware-Bereich bis 
dato gänzlich unbekannte Tech- 
nologie aus geheimen Entwi- 
ckler-Akten ans Tageslicht 
kommt. Vorhang auf für die Luft- 



kissen-Unterseite, welche die 
Maus 0,12 Millimeter über der 
Unterlage schweben lässt. Dank 
des integrierten Antigrav-Sen- 
sors (bestehend aus Titanium- 
Elementen - deshalb der hohe 
Preis) erreicht die Hover-Maus 
eine Genauigkeit von 8000 dpi 
(Boomslang: 2000 dpi). 

Fazit 

Kaum zu glauben. Microsoft 
konzentrierte sich auf die Profi- 
Spieler und lief mit seiner Hover 
der Razor Boomslang glatt den 
Rang ab. In Ego-Shootern klebt 
das Fadenkreuz nur so am Geg- 
ner - unser Shooter-Redaktions- 
Ass zockte damit gegen einige 
der besten Clan-Leute weltweit 



und machte sie alle platt. 
Genauso muss Profi-Hardware 
aussehen. Einzig der mitgeliefer- 
te Diesel-Generator könnte 
etwas leiser rattern, (jr) 



USPumR 

WERTUNG 

MICROSOFT INTELLIMOUSE HOVER 
ca. 360 Mark ■ Profi-Maus 



Pro: 

Konkurrenzlose Technologie 
Gewinnt jedes Deathmatch 

Contra: 

Diesel-Generator nervt 
■ Ansteigende Diesel-Preise 



GESAMTURTEIL y- 



PC PLAYER APRIL 2000 191 



HARDWARE 



Technik 

Treff 



Hardware-Experte 
Henrik Fisch 

beantwortet Ihre 
Technik- 
Fragen. 




Sie fragen, wir antworten: Tipps & Tricks rund um den PC. 



■ Shareware DVD-Player 

Ich wollte fragen, ob es im Internet 
einen Shareware DVD-Videoplayer 
gibt. Wenn ja, verratet mir doch bitte 
die Adresse, wo man das Programm 
runterladen kann. Ich bedanke mich 
für Eure Mühe. (Thomas Becker) 

Eine gute Anlaufstelle zum Thema MPEG 
und DVD ist »www.mpeg.org«. Dort findet 
man alles rund um das Thema MPEG, 
DVD, Herstellerlisten, Source-Codes für 
MPEG-Software (für denjenigen, der so 
etwas Mal selber programmieren will) und 




Der »PowerDVD«-Player von Cyberlink grabbt sogar 
Bildschirm-Fotos aus dem Video (hier »Matrix«). 



auch Freeware-Player. Allerdings kennen 
wir bisher keinen vernünftigen, frei verfüg- 
baren Player zum Thema MPEG-2 oder 
DVD. Da wird man wohl auf eine käuflich 
erhältliche Software ausweichen müssen. 
Der »DVD-Player« von Xing machte einen 
ausgezeichneten Eindruck, allerdings ist er 
von der Web-Site www.xingtech.com ver- 
schwunden und man findet dort auch kein 
Sterbenswörtchen mehr über das Produkt 
(außer im Forum). Auch bei einigen von 
uns besuchten Web-Shops erhaschten wir 
nur noch den Hinweis, dass das Produkt 
nicht mehr verfügbar wäre. Wir vermuten 
eventuell, dass Xing die Konsequenzen 
gezogen hat, weil mittels dieses Players 
das DVD-Decoder-Tool »DeCSS« program- 
miert werden konnte. Schade! Ein wei- 



terer interessanter Software-Player ist 
»PowerDVD« von CyberLink 

(www . cyber 
link . com). Auf der Web-Site gibt es auch 
eine frei erhältliche, allerdings abgespe- 
ckte Version zum ausprobieren. 

■ AMD auf alten Boards 

Ich besitze einen alten Pentium/1 66- 
Prozessor auf einem Asus-P55T2P4- 
Motherboard. Auf dem Board sind 512 
KByte Cache und 64 MByte Arbeits- 
speicher. Die geringste Prozessorspan- 
nung, die sich einstellen lässt, beträgt 
2,5V. Jetzt habe ich in 
einer Zeitschrift gele- 
sen, dass sowohl der 
AMD K6-2, als auch der 
K6-3 zumindest in der 
400 MHz-Version auf 
alten Socket-7-Boards 
laufen, da sie den Multi- 
plikator von zweifach 
einfach als sechsfach 
interpretieren. Die 

genannten Prozessoren 
benötigen aber eine 
Core-Spannung von 2,2, 
beziehungsweise 2,4 
Volt. Kann ich die Pro- 
zessoren trotzdem auf 
dem Board laufen lassen oder gibt es 
noch andere Möglichkeiten die Core- 
Spannung runterzudrehen? (Robert) 

Richtig: Da das T2P4-Board von Asus die 
neuen Prozessoren schlichtweg nicht 
kennt, stellt man es auf zweifachen Takt 
und der 400-M Hz-AMD 
Prozessor interpretiert 
das als sechsfachen 
Takt. Bei 66-MHz-Bus- 
takt bekommt man da- 
durch 396 MHz am Pro- 
zessor, was noch inner- 
halb der 400 MHz liegt. 
Der Multiplikator ist 
hier also nicht das Pro- 
blem, wohl aber die 



Prozessorspannung. Der 400er darf nur 
mit einer Spannung von 2,2 Volt gefüttert 
werden. Da sind die vom Motherboard 
gelieferten 2,5 Volt definitiv zu viel. Anders 
beim K6-3/400, der 2,4 Volt haben will. 
Laut Datenblatt passen da gerade auch 
eben noch 2,5 Volt, dann sollte man den 
Chip aber gut kühlen (Lüfter sowieso 
obendrauf, und in der Nähe des Netzteils 
unterbringen). 

Allerdings gibt es noch ein anderes Pro- 
blem: nämlich der Strom, der durch den 
Prozessor fegt. Der ist nämlich wesentlich 
höher als bei einem Pentium/166 und den 
kann das T2P4-Board vermutlich schlicht- 
weg nicht liefern. Wir würden deswegen 
auf jeden Fall zu einem neuen Motherbo- 
ard raten. 

Inzwischen gibt es übrigens auch K6-2- 
Prozessoren mit 450, 475, 500 und 533 
MHz. Die Tabelle gibt Auskunft über die 
benötigten Prozessor-Spannungen der K6- 
2- und K6-3-Prozessoren. 

■ Lahmes Modem 

In der Ausgabe 1/2000 hatte Sebastian 
Klaar geschrieben, dass sein Modem zu 
langsam ist. Dazu habe ich folgenden 
Tipp: Dieses Problem hatte ich auch, 
aber es lag nicht an einer schlechten 
Verbindung oder am Provider. Die Kon- 
figuration des Modems in der Registry 
von Windows war schuld. Die beim 
Installieren der Modem-Treiber einge- 
tragenen Init-Strings sind meiner Erfah- 
rung nach meistens viel zu lang, und 
verursachen eine »langsame« Verbin- 
dung. Die Standardeinstellungen der 



AMD-Prozessorspannungen k 




Prozessor 


Spannung 


Proz.-Bustakt 


IV 


lultiplikator 


AMD K6-2/400 


2,2 Volt 


100 MHz 


4x 


AMD K6-3/400 


2,4 Volt 


100 MHz 


4x 


AMD K6-2/450 


2,4 Volt 


100 MHz 


4,5x 


AMD K6-3/450 


2,4 Volt 


100 MHz 


4,5x 


AMD K6-2/475 


2,4 Volt 


95 MHz 


5x 


AMD K6-2/500 


2,2 Volt 


100 MHz 


5x 


AMD K6-2/533 


2,2 Volt 


97 MHz 


5,5x 



192 PC PLAYER APRIL 2000 



HARDWARE 



WINDOWS-98-UPDATE 



Ich habe Windows 3.11 und darauf 
Windows 95A als Update-Version 
installiert. Kann ich darüber auch 
noch Windows 98 als Update instal- 
lieren? Oder sollte ich auf Windows 
2000 warten? (Ulrich Droge) 

Das Update von Windows 98 lässt sich 
problemlos über ein Windows 95 
installieren. Wir empfehlen allerdings 
vorher eine komplette Neuinstallation 
des Systems, damit nicht eventuell 
alter Treiber- und DLL-Müll übernom- 
men wird. Zu Windows 2000 raten wir 
im Moment noch nicht. Unser Hard- 
ware-Mann Jochen Rist hat in dieser 
Ausgabe (siehe Seite 188) zu dem 
Thema einige interessante Feststellun- 
gen gemacht. 



meisten Modems sind bereits optimal, 

und brauchen keinen extra Init-String. 

Ein Reset (AT&F) reichte bei mir zum 

Beispiel vollkommen aus. Man erhält 

damit eine mit Kompression 1 1 5000 

bps schnelle Verbindung. Um das zu 

erreichen ändert man in der Registry 

folgende Einträge: 

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\ 

CurrentControlSet\Services\Class\ 

ModemXOOOOMnit 

Schlüssel 2 in »AT&F« und unter 

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\ 

CurrentControlSet\Services\Class\ 

ModemXOOOOXSettingsMnit 

muss auch der Schlüssel 1 in »AT&F« 

geändert werden. 

(unbekannter Absender) 

Wir bedanken uns für diesen Tipp, geben 
aber zu bedenken, dass Fummeleien an 
der falschen Stelle in der Registry von 
Windows sehr fatale Folgen haben kann - 
Windows läuft dann unter Umständen 
schlichtweg nicht mehr. Also bitte Vorsicht 
und lieber dreimal nachkontrollieren, 
bevor man auf »o.k.« klickt. 

■ Kein Umtausch 

Ich besitze zwei Asus-V3000-Grafik- 
karten, die beide defekt sind. Ich 
schickte eine an den Händler zurück 
von dem ich die Karte erstand. Dieser 
wollte die Karte nicht annehmen, da 
die gesetzliche Gewährleistung von 
einem halben Jahr abgelaufen ist. Die 
Karte kam mit einem Hinweis zurück 
an mich, dass ich diese doch direkt an 
Asus schicken soll. Zur Entlastung 
des Händlers frei Haus. Gesagt, getan, 
ich schickte die beiden defekten Kar- 
ten also direkt an Asus in Ratingen. 
Die Karten kamen prompt von dort 
zurück. Annahme verweigert ohne 



Kommentar: Ich bin sehr verärgert! 
Wo ist jetzt bitte schön die 36 mona- 
tige Garantie mit der geworben wird 
und die Sie bei jedem Asus-Produkt in 
Ihrer Zeitung erwähnen? (Tobias Kahle) 

Das Problem ist, dass Asus wohl 36 Mona- 
te Garantie leistet, der Händler diese aber 
im Falle einer Garantie an Asus weiterlei- 
ten muss. Vielleicht handelt es sich hier 
auch nur um ein Missverständnis und der 
zuständige Händler hat vielleicht nicht 
mehr daran gedacht, dass Asus mehr 
Garantie gibt. Auf jeden Fall hilft hier wohl 
noch einmal ein klärendes Telefonge- 
spräch. Außerdem kann ein Anruf bei der 
Asus-Hotline für Grafikkarten in Deutsch- 
land (02102-95990) mit einem dezenten 
Hinweis auf die 36 Monate Garantie auch 
nicht schaden. 

■ GeForce lahmt 

Ich habe mir vor circa einem Monat 
eine »GeForce«-Karte von Guillemot 
gekauft, die ich trotz verzweifelter Ver- 
suche nicht zum Laufen gebracht habe. 
Also habe ich sie eingeschickt und mir 
wurde sogar bestätigt, dass sie defekt 
war. Mit dem Ersatz habe ich dasselbe 
Problem. Nun wollte ich Sie um Rat bit- 
ten: Ist es möglich, dass mein Mainbo- 
ard die Karte nicht mit genügend Strom 




Moderne Grafikkarten mit dem 

»GeForce 256«-Chip von 

Nvidia benötigen eventuell so 

viel Strom, dass der ganze PC 

nicht mehr stabil läuft. 



So erreichen Sie uns 

Brennt Ihnen eine Frage zu den 

Mysterien der PC-Technik auf der 

Zunge? Versiegt die Spiele-Lust im 

Hardware-Frust? 

Schreiben Sie uns; wir versuchen 

Ihre Fragen in der nächsten 

Ausgabe unterzubringen. 



versorgen kann? (per E-Mail) 
Das kann sogar sehr gut sein, was die 
Karte dann allerdings nicht beschädigen 
würde. Leider waren die Motherboard- 
Hersteller vor ein bis zwei Jahren noch 
nicht darauf vorbereitet, dass moderne 
Grafikkarten fast so viel Leistung wie ein 
Prozessor verbraten. Deshalb waren 
weder die AGP-Slots noch die Stromver- 
sorgungen darauf ausgerichtet. Hier hilft 
nur der Tausch gegen eines der neuesten 
Motherboards. 

■ Temporäres Laufwerk 

Wie ändere ich das temporäre Win- 
dows-Verzeichnis auf ein anderes 
Laufwerk? (per E-Mail) 

Hier ist Handarbeit in der AUTOEXEC.BAT 
gefragt. Die finden Sie im obersten Ver- 
zeichnis der C-Festplatte. Schnappen Sie 
sich den »Editor« und öffnen Sie diese 
Datei. Dann suchen Sie nach einer Zeile 
die folgendermaßen aussieht: 
SET TMP=C:\WINDOWS\TMP 

Ändern Sie diese auf ein vorhandenes 
Verzeichnis einer anderen Festplatte und 
fertig ist die Laube. Wenn diese Zeile 
nicht existiert, tragen Sie einfach am 
Schluss der Datei ein. Kopieren Sie diese 
Zeile und tragen Sie sie ein zweites Mal 
ein, nur dass Sie bei der zweiten Zeile das 
»TMP« nun mit »E«, also als »TEMP« 
schreiben. Als Beispiel nehmen wir ein- 
mal an, dass Sie das TEMP-Verzeichnis 
von Windows auf Laufwerk D haben wol- 
len: 

SETTMP=D:\TEMP 
SETTEMP=D:\TEMP 

Danach speichern Sie die Datei, 
schließen den »Editor« und starten 
Windows erneut. Allerdings machen 
wir darauf aufmerksam, dass einige 
schlecht programmierte Programme 
sich nicht um diese Einstellungen scheren 
und das TEMP-Verzeichnis grundsätz- 
lich auf C vermuten. Da hilft dann im Falle 
einer Fehlermeldung nur eins: Platz schaf- 



Unsere Adresse: 

Future Verlag GmbH 
Redaktion PC Player 
Stichwort: »Technik Treff« 
Rosenheimer Str. 145h 
81671 München 

oder per E-Mail an 
techniktreff@pcplayer.de 




Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Zeitgründen keine individuellen Ratschläge ertei- 
len können. Bitte schicken Sie also weder Rückporto noch frankierte Umschläge. Außerdem 
ganz wichtig: Bitte, bitte fügen Sie der E-Mail Ihren vollen Namen hinzu. 

Technikhotline für PC Player, 

Mo-So 7-24 Uhr (0190) 882 - 419 - 43 (3,63 Mark/Minute) 




PC PLAYER APRIL 2000 193 



RUBRIKEN 




MAILBOX 

Hallo zusammen - wir freuen uns, etwas von 
Ihnen zu hören. Also ran an die Tastatur oder 
den Stift und einen Brief mit Kommentaren, 
Lob oder Tadel zur aktuellen Ausgabe und 
der Spieleszene im Allgemeinen geschrieben. 



■ Tim, bleib bei uns! 

Wie so oft im Leben liegen auch Freud und 
Leid von Computerspielern nahe beieinan- 
der. Heute war wieder so ein Tag. Da 
erfährt ein alter Adventure-Haudegen wie 
ich, dem so gar kein 3D-Echtzeit-Strategie- 
Action-RPG auf die Festplatte kommen 
will, innerhalb von wenigen Stunden, dass 
LucasArts an »Monkey Island 4« bastelt 
und Tim Schaefer LucasArts verlässt. Wie 
soll das denn gehen? Wie bitte schön soll 
ich mich denn jetzt fühlen? Wer denkt an 
mein seelisches Gleichgewicht? Wo hän- 
gen die Unterschriftenlisten aus, bei denen 
ich dafür votieren kann, dass a) Tim Schae- 
fer wenigstens noch beim Story-Board von 
Monkey Island 4 Hand anlegt und b) das 
Spiel bloß nicht so ein albernes 3D-Action- 
Rumhüpf-WoissennurderSchlüsselfürden- 
LevelAusgang-Spiel im uniformierten SD- 
Grafikkarten-Einheitslook wird? Ansonsten 
hat LucasArts bei mir nämlich nach dem 
mäßigen »Indiana Jones und der Turm 
von Babel« und dem wohl von der Putz- 
frau programmierten »Episode 1: Die dun- 
kle Bedrohung« ein für allemal verspielt. 
(Carsten Born) 

Ihren Brief würden wir komplett 
unterschreiben. Bis auf einen Punkt: 




Indys Abenteuer in 3D machen Spaß. 
Ehrlich. Allerdings, und das ist in der 
Spielewelt höchst selten: Sie müssen 
schon ein paar Level weit spielen. 
Optisch gewinnt Indy wahrlich keinen 
Blumentopf. 

■ Sprachstörungen 

Auf meine Anfrage teilte mir Microprose 
Deutschland mit, »Mech Commander Gold« 
werde es nicht in deutsch geben, da sich die 
Lokalisierung nicht lohne. Fein. Mein Hin- 
weis, man könne doch das englische Pro- 
gramm mit dem deutschen Originalhand- 
buch und einem Zusatzheft zu den Erweite- 
rungen auf den Markt bringen, blieb unbe- 
antwortet. Jetzt gibt es die Missions-CD 
»Mech Warrior 3: Pirate's Moon«, wieder nur 
als Import und zu einem unverschämten 
Preis (70 Mark für eine Erweiterung sind 
happig). Ich spiele jetzt seit 12 Jahren Battle- 
tech-Titel und habe jedes bisschen Software 
zu dem Thema, aber weder ich noch meine 
37 Mitspieler in Köln werden diesen Preis 
bezahlen. Microprose Deutschland hat sich 
bisher zu meiner diesbezüglichen Mail nicht 
geäußert, Microprose USA will sehen, was 
sich in Zukunft tun lässt. Frage: Wozu soll 
man sich ein Spiel in der deutschen Version 
kaufen, wenn man nicht mit den kommen- 
den Erweiterungen rechnen kann? Da kaufe 
ich doch besser gleich die englische Fas- 
sung. Und der Versuch, deutschen Impor- 
teuren »das Wasser abzugraben«, vereitelt 
schon das Internet mit seinen Bestellmög- 
lichkeiten. Mit ihrer Politik machen die Spie- 
lefirmen sich nur selbst kaputt, denn: Der 
einzige Weg, diesen Leuten zu zeigen, dass 
sie mit den Gamern nicht alles machen kön- 
nen, ist ein Boykott. Nur: Dann fliegen die 
Leute raus, welche die Arbeit machen, nicht 
die Misswirtschafter. 

Mal ein Wort an die Leser-Gemeinde: Es 
muss nicht immer das Neueste am Markt 
sein. Es gibt jede Menge Programmperlen 




Unsere Mail-Adresse: 
mailbox@pcplayer.de 

per Post: 

Future Verlag GmbH, 

PC Player, Steffis Mailbox, 

Rosenheimer Str. 145h, 81671 München. 



Alle 14 Tage?!? 



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24x pro Jahr? 



Habt Ihr Euch 
schon einmal 
überlegt, vier- 
zehntägig zu er- 
scheinen? Die 
c't hat es ja mit 
Erfolg vorge- 
macht. Wäre 
echt toll! 
(Paul Bellen- 
dorf) 



Hui, und wer soll die ganzen Spie- 
le programmieren, die wir dann in 
jedem zweiten Heft zusätzlich 
testen sollen? Ansonsten würde 
unser Heft ja sehr viel dünner 
werden. 

Die Jungs bei der c't haben außer- 
dem viel mehr Themen, über die 
sie berichten können (beispiels- 
weise exotische Hardware wie 
Scanner und digitale Kameras, 
Profi-Netzwerkkomponenten, Ex- 
perten-Programmierkurse, Artikel 
zu PC-Recht, Apple und Linux. 



mit einigen Jahren auf dem Buckel: »Pri- 
vateer«, »Strike Commander«, »Wing 
Commander 2«, »SimCity 2000«, »Com- 
mand & Conquer 1 & 2«, »Dune 2« und 
viele andere. Vielleicht nicht mit Supergra- 
fik, aber oft mit mehr Spielwitz als manch 
neuer Titel. Wühlt mal im Schrank und 
lasst Euch überraschen. 
(Andreas Clausing) 

Unsere Test-Crew freut sich auch 
nicht gerade über Sprachenwirrwarr 
und die Politik, manche Missions-CDs 
quasi nur nebenher zu vertreiben. 
Oder nimmt man bei den Herstellern 



194 PC PLAYER APRIL 2000 



RUBRIKEN 




Ultima 9 - Ascension: Die 
amerikanische »Dragon Edi- 
tion« gibt's offiziell nicht in 
Deutschland. 



an, die Fans der Spiele 
würden diese eh schon in 
Englisch kaufen und damit 
auch die englischen 
Erweiterungen bevorzu- 
gen? Gerade auf eine 
CD/DVD passen doch bei- 
spielsweise so- 
wohl englische als 
auch deutsche 

Hallensprecher f 
(»NBA 2000« 
hat im Ge- 
gensatz zum 
Vorgänger nur noch 
deutsche Stimmen). 
Kein Witz: Electro- 
nic Arts zeigt sich 
übrigens bis heute 
nicht in der Lage, 
uns die Missions- 
CD »Antiteam« für 
»Sid Meier's Gettysburg« zum Testen 
zu schicken. 

Alte Spieleperlen: Stimmt genau - 
und oft sind zahlreiche dieser Titel in 
Sammlungen oder zum Taschengeld- 
preis zu haben. Also, artig unsere 
Sparschwein-Artikel lesen und Floh- 
märkte abklappern. 

Sammler und Jäger 

Ich bin ein begeisterter Ultima-Fan und 
habe eine Frage zur besser ausgestatteten 
»Dragon Edition« von »Ultima 9 - Ascen- 
sion«. Diese würde ich nämlich zur Ver- 
vollständigung meiner Sammlung gern 
mein Eigen nennen. Die Suche im Internet 
stellt mich aber vor ein Problem, da auf 
den Electronic-Arts-Seiten dieses Paket 
nur im amerikanischen Shop angeboten 
wird. Wie kann ich sie hier bekommen? 
Oder wird es genug Exemplare geben, die 
auch regulär in die Läden kommen? Oder 



kann ich mir das in den USA bestel- 
len, obwohl keine Versandart Rich- 
tung Europa zu finden ist? Falls 
Letzteres zutrifft, würde ich mich 
sehr freuen, wenn Sie mir kurz 
beschreiben, wie das dann tech- 
nisch gehen soll. 
(Andreas Schmidt) 



Unsere Rollenspiel- 
Sammler haben sich 
die englische »Dra- 
gon Edition« per 
Kreditkarte 
bei der Elec- 
tronics Boutique, 
www . ebworld . com, 
bestellt. Allerdings 
kamen zu rund 110 
Mark für das Spiel noch 
einmal rund 100 Mark 
Porto - bei fünf Bestel- 
lern allerdings erträgliche 20 Märker 
pro Nase. Manchmal landen die 
Schätze auch im Zoll, rechnen Sie 
dann erneut 20 Prozent auf den 
Grundpreis. 

Zahlreiche Spieleläden wie PC Fun 
(www.pcfun.de) bieten ebenfalls US- 
Importe an - teilweise aber mit safti- 
gen Aufschlägen. Vergleichen lohnt! 
Ob die deutsche Fassung von »Ultima 
9 - Ascension« auch in einer Spezial- 
verpackung erscheint, war zum Re- 
daktionsschluss noch nicht bekannt. 

Schnell-Tests? 

Mal ehrlich: Wie lange testet Ihr denn? 
Eine halbe Stunde oder was? Die größte 
Herausforderung bei »Planescape: Tor- 
ment« sind ja wohl weniger die Quests 
als Probleme wie das Ruckein der Haupt- 
figuren und der Grafik-Engine nach den 
ersten zwei Schritten. Hier hilft nur der 




Keiner kennt sie 



Mir fallt in letzter Zeit immer öfter fol- 
gendes auf: Wenn ich alte Spiele auf 
meinen Laptop spiele, fragen mich die 
Leute, was das für ein schlechtes Spiel 
sei. Ich antworte beispielsweise bei 
»Dune 2« mit »Das ist der Vorgänger 
von Command & Conquer.« Die Leute 
starren einen dann an und gehen, 
anstatt zu fragen, ob sie selbst mal 
spielen könnten. Warum wollen man- 
che lieber den neusten Schrott als gute 
alte Klassiker? (Ulrich Hartinger) 

Weil sie nur nach toller Grafik 
schielen? Weil sie die Klassiker 
nicht kennen? Hier sind die Vete- 
ranen gefragt, den nachwachsen- 
den Jungs und Mädels ein paar 
Nachhilfestunden in Spiele-Ge- 
schichte zu geben. 



Tod samt Auferstehung oder das Laden 
eines Spielstandes. Oder: Wie komme ich 
in die Gießerei? Oh, ich weiß: Ich kaufe 
mir für dieses Kapitel einfach die eng- 
lische Version. Da für mich die Spielbar- 
keit eine Voraussetzung für eine gute 
Wertung ist, frage ich mich, wie das Spiel 
auf 86 Punkte Spielspaß kommt? Ich 
meine, vielleicht habt Ihr zu viel zu tun 
und freut Euch über Bugs? Udo: »Boah, 
guck mal, Roland: ein Fehler in Torment, 
da komm ich nicht weiter.« Roland: »Cool, 
gehen wir 'ne Wochen Ski fahren, viel- 
leicht gibt's bis dahin ja 'nen Patch.« 

Und wenn Ihr »Ultima 8« »SuperAvatar 
Brothers« nennt, dann müsste »Ultima 9 - 
Ascension« eigentlich »Tomb Raider 9: 
The now really and forever last Ascen- 
sion« heißen. Fertig gemotzt. Der Rest 
gefällt mir. Aber bitte testet demnächst 
Mammut-Spiele wie Planescape und Ulti- 
ma 9 gründlicher. (Florian Gebhardt) 

Roland und Udo sind nicht der Mei- 
nung, die beiden Rollenspiele nicht 
gründlich genug getestet zu haben. 
Und über Bugs freut sich hier nie- 
mand, auch wenn das von Dir ange- 
sprochene »Zeitlupen«-Problem exis- 
tiert. Allerdings ist es Roland bei sei- 
nem mehrtägigen Test am heimischen 
Pentium/200 nicht aufgefallen - so 
etwas soll es geben. 

Neben einem Patch im Internet, der 
das Problem behebt (siehe auch den 
Bug-Report der letzten Ausgabe) hilft 
es, das Spiel mit ALT-F4 scheinbar 
beenden zu wollen, dann bei der 
Abfrage aber zu verneinen. Oh, und 
»Planescape: Torment« bekam 89 
Punkte - und Roland stand noch nie 
auf Skiern. 



PC PLAYER APRIL 2000 195 



RUBRIKEN 



Wie alt ist Steffi? 



Ich weiß zwar, dass man 
danach nicht fragt, aber: 
Steffi, ich würde doch 
gern mal wissen, wie alt 
Du bist. Auf den Fotos in der Player 
siehst Du älter aus als in den Videos. Das 
ist nicht böse gemeint, aber auf den 
Fotos wirkst Du wie Ende 20, in den 
Videos eher wie Anfang 20. Würdest Du 
uns Dein wahres Alter offenbaren? Gibt 
es auch Autogrammkarten von Euch? 
Wenn ja, dann hätte ich gern welche. 
(Heiko Böker) 



Alter Schmeichler - Autogrammkar- 
ten gibt es leider keine, aber die 
ersten fünf Leser, die mein Alter 
richtig raten, bekommen eine von 
allen Redaktionsmitgliedern unter- 
schriebene PC Player. Und einer 
Wunsch-Widmung von mir. Ab mit 
der Postkarte mit dem Stichwort 
»Steffi« an unsere Adresse im 
Kasten unten. Wie üblich ist der 
Rechtsweg ausgeschlossen ... und 
natürlich alle Future-Mitarbeiter. 
Einsendeschluss ist der 28.3.2000. 



Indizier' mich! 

Anscheinend lässt sich die Bundesprüfstel- 
le beeinflussen. Oder wie könnte man sonst 
erklären, dass bestimmte Spielserien ruck- 
zuck indiziert werden, »Unreal Tourna- 
ment«, das schon länger auf dem Markt ist, 
aber nicht? Und obwohl Unreal Tourna- 
ment bereits auf der Verpackung ein Bild 
zeigt, auf dem ein Bot den Kopf »verliert« 
und im Spiel Kopfschüsse mit einem »Head 
shot!«-Ruf fast verherrlicht werden. Natür- 
lich geht die Indizierung einiger Titel in Ord- 
nung, aber die BPjS hat die wahrscheinlich 
oft nur deswegen so schnell indizieren kön- 
nen, weil die Vorgängerspiele alle indiziert 
wurden. Als Entschuldigung wird es hei- 
ßen, bei Tournament gibt es mehrere Spiel- 
Modi, die noch nicht ganz durchforstet sind, 
oder sind die Tester dort zu schlecht? Oder 
wie soll sonst die Erklärung lauten? (Ger- 
hard Jaschek) 

Die Bundesprüfstelle wird nach wie 
vor erst auf Antrag beispielsweise 
eines Jugendamtes tätig. Dieses wird 
meist von einer dritten Person auf 
Gewalt in einem bestimmten Spiel 
hingewiesen. Zur Prüfung geht das 
Spiel dann nach Bonn. Die Indizie- 
rungschancen steigen, wenn schon 
einer oder mehrere Vorgänger auf 
dem Index gelandet sind. Das ist bei 
»Unreal«, das der BPjS in einer teil- 
weise entschärften deutschen Ver- 
sion vorgelegt wurde, nicht passiert 
- und so haben es die Experten ver- 
mutlich schwieriger. Unreal Tourna- 
ment zu indizieren. Sonst würden sie 
eventuell eingestehen, schon den Vor- 
gänger »falsch« eingeschätzt zu 
haben. Aber über eine Nicht-Indizie- 
rung hat sich bei uns noch nie ein 
Leser beschwert ... 

Sorge um den Duke 

Ich habe das Interview mit dem »Duke 
Nukem Forever«-Programmierer gelesen, 
in dem er meint, dass die Grafik an die des 
Dreamcast-Titels »Shen Mue« heran- 
kommt. Ich habe mir alle Duke-Bildschirm- 



fotos angesehen und mir auch einen 
Shen-Mue-Trailer unter www . rpgamer . 
com/games/upcoming/shien/shien 
prop.html herunter geladen. Ob sie die- 
ses Niveau mit ihrer aufgebohrten »Unreal 
Tournament«-Engine erreichen können? 
(Stephan Wamann) 

Zweifelsohne wird Duke Nukem For- 
ever ein grafisch höchst beeindru- 
ckendes Spiel. Die Jungs von der Vi- 
deo Games hatten eine Importversion 
von »Shen Mue« in den Händen - und 
sooo bahnbrechend sah das Action- 
Adventure in 640 mal 480 Punkten 
nicht aus. Realistisch, aber nicht die 
erhoffte Offenbarung. Drücken wir 3D 
Realms weiter die Daumen. 

Ich bin Arzt, kein Spieletester 

Leute, Ihr seid Redakteure und keine 
Schauspieler - vor allem keine guten. Und 
Ihr seid total unkomisch, seid mir versi- 
chert, das ist nicht nur meine Meinung. Die 
Multimedia-Leserbriefe sind eine schreck- 
liche Peinlichkeit. Der durchs weglassen 
freiwerdende Platz auf der CD-ROM könn- 
te für mehr Tools wie »ACDSee« oder 
»McAffee Virusscan« in Shareware- Vers Jo- 
nen genutzt werden. Und last but not least: 
Die Seite mit den Redakteur-Personalities 
könnt Ihr drei-mal-bitte-bitte-mit-Zucker- 
drauf ersatzlos streichen, niemand ist an 
Eurem Privatleben interessiert und was Ihr 
gerade für eine CD hört. Interessant sind 
dagegen hoffentlich auch weiterhin Eure 
Spiele-Tests (die in den vergangenen zwei 
Jahren erfreulicherweise an Seitenzahl 
zugenommen haben). (Florian Rampp) 

Das ist aber hart. Unsere Leser-Mit- 
machkarten sprechen da eine ganz 
andere, deutlich positivere Sprache. 
Und viele Player-Fans haben sich bitter 
beschwert, dass wir unsere monat- 
lichen Redakteurs-Infos bei unserer 
Layout-Umgestaltung etwas einge- 
dampft haben. Wollt Ihr mich und die 
anderen wirklich nicht mehr in Bild 
und Ton sehen? Schnüff. 



Neue Rubrik? 

Als ich in der letzten Ausgabe den Leser- 
brief »Adventure-Mangel« durchlas, kam 
mir die Idee für eine neue Rubrik in der PC 
Player. Ich könnte mir vorstellen, dass sie 
unter dem Namen »Die besten Spiele aller 
Zeiten« läuft und die Leser diese Seite mit 
Inhalt füllen. Diese Idee ähnelt zwar der 
»Hall of Farne«, jedoch würde mich kon- 
kret die Meinung anderer Leser interessie- 
ren, die dann zu ihrem genannten »Ever- 
green« eine kleine Geschichte erzählen 
könnten. Mir geht zum Beispiel das Spiel 
»Zak McKracken« nicht aus dem Kopf und 
ich denke, dass jüngere Leser, die solche 
Titel nicht mehr kennen, Anregungen fin- 
den könnten, um beispielsweise die 
momentane Dürrezeit der Adventures mit 
alten Titeln zu überbrücken. 
(Michael Bleß) 

Witzige Idee! Was meinen die anderen 
Leser? Schicken Sie uns doch mal ein 
paar Oldie-Anekdoten! 

Lara nackt 

Ich lese seit neuestem Eure Zeitschrift und 
finde sie ausgezeichnet. Das Einzige was 
mich stört: Ihr habt zu wenig Cheats. Noch 
zwei Bitten: 1. Könntet Ihr Lara Croft ein- 
mal nackt zeigen? 2. Ich habe bei »Conflict 
Freespace« ein Problem mit dem Mis- 
sions-Editor »Fred«, und zwar weiß ich 
nicht, wie man ihn benutzt. Hättet Ihr eine 
Gebrauchsanleitung für mich? 
(Vadim Eckert) 

Zu wenig Cheats? Welche hättest Du 
denn gern? Hinweise nimmt Stefan 
(stefan.seidel@future-verlag.de) ent- 
gegen. 

Zu Frage 1: Nein. 
Zu Frage 2: Schau mal vorbei auf 
http : //descent . gamestats . com/FSl/f red 

Leserbriefe an die Redaktion kön- 
nen Sie am praktischsten per E- 
Mail loswerden. Unsere Anschrift 
im Internet ist 

mailbox@pcplayer.de 

Natürlich erreichen uns auch Brie- 
fe an: 

Future Verlag GmbH 
Redaktion PC Player 
Steffis Mailbox 
Rosenheimer Str. 145h 
81671 München 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, 
dass wir nicht jede einzelne 
Zuschrift individuell beantworten 
können. Beim Abdruck von 
Leserbriefen behält sich die Re- 
daktion Kürzungen vor. 



196 PC PLAYER APRIL 2000 



RUBRIKEN 



Tipps 8l Tricks per Fax 



Sie kommen bei einem Spiel nicht weiter? Kein Pro- 
blem: Mit unserem Fax-Service können Sie Lösungen zu 
wichtigen Spielen komfortabel rund um die Uhr abrufen. 



Kosten: DM 1,21 pro 
Minute (Die Abrech- 
nung erfolgt über Ihre 
Telefonrechnung). 
Service Provider: 
DeTeMedien. 

Achtung: Bitte 
beachten Sie die 
jeweiligen Seitenzah- 
len der Artikel. Einige 
Lösungen sind auf 
Grund der Komplexität 
der Spiele sehr um- 
fangreich ausgefallen. 

Spiele-Hotline für PC Player, Mo-So 8-24 Uhr (01 90) 873 - 268 - 1 1 (3,63 Mark/Minute) * Abruf nur innerhalb 
Technik-Hotline für PC Player, Mo-So 7-24 Uhr (0190) 882 - 419 - 43 (3,63 Mark/Minute) DeutschiZdsmögiich. 



Haupt-Inhaltsverzeichnis aller abruf baren Artikel: Telefonnummer (0190) 192 464 - 000 



Möglichkeit 1: 

Faxgerät am Hauptanschluss 

Wählen Sie mit dem Telefon am Faxgerät die 
gewünschte Nummer aus der PC- Player- Fax- 
Datenbank. Sobald Sie das Tonsignal (Pfeifen) 
hören, drücken Sie die Starttaste am Faxgerät. 
Die Seiten werden dann übertragen. 



Möglichkeit 2: 

Faxgerät an einer Nebenstelle 

Rufen Sie die gewünschte Nummer aus der PC- 
Player- Fax- Datenbank mit einem beliebigen Tele- 
fon aus der Nebenstellenanlage an. Sobald Sie 
das Tonsignal (erstes Pfeifen) hören, verbinden Sie 
einfach an das Faxgerät weiter und legen auf. 



Tipps & Tricks zu 


Seiten 


Telefonnummer 


Age of Empires 2 
(Mehrspieler-Level) 


10 

4 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 1 1 
192 464-115 


Aqe of Wonders 


2 


(0190 


192 464-132 


Alpha Centauri, Einsteigertipps 


1 
6 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 068 
1 92 464 - 070 


Amerzone 


2 


(0190 


1 92 464 - 1 1 1 


Anno 1602: 
Neue Inseln, neue Abenteuer 


4 


(0190 


1 92 464 - 050 


AOE: Rise of Rome, Einsteigertipps 


2 

7 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 040 
1 92 464 - 056 


Baldur's Gate 
(Subquests) 


13 
5 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 065 
1 92 464 - 072 


Baldur's Gate: 
Leqend of the Sword Coast 


4 


(0190 


1 92 464 - 082 


Caesar 3 


2 


(0190 


1 92 464 - 045 


Civilization Call to Power 


3 


(0190 


1 92 464 - 075 


Civilization 2: Test of Time 


2 


(0190 


1 92 464 - 1 1 2 


Colin McRae Rallv 


1 


(0190 


1 92 464 - 036 


Comanche Gold 


6 


(0190 


1 92 464 - 027 


C&C 3: Tiberian Sun 


15 


(0190 


192 464-106 


Commandos 


10 


(0190 


192 464-014 


Commandos: Im Auftraq der Ehre 


8 


(0190 


1 92 464 - 076 


Conflict Freespace 


6 


(0190 


1 92 464 - 029 


Curse of Monkev Island, The 


6 


(0190 


1 92 464 - 01 5 


Dark Proiect: Der Meisterdieb 


10 


(0190 


1 92 464 - 059 


Descent 3 


2 


(0190 


1 92 464 - 095 


Discworld Noir 


6 


(0190 


1 92 464 - 098 


Dominion 


8 


(0190 


1 92 464 - 026 


Dune 2000 


6 


(0190 


1 92 464 - 032 


Dungeon Keeper 2, Teil 1 
Teil 2 


5 
6 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 096 
192 464-100 


Driver 


4 


(0190 


1 92 464 - 1 1 6 


Earth2150 


3 


(0190 


1 92 464 - 1 1 7 


F1 Racinq 


2 


(0190 


1 92 464 - 01 6 


F-16 + MIG29 


7 


(0190 


1 92 464 - 058 


F22 Total Air War 


2 


(0190 


1 92 464 - 042 


Fallout 


4 


(0190 


1 92 464 - 01 7 


Fallout 2, Teil 1 
Teil 2 


8 
8 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 060 
1 92 464 - 067 


FIFA 2000 


2 


(0190 


1 92 464 - 1 1 8 


Final Fantasv 7 


10 


(0190 


1 92 464 - 024 


Frankreich 98 


3 


(0190 


1 92 464 - 01 8 


Freespace 2 


8 


(0190 


192 464-128 


Gabriel Kniqht 3 


8 


(0190 


192 464-127 


Ganqsters 


3 


(0190 


1 92 464 - 057 


Grand Prix Leqends 


2 


(0190 


1 92 464 - 037 


Grim Fandanqo 


7 


(0190 


1 92 464 - 048 


Half-Life (deutsch), Teil 1 
Teil 2 


2 

8 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 038 
192 464-051 


Heroes of Miqht and Maqic 3 


2 


(0190 


1 92 464 - 083 


Hidden & Dangerous 


7 
3 


(0190 
(0190 


192 464-107 
192 464-102 


Homeworld 


9 


(0190 


1 92 464 - 1 1 9 


Indiana Jones und der Turm von Babel 


14 


(0190 


192 464-125 


Jaqqed Alliance 2 


8 


(0190 


1 92 464 - 084 


Kinq's Quest 8 


6 


(0190 


1 92 464 - 054 


KKND2 


7 


(0190 


1 92 464 - 033 


Klinqon Honor Guard 


7 


(0190 


1 92 464 - 034 


Lands of Lore 3 


5 


(0190 


1 92 464 - 077 


Leqacv of Kain: Soul Reaver 


9 


(0190 


1 92 464 - 1 1 3 


Machines 


7 


(0190 


1 92 464 - 088 


Mech Commander 


7 


(0190 


1 92 464 - 035 


Mech Warrior 3 


6 


(0190 


1 92 464 - 097 


Might & Magic 6, Teil 1 
Teil 2 


6 
6 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 030 
192 464-031 


Might & Magic 7 
Teil 1 
Teil 2 


1 
8 
5 


(0190 
(0190 
(0190 


1 92 464 - 093 
1 92 464 - 099 
192 464-105 


Niqhtlonq 


4 


(0190 


1 92 464 - 043 



Outcast, Teil 1 
Teil 2 
Waffen 


7 
4 
2 


(01 90) 1 92 464 - 094 
(0190) 192 464-103 
(0190) 192 464-104 


D harao 


2 


(0190) 192 464-120 


Pizza Svndicate 


4 


(0190) 192 464-071 


Populous 3, Einsteigertipps 
Teil 1 
Teil 2 


2 

4 
5 


(0190) 192 464-039 
(01 90) 1 92 464 - 049 
(01 90) 1 92 464 - 052 


Populous: Unentdeckte Welten 


3 


(01 90) 1 92 464 - 089 


Quest for Glorv 5: Draqon Fire 


5 


(01 90) 1 92 464 - 066 


Railrad Tvcoon 2: Second Century 


4 


(01 90) 1 92 464 - 085 


Rainbow Six 


6 


(0190) 192 464-041 


Rainbow Six: Roque Squadron 


4 


(01 90) 1 92 464 - 069 


Rainbow Six: Roque Spear 


10 


(0190) 192 464-121 


Ravman 2 


8 


(0190) 192 464-124 


Rent-A-Hero 


3 


(01 90) 1 92 464 - 047 


Return to Krondor 


6 


(01 90) 1 92 464 - 062 


Revenant 


5 


(0190) 192 464-122 


Hinq des Nibelunqen 


4 


(01 90) 1 92 464 - 044 


Riven 


4 


(01 90) 1 92 464 - 01 9 


Rollercoaster Tvcoon 


1 


(01 90) 1 92 464 - 078 


Shadow Company 


4 


(0190) 192 464-123 


Shadow Man 


8 


(0190) 192 464-108 


Siedler 3, Einsteigertipps 
Teil 1 
Teil 2 


1 
4 
8 


(01 90) 1 92 464 - 046 
(01 90) 1 92 464 - 055 
(0190) 192 464-063 


Siedler 3: Geheimis der Amazonen 


4 


(0190) 192 464-114 


Silver 


3 


(01 90) 1 92 464 - 079 


Speed Busters 


1 


(0190) 192 464-061 


Starcraft Brood War 


3 


(01 90) 1 92 464 - 073 


Star Trek: Birth of the Federation 


5 


(0190) 192 464-101 


Star Wars Episode 1 . 
Die dunkle Bedrohunq 


7 


(01 90) 1 92 464 - 090 


Street Wars 


3 


(0190) 192 464-091 


Svstem Shock 2 


7 


(0190) 192 464-109 


Tomb Raider 2, Teil 1 
Teil 2 


6 
6 


(0190) 192 464-021 
(01 90) 1 92 464 - 028 


Tomb Raider 3, Teil 1 
Teil 2 
(alle Secrets) 


10 
10 
5 


(01 90) 1 92 464 - 053 
(01 90) 1 92 464 - 064 
(01 90) 1 92 464 - 074 


Tomb Raider 4, Teil 1 
Teil 2 


6 
13 


(0190) 192 464-126 
(0190) 192 464-130 


Ultima 9 


7 


(0190) 192 464-129 


Unreal 


9 


(01 90) 1 92 464 - 022 


Völker, Die 


1 
7 


(0190) 192 464-086 
(01 90) 1 92 464 - 092 


Warzone 2100 


8 


(01 90) 1 92 464 - 087 


Wheel of Time 


4 


(0190) 192 464-131 


Winq Commander Prophecv 


5 


(01 90) 1 92 464 - 023 


X-Files: The Game 


4 


(01 90) 1 92 464 - 025 


X-Wing Alliance (bis Mission 30) 
(ab Mission 31) 


8 
7 


(0190) 192 464-080 
(0190) 192 464-081 


Jahresinhalte 


Seiten 


Telefonnummer 


Jahresinhalt 2000 
(ohne Tests + Tipps) 


2 


(0190) 192 464-900 


Tipps-Übersicht 2000 


1 


(01 90) 1 92 464 - 902 


Test-Übersicht 2000 


1 


(0190) 192 464-903 


Jahresinhalt 1 996 


5 


(01 90) 1 92 464 - 91 1 


Jahresinhalt 1 997 


5 


(0190) 192 464-910 


Jahresinhalt 1 998 


5 


(01 90) 1 92 464 - 91 2 


Jahresinhalt 1 999 


5 


(0190) 192 464-913 


Tipps-Übersicht 93-97 


3 


(0190) 192 464-930 


Tipps-Übersicht 98 


1 


(0190) 192 464-931 


Tipps-Übersicht 99 


1 


(01 90) 1 92 464 - 932 


Dienstleistungen 


Seiten 


Telefonnummer 


Hardware-Hitliste 


2 


(01 90) 1 92 464 - 940 


Hotlines der Spielehersteller 


1 


(0190) 192 464-941 



198 PC PLAYER APRIL 2000 



RUBRIKEN 



VORSCHAU 



Von der nächsten PC Player 
dürfen Sie einiges erwarten. 

HAST DU TÖNE? 





MIC UCI&CI1 MCOICII 



Falls nicht, sollten Sie u 

ren nächsten Hardwan 

punkt auf keinen Fall ver 

nen wir einen aktuellen Übciunuiv uuci 

Soundkarten und wollen Sie davon überzeugen, dass der 

Einbau einer Soundkarte alles andere als Hexenwerk ist. 

Und wo wir schon mal beim Thema sind, informieren wir 

Sie auch gleich über Dolby-Surround-Anlagen und alle 

dabei auftauchenden Fragen der Raum-Akustik. 



ALLES NEU MACHT DER MAI 

, Diese alte Weisheit trifft auch für die 
neue Ausgabe der PC Player zu. Dort 
| erwarten wir die Ankunft etlicher noto- 

rischer Zuspätkommer, wie beispiels- 
weise die unzählige Male verschobenen 
Titel Force Commander und Daikatana. 
Abgesehen von diesen Nachzüglern 
sieht unser Redaktionsplan Tests von 
Arcatera, Simon the Sorcerer 3D, Sud- 
den Strike, Fl -2000, Need for Speed 
Porsche, Soldier of Fortune 
(deutsch), Star Trek: Armada und 
-*» Comanche/Hokum vor. Last but not 
least freuen wir uns auf einen 
Besuch bei Sunflowers, die wollen 
nämlich erste vorzeigefähige Bilder 
7 und Infos ihres Anno 1602-Nachf ol- 

gers Anno 1503 herausrücken. 




mmm 



j^ 



BEGLEIT-CD 



NEUE DEMOS BRAUCHT DAS LAND 

Wir wissen zwar noch nicht, wie viele Demos auf unseren nächsten Begleit-CDs 
lagern werden, sollten unsere Vorausberechnungen allerdings zutreffen, dann 
tummeln sich dort unter anderem Schnupperversionen von Comanche/Hokum, 
Croc 2, Tomb Raider: The Last Artefact, Bust a Move 4, Pac Mania 3D, 
Animaniacs: Splatball, und der X-Beyond the Future-Erweiterung XTENSION. 




GERAD6 HAßercH MIR 
DAS VIDEO 2ÜM THEMA 

AM ARBSnSPlATZ 11 

AttaeseutH . 

ES WIRKT. 




*5 



imnür30/vwnuteh 
korrigiertes oahr- 

MllUOHBtt DER EVOUITlON. 
SEI MAL SEXY 
UNP SCHAU, 
WIE KALT 
MICH PAS 
LÄSST/ 




msrnm 

5/2000 
erscheint 



am 



5. April' 



* Abonnenten erhalten das Heft 
in der Regel ein paar Tage früher. 

Alle Vorschau-Angaben ohne Gewähr! 
Aufgrund von Terminänderungen bei den 
Spieleherstellern kann es zu kurzfristigen 
Verschiebungen kommen. 



»SPECIAL«-ISTEN 

Natürlich riskieren wir auch ein paar 
Blicke über den spielerischen Teller- 
rand hinaus. So bastelt unser Aus- 
landskorrespondent Markus Krichel 
im Rahmen der Serie über die 
besten Spielehersteller an einem 




Report 
über die 
Strategie- 
und AD 
&D-Experten 
von SSI. Die 
iebäugeln näm 
lieh momentan 
mit einer Rückkehr 
ins lukrative Rollen 
spiel-Geschäft. 



£CH HÄTT6 DIg 

langweiligem 
pas5a69k nicht 

im schnellen 
v0riaufan5eheh 

50LLGN. 




PC PLAYER APRIL 2000 247 



RUBRIKEN 




FINALE 



SCHWACHSINN. 



BAUHERRENMODELL 



h0lf.com 



Das Buch zum 
Film kennen 
Sie. Meinet- 
wegen auch „ ar 

noch den Film "* lf -™"} - *»' O™?" 1 

n/> ^ . . werbewirksame Stadte- 

zum PC-Spiel. M€mÄ 

... name. 

Aber wie wäre 

es mit der Stadt zur Homepage? Kein Jux: 
Die Kleinstadt Halfway im US-Bundesstaat 
Oregon nannte sich Anfang des Jahres in 
Half.com um. Die gleichnamige Web-Firma 
verhökert gebrauchte Bücher, CDs, Filme und 
Videospiele. Der etwas obskure Marketing- 
Gag füllt nebenbei die Stadtkassen um einen 
fünfstelligen Dollar-Betrag, obendrein gibt's 
neue Computer für die Schule. Wir warten 
auf die erste Stadt namens PC.Player.de - 
dann können wir wieder mal umziehen. 



Lecker, lecker: 
Das Überlebens- 
paket von 
Fanatec. 



Jahr 2000, die erste: Susan kramte 
aus ihrer Weihnachtspost noch 
dieses Schmuckstück von Ravens- 
burger Interactive hervor. Die 
Grußkarte zum Selberbasteln - im 
fertigen Zustand garantiert die höchsten 
Neujahrswünsche der Welt. Den eher 
mystischen Aufdruck konnte bei uns aller- 
dings bislang noch niemand deuten. 




Frohes Neues - 

garantiert die 

letzte Karte zum 

Jahreswechsel, 

ehrlich! 




UND DIE ANTWORT IST ■■■ 

Im letzten Finale fragten wir, warum Engel Bob in der Porzellan-Fassung 
die Hände vor seine Augen schlägt. Hier die Top 5 der besten Antworten 

1. Er hat Udo beim Auto fahren zugeschaut. 

2. Ihm ist »Drei Engel für Charlie« zu spannend geworden. 

3. Er hat die Abrechnung von seinem Internet-Provider bekommen. 

4. Jemand hat ihm das neue Großraumbüro der PC Player gezeigt. 

5. Er war der geheime Finanzberater von Helmut Kohl. 



WOHLSCHMECKEND UND GUT 

Jahr 2000, die zweite: Von Hardware-Hersteller Fanatec gab es die- 
ses Überlebenspaket zum Jahreswechsel. Mit Carlini-Fertiggericht 
von Aldi und japanischen Udon-Nudeln - so weltoffen speisen wir 
sonst nur auf internationalen Messe-Ereignissen. Na ja, leider 
ohne Weihnachts-Pilsener. Haben wir dann zwar doch nicht 
gebraucht, aber wir heben es uns einfach für das nächste Jahr- 
tausend auf- man kann ja nie wissen, (ra) 




Ingo, 
Manuel, 
Sebastian und 
Volker aus Fels- 
berg dürfen sich freuen: 
Für die besten Antworten 
gewinnen sie diesen 
Porzellan-Bob. 



MEINE IST LANGER 




^vSchaU/Papiyein Spic\ mit zwei Bildschirmen: Wenn ich hier 
ein <5igabyfe "Da+enmüfl reindonnere, gehen auf dem 
Fernsehbild die Kurven runter .'^r 



Matthias Spenglers 
»Unreal Tourna- 
ment«-Fehlermel- 
dung toppt noch 
die aus der letzten 
Ausgabe: Satte 45 
Zeilen ist sie lang. 
Sicher gut für Pro- 
grammierer und 
Debugger, wie 
Benedikt Feller 
anmerkte, aber der 
Normalo-Spieler 
staunt natürlich 
kräftig über einen 
solchen Informa- 
tionswust. 




Also gut, dann lesen Sie mir 
mal die Fehlermeldung vor! 



Und dann war da noch 



... die Mitmachkarte von Ulli Haase mit dem 
Wunschthema: »Keine Panik: So gewinnt man 
einen High-End-PC«. 



248 PC PLAYER APRIL 2000